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Badus

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(Weitergeleitet vonSix Madun)
Badus / Six Madun
Nordflanke des Piz Badus vom Pazolastock aus gesehen.
Nordflanke des Piz Badus vom Pazolastock aus gesehen.
Höhe2928 m ü. M.
LageKantonsgrenzeGraubünden /Uri,Schweiz
GebirgeGotthard-Gruppe derAlpen
Dominanz4,35 km → Gemsstock
Schartenhöhe529 m ↓ Lolenpass
Koordinaten693840 / 16420446.62258.66388888888892928Koordinaten:46° 37′ 21″ N,8° 39′ 50″ O; CH1903: 693840 / 164204
Topo-KarteLandeskarte 1:25'000 Blatt 1232Oberalppass[1]
Badus (Gotthard-Gruppe)
Badus (Gotthard-Gruppe)
Erstbesteigung1785 durchPlacidus a Spescha
BesonderheitenTriangulationspunkt 1. Ordnung
Vorlage:Infobox Berg/Wartung/TOPO-KARTE

DerBadus oderSix Madun (rätoromanischPiz Badus) ist einBerg derGotthard-Gruppe in derSchweiz. Über seinenGipfel auf2928 m ü. M. führt die Kantonsgrenze zwischenGraubünden undUri. Er gilt alsHausberg der GemeindeTujetsch.[2] Aufgrund seiner geografischen Lage ist er trotz seiner mässigen Höhe ein hervorragender Aussichtsberg mit Fernblicken zu mehreren grossen Massiven derSchweizer Alpen.

Lage

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Der Berg liegt auf derWasserscheide zwischen demVorderrhein und derReuss. Nach Westen fällt der Six Madun über 1000 Meter steil zum Unteralp-Tal mitUnteralpreuss ab. An seinem nordöstlichen Abhang liegt derTomasee, der als die offizielleQuelle des Rheins gilt. Nord- und Ostflanken werden vomRein da Tuma entwässert, südlich davon schliesst sich das vomRein da Maighels durchflosseneVal Maighels an.

Nach dem südöstlich vorgelagertenPiz Tagliola (2708 m ü. M.) fällt der Berg zumLolenpass (Pass Tagliola,2399 m ü. M.) ab, der südlich vom Schwarzberg (Piz Nair,2764 m ü. M.) flankiert wird. Im Norden geht der Six Madun in denÄlpetligrat über, dessen höchste Erhebung derPiz Tuma (2784 m ü. M.) bildet. An diesen schliessen sich derRossbodenstock (2836 m ü. M.) und derPazolastock (Piz Nurschalas,2739 m ü. M.) an, bevor der Höhenzug zumOberalppass abfällt.

Name

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Der BergnameBadus ist das substantivierterätoromanische Adjektivbadus „steil“, „abschüssig“, das vom rätoromanischen Verbbadar „achten, beobachten, schief stehen, sich neigen“ abgeleitet ist, welches seinerseits vonlateinischbatare „offenstehen“ abstammt.[3]

Six Madun beinhaltet zum einen das Wortsix, das im Tujetsch – im Gegensatz zusex – gar nicht heimisch ist. Allem Anschein nach stammt die Schreibweise vonKartographen, die die Lautung aus demWallis übernommen haben, wo mehrere Berge dasfrankoprovenzalischesix für „Fels“ im Namen haben.Sex ist der Plural vonsec, was „dürr“ bedeutet und sich auf die „trockenen Abhänge“ bezieht.[4][5]Madun zum andern ist eine Ableitung vomsurselvischen Wortmeida „grosser Heuschober“, das seinerseits vonlateinischmeta „Säule“ abstammt.[6]

Erstbesteigung

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DieErstbesteigung erfolgte im August des Jahres 1785 durch die beidenPadresPlacidus a Spescha und Fintan Birchler, von denen aber nur Placidus bis zum Gipfel hochstieg.[2] Der Mönch Placidus a Spescha war ein aktiver Alpinist, der viele Erstbesteigungen in derSurselva unternommen hatte.

Routen

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  • Von derBadushütte über den Tomasee und den Nordwestgrat zum Gipfel, T4, am Gipfel leichte Blockkletterei (I)
  • VomOberalppass über Pazolastock, Rossbodenstock und Parlet zum Nordwestgrat und den Badus-Gipfel, L, Stellen I-II, stellenweise weglos
  • Von derMaighelshütte über Plauncas, Pt. 2676, Pt. 2807 zum Nordostgrat und dann zum Gipfel, T5, Stellen I, weglos, Hüttenwirt fragen!

Bilder

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  • Blick vom Badus in Richtung Piz Borel und Maighelsgletscher
    Blick vom Badus in Richtung Piz Borel und Maighelsgletscher
  • Blick vom Badus in Richtung Unteralptal und Andermatt
    Blick vom Badus in Richtung Unteralptal und Andermatt
  • Gipfelkreuz des Badus mit Panorama
    Gipfelkreuz des Badus mit Panorama

Weblinks

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Commons: Piz Badus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Schweiz.Bundesamt für Landestopografie:Oberalppass. Pizzo Centrale - Lai da Tuma - Scopi (= Landeskarte der Schweiz 1:25'000.Blatt 1232). Bundesamt für Landestopografie swisstopo, Wabern,ISBN 978-3-302-01232-2 (Digitalisat). 
  2. abTarcisi Hendry: Hausberg der Gemeinde Tujetsch. (PDF) In: Historia(s) e maletgs da Tujetsch. Abgerufen am 10. Februar 2015. 
  3. Andrea Schorta:Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988,ISBN 3-7298-1047-2,S. 65. 
  4. Andrea Schorta:Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988,ISBN 3-7298-1047-2,S. 133. 
  5. Ambros Widmer:Die Tujetscher Orts- und Flurnamen. Cumpariu en Tuatschina, Disentis 1977 (Online [PDF;374 kB; abgerufen am 8. Februar 2015]). 
  6. Andrea Schorta:Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988,ISBN 3-7298-1047-2,S. 100. 
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