Skype (Aussprache [skaɪp]) war ein internetbasierterInstant-Messaging-Dienst. Er wurde 2003 eingeführt und war ab 2011 im Besitz vonMicrosoft. Am 5. Mai 2025 wurde der Betrieb eingestellt.[2]
Internettelefonate mit Kunden anderer Onlinedienste waren nicht möglich. Für Verbindungen insFestnetz und in Mobilnetze wurden Gebühren erhoben. Um Anrufe aus dem herkömmlichen Telefonnetz entgegenzunehmen, musste eine Festnetztelefonnummer erworben werden. Die Einrichtung einer solchen Rufnummer war für rund 25 Länder möglich, ohne physisch in diesen Ländern anwesend zu sein. Für einige Länder (Deutschland, die Schweiz, die Niederlande, Frankreich und Südkorea) war aus rechtlichen Gründen der Nachweis des Wohnsitzes (aber nicht der tatsächlichen Anwesenheit dort) erforderlich. Unter Windows und macOS warenKonferenzschaltungen mit bis zu 50 Gesprächsteilnehmern möglich.[9]
Die Software arbeitete hinter den meistenFirewalls undNAT-Routern problemlos, da für die Kommunikation unter anderem eine Variante desSTUN-Protokolls zur Verbindung verwendet wurde.[10] Darüber hinaus konnte Skype dieTCP-Ports 80 und 443 zum Verbindungsaufbau verwenden, die normalerweise für das Surfen imWorld Wide Web Verwendung finden.
ZurDatenkompression verwendete Skype dieCodecs SVOPC (16 kHz), AMR-WB (16 kHz),G.729 (8 kHz),G.711, früher auch ISAC undILBC. Ab 2009 kam der hauseigene Audio-CodecSILK zum Einsatz, dessen Quelltext im März 2010 bei derIETF eingereicht wurde.[11]
Bei Verbindungen von Gerät zu Gerät wurde laut Skype eine Verschlüsselung mitAES-256 verwendet, die Schlüssel würden mit 1.536 bis 2.048 bitRSA übertragen.[12] Da es sich aber um einClosed-Source-Programm handelte, konnten diese Angaben nicht von jedermann überprüft werden. Sie sind jedoch durch eine von Skype beauftragteSecurity Evaluation des renommiertenKryptologieexperten Tom Berson am 18. Oktober 2005 bestätigt worden.[13] Kritik äußerte dagegen der Entwickler vonPretty Good Privacy,Phil Zimmermann, im Zusammenhang mit Plänen für eine eigene VoIP-Software:Zfone.[14] Seit Mitte 2010 sind die Verschlüsselungsmethoden von Skype auch öffentlich enttarnt.[15] DurchReverse Engineering wurde ermittelt, dass neben AES-256 drei Varianten vonRC4 verwendet werden, derenImplementierungen angreifbar sind.[16] Skype konnte schon zuvor durch Ermittlungsbehörden abgehört werden.[17]
Da das IP-Telefonie-Protokoll von Skypeproprietär ist, konnte es nur mit der originalen Skype-Software genutzt werden. Über die Skype-Programmierschnittstelle konnten jedoch auch externe Programme auf die Funktionalitäten des Skype-Clients und Teile des Netzwerkes zugreifen. Das wurde unter anderem vom SAM-Anrufbeantworter genutzt. Neben dem Telefonieren war das Haupt-Einsatzgebiet von Skype dasInstant Messaging, wobei auchChats mit mehreren Teilnehmern möglich waren, sowie das Übertragen von Dateien. Weiterhin existierten zum Beispiel Skype-Plug-ins fürAdium,Miranda IM,Pidgin undTrillian, die die gemeinsame Nutzung von Skype mit anderen Protokollen in einem einzigen Instant Messenger ermöglichten. Allerdings musste dafür das Skype-Hauptprogramm im Hintergrund laufen.
Ursprünglich war die Struktur von Skype als dezentralesPeer-to-Peer-Rechnernetz (FastTrack) angelegt. So wurden früher Verbindungen von Gerät zu Gerät teilweise über Rechner anderer Skype-Teilnehmer weitergeleitet, die dabei alssupernode agierten.[18][19] Aus Gründen der Fehleranfälligkeit und da mobile Geräte dafür schlecht geeignet sind, hat sich Microsoft entschieden, die Architektur zu ändern und eigene dedizierte Server einzusetzen.[20] Gespräche ins Festnetz wurden über speziell dafür vorgesehene Rechner abgewickelt. Bei Telefongesprächen in das Fest- oder Mobilfunknetz konnten dieSIP-Dienste anderer Provider nur über die „SkypeOut“-Funktion genutzt werden. Später migrierte Microsoft von dedizierten Servern komplett auf die hauseigene Cloud-PlattformWindows Azure.[21]
Der Skype Translator ermöglichte es, simultan Videochats und Telefonate mittelsmaschineller Übersetzung in Echtzeit zu übersetzen. Verfügbar waren acht Sprachen für Sprachanrufe und über 50 Sprachen für den Textchat.[22][23][24] Später konnten sich Nutzer für eine Testversionregistrieren. Mitte Mai 2015 wurde die Funktion für jeden Nutzer freigeschaltet und es standen die vier Sprachen Englisch, Mandarin, Italienisch und Spanisch zur Verfügung.[25] Anfangs war die Funktion nur auf den neueren Windowsversionen nach Windows 7 verfügbar, wurde aber später auch in die Windows-App integriert[26][27] und später für Handy- und Festnetztelefonate freigeschaltet.[28][29] Ab September 2018 konnten mit Call Recording Skype-Anrufe in den Apps und dem Desktop-Tool aufgenommen, abgespeichert und geteilt werden.[30]
Skype Technologies wurde im Juli 2003 von dem schwedischen UnternehmerNiklas Zennström und dem dänischen UnternehmerJanus Friis in Luxemburg gegründet.[31] Sie erhielten Unterstützung durch die Draper Investment Company.[32] Die Software selbst (in der Entwicklung noch als Skyper 1.0 bezeichnet) wurde von denEsten Ahti Heinla, Priit Kasesalu und Jaan Tallinn erstellt. Dieselben Entwickler haben mit Niklas Zennström und Janus Friis bei derFilesharing-SoftwareKazaa mitgewirkt.[33]
Einer der ersten Namen für das Projekt war „Sky peer-to-peer“, was zu „Skyper“ verkürzt wurde. Da diese Domain bereits vom Inhaber desgleichnamigen Pagerdienstes belegt war, wurde das „r“ weggelassen, und am 24. April 2003 wurden die Domains skype.com und skype.net reserviert.[34][35]
Bis zum 3. Dezember 2003 gab es von der Website bereits 3.355.593 Downloads der Software und die Anzahl stieg bis zum 31. Dezember 2004 auf 46.843.528 Downloads. Im September 2005 kaufteeBay Skype für 3,1 MilliardenUS-Dollar.[36] Davon wurden 2,6 Milliarden Dollar gezahlt, der Rest wurde nach Erreichen vereinbarter Ziele in den Jahren 2008 und 2009 in Form von Aktien übertragen.[37] Im September 2009 bestätigte eBay den Verkauf von 65 % seiner Anteile für 1,9 Mrd. Dollar an die InvestmentgesellschaftSilver Lake.[38]
Im Mai 2011 bekundetenFacebook,Google[39] undMicrosoft[40] Interesse an einer Übernahme von Skype. Den Zuschlag erhielt Microsoft mit einem Kaufpreis von 8,5 Milliarden Dollar,[41] dem Zehnfachen des damaligen Jahresumsatzes von Skype. Das war die bis dahin teuerste Übernahme durch Microsoft,[42] Im August 2011 hat Skype wiederum den Dienstleister GroupMe übernommen, der sich auf Konferenzgespräche über Skype spezialisiert hatte.[43] Am 14. Oktober 2011 war die Übernahme von Skype vollständig abgeschlossen[44] und der Dienst wurde zunehmend in das Microsoft-Ökosystem integriert. Skype ersetzte daraufhin denWindows Live Messenger und wurde dadurch deutlich stärker genutzt.[45] 2013 wurde Skype in die Microsoft Office-Suite integriert, was die Zusammenarbeit und Kommunikation in Unternehmen verbesserte.[46]
Trotz dieser Entwicklungen verlor Skype zwischen 2020 und 2023 erheblich an Nutzern.[47]
Am 28. Februar 2025 berichteten Medien, Skype werde im Mai 2025 eingestellt.[48][49] Kurz darauf verkündete Microsoft offiziell die Einstellung von Skype zum 5. Mai 2025. Als Ersatzprodukt wurde gleichzeitig der Wechsel zuMicrosoft Teams empfohlen.[50] Ab dem Zeitpunkt war es bis zur Abschaltung von Skype möglich, Chats zwischen Skype und Teams zu führen.
Ab August 2017 war es möglich, mit der Funktion „Geld senden“ während eines Chats Geld mitPayPal zu überweisen. Sowohl der Absender als auch der Empfänger mussten aus einem der Länder stammen, in denen „Geld senden“ unterstützt wird. Dieser Dienst wurde in den USA, Kanada, Großbritannien, Österreich, Belgien, Zypern, Estland, Spanien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, San Marino, Slowakei und Slowenien angeboten. Es konnte Geld in den WährungenUS-Dollar,kanadischer Dollar,britisches Pfund undEuro gesendet werden.[51]
Der Skype-Chat diente in erster Linie dem Schreiben von formatierbaren Textnachrichten. Zusätzlich gab es die Möglichkeit, Emoticons,GIFs[52] oder Dateien zu versenden. Dabei war es, wie auch beim Telefonieren über Skype möglich, einer Einzelperson oder einer Konversation eine Text-, Datei- oder Kontaktnachricht zukommen zu lassen.
In Skype konnte man animierteEmoticons verschicken. Man konnte sie entweder per Klick im Emoticon-Menü einfügen, oder den dazugehörigen Code einfügen (bei dem Emoticon „Grinsen“ zum Beispiel „(smile)“). Einige Kurzschreibweisen wurden ebenfalls übernommen, die nicht in Klammern geschrieben werden.
Um zu verhindern, dass fälschlicherweise aus Sonderzeichenkombinationen Emoticons interpretiert werden, ließ sich der Text in einerMonospace-Formatierung darstellen: Dazu musste entweder ein doppeltes Ausrufezeichen (!!) in Verbindung mit einem Zeilenumbruch oder einem Leerzeichen an den Beginn der Nachricht oder jeweils das Wort code in geschweiften Klammern ({code}) an den Beginn und das Ende des zu entformatierenden Bereichs geschrieben werden. Dies ermöglichte zum Beispiel das Übermitteln von Programmcode, da unter anderem Laufwerksbezeichner wieD: unterWindows in der ursprünglichen Darstellung erhalten blieben.
Es wurden laufend neue Emoticons hinzugefügt. Dabei handelte es sich nicht mehr nur um Gesichter, sondern auch um Handgesten, Tiere und Gegenstände. Es war auch möglich, kleine, durch Skype vorgeschlagene Videos zu versenden (sogenannte Mojis). Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um sehr kurze Ausschnitte aus Kinofilmen, Fernsehsendungen oder kurze Musikvideos. Die ersten Audio-Emojis für Skype, sogenannte „Love Mojis“, welche von Skype zum Übermitteln im Chat mit Animationen verknüpft wurden, nahm der MusikerPaul McCartney einige Jahre vor 2020[53] auf.
Skype unterstützte einige besondere Formatierungszeichen, um beispielsweise kursiven oder fettgedruckten Text darzustellen. Emoticons wurden dabei nicht verändert.
Dazu hier eine kleine Auswahl:
Formatierungszeichen
Beispiel
Entspricht
~
~Durchgestrichener Text~
Durchgestrichener Text
_
_Kursiver Text_
Kursiver Text
*
*Fettgedruckter Text*
Fettgedruckter Text
{code}
{code}Monospace-Text{code}
Monospace-Text
Durch die Verwendung derMonospace-Darstellung wurden sämtliche andere Formatierungen ignoriert. Der Text innerhalb des in Monospace dargestellten Bereichs konnte nicht durch umgebende Formatierungszeichen verändert werden. Die Formatierung konnte unabhängig von den Emoticons durch das Schreiben von@@ und einem Leerzeichen oder Zeilenumbruch vor den Text verhindert werden. Dabei wurde keine Monospace-Darstellung erzeugt und Emoticons wurden weiterhin dargestellt.
Hyperlinks der ProtokolleHTTP undHTTPS wurden automatisch erkannt und von Skype im klassischen Blau angezeigt. Die Links wurden dabei nicht auf ihre Gültigkeit geprüft. War imHTML-Code ein entsprechendes Bild zur Anzeige hinterlegt, wurde dieses Bild mit der Adresse des Links zusammen angezeigt. Wurde der Link dabei innerhalb eines Textes eingefügt, so wurde er einmal in Textform im Text selbst und einmal als Bild unterhalb des Textes angezeigt.
Mit Skype konnten Dateien jeglichen Typs versendet werden, deren Größe kleiner als 300 Megabyte (MB) war. Für größere Dateigrößen verwies Microsoft auf seinen DienstOneDrive[54]. Die Dateien wurden mit einem bestimmten Symbol dargestellt. Das angezeigte Symbol wurde dabei nicht vom installierten Standardprogramm des jeweiligen Dateityps, sondern durch Skype selbst bestimmt. Von Bildern bestimmter Bildformate wie zum BeispielPNG undJPEG wurde im Chatverlauf eine Vorschau angezeigt.
Es bestand außerdem die Möglichkeit, eigene Skype-Kontakte zu verschicken. Das Senden von Kontakten konnte durch einfaches Ziehen des entsprechenden Kontaktes in die Skypechat-Eingabezeile bewirkt werden. Dabei spielte es keine Rolle, ob mit dem Kontakt bereits die weiteren Kontaktdaten ausgetauscht wurden.
Bing AI in Skype [Integration]Bing AI in Skype – Vorschläge
Bing AI wurde am 22. Februar 2023 in den Skype-Chat integriert und machte alle Funktionen in Skype nutzbar.[55] Außerdem gab es drei interaktive Felder, die Bing AI vorschlug und auf die man gleich hochtippen konnte, um die Antwort in den Feldern zu übermitteln. Die Bing AI konnte man auch zu Gruppenchats hinzufügen und diese dann in einem Gruppenchat benutzen. Oben rechts wurde man mit einem kleinen Feld darauf hingewiesen, dass sich diese Funktion noch in der Vorschau befand. In den Chat-Einstellungen mit Bing AI konnte man diese Sperren/Löschen/Ausblenden. In der Beschreibung wurde angegeben, dass dieser Bot Zugriff auf den Anzeigenamen, das Land/die Region, die Sprache sowie alle Nachrichten, Inhalte, Sprach- und Videoanrufe hatte, die man mit ihm teilte.[56]
Wurde etwa ein Jahr als öffentliche Betaversion weiterentwickelt, bis am 27. Juli 2004 dieFinal Version 1.0 fürWindows 2000 undWindows XP freigegeben wurde, die neben den Basisfunktionen auch schon den kostenpflichtigen DienstSkypeOut nutzen konnte.
23. Mär. 2005
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.2
Ab Version 1.2 bietet Skype auch einen Anrufbeantworter(Voicemail) kostenpflichtig an (ab Version 1.3 kann man als Nutzer des Skype-Anrufbeantworters jedem anderen Nutzer eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, auch wenn dieser selbst keinen Skype-Anrufbeantworter nutzt), ebenso den DienstSkypeIn. Bei SkypeIn wird dem Nutzer eine Festnetznummer zugeteilt, über die er via Skype erreichbar ist.
28. Sep. 2005
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.4
Implementierung der Funktion „Anrufweiterleitung“, die es erlaubt, via Skype eingehende Gespräche an andere Skype-Benutzerkonten oder ins normale Festnetz weiterzuleiten.
5. Jan. 2006
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0
In 2.0 wurde eine Funktion zurVideokonferenz in die Anwendung integriert. Die maximale Auflösung beträgt 640×480 Pixel bei 25 Bildern pro Sekunde, sofern ein Rechner mit zwei Prozessorkernen („Dual Core“) in Verbindung mit einer geeigneten Webcam eines bestimmten Herstellers verwendet wird.[61][62] Bei Windows NT wird DirectX 9.0 für Videoanrufe benötigt.
3. Mai 2006
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.5
Führt u. a. Skypecasts (eine Art VoIP-Diskussionsgruppe), SMS, eine Integration der Outlook-Kontakte und neue Bezahlmöglichkeiten (direkte Bezahlung von SkypeOut aus der Software heraus) ein.[63] Skypecast wurde bald wieder stillgelegt; Näheres dazu unten.
8. Nov. 2006
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.0
Seit der Beta-Version 3.0.0.106 werden unter anderem öffentliche Chats unterstützt, mit deren Hilfe jeder Nutzer einen öffentlichen Chatraum erstellen kann, der jedoch weiterhin per Peer-to-Peer funktioniert. Außerdem wurde ein Add-on-Manager in die Software integriert, wodurch nun nicht mehr jedes Add-on einzeln installiert zu werden braucht.
13. Jun. 2007
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.5
Erlaubt nachträgliche Korrekturen von bereits abgesandten Chat-Nachrichten.
15. Nov. 2007
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.6
Höhere Videoqualität (VGA-Auflösung mit 640×480 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde), jedoch nur mitMehrkernprozessor und einerLogitech-Webcam mit der FunktionHigh Quality Video.[64]
3. Feb. 2009
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0
Bietet einige Bugfixes, eine überarbeitete Benutzeroberfläche und ein deutlich größeres Videofenster. Ein neu integrierter Bandbreiten-Manager soll für fehlerfreiere Übertragungen sorgen.[65]
30. Jun. 2009
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.1
Neue Funktion zur Übertragung des Bildschirminhaltes. Das ist momentan jedoch nur einseitig und nicht durch beide Gesprächspartner gleichzeitig möglich.[66]
14. Okt. 2010
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.0
Unterstützung von Videokonferenzen mit bis zu vier Teilnehmern und Facebook-Integration.[67]
28. Jul. 2011
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.5
Bessere Integration von Facebook.[68] Skype zeigt nun direkt den Status eines Freundes bei Facebook an und bietet einen separaten Reiter, der ausschließlich Facebook-Kontakte enthält. Neben neuen Emoticons[69] wurde auch die Oberfläche geringfügig angepasst und die Gesprächsqualität verbessert. Bei Videotelefonaten wirdVP8 standardmäßig alsVideocodec aktiviert.[70]
29. Sep. 2011
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.6
Nochmals überarbeitete Bildschirmübertragung.[71] Es gibt nun ein neues Menü, sobald man eine Bildschirmübertragung startet, in der man entscheiden kann, welchen Teil des Bildschirmes man freigeben möchte. Der Homescreen wurde überarbeitet und verbessert. Außerdem wurde die Oberfläche leicht verändert.
17. Nov. 2011
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.7 (Beta)
Möglichkeit von Einzel- sowie Gruppengespräche mit Kontakten aus Facebook. Damit wurden die bereits vorhandenen Facebook-Funktionen erweitert.[72] Dazu wurden neue Funktionen wiePush-to-Talk und eineBildschirmübertragung für die ganze eigene Gruppe hinzugefügt. Diverse Softwarefehler aus der vorherigen Version wurden auch behoben.[73]
2. Feb. 2012
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.8
Unterstützung von Videotelefonie in1080p. Außerdem kann man Videotelefonate mit Facebook-Freunden führen, auch wenn diese keine Skypebenutzer sind.[74]
12. Apr. 2012
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.9
Bessere Rufnummernerkennung und der Möglichkeit, sich von stillen Updates abzumelden.[75]
14. Jun. 2012
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.10
Favorisierte Kontakte. Skype- und Facebook-Kontakte sind nun in einer Liste kombiniert.[76]
15. Nov. 2012
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.0.x.x
Unterstützung von sechs neuen Sprachen; das komplette Design wurde vereinfacht und übersichtlicher gestaltet. Der Nutzer kann sich jetzt auch direkt mit seinem Facebook- oderMicrosoft-Konto anmelden, ohne zunächst ein Skype-Konto erstellen zu müssen. Dadurch ist es möglich, mit Freunden zu kommunizieren, die denWindows Live Messenger,Xbox 360 oderHotmail nutzen.[77][78] Auch die Kommunikation mitLync ist (zunächst noch etwas limitiert) möglich.[79]
Neues Design[91] und Rechtschreibprüfung, PCs mit Prozessoren mitSSE2-Befehlssatzerweiterung sind Voraussetzung,[92] Wiedereinführung des optionalen Automatischen Datei-Downloads bei empfangenen Dateien von Kontakten der eigenen Kontaktliste.
x.x.32.x ist die „Business Version“ (MSI Installer), ohne Autoupdate und ohne Facebook-Login.[98][99]
x.x.59.x ist eine Version mitRechtschreibprüfung, welche erst ab Windows 8.1 genutzt werden kann.[100][101] Seit 6.22.xx.107 ist dieses Feature in die normale Version eingeflossen.
x.x.64/81/85.x ist eine Version mit einer neuen Oberfläche, welche sich im Chat Bereich an der Optik der Mobilversionen orientiert. Seit 6.22.xx.107 ist dieses Feature in die normale Version eingeflossen.
x.x.73.x ist eine besondere Version für den Wechsel vonWindows Live Messenger zu Skype; diese deinstalliert automatisch denWindows Live Messenger.[102]
Unter Windows 8/8.1 konnte im Desktop-Modus auch die Skype-„Desktop“-Version genutzt werden. Für die Modern-UI-Oberfläche gab es einen anderen Entwicklungspfad.
Version 1.0 (18. März 2005) führte Unterstützung für den DienstSkypeIn und den Anrufbeantworter ein. Ab Version 2.0.0.63 wird auch Videotelefonie unterstützt. Am 27. August 2009 wurde die Version 2.1.0.47 freigegeben, die auch direktePulseAudio-Unterstützung bietet. Ein 64-Bit-Paket für die LinuxdistributionUbuntu wird zwar angeboten, es enthält jedoch nur ein auf 64-Bit-Ubuntu installierbares 32-Bit-Skype für die 32-Bit-x86-ArchitekturIA-32. Andere Architekturen, für die es zahlreicheLinux-Distributionen auch gibt (etwaARM oderPowerPC), werden nicht unterstützt.
Im Juli 2016 veröffentlicht Skype eine neueAlpha-Version unter dem NamenSkype for Linux Alpha, die im Wesentlichen aufSkype for Web (web.skype.com) basiert.[103] Die Software war alsDEB- undRPM-Paket verfügbar.[104]
Anfang März 2017 wurdeSkype for Linux 5.0 als Beta-Version freigegeben, das nun geteilte Desktops und Anrufen von Festnetznummern unterstützte. Die alte Version 4.3 konnte fortan nicht mehr auf alle Skype-Funktionen zugreifen.[105]
Ab 2005 wurde auchMac OS X unterstützt. Am 14. Oktober 2010 wurde die Version 2.8.0.851 (Mac OS X) freigegeben. Skype hat unter OS X die Versionen 3.x und 4.x übersprungen.
Mit der Veröffentlichung des Firmware-Update 3.90 (2008) wurde erstmals die PSP-2000 (PSP Slim & Lite) mit dem integrierten Skype-Client ausgerüstet. Die ältere PSP-1000 Version blieb von dem Update außen vor, da der nur halb so große Hauptspeicher von 32 MB nicht mit Skype kompatibel ist.[108]
Skype für die PSP verfügte über die folgenden Funktionen:
Anrufen anderer Skype-Anwender oder Empfangen von Anrufen anderer Skype-Anwender (kostenlos)
Anrufen normaler Telefonanschlüsse (Festnetz- oder Mobiltelefon) (SkypeOut, eine kostenpflichtige Funktion)
Empfangen von Anrufen von normalen Telefonanschlüssen (Festnetz- oder Mobiltelefon) (SkypeIn, eine kostenpflichtige Funktion)
Senden/Empfangen von Sprachnachrichten (in einigen Fällen eine kostenpflichtige Funktion)
Skype war für Windows, macOS, Linux,iOS,Android,Symbian,Maemo,MeeGo,Windows Mobile,Windows Phone undBlackberry verfügbar.Laut Skype-Blog waren am 28. März 2011 erstmals mehr als 30 Millionen Benutzer zugleich „online“, d. h. über Skype erreichbar,[109] im Oktober 2012 waren es rund 45 Millionen. Die Software wurde laut Skype bereits über 600 Millionen Mal heruntergeladen (Stand 1. Januar 2014).[110]
Einige Mobilfunkanbieter, beispielsweise die Deutsche Telekom, blockierten Voice-over-IP-Telefonie und Videokonferenzübertragungen nicht nur von Skype in ihren Mobilfunknetzen, wenn kein Tarif oder keine Tarifoption gebucht ist, die diese Funktionen ausdrücklich zulässt. Kritiker führen dies als Verstoß gegen dieNetzneutralität an, da beispielsweise große Datenströme von Videostreamingportalen nicht blockiert werden und der Kunde i. d. R. ein gewisses Hochgeschwindigkeitskontingent in seinem Datentarif bezahlt hat.
Verschiedene Hersteller vertreiben Hardwareprodukte, die für VoIP-Einsatz mit Skype entwickelt wurden. Dabei handelt es sich meist umSchnurlostelefone, deren Basisstation zum einen an das analoge Telefonnetz (PSTN) angeschlossen werden können, zum anderen aber auch eine Schnittstelle (in der RegelUSB) zur Verbindung mit einem PC bereitstellen. Vom Mobilteil aus konnten Gespräche in beiden Netzen geführt werden. EineStandalone-Nutzung, die eine Vermittlung von Gesprächen ins Skype-Netz ermöglichte, ohne dass ein zusätzlicher Rechner mit laufender Skype-Applikation angeschlossen sein muss, war auch möglich.
Für das kabellose und rechnerfreie Telefonieren wurden ab Herbst 2006 vonSkype Technologies lizenzierte Mobiltelefon-ähnliche Endgeräte unter der Bezeichnung „Wi-Fi Phone“ angeboten, in denen Skype-Software integriert ist und die sich unmittelbar anWLANs anmelden können. Genutzt werden konnten freie und passwortgeschützte offene Funknetze wieHot Spots oder private Netze, nicht jedoch solche Netze, für deren Zugang eine Anmeldungin einemBrowserformular, einem sogenanntenCaptive Portal, nötig ist (wie z. B. viele Universitätsfunknetzwerke). Das vom Telefon abgefragte Passwort bezog sich nur auf die eventuell vorhandeneWEP/WPA-Verschlüsselung.
Anfang 2006 schlossen sich fünfzehn große Mobilfunkanbieter aus Europa und Asien zusammen, um gemeinsam gegen Instant-Messaging-Services wie Skype in Mobilfunknetzen vorzugehen und einen eigenen Instant-Messaging-Service auf Basis vonIMPS zu erstellen.[111] Umgekehrt versuchte Skype in den USA, die Mobilfunknetzbetreiber daran zu hindern, die Nutzung von Skype auf dem Handy zu blockieren.[112]
Am 24. April 2008 gab Skype die Unterstützung von ca. 50Java-fähigen Mobiltelefonen bekannt.[113] Außerdem wird Skype auf derPlayStation Portable unterstützt, allerdings war dafür ein Mikrofon notwendig.[114] Ab dem 25. April 2012 stand Skype auch für diePlayStation Vita bereit.[115] Bereits ab 2006 war die Skype-Software in abgewandelter Form (sogenannter Client) fürSmartphones mitWindows Mobile verfügbar.[116][117]
FürAndroid-Smartphones ab der Betriebssystem-Version 2.1 „Eclair“ gab es ab dem 5. Oktober 2010 eine offizielle Skype-Version.[118][119][120]
Bei der Entwicklung von Skype-Software für Mobiltelefone arbeitete Skype mit dem UnternehmeniSkoot zusammen, das ab Mitte 2006 einen von Skype lizenzierten Client für Symbian und Java herstellte. Dabei wurde die Verbindung im Mobilfunknetz als normaler Sprachanruf realisiert; erst durch einenProxy in der Vermittlungsstelle des Mobilfunknetzes wurde die Verbindung zwischen Mobilfunknetz und Skype-Netzwerk hergestellt. Damit wurden die teilweise höherenLatenzzeiten bei Datenübertragungen in Mobilfunknetzen umgangen.[121][122] Der Service war zeitweise in 41 Ländern in Nordamerika, Europa und Asien verfügbar. Das geschah teilweise in Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern, die die Proxys betrieben und die Verbindung im Mobilfunknetz kostenlos oder gegen eine Monatspauschale zur Verfügung stellten.[123][124] Auch der MobilfunkanbieterDrei bot eine auf iSkoot basierende Software für die Skype-Nutzung am Handy an.
Zuletzt wurden auch SkypeIn und SkypeOut unterstützt. Zu diesem Zweck wurde eine Sprachverbindung zu einem eigenen iSkoot-Festnetzanschluss im jeweiligen Land aufgebaut und das Gespräch von dort über den Skype-Benutzer weitervermittelt. Es entstanden Gebühren für den Aufbau der Sprachverbindung zum Festnetz und für SkypeOut; Daten wurden dabei kaum übertragen, da es sich nicht um eine VoIP-Verbindung handelte.
Andere Hersteller wieNimbuzz und Fring boten ebenfalls Möglichkeiten, Skype auf dem Mobiltelefon zu nutzen, so unterstützte Nimbuzz Skype aufBlackberry und aufAndroid Smartphones (Unterstützung von Skype wurde im Oktober 2010 auf Anfrage von Skype Technologies eingestellt). Anders als bei der iSkoot-Lösung wurde hier die Sprachübertragung auch im Mobilfunknetz als Datenübertragung geführt, benötigte also eine höhere Bandbreite bzw. lieferte eine schlechtere Sprachqualität und erzeugte je nach Tarif entsprechend andere Kosten. Auch hier wurde ein Proxy verwendet, um die Verbindung zwischen Client und dem eigentlichen Skype-Netz herzustellen.
DasNokia N900, das werksseitig als BetriebssystemMaemo 5 verwendet, verfügte über eine integrierte Skype-Funktionalität, wodurch keine zusätzliche Client-Software mehr nötig war. Das umfasste sowohl die reine Chat-Funktion als auch Skype-Anrufe mit Videotelefonie. Das 2011 erschieneneNokia N9 unterstützte Skype ebenso, jedoch nur ohne Videoanrufe, Sprachnachrichten und Dateiübertragungen[125] Beide unterstützten Skype durch eineTelepathy Tube.
Ab dem 30. Dezember 2010 bot Skype für iOS-Geräte von Apple auch Videotelefonie an. So ließen sich mit demiPhone 4, dem iPhone 3GS und demiPod touch der vierten Generation sowie demiPad der zweiten Generation Videotelefonate in beide Richtungen führen. Das iPhone 3G und das erste iPad konnten aufgrund der Leistung bzw. der fehlenden Kamera lediglich Video empfangen, jedoch auch weiterhin Audiosignale senden und empfangen.[126]
Auf Geräten mitHP webOS 3.0 waren die Skype-Funktionen wie Videotelefonie undInstant Messaging direkt in die Telefon- und SMS-App integriert und umfangreich mit dem Adressbuch vernetzt.
Ab dem 27. Februar 2012 war auch für Microsofts eigenes Handy-BetriebssystemWindows Phone 7 eine offizielle Skype-App verfügbar.[127] Skype wurde nicht in das Betriebssystem selbst integriert.
Am 29. Oktober 2007 stellte Skype sein eigenes Handy vor, das3 Skypephone.[128] Seine „Skype-Taste“ erlaubte kostenlose Skype-Anrufe und Skype-Chat durch eineniSkoot-Clienten. Das Handy wurde gemeinsam mit dem Mobilfunkanbieter3 entwickelt und anscheinend zunächst exklusiv über diesen vertrieben. Es erhielt die Auszeichnung „Global Mobile Award“ in der Kategorie „Bestes Handy“ im Rahmen des „Mobile World Congress“ in Barcelona.[129] Es wurde nur inÖsterreich,Großbritannien,Italien,Dänemark,Irland,Schweden,Hongkong undAustralien verkauft.[130]
Ab dem 19. Mai 2010 bot Skype gegen eine monatliche Pauschalgebühr über den Skype Manager die Möglichkeit, einen Skype-Connect-Account anzulegen, der eine Anbindung von SIP-Telefonanlagen wie beispielsweiseAsterisk an Skype ermöglichte.[131] Um Anrufe auf die SIP-Telefonanlage entgegennehmen zu können, musste zumindest eine Leitung freigeschaltet sein. Laut Skype war es allerdings nicht möglich, andere Skype-Benutzer über die SIP-Telefonanlage anzurufen.[132]
Die Linux-Version von Skype war seit Juni 2014 für über zwei Jahre nicht mehr aktualisiert worden. Dadurch fehlten Funktionen (z. B. Video-Konferenzen), die in der Windows-Version enthalten waren oder funktionierten nicht mehr zuverlässig.[133] Später wurde eine neue Version auf Basis von WebRTC vorgestellt, der jedoch noch einige Funktionen fehlen.[134]
Skypecasts warenGruppenchats, auf die jeder zugreifen konnte, die aber von Moderatoren kontrolliert wurden. Sie sollten dem weltweiten Meinungsaustausch dienen, wurden allerdings am 1. September 2008 eingestellt, da diese laut Skype die hohen Standards und Erwartungen an eine Kommunikationslösung nicht uneingeschränkt erfüllen können.
Skype bot zwar die Verschlüsselung bei direkten Gesprächen zwischen Benutzern an, was für Strafverfolgungsbehörden erhebliche Probleme schaffte,[135] jedoch gab es in der Vergangenheit Spekulationen über mögliche Hintertüren, die von staatlichen Behörden zum Abhören von Gesprächen genutzt werden könnten: Im Jahr 2008 wurde bekannt, dass österreichische Behörden und Polizei Skype abhören konnten.[136]
2009 warf die europäische Behörde zur Koordinierung grenzüberschreitender Strafermittlung (Eurojust) Skype vor, das Abhören von VoIP-Telefonaten durch ein Verschlüsselungssystem zu verhindern. Dieser Vorwurf wurde zurückgenommen, als Skype seine Zusammenarbeit anbot.[137]
Wie im Oktober 2010 bekannt wurde, benutzte der deutsche Zoll im Rahmen der sogenanntenQuellen-Telekommunikationsüberwachung eine speziell entwickelte Software, um Inhalte von Gesprächen über Skype, noch bevor sie verschlüsselt wurden, auf einen bestimmten Server auszuleiten.[138]Die Software namensSkype Capture Unit brachte sogar einen signierten Treiber (von der fiktivenGoose Cert signiert) für 64-Bit-Versionen von Windows mit.[139]Damit musste die zuvor angenommene erhöhte Sicherheit[140] von Windows in 64-Bit-Versionen als umgangen angesehen werden.
Im Juni 2013 wurde mitPRISM ein Überwachungsprogramm des US-amerikanischen NachrichtendienstNSA bekannt, in dessen Rahmen großflächig ein beträchtlicher Teil des gesamten, durch die USA laufenden Internetverkehrs mitgeschnitten, unbefristet gespeichert und ausgewertet wird. Als Teil des an diesem Programm teilnehmenden Unternehmens Microsoft stand auch Skype bereits unmittelbar nach dem Bekanntwerden von PRISM unter dem Verdacht, die gesamte über das Netzwerk laufende Kommunikation amerikanischen Geheimdiensten zur Verfügung zu stellen, ohne dass dafür ein besonderer Grund vorliegen muss und ohne dass der Nutzer davon erfährt.[143][144] Bereits Jahre bevor Skype an PRISM teilnahm, wurde lautNew York Times bei Skype ein internesProject Chess eingerichtet, um zu erforschen, mit welchen technischen Mitteln Skype-Telefonate legal den Geheimdiensten und der Polizei zugänglich gemacht werden können.[145]
Am 12. Juli 2013 wurde durch vonEdward Snowden veröffentlichte Informationen bekannt, dass den amerikanischen Geheimdiensten durch Microsoft tatsächlich direkter Zugriff auf den gesamten Skype-Verkehr gewährt wurde und sowohlTextchats als auch Telefonate und Videotelefonate nach Belieben von der NSA mitgeschnitten und ausgewertet werden konnten, da es dem Geheimdienst mit Hilfe des direkten Zugriffs auf die Skype-Server möglich war, die Skype-Verschlüsselung zu umgehen.[146][147]
Im August 2023 wurde bekannt, dass durch einen ungefixtenBug etwaige Angreifer die Möglichkeit hatten, die IP-Adresse eines Skype-Teilnehmers zu ermitteln.[148]
Im Februar 2007 wurde durch einen Software-Bug bekannt, dass Skype nach dem Start im Verzeichnis für temporäre Dateien eine ausführbare Datei namens1.com anlegt, die sämtliche BIOS-Informationen des PCs auslesen kann; Skype versucht, ein Auslesen dieser Datei durch den Nutzer zu unterbinden. Nach Aussage von Skype diene diese Überprüfung dem „Skype Extras Manager“ zur eindeutigen Identifizierung von Rechnern, damit sichergestellt werde, dass lizenzpflichtige Extras nur von berechtigten Lizenznehmern installiert und betrieben würden.[149][150][151]
Im Mai 2013 deckteheise Security nach Hinweis eines Nutzers auf, dass Skype sich nicht nur die Erlaubnis, den kompletten Kommunikationsinhalt des Nutzers mitzulesen und auszuwerten,pro forma durch Akzeptieren der AGB und Nutzung des Dienstes erteilen lässt, sondern dass das lückenlose Mitlesen, Durchscannen und Überprüfen mindestens des Skype-Textchats in der Praxis auch tatsächlich durchgeführt wird. Aufgedeckt wurde dies dadurch, dass über den Skype-Chat privat versendete und speziell für diesen Zweck eingerichteteHTTPS-URLs samtLogin-Daten kurze Zeit später automatisiert durch eine Microsoft zuzuordnendeIP-Adresse abgerufen und überprüft wurden.[152] Heise kommt zum Schluss:
„Wer Skype benutzt, muss sich nicht nur damit einverstanden erklären, dass Microsoft alle übertragenen Daten quasi nach Belieben nutzt. Er muss davon ausgehen, dass dies tatsächlich geschieht und der Konzern auch nicht verrät, was genau er mit diesen Daten anstellt.“[152]
Analysten im internationalen Umfeld warnten vor Sicherheitsrisiken für Unternehmen, die durch die Verwendung von Skype entstehen.[153][154] Skype versucht beispielsweise, den Einsatz von Analyseprogrammen wieDebuggern durch Verschlüsselung zu verhindern. Auch verhindert das Programm seine Veränderung.[10][155]
Einwohner derVolksrepublik China werden, wenn sie auf die Skype-Website zugreifen, auf die Seite eines chinesischen Partners weitergeleitet, von der eine eigene chinesische Version von Skype heruntergeladen werden kann: TOM-Skype. 2008 deckten Menschenrechtsaktivisten der ForschergruppeCitizen Lab derUniversität Toronto auf, dass Skype in China Nachrichten auf politische Begriffe durchsucht und diese mitschneidet. Auch wurden in diesem Zusammenhang Mitteilungen mit persönlichen Daten, Benutzernamen,IP-Adressen oder Telefonnummern protokolliert[158] und auf mehreren Servern von TOM, dem chinesischen Partner von Skype, gespeichert. Die Daten gerieten auch auf ungesicherte Server, die ganz einfach von außen zugänglich sind und sogar die Codes zur Entschlüsselung der Daten enthielten. Auch Nutzer der „normalen“ internationalen Versionen von Skype fallen der chinesischen Kontrolle zum Opfer, wenn sie mit einem der 70 Millionen Nutzer von TOM-Skype kommunizieren.[159][160] Skype erklärte dazu, die Gesetze und Vorschriften vor Ort einzuhalten.[159]
Um Skype für Telefonate nutzen zu können, wurde ein Internetzugang mit mindestensISDN-Geschwindigkeit benötigt; einTelefonmodem genügte nicht, da die Datenrate zu gering ist. Der Komprimierungscodec stellte sich zwar auf die geringe Sendegeschwindigkeit ein; die Verzögerungen bei der Übertragung machten ein vernünftiges Gespräch aber unmöglich.
Ursprünglich verfiel das Skype-Guthaben eines Kontos ersatzlos, das mehr als sechs Monate nicht für einen kostenpflichtigen Dienst (SkypeOut, SMS, Personalisierung) genutzt wurde. Dieser Zeitraum verlängerte sich immer um sechs Monate nach der letzten Nutzung eines dieser Dienste. In einem Urteil vom 26. Januar 2006 (Az. 12 O 16098/05) hat das Oberlandesgericht München allerdings entschieden, dass Verfallsklauseln bei Handyverträgen unwirksam sind.[161] Nach Einschätzung einiger Juristen ergibt sich hieraus, dass damit auch das Skype-Guthaben nicht verfallen darf.[162] Stand April 2013 sahen die Skype-Nutzungsbedingungen den Verfall von Guthaben (von einem Sonderfall abgesehen) auch nicht weiter vor. Stattdessen wurde das Guthaben nach einer Frist von 180 Tagen Inaktivität „deaktiviert“ und konnte über die Website „reaktiviert“ werden, wonach es wieder in voller Höhe zur Verfügung stand.[163] Allerdings ist reaktiviertes Guthaben laut Nutzungsbedingungen nicht mehr rückerstattungsfähig, und Benutzer wurden einige Zeit vor dem Ablauf der Frist gewarnt, dass bei weiterer Inaktivität ihr Guthaben bald verfällt, was einige ungenügend informierte Nutzer dazu veranlasst hat, Guthaben zu verbrauchen, nur um den Ablauf der Frist zu verhindern.[164][165][166]
Für Unmut bei vielen Anwendern sorgte im Frühjahr 2006 die Erweiterung der Funktion fürKonferenzschaltungen in der Version 2.0 der Skype-Software, die nun zwar zehn statt fünf Teilnehmer zuließ – allerdings nur, wenn im Rechner des Konferenzleiters einMehrkernprozessor des Unternehmens Intel arbeitete. Die offizielle Begründung dafür war ein enormer Leistungsbedarf derartiger Funktionalität, den laut Skype und Intel nur dieseProzessoren decken könnten. Die zu jenem Zeitpunkt aktuellenAthlon-64-CPUs des Intel-Konkurrenten AMD boten jedoch keineswegs weniger Leistung, weshalb diese Kopplung der Funktionalität an bestimmte Prozessoren schnell als reiner Marketingtrick galt. Tatsächlich erschien nach wenigen Wochen ein Hack für den Skype-Client, der die 10er-Konferenzen auch auf anderen CPUs freischaltete und damit die Behauptungen von Skype als offenkundig falsch entlarvte. Diese künstliche Einschränkung existierte mit der Beta-Version 2.6.0.103 seit Oktober 2006 nicht mehr. Eine ähnliche Einschränkung gab es in Skype 3.6, die im November 2007 für Windows veröffentlicht wurde. Hier wurde eine höhere Videoqualität ausschließlich Nutzern von Webcams des Unternehmens Logitech ermöglicht.[167]
2007 wurde Skype vongpl-violations.org erfolgreich wegen Verletzung derGPL verklagt. Ein auf Linux basierendes Telefon war von Skype ohne dieQuelltexte ausgeliefert worden.[168][169]
Thor Alexander:Das Skypebuch. Internettelefonie: Alles über Skype. Rund um die Welt kostenlos telefonieren. 3., überarbeitete Auflage. Rhombos-Verlag, Berlin 2011,ISBN 978-3-941216-52-5.
Markus Daehne:Skype Me from Single User to Small Enterprise and Beyond. Syngress Media, U.S., 2005, englisch,ISBN 1-59749-032-6.
Julian Finn:Das Buch zu Skype: Alles über Skype – telefonieren, videotelefonieren, chatten und mehr. O’Reilly, Peking/Cambridge/Farnham/Köln/Sewastopol/Tokio 2011,ISBN 978-3-86899-109-3.
Patrick Hollecker:Skype – die Anleitung in Bildern (einfach und kostenlos mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben) – Telefonate, Videogespräche, Textnachrichten und mehr. Vierfarben-Verlag, Bonn 2012,ISBN 978-3-8421-0045-9.
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