
BeiDigitalsignalen sindSignalflanken die Übergänge zwischen den Signalzuständenhigh (H) undlow (L).
Unterschieden werden:
Dabei steht:
Zahlreiche digitaleSchaltglieder nutzen die Flanken alsTrigger, z. B. beiZählern undJK-Flipflops. Diese werden bedeutungsgleich alspositiv odernegativ flankengetriggerte Eingänge der Bausteine bezeichnet.
Idealisiert – wie im unteren Teil der Zeichnung dargestellt – sind Flanken direkte Sprünge ohne Zeitverzug. In der Realität verschlechtert sich jedoch mit zunehmenderohmscher Belastung der Ausgänge (Fan-Out), höherenKapazitäten oderInduktivitäten in der signalführenden Leitung dieFlankensteilheit, und dieAnstiegs- und Abfallzeiten nehmen zu. Bei induktiven Eigenschaften der Signalleitung oder derLast kannÜberschwingen auftreten.
Für die Schaltgeschwindigkeit und Signalqualität ist die Flankensteilheit von Bedeutung, also letztlich die Zeit des Übergangs. Bei langen Schaltzeiten, die eine geringe Flankensteilheit bewirken, oder beirauschenden Signalen kann es erforderlich werden, statt eines normalen Eingangs einenSchmitt-Trigger zu verwenden. Dabei wird das Rauschen mit derHysterese des Eingangs des Schmitt-Triggergefiltert.
Einemonostabile Kippstufe ist das Prinzip desTreppenhauslichts und wird zwischen Schalter und Lampen verbaut. DieseSchaltung reagiert auf die Einschaltflanke und generiert die Ausschaltflanke nach Ablauf der eingestellten Zeit. Bei nachtriggerbarenmonostabilen Kippstufen wird die Ausschaltflanke um die eingestellte Zeit verzögert. In der Anwendung bedeutet dies, dass mit einem zweiten Druck auf den Lichtschalter die Zeit zum Erlöschen des Lichtes verlängert werden kann.
DerPhasendetektor als Kernstück derPhasenregelschleife erkennt Flanken, umFrequenzen undGeschwindigkeitensynchron zu den Flanken zu steuern. „Flankendemodulation“ ist eine andere Bezeichnung fürFrequenzmodulation und wird mit einerrückgekoppelten Phasenregelschleifedemoduliert, wobei die Zeitunterschiede zumRegeln der AFC zugeführt und als demoduliertes Signal aufbereitet werden.
InTaktsignalen werden gezielte Signalverzögerungen eingebaut, mit negativen Auswirkungen auf die Flankensteilheit, um ein mögliches Voreilen des Takts gegenüber Datensignalen zu verhindern. Dies betrifftsynchrone Datenübertragung, bei der die Datensignale flankengesteuert am Taktsignal übernommen werden.