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Shandong

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Dieser Artikel behandelt die chinesische Provinz. Zur Halbinsel sieheShandong-Halbinsel. Zum Asteroiden siehe(2510) Shandong, zum Flugzeugträger der chinesischen Marine sieheShandong (Schiff).
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山东省
Shāndōng Shěng
Abkürzung:(Pinyin: Lǔ)
HauptstadtJinan
Fläche

 – Gesamt
 – Anteil an der
VR China

Rang 20 von 33

156.700 km²
1,63 %
 

Bevölkerung

 – Gesamt 2020
 –Dichte

Rang 2 von 33

101.527.453 Einwohner
643,8 Einwohner/km²

VerwaltungstypProvinz
GouverneurLi Ganjie
Lage von Shāndōng Shěng in China
Lage von Shāndōng Shěng in China
ISO-3166-2CN-SD
Bezirksebene16Städte
Kreisebene58 Stadtbezirke, 52 Kreise, 26 Städte
Gemeindeebene1.091 Großgemeinden, 500 Straßenviertel, 266 Gemeinden, 1 Nationalitäten­gemeinde

Shandong, deutsch nachStange auchSchantung oderLessing-OthmerSchandung genannt (chinesisch 山東 / 山东,PinyinShāndōng), ist eineProvinz an derchinesischen Ostküste. Shandong liegt am Unterlauf desGelben Flusses (Huang He). Von 1898 bis 1914 war mit dem GebietKiautschou ein Teil der ProvinzPachtgebiet des Deutschen Reichs. Nachbarprovinzen sindAnhui,Hebei,Henan undJiangsu.

Geographie

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Lage

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Den Osten der Provinz bildet dieShandong-Halbinsel zwischen demGolf von Bohai und demGelben Meer. Die Küste von Shandong ist 3345 km lang, entsprechend etwa einem Sechstel der gesamten chinesischen Meeresküste. Die Landfläche beträgt 157.900 Quadratkilometer (etwa 44 Prozent der Fläche Deutschlands) und die zugehörige Meeresfläche (in offizieller chinesischer Sicht) 159.500 Quadratkilometer.[1] Der Huang He mündet in Shandong in den Bohai-Golf. Es gehören auch einige Inseln, insbesondere dieMiaodao-Inseln zum Gebiet Shandongs.Westlich der Provinz befindet sich dasTaihang-Gebirge, wodurch Shandong seinen heutigen Namen erhielt, den man mitöstlich der Berge übersetzen kann.

Topographie

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Man kann das Gebiet der Provinz in vier Teile einteilen:

  1. Die Ebene in Nordwest-Shandong wurde durch Ablagerungen desGelben Flusses gebildet und ist ein Teil derNordchinesischen Ebene. Durch die Ebene verlaufen der Gelbe Fluss und derKaiserkanal. Sie ist ein wichtiges Landwirtschaftsgebiet.
  2. DieJiaol-Ebene reicht bis an die Küste und liegt zwischen den hügeligen Gebieten in Süd- und Zentral-Shandong. Die FlüsseJiaolai He,Wei He undDage He fließen durch diese Ebene.
  3. Die Gebirge in Zentral- und Süd-Shandong bestehen aus mehreren über 1000 Meter hohen Bergen, wie zum Beispiel demTai Shan,Lu Shan,Yi Shan undMeng Shan. Hier befindet sich auch der höchste Punkt der Provinz, der 1545 m hohe Tai Shan.
  4. DasJiaodong-Hügelland besteht aus den weniger als 1000 Meter hohenDaze Shan undKunzu Shan. Es macht einen großen Teil derShandong-Halbinsel aus.

Klima

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Shandong hat ein Monsunklima der warmgemäßigten Zone mit heißen, regnerischen Sommern und trockenen, sonnigen Wintern. Es gibt deutliche klimatische Unterschiede zwischen den Küstenregionen und dem Landesinneren. Die Temperaturen liegen im Jahresdurchschnitt bei 11 °C an der nordöstlichen Küste und 14,5 °C im Westen und Süden. Der Jahresniederschlag beträgt im Nordwesten 560 mm und im Südosten 1170 mm. Da 60 bis 70 % der Niederschläge im Sommer fallen, kann es zu Überschwemmungen und in anderen Jahreszeiten zu Dürre kommen.

Gewässer

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Delta des Gelben Flusses

DerGelbe Fluss beeinflusst die Provinz Shandong sehr stark, denn er ist einerseits für dieSchwemmebene, auf welcher der Großteil der Provinz liegt, verantwortlich, und andererseits hat er seinen Lauf mehrmals gewechselt, wobei die Bevölkerung der Provinz und deren Behausungen oft in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eine besonders starke Flut wurde im Jahr 1876 verzeichnet, nach enormen Regenfällen schwollen Ufer von Seen und Flüssen an und überfluteten ganze Dörfer. Darauf folgte eine Hungersnot, in welcher nahezu 10.000 Menschen ihr Leben ließen. Insgesamt betrug die Summe der Opfer fast 100.000, da die gesamte Region betroffen war.Am 30. April finden seither Gedenktage statt, obwohl diese seit 1976, 100 Jahre nach dem Unglück, von der Regierung offiziell verboten sind.

Weishan-See

Bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. verlief der Gelbe Fluss in mehreren Armen durch die heutige Provinz, wobei die meisten dieser Arme nördlich seines heutigen Laufes lagen. Bereits vor etwa 2000 Jahren begann man mit dem Bau von Deichen entlang des Flusses, wobei diese Deiche die Änderung des Flusslaufes etwas begrenzt haben, andererseits jedoch die Überschwemmungen verschlimmern, wenn der Fluss über die Deiche tritt. In den 3000 Jahren der Geschichtsschreibung in China wurden die Unterläufe des Gelben Flusses mehr als 1500 Mal überschwemmt. Eine bedeutende Änderung des Flusslaufes geschah im Jahre 1128, als nach einer großen Überschwemmung der Gelbe Fluss im nördlichen heutigenJiangsu in das Gelbe Meer zu münden begann. Im Jahre 1855, wiederum nach einer katastrophalen Überschwemmung, bewegte sich das Flussbett wieder in Richtung Norden, wo es sich bis in das 12. Jahrhundert befand und wo es sich auch heute befindet. Eine Folge dieser Überschwemmung war auch, dass derKaiserkanal seine Schiffbarkeit einbüßte.

Geschichte

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Altertum

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Wegen seiner Lage am Rande der nordchinesischen Ebene war Shandong schon sehr früh dem Einfluss der chinesischen Zivilisation ausgesetzt. Schon die frühesten Dynastien (Shang-Dynastie undZhou-Dynastie) kontrollierten West- und Zentralshandong. DieShandong-Halbinsel lag dagegen zunächst außerhalb der chinesischen Einflusssphäre. Dort lebte das VolkLaiyi, das als barbarisch angesehen wurde und schnellsinisiert wurde.

ZurZeit der Frühlings- und Herbstannalen und zurZeit der Streitenden Reiche gab es in Shandong zwei Staaten:Qi im Gebiet des heutigen Linzi undLu im Gebiet des heutigenQufu. Lu war die Heimat vonKonfuzius. Es war jedoch relativ klein und unterlag schließlich dem im Süden gelegenenChu. Der Staat Qi dagegen war die ganze Epoche über eine größere Macht.

Zur Zeit derQin-Dynastie gab es erstmals einen zentralisierten chinesischen Staat. Während der darauffolgendenHan-Dynastie gab es im Gebiet des heutigen Shandong zwei Provinzen: Qingzhou und Yanzhou.

ZurZeit der Drei Reiche gehörte Shandong zum KönigreichWei.

Nach einer kurzen Zeit der Einheit wurde Shandong zusammen mit dem Rest Nordchinas von Nomaden aus dem Norden erobert. Im nächsten Jahrhundert wechselten die Herrscher Shandongs schnell.

Mittelalter

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Zu Beginn des 12. Jahrhunderts, zur Zeit derSong-Dynastie, spielt einer der klassischen Romane der chinesischen Literatur, die Abenteuergeschichte derRäuber vom Liang-Schan-Moor in Shandong. Sie gibt einen detailreichen Einblick in das Leben dieser Zeit (niedergeschrieben im 14. Jahrhundert).

Nachdem die Song-Dynastie China zunächst wiedervereinigt hatte, war sie gezwungen, Nordchina 1142 an dieJin-Dynastie derJurchen abzutreten. Unter der Jin-Dynastie wurde der Name Shandong erstmals benutzt.

Unter derMing-Dynastie umfasste die Provinz ungefähr dasselbe Gebiet wie heute, dazu einige GebieteLiaonings (im Süden derMandschurei).

DieMandschu eroberten ganz China, 1644 Shandong, und gründeten dieQing-Dynastie. Unter dieser Dynastie nahm Shandong mehr oder weniger seine heutigen Grenzen an. Shandong war eine der Regionen Chinas mit den meisten Rebellionen gegen die Qing. Nennenswert sind etwa die Aufstände derWeißer-Lotus-Sekte, dieGruppe der Acht Trigramme, die im Jahr 1780 rebellierte, oder dieNian-Rebellion; auch derBoxeraufstand hatte seine Wurzeln in Shandong.

Shandong wurde im Jahr 1668 durch einErdbeben der Stärke 8,5, mitEpizentrum beiLinyi, verwüstet, wobei 43.000 bis 50.000 Menschen ums Leben kamen.[2][3]

19. bis 21. Jahrhundert

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Im Laufe des 19. Jahrhunderts geriet China zunehmend unter westlichen Einfluss und Bedrohung. Shandong war durch seine Lage an der Küste besonders betroffen. Das GebietKiautschou in der Provinz Shandong war deutsche Kolonie. Durch denVersailler Vertrag ging das Gebiet 1919 anJapan, was dieBewegung des vierten Mai auslöste.

In den letzten Jahren hat sich die Wirtschaft Shandongs – vor allem des Ostens – sehr schnell entwickelt, und Shandong ist zu einer der reichsten Provinzen Chinas geworden.

Administrative Gliederung

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Shandong ist in zweiprovinzunmittelbare Städte und 14bezirksfreie Städte unterteilt (Stand: Volkszählung 2020):[4]

Verwaltungsgliederung der Provinz Shandong
RegionChin.Hanyu PinyinVerwaltungs-
sitz
Fläche
(km²)
Einwohner
(2020)[4]
Shandong山东省Shāndōng ShěngJinan157.901,06101.527.453
— Provinzunmittelbare Städte —
Jinan济南市Jǐnán ShìLixia10.244,459.202.432
Qingdao青岛市Qīngdǎo ShìShinan11.282,0010.071.722
— Bezirksfreie Städte —
Zibo淄博市Zībó ShìZhangdian5.964,924.704.138
Zaozhuang枣庄市Zǎozhuāng ShìXuecheng4.563,533.855.601
Dongying东营市Dōngyíng ShìDongying8.243,262.193.518
Yantai烟台市Yāntái ShìLaishan13.851,507.102.116
Weifang潍坊市Wéifāng ShìKuiwen16.143,149.386.705
Jining济宁市Jǐníng ShìRencheng11.186,988.357.897
Tai’an泰安市Tài'ān ShìTaishan7.761,415.472.217
Weihai威海市Wēihǎi ShìHuancui5.796,982.906.548
Rizhao日照市Rìzhào ShìDonggang5.358,572.968.365
Linyi临沂市Línyí ShìLanshan17.191,2111.018.365
Dezhou德州市Dézhōu ShìDecheng10.357,675.611.194
Liaocheng聊城市Liáochéng ShìDongchangfu8.628,015.952.128
Binzhou滨州市Bīnzhōu ShìBincheng9.172,193.928.568
Heze菏泽市Hézé ShìMudan12.155,238.795.939

Größte Städte

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Die größten Städte der Provinz mit Einwohnerzahlen der eigentlichen städtischen Siedlung auf dem Stand der Volkszählung 2020 sind die folgenden[5]:

RangStadtEinwohnerRangStadtEinwohner
1Qingdao6.165.2798Tai’an1.416.591
2Jinan5.648.1629Zaozhuang1.349.883
3Zibo2.750.31210Weihai1.339.645
4Linyi2.743.84311Heze1.293.767
5Yantai2.311.88512Rizhao1.147.175
6Weifang1.998.40513Liaocheng1.020.430
7Jining1.700.05414Dongying961.300

Bevölkerung

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Volkszählungen in Shandong[6]
JahrEinwohnerzahl
1954048.876.548
1964055.519.038
1982074.419.054
1990084.392.827
2000089.971.789
2010095.792.719
2020101.527.453

Shandongs liegt mit 101,5 Mio. Einwohnern nachGuangdong hinsichtlich Bevölkerung auf dem zweiten Platz unter den Provinzen Chinas. 7,2 % der Bevölkerung der Volksrepublik lebt in dieser Provinz. Die Bevölkerungsdichte beträgt 643,8 Einwohner pro Quadratkilometer und ist damit die dritthöchste unter den chinesischen Provinzen beziehungsweise die sechsthöchste, wenn man die regierungsunmittelbaren Städte mit einbezieht. Das Bevölkerungswachstum ist jedoch im nationalen Vergleich niedrig, trotz der Zuwanderung in die wohlhabenden Städte. Das Geschlechterverhältnis ist einigermaßen ausgeglichen (etwa 102 Männer auf 100 Frauen im Jahr 2000). DieUrbanisierungsrate für 2016 wurde mit 55 % angegeben. 2019 lag die durchschnittlicheLebenserwartung bei 78,7 Jahren und damit über dem chinesischen Durchschnitt (77,6 Jahre).

99,3 % der Bevölkerung sindHan. Größere ethnische Minderheiten sind dieHui (0,6 %) und dieMandschu.

Wirtschaft

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Im Jahr 2015 war die Wirtschaft Shandongs mit einemBIP in Höhe von 6,30 Billionen Yuan (1.011 Milliarden US-Dollar) die drittgrößte Chinas. Das BIP pro Kopf betrug 67.706 Yuan (10.194 US-Dollar /KKP: 19.495 US-Dollar) pro Jahr (Rang 9 unter den chinesischen Provinzen). Das Wohlstandsniveau in der Provinz lag damit ungefähr auf dem Niveau vonArgentinien und betrug 125 % des chinesischen Durchschnitts.[7]

Zwischen der Provinz Shandong und demFreistaat Bayern existiert bereits seit über 30 Jahren eine Partnerschaft für Wirtschaft und Entwicklung.[8]

Landwirtschaft

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Die Landwirtschaft erwirtschaftet etwa 15 % des BIP, beschäftigt jedoch mehr als die Hälfte der Arbeitskräfte Shandongs. Zu den wichtigsten Anbauprodukten gehören Weizen, Mais, Sorghum, Hirse, Kartoffeln und Bohnen. Weitere wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Baumwolle, Erdnüsse, Tabak und Flachs. Shandong ist eines der drei wichtigsten Baumwollanbaugebiete in Nordchina, außerdem gehört es zu den bedeutendsten Anbaugebieten von Obst und Gemüse. Etwa 40 % der Erdnüsse Chinas werden in Shandong angebaut. In zwei Jahren werden normalerweise drei Ernten eingebracht. In manchen Gebieten mit guter Bewässerung kann man sogar zwei Ernten pro Jahr erzielen.

Die Viehzucht ist ebenfalls bedeutend: Shandong ist der wichtigste Produzent von Geflügelfleisch in China, daneben gehört es zu den führenden Provinzen in der Rinder-, Schweine- und Schafzucht. Die Küstenregionen sind reich an Fischen, Krebsen und Seetang; trotzdem stammt der überwiegende Teil des Fischfanges aus Zuchtbetrieben.

Bergbau

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Die abbauwürdigen Ressourcen sind Gas, Öl, Kohle, Eisen, Bauxit, Diamanten, Saphir und Gold. Der Goldabbau in Shandong (Yantai) ist führend in China. Im Nordwesten Shandongs, in der Nähe vonDongying, liegt das Shengli-Ölfeld, das zu Chinas größten Ölfeldern gehört.

Industrie

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Die Industrie erwirtschaftet die Hälfte des BIP und beschäftigt etwa ein Viertel der Arbeitskräfte. Das Zentrum der Industrie liegt inJinan, in geringerem Ausmaß inQingdao undZibo, daneben sindWeifang und Umgebung ein neues Zentrum der petrochemischen Industrie. Wichtige Industriezweige sind die Nahrungsmittelindustrie, Papier, Haushaltsgeräte, Baustoffe, Textilien, die Eisen- und Stahlindustrie, der Maschinenbau und die Gummiindustrie. Im Jahr 2000 war ein Viertel der Unternehmen in Staatsbesitz, das jedoch 40 % des Umsatzes generierte. Generell dominieren die Großunternehmen, die Hälfte des BIP wird von nur 1000 Firmen erwirtschaftet.

Verkehr

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Die Eisenbahnstrecken vonPeking nachShanghai und von Peking nachHongkong durchqueren den Westen Shandongs. Weitere Eisenbahnlinie verlaufen vonQingdao nachJinan und von Qingdao nachYantai. Daneben gibt es noch mehrere kleinere Eisenbahnlinien, insgesamt umfasste das Eisenbahnnetz im Jahr 2000 mehr als 2400 km.

In Shandong gibt es ein dichtes und gleichmäßig über die Provinz verteiltes Straßennetz. Es gibt mehr als 71.000 km Straßen, davon mehr als 2000 km Autobahn.

Wichtige Häfen gibt es inQingdao,Yantai,Rizhao undWeihai; Qingdao ist, gemessen am Frachtumschlag, der siebentgrößte Hafen Chinas. Der wichtigste Binnenschifffahrtsweg ist derXiaoqing; insgesamt sind mehr als 2500 km Wasserstraßen schiffbar.

Größere Flughäfen gibt es inJinan undQingdao. Von Yantai nachDalian, das an der anderen Seite des Bohai-Golfes in der ProvinzLiaoning liegt, gibt es seit kurzem die erste kommerzielle Wasserflugzeugstrecke.

Bildung

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DieAnalphabetenquote in Shandong ist mit 8,5 % (2000) relativ hoch und die zweithöchste in Ostchina. 2023 war sie auf 3,59 % gesunken.[9]

Sehenswürdigkeiten

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Tai Shan

Von den fünf heiligen Bergen desDaoismus in China ist derTai Shan der berühmteste, wenn auch mit einer Höhe von 1.545 m keineswegs der höchste. Im alten chinesischen Weltbild, das dasReich der Mitte als Quadrat betrachtete, verkörpert der Tai Shan den östlichen Eckberg. „Shan-Dong“ bedeutet wörtlich übersetzt „Berg des Ostens“ oder „östlich des Bergs“.

Qufu, der Geburtsort desKonfuzius, gehört zu den Nationalschätzen erster Ordnung.

Bedeutende Persönlichkeiten

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Aus Shandong stammen nebenKonfuzius auchMengzi, der, geboren im StaatZhou im südlichen heutigen Shandong, zu seinen bedeutendsten Schülern gehört und dessen Erbe erhielt. Ein weiterer bedeutender Philosoph aus Shandong warZou Yan, der im 3. Jh. v. Chr. dieTheorie der fünf Elemente entwickelte. Aus der Region umJinan stammteBian Que, der als Erfinder dertraditionellen chinesischen Medizin gilt.Zhou Yongnian, ebenfalls aus Jinan, war der Gründer des chinesischen Bibliothekswesens. Im 12. Jahrhundert warLi Qingzhao eine der bedeutendsten Dichterinnen des Landes. Sòng Jiāng (宋江), der „Regenspender von Schantung“, ist die Hauptfigur des Volksromans „Die Räuber vom Liang-Schan-Moor“, der ebenfalls Anfang des 12. Jahrhunderts spielt.

Weitere Persönlichkeiten

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  • Chen Mingming (* 1950), Diplomat der Volksrepublik China
  • Sui Xinmei (* 1965), Kugelstoßerin
  • Liu Bolin (* 1973), moderner Künstler, der mit seinen „Invisible Man“-Bildern berühmt wurde
  • Ge Chutong (* 2003), Schwimmerin

Weblinks

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Commons: Shandong – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Shandong – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Overview of Shandong. Büro für auswärtige Angelegenheiten der Volksregierung von Shandong (山东省人民政府外事办公室), 18. November 2019, abgerufen am 1. Oktober 2025 (englisch). 
  2. 25 July 1668 Tancheng (Shandong). Global Historical Earthquake Archive, abgerufen am 8. Dezember 2023 (englisch). 
  3. CHINA: SHANDONG PROVINCE. NGDC, abgerufen am 8. Dezember 2023 (englisch). 
  4. ab山东省第七次全国人口普查公报[1](第二号) („Bulletin zur siebten nationalen Volkszählung in der Provinz Shandong (Nr. 2)“). 21. Mai 2021, abgerufen am 26. September 2024 (chinesisch (vereinfacht)). 
  5. Shāndōng (China): Präfekturebene & Städte - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 3. Januar 2025. 
  6. China: Provinzen und größere Städte – Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 6. Mai 2018. 
  7. National Data. Abgerufen am 4. Dezember 2017. 
  8. Partnerschaft Bayern – Shandong – CSU. Abgerufen am 15. Mai 2017. 
  9. China Statistical Yearbook 2024. Abgerufen am 3. Januar 2025. 
Verwaltungsgliederung der Volksrepublik China
Provinzen:

Anhui |Fujian |Gansu |Guangdong |Guizhou |Hainan |Hebei |Heilongjiang |Henan |Hubei |Hunan |Jiangsu |Jiangxi |Jilin |Liaoning |Qinghai |Shaanxi |Shandong |Shanxi |Sichuan |Yunnan |Zhejiang

Autonome Regionen
mit Provinzsstatus
:

Guangxi |Innere Mongolei |Ningxia |Tibet |Xinjiang

Regierungsunmittelbare Städte:

Chongqing |Shanghai |Peking |Tianjin

Sonderverwaltungszonen:

Hongkong |Macau 

Als Provinz beansprucht,
aber nicht kontrolliert:

Taiwan

Normdaten (Geografikum):GND:4052070-5 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |VIAF:142766112

36.315117.839Koordinaten:36° 19′ N,117° 50′ O

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