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Sextner Dolomiten

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Sextner Dolomiten

Dolomitenkarte mit Rot eingezeichneten Sextner Dolomiten
Dolomitenkarte mit Rot eingezeichneten Sextner Dolomiten
Dolomitenkarte mit Rot eingezeichneten Sextner Dolomiten
Die Drei Zinnen sind das bekannteste Bergmassiv der Sextner Dolomiten
DieDrei Zinnen sind das bekannteste Bergmassiv der Sextner Dolomiten
DieDrei Zinnen sind das bekannteste Bergmassiv der Sextner Dolomiten
Höchster GipfelDreischusterspitze (3145 m s.l.m.)
LageSüdtirol undProvinz Belluno (Italien)
Teil derDolomiten
Koordinaten46° 38′ N,12° 20′ O46.62928212.3327543145Koordinaten:46° 38′ N,12° 20′ O
p5

DieSextner Dolomiten (auchSextener Dolomiten) (italienischDolomiti di Sesto) bilden die nordöstlichste Gebirgsgruppe derDolomiten inItalien. Sie liegen im äußersten Osten vonSüdtirol und im Norden derProvinz Belluno und werden im Norden begrenzt durch dasPustertal, im Nordosten und Osten durch dasSextental, im Süden durch dasVal d’Ansiei und im Westen durch dasHöhlensteintal. Als Teil der von derUNESCO unter „Nördliche Dolomiten“ zusammengefassten Dolomitengruppen gehören die Sextner Dolomiten seit dem 26. Juni 2009 zum „Welterbe Dolomiten“.[1]

Geologie und Biologie

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Hochleist undZwölferkofel in den Sextner Dolomiten

Das zu denSüdlichen Kalkalpen gehörige Gebirge besteht großteils ausDolomit-Gesteinen, die sich ausKorallenriffen in der absinkenden Tethys des Erdmittelalters (untereTrias) bildeten. Man unterscheidet mehrere Arten, unter anderem den Schlerndolomit und den auflagerndenHauptdolomit. Charakteristisch für die Sextner und benachbarten Dolomiten ist der Gegensatz zwischen sanft gewelltenAlmen und den aus ihnen hochragenden Riffgipfeln mit teilweise über 3000 m Höhe, die meist von gewaltigenSchutthalden umgeben sind(siehe Bild).

ImNaturpark Drei Zinnen finden sich merkliche Bestände einiger selten gewordenen Arten von Raufußhühnern. Seit 1999 untersuchen Jäger, Förster und das Amt der Naturparke die Verbreitungsgebiete vonSchneehuhn,Steinhuhn,Birkhuhn undAuerhuhn. Erwähnenswert sind größere Populationen vonSpechten sowie von Reh undDachs.

Auch eine Reihe geschützter Pflanzen ist zu erwähnen, unter anderem verschiedeneGlockenblumen undKrokusse, die Dolomiten-Akelei, alpineOrchideen-Arten, dasEdelweiß, dieAlpen-Grasnelke (Armeria alpina) (Schlernhexe) und dieDolomiten-Schafgarbe. VieleAlmwiesen sind durch ihre Blütenpracht imFrühling bekannt geworden.

Geschichte

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Bunker desVallo Alpino (1939 erbaut)

ImErsten Weltkrieg waren die Sextner Dolomiten Schauplatz von Kämpfen, als hier im Gebirge zweieinhalb Jahre lang der Krieg zwischenitalienischen undösterreichischen Truppen tobte (siehe dazu auch den ArtikelGebirgskrieg 1915–1918). Stumme Zeugen wie Löcher in den Felsen,Befestigungen (siehe Bild) und rostende Granatsplitter sind heute noch sichtbar. Teile der damaligen Militärsteige wurden zumFriedensweg ausgestaltet, der westwärts in andere Teile der Dolomiten weiterführt und ostwärts auch alsKarnischer Höhenweg (Grenze zu Österreich) bezeichnet wird. Durch die senkrechten Felswände desElfers führt der berühmteAlpinisteig (Strada degli alpini) heute alsKlettersteig auf ehemaligen Versorgungspfaden zur Sentinellascharte. Der Alpinisteig, auch ehemals als Alpiniweg bezeichnet, wurde im Ersten Weltkrieg von österreichischen und italienischen Hochgebirgstruppen gelegt. Später wurde der Alpinisteig von derSektion Padua desCAI zu einem Klettersteig ausgebaut. Heute gehört der Alpinisteig zu den beliebtesten Höhenwegen in den Sextner Dolomiten.[2]

Berge und Berggruppen in den Sextner Dolomiten

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Die Gipfel derSextner Sonnenuhr: Bezugspunkt:Parkplatz: Heidegg im Fischleintal

Die im Süden gelegene

wird vielfach auch zu den Sextner Dolomiten gezählt.

Bekannte Berggruppen im Umkreis:Tofana undMarmolatagruppe (Südwesten),Fanesgruppe (Westen),Lienzer Dolomiten (Norden).

Blick von der Sillianer Hütte auf die Sextener Dolomiten. Monte Aiarnola (links) bis Sextener Rotwand (rechts)

Einige Berghütten in den Sextner Dolomiten

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Literatur

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  • Richard Goedeke:Sextener Dolomiten. Alpenvereinsführer.Bergverlag Rother, München 2003,ISBN 3-7633-1255-2 (Titelseite und Verlagstext). 
  • Eugen Hüsler:Dolomiten, Sexten, Hochpustertal. Wanderführer. Kompass Karten GmbH, Rum/Innsbruck 2010,ISBN 978-3-85026-240-8. 
  • Peter Kübler / Hugo Reider:Kampf um die Drei Zinnen. Das Herzstück der Sextener Dolomiten 1915–1917 und heute. REIDER TOURISTIK K.G, Sexten 2011,ISBN 978-88-902466-2-3. 
  • Peter Kübler / Hugo Reider:Krieg um Sexten. Die westlichen karnischen Alpen und das Kreuzberggebiet im Ersten Weltkrieg 1915–1918 mit Tourenbeschreibungen für heute. PETER KÜBLER Verlag & Medienservice, Unterkirnach 2017,ISBN 978-3-9816744-2-2. 
  • Julia Walleczek-Fritz / Peter Kübler:Historischer Wanderführer Sextner Dolomiten. Freilichtmuseum Gebirgskrieg 1915–1917,Sektor I – Anderter Alpe und Sektor II – Elferscharte. Hrsg.: Bellum Aquilarum ONLUS. Sexten 2015. 

Weblinks

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Commons: Sextner Dolomiten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Sextner Dolomiten – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Die Nördlichen Dolomiten. In: dolomitiunesco.it. Abgerufen am 13. Juli 2021. 
  2. Alpinisteig (Strada degli Alpini) auf hotel-alpi.com
Normdaten (Geografikum):GND:4054676-7 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |VIAF:244540469
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sextner_Dolomiten&oldid=257976140
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