Sommerland
Wappen | Deutschlandkarte | |
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Basisdaten | ||
Koordinaten: | 53° 48′ N,9° 32′ O53.8016666666679.53972222222222Koordinaten:53° 48′ N,9° 32′ O | |
Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
Kreis: | Steinburg | |
Amt: | Horst-Herzhorn | |
Höhe: | 2 m ü. NHN | |
Fläche: | 18,76 km2 | |
Einwohner: | 760 (31. Dez. 2023)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 41 Einwohner je km2 | |
Postleitzahlen: | 25358, 25379 | |
Vorwahlen: | 04126, 04128, 04824 | |
Kfz-Kennzeichen: | IZ | |
Gemeindeschlüssel: | 01 0 61 101 | |
Adresse der Amtsverwaltung: | Elmshorner Straße 27 25358 Horst (Holstein) | |
Website: | www.amt-horst-herzhorn.de | |
Bürgermeister: | Jürgen Schlüter (KWS) | |
Lage der Gemeinde Sommerland im Kreis Steinburg | ||
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Sommerland ist eine Gemeinde imKreis Steinburg inSchleswig-Holstein.
Geografie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Geografische Lage
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet vonSommerland erstreckt sich als ländlicheMarschengemeinde im NaturraumHolsteinischeElbmarschen (Haupteinheit Nr. 697) etwa 9 km nordwestlich vonElmshorn und 8 km östlich vonGlückstadt.[2]
Gemeindegliederung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Gemeindegebiet liegen die OrtschaftenBrunsholt,Dückermühle,Grönland,Kamerland undSiethwende.[3]
Grönland
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Straßensiedlung Grönland (Gronlande) wurde zusammen mit dem Kirchspiel Schönmoor, das heute zuSüderau gehört, im Jahre 1293 erstmals erwähnt. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts bildete Grönland zusammen mit dem 1312 erstmals erwähnten Sommerland (Zomerlande) eine selbständige Ortschaft. Beide Orte waren über den Marschmoorweg mit derGrafschaft Pinneberg verbunden, zu der sie gehörten.
- Straßenbild Grönland
- Transformatorenstation
Kamerland
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Zur Siedlung Kamerland, die 1350 erstmals erwähnt wurde, gehörten früher auch Lesigfeld (1356) und Brunsholt (1357), bei denen es sich ebenfalls um Straßensiedlungen handelt. Kamerland war bis zum Zusammenschluss mit Grönland und Sommerland im Jahr 1888 eine selbständige Ortschaft.
Siethwende
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Siethwende ist nach einem ergänzenden (sitwendige) Deich benannt, der um 1300 von Holländern angelegt wurde, um vor dem Wasser des benachbarten Moors zu schützen. Der als Weg genutzte Deich bildete die Grenze zwischen demKirchspiel Süderau und dem Königsmoor.
DieMarschbahn vonHamburg-Altona nachWesterland führt durch das Gebiet der Gemeinde Sommerland. 1845 wurde inSiethwende einBahnhof gebaut.
Nach demZweiten Weltkrieg hat besonders der Ortsteil Siethwende viele Flüchtlinge aufgenommen. Ihre Zahl überstieg zeitweise die der einheimischen Bevölkerung um fast das Doppelte.
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die sehr fruchtbare Elbmarsch war lange unzugänglich und von Hochwassern bedroht, wurde jedoch vonHorst aus bewirtschaftet, das auf einer Geestinsel höher gelegen ist. Da das Land nur im Sommer nutzbar war, entstand der Flurname Sommerland. Einige Ortsnamen sind auch holländischen Ursprungs, da die Holländer am Deichbau beteiligt waren. Ein großer Teil der Gemeindefläche war über lange Zeit schaumburgische Exklave inHolstein und unterstand bis 1470, zum Teil sogar bis Mitte des 17. Jahrhunderts, hollischem (holländischem) Recht.
Die Gemeinde besteht in ihrer heutigen Form seit 1888. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand im Gemeindegebiet ein Lager fürHeimatvertriebene und ausgebombteHamburger, in dem bis zu 255 Personen wohnten.
Politik
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Gemeindevertretung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat dieWählergemeinschaft KWS seit derKommunalwahl 2023 vier Sitze, dieCDU drei und dieGrünen haben zwei Sitze.[4]
Wappen und Flagge
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Blasonierung: „Schräglinks durch einen schmalen schwarzen und einen silbernen Wellenbalken in Blau und Grün geteilt, oben an der Teilung eine wachsende goldene Sonne mit neun den Schildrand und die Teilung anstoßenden Strahlen.“
Flaggenbeschreibung: „Schräglinks durch je einen schmalen schwarzen und weißen gewellten Streifen in Blau und Grün geteilt, oben die Figur des Gemeindewappens von der Mitte zur Stange versetzt in flaggengerechter Tinktur.“[5]
Partnerschaft
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Seit 1992 besteht eine Partnerschaft mit Landin in der GemeindeKotzen imLandkreis Havelland (Brandenburg).
Kulturdenkmale
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]→Liste der Kulturdenkmale in Sommerland
Wirtschaft und Verkehr
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft in der GemeindeSommerland ist stark von derUrproduktion derLandwirtschaft geprägt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren insgesamt 34 landwirtschaftliche Betriebe aktiv; diegenutzte landwirtschaftliche Fläche betrug 1832 ha.[3]
Nordöstlich verläuft dieBundesautobahn 23 von Elmshorn nachItzehoe. Das Gemeindegebiet selbst wird von mehrerenschleswig-holsteinischen Landesstraßen durchzogen (L 118, L 166 und L 168).[2] Nach derzeitiger Planung ist vorgesehen, die in Planung befindliche Trasse der sogenanntenKüstenautobahn (A 20) durch das Gemeindegebiet zu führen.[3]
Durch das Gemeindegebiet verläuft die Trasse derMarschbahn. Der am nächsten gelegene Halt befindet sich im NachbarortHerzhorn.[2]
Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Hans-Jürgen Langholz (1935–2024), Agrarwissenschaftler und Hochschullehrer für Tierzucht und Produktkunde
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2023 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑abcRelation: Sommerland (447196) bei OpenStreetMap (Version #10). Abgerufen am 13. März 2022.
- ↑abcVolker Mehmel:Sommerland. Eigentlich scheint dort immer die Sonne. In:Schleswig-Holstein-Topographie.Band 9:Schönberg - Tielenhemme. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2007,ISBN 978-3-926055-91-0,S. 142–144 (dnb.de [abgerufen am 5. August 2020]).
- ↑Wahlergebnis Sommerland
- ↑Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein