Slavey

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Dieser Artikel befasst sich mit der Volksgruppe der Slavey. Zur gleichnamigen Sprache sieheSlavey (Sprache).
Größerer Teil des Siedlungsgebietes der Slavey (braun, im Osten) in den Nordwest-Territorien an der Grenze zum Yukon-Territorium u. a. First Nations vor Ankunft der Europäer. Karte (russisch) des Linguarium-Projektes derLomonossow-Universität.

DieSlavey (veraltetSlave) umfassen mehrere verwandte kanadischeFirst Nations, die in zwei regionale/territoriale sowie sprachliche Stammesgruppen unterteilt werden: denSouth Slavey oderDeh Cho Dene („Volk am großen Fluss, d. h. amMackenzie River“) und denNorth Slavey oderSahtu / Sahtu Dene („Volk amGreat Bear Lake“).

Zusammen mit denChipewyan (Denésoliné/Dënesųłiné),Yellowknife (T'atsaot'ine) undDogrib (Tlicho/Tåîchô) bilden sie die fünfBands (Stammesgruppen) derDene („die Menschen, das Volk“), die sprachlich zu denNördlichen Athapasken derNa-Dené-Sprachfamilie zählen. Die „Dene“ inDenendeh („Land der Dene“, heutigeNordwest-Territorien),Nunavuts sowie der im Süden angrenzenden Gebiete vonManitoba,Saskatchewan,Alberta undBritish Columbia sind besonders eng verwandt mit den ebenfalls zu denAthabasken (Athapasken) zählenden Stämmen imInterior Alaska sowie dem angrenzendenYukon-Territorium – den „Alaska-Athabasken“ bzw. „Alaska Dene“.[1]

Die „Alaska Dene“ nannten/nennen sich selbstDinaa oderDena und die als „Nördlichen Athabasken“ bzw. in Kanada meist einfach als „Athabasken“ bezeichneten Ethnien im Nordwesten Kanadas, nannten sich selbstT'ine oderT'ana – jedoch heute zumeist ebenfallsDene („die Menschen, das Volk“).

Die imSüdwesten der USA undNordmexiko beheimateten „Südlichen Athabasken“ hatten ähnliche Bezeichnungen wie die „Nördlichen Athabasken (Dene)“ und „Alaska-Athabasken (Alaska-Dene)“; dieNavajo nannten sichDiné und dieApache (je nach Dialekt)Indee, Ndé oderT'Inde („die Menschen, das Volk“).

Inhaltsverzeichnis

Stammesgebiete

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South Slavey oder Deh Cho Dene

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DieSouth Slavey oderDeh Cho Dene („Deh Cho (Mackenzie River) Volk“, wörtlich: „Volk am großen Fluss“) gehörten zu denindigenen Völkern derTaiga und lebten in derSouth Slave Region am Süd- und Westufer desTu Cho (Großen Sklavensee) („Großer See“) und in derDehcho Region im Mackenzie River/Deh Cho-Flussgebiet im Süden vonDenendeh („Land der Dene“, d. h. die Nordwest-Territorien) sowie imNorthern Rockies Regional District rund umFort Nelson im Nordosten vonBritish Columbia; ihre Stammesgebiete reichten im NordenAlbertas bis zumSlave River sowie südwärts bis zumLake Athabasca im Osten, im Süden bis zumPeace-Athabasca-Binnendelta sowie westwärts entlang des Nordufers desPeace River bis zumChinchaga River undHay River (Kátå’odehche) sowie den Hay Lakes, im Nordosten von British Columbia befand sich die südwestliche Grenze entlang desMuskwa River undFort Nelson Rivers (und dessen zahlreichen Nebenflüssen) und die nordwestliche amLiard River, der wiederum nordwärts im SüdenDenendehs in den Mackenzie River mündet. Ihr Stammesgebiet umfasste borealen Nadelwald und wurde von Hunderten Seen, Bergen und den Flusssystemen des Slave River, Athabasca River und Mackenzie River dominiert.

Heute leben sie mit Ausnahme der South Slavey (Dene Tha) in Chateh (früher Assumption) im Nordosten Albertas, meist im Hay River Reserve in derSouth Slave Region im Süden der Nordwestterritorien sowie in mehreren Gemeinden in derDehcho Region am Oberlauf des Mackenzie River:Fort Providence (Zhahti Koe,Zhahti Kų́ę́ oderYahti Ndeé Køç – „Platz des Missionshauses“),Fort Simpson (Łíídlįį Kų́ę́, Liidli Koe oderŁíídlîî Køç – „Platz, wo zwei Flüsse zusammenfließen“),Fort Liard (Echaot'l Koe, Echaot’įe Kų́ę́ oderEchaot’îî Køç – „Ort/Heimat des Volkes aus dem Land der Riesen“),Sambaa K’e (ehemals Trout Lake,Sambaa K'e oderŁuezô Tué),Nahanni Butte (Tthenáágó – „starker Fels“),Kakisa (K’agee oderK’ágee – „zwischen den Weiden“),Jean Marie River (Tthek'éhdélį oderTthets’éhk’edélį – „über Ton fließendes Wasser“) undWrigley (Pedzéh Kñ, Pedzéh Kį oderTthedzéh Køç – „Ort, wo Ton ist“).[2] Viele Stammesmitglieder haben sich in letzter Zeit entschlossen, größtenteils ihre traditionelle Lebensweise wieder aufzunehmen und vom Sammeln von Beeren und Kräutern, demFischen und derElchjagd und zu einem geringeren Teil der Jagd auf Karibu zu leben.

Die South Slavey lassen sich nicht wegen unterschiedlicher Dialekte (wie etwa die North Slavey), sondern auf Grund ihrer jeweils teilweise voneinander abweichendenLebensweise in mehrere regionale Großgruppen unterteilen, die jeweils Stammesgebiete mit unterschiedlichenRessourcen bewohnten und nutzten; allerdings ist es zweifelhaft, ob die unten genannten drei regionalen Großgruppen (und deren Bezeichnungen) bereits vor Kontakt mit Europäern von den South Slavey überhaupt unterschieden oder wahrgenommen wurden:
  • dieDeneke („Volk“) oder heute meistDene Tha'/Deneða/Dene Dháa („Wahres Volk“) im Nordosten British Columbias, Nordwesten Albertas und Süden Denendehs entlang des Hay River, entlang des Petitot River und im Flussgebiet des Liard River
  • dieDeh Gah Got'ine („Volk am Fluss“) entlang des Mackenzie River westlich des Großen Sklavensees, die zumeist zum Handeln nach Fort Providence kamen, daher bezeichneten die meist familiär mit ihnen verwandtenMétis das Fort alsDeh Gah Got’ie Koe („Ort/Heimat des Volks am Fluss“, abgel. von:Deh Gah Gotie – „am Fluss“ sowieKoe/Kue – „Heimat oder Häuser“)
  • dieDeh Cho Dene („Volk entlang des Mackenzie River“) lebten im Flussgebiet des Mackenzie River

Heute bezeichnen sich die South Slavey in Alberta alsDene Tha („Wahres Volk“), wohingegen sich die First Nations der South Slavey in den Nordwestterritorien heute alsDeh Cho Dene („Volk entlang des Mackenzie River“) bezeichnen.

North Slavey oder Sahtu Dene

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DieNorth Slavey bewohnten dieTaiga sowie dieWaldtundra in derSahtu Region meist westlich und nördlich desGroßen Bärensees (von ihnenSahtu genannt) sowie beiderseits desMackenzie River, im Norden nördlich vonColville Lake sowie umliegender Seen (Lac des Bois(Tashín Tué), Lac Belot(Nilîn Tué), Aubrey Lake/Lake Aubry(Tué Sho), Dunedelatue Lake, Lac Maunoir) bis zumAnderson River(Sihonilîne) im Nordosten, im Osten bis zumHorton Lake(Arakíe Tué) sowie entlang desHorton River, im Südwesten entlang desSouth Nahanni River, im Westen die östlichenMackenzie Mountains sowie im Nordwesten bis zumArctic Red River und manchmal sogar bis zumPeel River inYukon.

Heute sind sie nur noch in folgenden Gemeinden inKanadasNordwestterritorien ansässig:Colville Lake (K'ahbamitue,K’áhbamı̨́túé – „Ptarmigan Net“),Deline (Fort Franklin) (Dèlįne – „wo das Wasser fließt“)[3]Fort Good Hope (Charter Community of K'asho Got'ine) (Rádeyîlîkóé,Radeli Koe – „Ort der Wasserfälle“),Norman Wells (Tłegǫ́htį,Le Gohline,Łe Gǫ́hlı̨nı – „Ort des Öls“) sowie inTulita (Fort Norman) (Tulít’a – „wo die Wasser/Flüsse sich treffen“) – in allen fünf Siedlungen leben Nachfahren von Heiraten zwischen Europäern und in der Region ansässiger Stämme – dieMétis.

Die North Slavey unterteilten sich nochmals in vier regionale, kulturelle sowie unterschiedliche Dialekte sprechende Gruppen:
  • dieK'ahsho Got'ine (Hare(skin) Dene) (K'ahsho Got'ine Distrikt, heute: Colville Lake und Fort Good Hope, nannten sich selbstK'a so Got'ine/Katoo Got'ine – „Big Willow People - Volk der großen Weiden“ oderK’ahsho Got'ine/K'áshot' Got'ine („big-arrowhead-people - Volk mit großen Pfeilspitzen“); ihre heute allgemein übliche englische Bezeichnung als Hare(Skin) Dene ist vermutlich eine Falschübersetzung vonGahwié Got'ine – „Kaninchen(Fell)-Volk“, da sie gewebte Kleidung ausSchneehasen-Fellen trugen)
  • dieShita Got'ine/Shúhtagot'ine (Mountain Dene) („Volk inmitten der Berge“, Tulit'a District, heute meist in Tulit'a (Fort Norman), weitere in Norman Wells, einige auch in Wrigley und inRoss River, auchNahanni / Nahanni Dene genannt)
  • dieK'áálǫ Got'ine (Willow Lake Dene) („Volk am Willow Lake“, Tulit'a District, meist in Tulit'a (Fort Norman), einige in Norman Wells, derK’áálô Tué („Willow Lake“) – der heutige Brackett Lake – war ein bedeutender Jagd-, Sammel- sowie Handelsplatz derK’áálǫ Got'ine (Willow Lake Dene), bewohnen zusammen mit denShita Got'ine/Shúhtagot'ine (Mountain Dene) diese zwei Siedlungen, wobei sie in Tulit'a die Mehrheit bilden)[4]
  • dieSahtú Got'ine/Sahtúot'ine/Sahtú Dene ((Great) Bear Lake Dene) (Déline District, heute in Déline (Fort Franklin), während des Pelzhandels begannen vieleK'ahsho Got'ine Bands vom Nordufer desSahtú (Großer Bärensee) und dieSatihot'in (Great Bear Lake Volk) undEt'at'in regional bands derDogrib (Tłįchǫ)[5] vom Süden sowie einigeShita Got'ine,Gwich'in und South Slavey bei Déline (Fort Franklin) am Ufer desSahtú bevorzugt Handel zu treiben, diese verschiedenen Dene Bands heirateten untereinander und bewohnten gemeinsame Siedlungen rund um das Fort sowie am Seeufer, entwickelten ab 1850 eine eigenständige Identität alsSahtúot'ine oderSahtú Dene – „Volk des Great Bear Lake/Großen Bärensees“, ihr Dialekt weist große Einflüsse desDogrib (Tłįchǫ Yatiì) auf)[6]

Die North Slavey nannten/nennen sich meist einfachDene wá („das Volk“), manche abseits des Great Bear Lake in der Tundra und in den Bergen – und mehrheitlich von der Jagd lebende – Bands nannten sich auchɁehdzo Got’ı̨ne („Fallensteller-Volk“). Heute jedoch bezeichnen sie sich meist alsSahtú Dene / Sahtú Got'ine („Great Bear Lake Volk“), um sich von anderen Dene und speziell von den South Slavey abzugrenzen.

Die North Slavey lebten ebenfalls vom Fischfang sowie von der Jagd auf Elche, jedoch war für sie im Gegensatz zu den South Slavey dieKaribujagd (medzih tthç – „Karibu-Fleisch“) von größerer Bedeutung. Um in der oftmals lebensfeindlichen Umwelt zu überleben (siehe:Kaninchenhunger), knüpften manche Gruppen mit benachbarten Dene Bands (South Slavey, Dogrib, Chipewyan) Handelsbeziehungen und festigten diese durch Heiraten untereinander; die heutigen North Slavey in Tulit'a (Fort Norman) und insbesondere in Déline (Fort Franklin) entwickelten hierauf eine eigenständige Identität sowie einen abweichenden Dialekt. Der aufkommendePelzhandel verstärkte jedoch die Konkurrenz um die begrenzten Ressourcen, da viele feindlich gesinnte – jedoch besser bewaffnete und bevölkerungsreichere – Chipewyan sowie Waldland Cree immer weiter nach Nordwesten in Stammesgebiete der South Slavey vordrangen und manche Dene Bands (Dogrib und Yellowknife) auch weiter nordwärts in die Karibujagdgründe der North Slavey vordrangen, was zu oftmals kriegerischen Konflikten führte.

Sprache

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Die Slavey werden wie bereits erwähnt in zwei territoriale und sprachliche Stammesgruppen unterteilt, wobei die sprachliche Unterscheidung meist auf der Aussprache des Proto-Athapaskan-Lauts *dz *ts *ts’ *s und *z imSlavey beruht:[7]

North Slavey oderSahtúot’ı̨nę Yatı̨́ (ist eineAmalgamation von drei Dialekten):

  • ᑲᑊᗱᑯᑎᑊᓀ K’áshogot’ıne oder Hare-Dialekt der K'asho Got'ine (Hare(skin) Dene)
PA *s > wh, *ts > f, *z > w, *dz > gw~b, *tsʼ > ʼw (IPA /ʍ, ɸʷ, w, kʷ~p, ʔʷ/).
  • ᗰᑋᑯᑎᑊᓀ Shıhgot’ıne oder Mountain Slavey / Mountain-Dialekt der Shita Got'ine (Mountain Dene) und der K’áálǫ Got'ine (Willow Lake Dene)
PA *s > f, *ts > p, *z > v, *dz > b, *tsʼ > pʼ (IPA /f, pʰ, v, p, pʼ/).
  • ᓴᑋᕲᒼᑯᑎᑊᓀ Sahtúgot’ıne oder Bear Lake Slavey / Bear Lake-Dialekt der Sahtúot'ine/Sahtu Dene ((Great) Bear Lake Dene)
PA *s > wh, *ts > kw, *z > w, *dz > gw, *tsʼ > kwʼ (IPA /ʍ, kʰʷ, w, kʷ, kʼʷ/).

South Slavey oderᑌᓀ ᒐ Dene-thah, Dené Dháh, Dene Zhatıé der Dene Tha'/Deneða/Dene Dháa („Wahres Volk“), Deh Gah Got'ine („Volk am Fluss“) sowie der Deh Cho Dene („Volk entlang des Mackenzie River“) der South Slavey[8]

PA *s > th, *ts > tth, *z > dh, *dz > ddh, *tsʼ > tthʼ (IPA /θ, tθʰ, ð, tθ, tθʼ/).

Namensherkunft

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Der Name ‘Slavey’ oder ‘Slave’ ist eine Übersetzung des abwertenden Wortesawokanak oderawonak aus derCree-Sprache für den sanftmütigen Lebensstil der Slavey. Obwohl dieCree ihrer Verachtung hierdurch Ausdruck gaben, und die friedliebenden Slavey oftmals ausplünderten und ihnen durch Raubzüge immer mehr zusetzten, fürchteten sie (wie benachbarte Stämme auch) die Slavey als geschickte Zauberer (Hexer undSchamanen).[9]

Um Verwechslungen mit dem englischen Begriffslave fürSklave zu vermeiden, werden die verschiedenen Gruppen heute meist alsSlavey bezeichnet – und nicht wie früher üblich alsSlave.

Heutige First Nations der Slavey

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South Slavey First Nations

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North Peace Tribal Council[10] im Nordwesten vonAlberta und im Nordosten vonBritish Columbia

  • Dene Tha' First Nation[11] (Verwaltungssitz:Chateh, leben in drei Siedlungen: Bushe River,Meander River und Chateh (vormals: Assumption), waren historisch auch alsUpper Hay River Band; Hay Lake(s) Band; Hay River Indians; Slave Band; Slavey Indians at Hay Lake(s); Upper Hay River Post Indians undBistcho Lake Tribe bekannt; ihr Stammesgebiet im Nordosten von BC sowie im Nordwesten von AB reichte im Norden bis zum Liard River und im Süden bis zum Peace River, Kernland war das Flussgebiet des Hay River; Indian Reserves: Amber River #211, Bistcho Lake #213 (am südwestl. Ufer desBistcho Lake), Bushe River #207, Hay Lake #209, Jackfish Point #214, Upper Hay River #212 (80 km nordwestlich vonHigh Level) und Zama Lake #210 (am südwestl. Ufer desZama Lake), Population: 2.913)
  • Fort Nelson First Nation[12] (auch:Fort Nelson Slavey Band, Fort Nelson Indian Band, Verwaltungssitz/SiedlungFort Nelson liegt am Zusammenfluss desFort Nelson River,Muskwa River undProphet River imNorthern Rockies Regional District im Nordosten von British Columbia, größtenteils Nachfahren von South Slavey ausTlídli/Łidli Ku (Nelson Forks),Tli Gohtché/Tłigoh-ché (François),Tłu Tue (Fish Lake / Maxhamish Lake),Dídah Tthe (Pretty Hill),Medzih Deh (Deer River),Nádudhi Deezé/Nádo Deh Kue (Snake River),Goh Cho Kué (Kotcho),Fontas,Kahntah undMoose Lake sowieWoodland Cree aus dem Peace und Athabasca River Binnendelta, zudem auchKaska Dena-Familien zwischenWatson Lake und Fort Nelson amAlaska Highway und mit diesen eng verwandteSekani undDaneẕaa (Dunneza oder Beaver); South Slavey/Woodland Cree leben in sechs Hauptsiedlungen:Tthek’eneh Kúe (Old Fort Nelson),Fontas,Kahntah,Nádudhi Deezé/Nádo Deh Kue (Snake River),Tlídli/Łidli Ku (Nelson Forks) undTli Gohtché/Tłigoh-ché (François), die Kaska Dena, Sekani und Daneẕaa in den Gemeinden Fireside, Muncho Lake („großer See“) am Südufer desMuncho Lake imMuncho Lake Provincial Park und in Toad River (vormals:Tsal-eh-chesi) am Unterlauf desToad River („Kröten-Fluss“), sprechen heuteDene Tha / Dene Zhatıé (South Slavey) oderNīhithawīwin (Woods Cree), einige Familien zudem nochDanezaa/Dane-zaa Záágéʔ; Indian Reserves: Fontas #1, Fort Nelson #2, Kahntah #3, Snake #5, Population: 894)

Dehcho First Nations[13] in derDehcho Region undSouth Slave Region im Süden vonDenendeh (Nordwest-Territorien):

  • Acho Dene Koe First Nation[14] (Verwaltungssitz/Siedlung:Echaot'ı̨e Kų́ę́/Echaot'l Koe/Echaot’îî Køç (Fort Liard) – „Ort/Heimat des Volkes aus dem Land der Riesen“[15], daher früher alsFort Liard Dene oderFort Liard Band bezeichnet; Indian Reserve: Fort Liard Settlement, Population: 675)
  • Deh Gáh Got'ie Dene First Nation[16] (auch:Deh Gah Gotie Dene Council / Deh Gáh Got’îê First Nation, Eigenbezeichnung:Deh Gáh Got’îê Dene/Deh Gah Got'ine – „Volk am Fluss“, Verwaltungssitz/Siedlung:Zhahti Kų́ę́/Zhahti Koe/Yahti Ndeé Køç (Fort Providence) – „Ort des Missionshauses“, daher bezeichneten die meist familiär mit ihnen verwandtenMétis das Fort alsDeh Gah Got’ie Koe – „Ort/Heimat des Volks am Fluss“, Indian Reserve: Fort Providence Settlement, Population: 1.080)
  • Jean Marie River First Nation[17] (auchTthek’ehdeli First Nation, Eigenbezeichnung:Tthets’ek’ehdeli Got’ie,Tthek'éhdélį/Tthets’éhk’edélį – „über Ton fließendes Wasser“, Verwaltungssitz/Siedlung:Jean Marie River; Indian Reserve: Jean Marie River Settlement, Population: 138)
  • K'atlodeeche First Nation[18] (Verwaltungssitz/Siedlung sowie Indian Reserve:Hay River Reserve (Hay River Dene 1), 134,07 km², Eigenbezeichnung:Katl'odehche Dene – „Volk entlang desKatl'odehche (Hay River), wörtlich: Volk entlang des Flusses mit viel Gras entlang des Ufers“, ihr Stammesgebiet erstreckte sich vom Hay River undTathlina Lake im Westen ostwärts entlang desEjie Túé Dehé (Buffalo River) bis jenseits desSlave River sowie im Norden von der Deep Bay am Great Slave Lake südwärts bis zumEjie Túé (Buffalo Lake) und teilweise bis in den Norden Albertas; ihr Kernland umfasste dasEjié Túé Ndáde/Eh-jzhe-twé-in-DA-deh genannte Gebiet am Westufer desEjie Túé (Buffalo Lake) sowie entlang desEjie Túé Dehé (Buffalo River); die First Nation besteht zumeist aus South Slavey und zugewandertenChipewyan, Population: 600)
  • Ka'a'gee Tu First Nation (auch:Kakisa Lake Dene, Eigenbezeichnung:Ka'a'gee Tu Dene/K'ágee Tu Dene – „Volk amKa'a'gee Tu/K'ágee Tu (Kakisa Lake), wörtlich: Volk am See zwischen den Weiden“, Verwaltungssitz/Siedlung:K'ágee (Kakisa) am Kakisa Lake südöstlich von Fort Providence, ursprünglich lebte die First Nation am Tathlina Lake, zog jedoch 1962 an den heutigen, näher amMackenzie Highway gelegenen Ort um, der durch eine 13 km lange Straße mit dem Highway verbunden, Indian Reserve: Kakisa Lake Settlement, Population: 71)
  • Liidlii Kue First Nation (Verwaltungssitz/Siedlung:Fort Simpson,Łíídlįį Kų́ę́, Liidli Koe oderŁíídlîî Køç – „Ort, wo zwei Flüsse zusammenfließen“, da die Siedlung am Zusammenfluss des Mackenzie und Liard River liegt, Indian Reserve: Fort Simpson Settlement, Population: 1.292)
  • Nahanni Butte Dene Band (auchNaha Dehe Dene Band, Verwaltungssitz/Siedlung:Nahanni Butte,Tthenáágó – „starker Fels“, die Siedlung liegt am Zusammenfluss von Liard undSouth Nahanni River im südwestlichen Teil der NWT; Indian Reserve: Nahanni Butte, Population: 138)
  • Pehdzeh Ki First Nation (Verwaltungssitz/Siedlung:Wrigley,Pedzéh Kñ, Pedzéh Kį oderTthedzéh Køç – „Ort, wo Ton ist“, die Siedlung liegt am Ostufer des Mackenzie River nahe der Einmündung des Wrigley River; Indian Reserve: Wrigley Settlement, Population: 346)
  • Sambaa K’e First Nation (auchSambaa K'e Dene Band, Verwaltungssitz/Siedlung:Sambaa K’e (ehemals Trout Lake) – wörtlich: „Ort des Lake trout“,Lake trout ist die englische Bezeichnung für denAmerikanischen Seesaibling, seltener alsŁuezô Tué bezeichnet, die Siedlung liegt am Südufer des gleichnamigen Sees; Indian Reserve: Trout Lake Settlement, Population: 119)
  • West Point First Nation (Verwaltungssitz/Siedlung: West Point,Ts’ueh Nda – „Spruce Point“ – „Fichten-Platz“, die heutige First Nation besteht aus Stammesmitgliedern verschiedener indigener Ethnien:Chipewyan (Denesuline) von Lutsel K'e (früher: Snowdrift),Gwich'in vonInuvik sowie zu den South Slavey zählende Bands, dieDeh Gá´Got'ine von Fort Providence, dieLiidli Kue Dene von Fort Simpson, dieKakisa Lake Dene vom Kakisa Lake sowie dieK'atlodeeche Dene vom Tathlina Lake, Population: 73)

North Slavey First Nations

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Sahtu Dene Council[19]

  • Behdzi Ahda First Nation (Verwaltungssitz/Siedlung:Colville Lake (K'áhbamį́túé oderK’áhbamį́ Túé - ″ptarmigan net place″ - „Schneehühner-Jagd-Platz“), die Siedlung liegt am Südufer des gleichnamigenColville Lake, traditionelles Stammesgebiet derK'ahsho Got'ine (Hare(skin) Dene); das umliegende Gebiet wird immer noch von ihnen bewohnt und zur Jagd und zum Fischfang genutzt; Indian Reserve: Colville Lake Settlement, Population: 219)
  • Deline First Nation[20] (Verwaltungssitz/Siedlung:Déline (Délınę) – „wo das Wasser fließt“, vormals: Fort Franklin, die Siedlung liegt am Oberlauf desGroßen Bärenfluss (Sahtu De), wo er aus demGroßen Bärensee austritt und zumMackenzie River fließt, ein nahe gelegener Platz, wo der See selten vereist, war ein bedeutender Fischgrund für dieSahtúot’ine/Sahtugotine (Bear Lake Dene); nennen sichDene Wai („das Volk“), von anderen North Slavey manchmal auch alsNeyagot'me bezeichnet, während des Pelzhandels entwickelten seit Mitte des 19. Jhd. Bands derK'ahsho Got'ine (Hare(skin) Dene), nach Norden wanderndeSahtigot'in/Sahti K'e Hot'iį („Great Bear Lake People“) derTłįchǫ (Dogrib), einigenShita Got'ine (Mountain Dene) sowieGwich'in aus dem Norden, die alle nun regelmäßig bei Fort Franklin (von den DogribDôline genannt) Handel trieben und untereinander heirateten alsSahtúot’ine/Sahtú Dene (Great Bear Lake Dene) eine eigenständige Identität, zudem entwickelten sie einen durchDogrib (Tłįchǫ Yatiì) geprägten abweichenden Dialekt; Indian Reserve: Fort Franklin Settlement, Population: 988)
  • Fort Good Hope First Nation (auchK’asho Gotine Dene Band, Verwaltungssitz/Siedlung:Fort Good Hope (Charter Community of K'asho Got'ine),Rádeyîlîkóé oderRádeyįlį Kóé – „Ort der Wasserfälle“ von den ansässigenK'ahsho Got'ine (Hare(skin) Dene) genannt, liegt auf einer Halbinsel zwischen Jackfish Creek und dem Ostufer des Mackenzie River, ca. 145 km nordwestlich von Norman Wells, Indian Reserve: Fort Good Hope Settlement, Population: 869)
  • Tulita Dene First Nation (auchTulita Dene oderTulita Band Council oderBegade Shotagotine First Nation, Verwaltungssitz/Siedlung:Tulit'a – „da wo sich die zwei Flüsse treffen oder zusammenfließen“, vormals Fort Norman, dieSahtigot'in/Sahti K'e Hot'iį („Great Bear Lake People“) Lokalgruppe derTłįchǫ (Dogrib) unter Führung des vielleicht bekanntesten und bedeutendsten Tłįchǫ-trading chiefBear Lake Chief (K'aàwidaà – “highest trader”, auch bekannt als Francis Yambi, Eyambi, Eyirape, *1852 - † 1913) kam zum Handeln nach Fort Norman (von den DogribTiłiht'a, Tiłiht'a Kǫ genannt), beide Gruppen heirateten untereinander; Indian Reserve: Fort Norman Settlement, Population: 681) – sind alsBegade Shotagotine (Englisch),Begaa Deh Shuh Tah Got’ie (North Slavey-Dialekt) oder alsBegaee Shuhagot'ine (South Slavey-Dialekt) ebenfalls Mitglied derDehcho First Nations der South Slavey

Einzelnachweise

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  1. One way of saying Dene?
  2. South Slavey Topical Dictionary Kátå’odehche Dialect(die indigenen Ortsbezeichnungen der South Slavey weichen je nach Dialekt voneinander ab)
  3. Die OrtsbezeichnungDeline – „wo das Wasser fließt“ – bezieht sich auf den Oberlauf desGroßen Bärenflusses,Sahtúdé genannt.
  4. Glenn Dixon:Pilgrim in the Palace of Words: A Journey Through the 6,000 Languages of Earth. Dundurn Press, 2009,ISBN 978-1554884339.
  5. William C. Sturtevant, June Helm:Handbook of North American Indians: Subarctic, Vol. 6. United States Government Printing, 1988,ISBN 978-0160045783.
  6. Kerry Abel:Drum Songs: Glimpses of Dene History. Mcgill Queens University Press, 2005,ISBN 978-0773530034.
  7. The Athabaskan languages (Memento vom 6. Juli 2015 imInternet Archive)
  8. The People of the Deh Cho (Memento vom 15. Mai 2004 imInternet Archive)
  9. Traditional Tribes of Great Slave (Memento vom 27. Februar 2012 imInternet Archive)
  10. Member Nations. In: North Peace Tribal Council. Abgerufen am 13. Juni 2020 (englisch). 
  11. Homepage der Dene Tha' First Nation
  12. Homepage der Fort Nelson First Nation
  13. Communities. In: Dehcho First Nations. Abgerufen am 13. Juni 2020 (englisch). 
  14. Homepage der Acho Dene Koe First Nation
  15. Northwest Territories Official Community Names and Pronunciation Guide (Memento desOriginals vom 13. Januar 2016 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pwnhc.ca
  16. Homepage der Deh Gáh Got'ie Dene First Nation
  17. Homepage der Jean Marie River First Nation
  18. Homepage der K'atl'odeeche First Nation
  19. The Sahtu Secretariat Incorporated (Sahtu Dene Council)
  20. Website der Deline First Nation

Siehe auch

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Weblinks

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Normdaten (Sachbegriff):GND:4225665-3(lobid,OGND,AKS)
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