Nachdem er in den 1960er Jahren zunächst in der Rolle des GeheimagentenJames Bond große Popularität erlangt hatte, etablierte sich Connery ab den 1970er Jahren alsCharakterdarsteller. 1989 wurde er vomPeople Magazine zum „Sexiest Man Alive“ und 1999, damals 69 Jahre alt, zum „Sexiest Man of the Century“ gewählt. Der RegisseurSteven Spielberg nannte ihn 1992 einen der fünf besten Schauspieler der Welt. Connery beendete 2004 seine Filmkarriere.
Ab den 1960er Jahren solidarisierte sich Connery in zunehmendem Maße mit der schottischen Sache und wurde zum Gründer und Förderer diverser schottischer Einrichtungen. Auch war er ein Befürworter derschottischen Unabhängigkeit.
Leben
Vorfahren
Connerys Familie stammte väterlicherseits ursprünglich aus demirischenCounty Wexford; James Connery war 1881 nach Schottland ausgewandert.[1] Aus seiner Ehe mit der fünfzehn Jahre jüngeren Elizabeth McPhillipps resultierten drei Kinder – James, Elizabeth und 1879 Thomas Connery. Thomas lebte ab 1901 mit Jeanie McNab zusammen, mit der er in Garscube lebte, einem Armutsviertel in Glasgow. 1902 wurde ihr Sohn Joseph Connery geboren, ein uneheliches Kind, da beide erst später heirateten.[2] Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs zog er mit seiner Familie nach Edinburgh. Sohn Joseph, von Beruf Fernfahrer, heiratete 1928 Euphemia „Effie“ Maclean, eine Reinigungskraft.[3] Am 25. August 1930 wurde ihr Sohn Thomas Connery geboren. Während die Connerys katholisch waren, war die Mutter protestantisch.
Kindheit und Jugend
Connery wuchs im Stadtteil Fountainbridge in ärmlichen Verhältnissen auf. Um seine Familie finanziell zu unterstützen, verließ er früh die Schule und arbeitete unter anderem alsMilchmann bei der „Saint Cuthbert’s Co-Operative Society“[4] und als Bademeister. Connery verpflichtete sich im Alter von 16 Jahren bei derRoyal Navy für sieben Jahre, wurde aber bereits nach etwas mehr als zwei Jahren wegen einesZwölffingerdarmgeschwürs entlassen. Sein jüngerer BruderNeil Connery wurde später ebenfalls Schauspieler.
Erfolge als Bodybuilder
Nach der Zeit bei der Navy verdiente Connery sein Geld mit Gelegenheitsjobs, unter anderem als Milchmann, Baggerfahrer,Pferdekutscher,Drucker oder auch als Möbelpolierer. Nebenbei lernte er auf einerBerufsschule inGlasgow diefranzösische Methode des Möbelpolierens. Nachdem er unter anderem bei einemBeerdigungsinstitut gearbeitet hatte, so erzählte er später, habe er sich auf dasPolieren von Särgen spezialisiert.
In dieser Zeit entschloss er sich auch,Bodybuilding zu betreiben, wobei er sich auf dasGewichtheben konzentrierte. Zur selben Zeit wurde er zum gefragten (Akt-)Modell im Edinburgh College of Art,[5] meist alsgriechischer Athlet oderrömischer Krieger. Außerdem machte er einige Werbeaufnahmen. Diese Nebenjobs veranlassten ihn dazu, das Bodybuilding noch professioneller zu betreiben. Im Jahr 1950 wurde er schottischer Bodybuilding-Meister. Weiterhin nahm er am renommiertenMister-Universum-Wettbewerb teil, errang dort jedoch – anders als oft geschrieben – keinen Preis[6].
Ehe und Familie
1956 bis 1957 war Sean Connery mit der Tochter von Jill Craigie liiert, die in zweiter Ehe mit dem PolitikerMichael Foot verheiratet war.[7]Von 1962 bis 1973 war Sean Connery mit deraustralischen SchauspielerinDiane Cilento verheiratet. Das gemeinsame Kind aus dieser Ehe istJason Connery. 1975 heiratete Connery in zweiter Ehe dieMalerinMicheline Roquebrune, mit der er inSpanien lebte. Die Beziehung blieb kinderlos, Roquebrune brachte allerdings drei Kinder mit in die Ehe. Connery besaß Häuser inAndalusien und auf denBahamas sowie eine Wohnung in New York.
Seine Stiftung
Sean Connery 2004 imKilt in Washington D.C. beimTartan Day
Connery war schottischerPatriot und setzte sich jahrzehntelang für die Belange seiner Heimat und deren Einwohner ein. Er gründete, zusammen mit dem RennfahrerJackie Stewart und dem Schiffsbauer Iain Stewart, mit eigenen Mitteln dieStiftung Scottish International Educational Trust, die sowohl Ausbildungsstipendien für talentierte Schotten vergibt als auch Projekte finanziert, die ihrer Meinung nach der Kultur, der Wirtschaft, der Umwelt oder der Gesellschaft Schottlands helfen. Connerys Millionengage für den FilmJames Bond 007 – Diamantenfieber floss 1971 komplett in die Stiftung ein.[8] Er hatte die ungeliebte Rolle des Geheimagenten ein sechstes Mal übernommen, um die Stiftung finanziell abzusichern. Connery setzte sich bis zu seinem Tod für dieUnabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich ein und war Mitglied und Förderer derScottish National Party, der gegenwärtigen Regierungspartei, die politisch demLinksliberalismus zuzuordnen ist und dem schottischen Nationalismus verpflichtet ist.
Engagement für die Umwelt
Ab 2011 war derVeganer Sean Connery Teil des Beraterstabes der MeeresschutzorganisationSea Shepherd.[9][10] 2014 setzte er sich, gemeinsam mit „Save the Bays“, gegen den Verbau einer Küste auf denBahamas ein.[11] Darüber hinaus unterstützte Sean Connery das Klimaschutzprojekt vonAl Gore finanziell.[12]
Ehrenauszeichnungen
Am 5. Juli 2000 wurde Connery für seine Verdienste um Schottland von KöniginElisabeth II. zumKnight Bachelor geschlagen und führte von da an das Adelsprädikat „Sir“.[13] Die Zeremonie fand in Edinburgh statt. Connery trug dabei einenKilt. Die nach seinem eigenen Empfinden höchste Ehre wurde ihm 1991 zuteil, als ihm von der Stadt Edinburgh die AuszeichnungFreedom of the City verliehen wurde.
Tod
Sean Connery starb am 31. Oktober 2020 im Alter von 90 Jahren inNassau auf denBahamas.[14][15] Todesursache war ein durch eineLungenentzündung hervorgerufener Atemstillstand in Kombination mit altersbedingterHerzinsuffizienz. Er litt bereits anDemenz.[16] Connerys Asche wurde im engen Familienkreis an mehreren geheimen Orten in Schottland verstreut.[17][18]
Filmkarriere
Erste Engagements
Connerys Bodybuilding-Erfolge führten zu seinem ersten Schauspiel-Engagement im Chor einer Inszenierung desMusicalsSouth Pacific. Ab 1954 erhielt er kleinere Rollen in Film-, Theater- und Fernsehproduktionen und spielte unter anderem in den FilmenDie blinde Spinne undDuell am Steuer (beide 1957). Connerys KollegeMichael Caine, mit dem er seit den späten 1950er Jahren befreundet war, beschrieb diese Jahre als entbehrungsreiche Zeit, in der die beiden damals noch unbekannten Schauspieler auch auf staatliche Unterstützung angewiesen gewesen seien.
In demMelodramAnother Time, Another Place (1958) erhielt Sean Connery als Liebhaber vonLana Turner erstmals eine profiliertere Rolle, konnte sich aber zunächst noch nicht als Star durchsetzen. Bis in die frühen 1960er Jahre war er in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, beispielsweise alsSoldat in dem aufwendig produziertenKriegsfilmDer längste Tag (1962) in einigen kurzen Szenen deralliierten Landung in der Normandie.
Erfolge als James Bond
In den frühen 1960er Jahren bereiteten die beiden ProduzentenAlbert R. Broccoli undHarry Saltzman eine Filmreihe mit demGeheimagenten James Bond vor, die auf der populären Romanserie desSchriftstellersIan Fleming beruhen sollte. Der ehemalige Geheimagent Fleming veröffentlichte seit 1953 einmal jährlich einen neuen Bond-Roman.
Nachdem für die Bond-Rolle zunächst Kandidaten wieDavid Niven,Roger Moore,Cary Grant oderPatrick McGoohan im Gespräch gewesen waren – die aus verschiedenen Gründen dann doch nicht in Frage kamen –, wurden die Produzenten durch eine Empfehlung von RegisseurTerence Young auf den relativ unbekannten Sean Connery aufmerksam. Connery überzeugte Saltzman und Broccoli durch seine athletische Erscheinung und sein selbstsicheres Auftreten und erhielt die Rolle. Auch die Leserschaft einerLondoner Tageszeitung sprach sich per Votum für ihn aus. Regisseur Terence Young bereitete den aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Connery darauf vor, die Rolle des stilsicheren Agenten zu spielen, der auf eine gehobene Lebensart Wert legt. Schriftsteller Ian Fleming hielt den Darsteller zunächst für die falsche Besetzung für den kultiviert auftretenden Bond.[19]
Im Jahr 1962 wurde mit einem relativ geringenBudget von 1,1 Millionen US-DollarJames Bond jagt Dr. No produziert. Dieser erste Film der Bond-Filmreihe zeigte den britischen Geheimagenten im Kampf gegen den größenwahnsinnigen Verbrecher Dr. No (Joseph Wiseman), der vonJamaika ausamerikanische Raketenstarts sabotiert.Dr. No legte die Grundlagen für die immens erfolgreiche Bond-Filmreihe und versammelte im Kreativteam hinter derKamera wichtige Persönlichkeiten wie denKomponistenJohn Barry, der den typischen Bond-Sound schuf, und denAusstatterKen Adam, der die extravaganten Kulissen kreierte. Der Film wurde umgehend zu einem großen Erfolg, spielte weltweit fast 60 Millionen US-Dollar ein und etablierte den 32-jährigen Sean Connery als neuen Star.
1963 ging mit einem verdoppelten Budget von zwei Millionen US-DollarJames Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau in die Produktion, ein harter Agenten-Thriller, der bei Kritik und Publikum gut ankam und besonders für die gelungene Besetzung der Nebenrollen mitLotte Lenya,Robert Shaw undPedro Armendáriz gelobt wurde. James Bond, damit beauftragt, inIstanbul einesowjetischeDechiffriermaschine an sich zu bringen, wird von zahlreichen Agenten attackiert, kann aber – mit der Maschine und einer schönen Russin – das rettendeVenedig erreichen.
Connery als Bond (mitTania Mallet) während des Drehs vonGoldfinger (1964)
Der kommerzielle Erfolg dieses Films mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 79 Millionen US-Dollar wurde vom dritten Film der Bond-Reihe noch weit übertroffen.James Bond 007 – Goldfinger, 1964 mit einem Drei-Millionen-Budget realisiert, zeigte den britischen Agenten im Kampf gegen den größenwahnsinnigen Superschurken Goldfinger, der inFort Knox eineAtombombe zünden will.Goldfinger spielte 125 Millionen US-Dollar ein und löste endgültig die sogenannte „Bondmania“ der 1960er Jahre aus. Der Film diente als eine Art Blaupause für die späteren Bond-Filme und präsentierte mitGert Fröbe als Goldfinger das Rollenvorbild für zahlreiche weitere Bond-Schurken. Sean Connery definierte das Image Bonds als kampfstarker Actionheld und unwiderstehlicher Frauenschwarm und etablierte sich endgültig als neuer Weltstar. Die Bond-Filme wurden fortan von intensivenMerchandising-Kampagnen begleitet.
Connery während der Dreharbeiten vonFeuerball (1965)
Beginnend mitGoldfinger wurden die Bond-Filme immer aufwendiger, phantastischer und realitätsferner (und entfernten sich außerdem immer weiter von den literarischen Vorlagen Ian Flemings, der 1964 verstarb). Teure Kulissenbauten, extravaganteGadgets und lange Kampfszenen mit mehreren DutzendStuntmen waren ab Mitte der 1960er Jahre für ein Bond-Abenteuer obligatorisch.[20] FürFeuerball (1965) wurde das Produktionsbudget deshalb auf neun Millionen US-Dollar verdreifacht. Im Kampf gegen eine Geheimorganisation, die mit zwei gestohlenen Atombomben die westlichen Regierungen erpresst, bewährt sich Bond unter anderem in aufwendigen Unterwasserschlachten. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 141 Millionen US-Dollar wurdeFeuerball zu einem der größten Filmerfolge der 1960er Jahre und blieb bis 1977 der kommerziell erfolgreichste Bond-Film. Mit einem inflationsbereinigten Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar istFeuerball der erfolgreichste Film dieser Serie sowie Connerys größter Kinohit.
Mitte der 1960er zeigte sich Sean Connery zunehmend unzufrieden mit der Rolle des James Bond, die ihn schauspielerisch nicht mehr forderte und auf ein bestimmtes Image festlegte.[21] Außerdem störten Connery die extrem langen Dreharbeiten der Filme, die bis zu sechs Monate dauerten. Während der Produktion vonMan lebt nur zweimal gab der Darsteller 1967 daher seinen Ausstieg aus der Bond-Filmreihe bekannt. Die Produzenten versuchten vergebens, Connery, der offenbar auch mit seiner Gage unzufrieden war, von seinem Entschluss abzubringen.Man lebt nur zweimal wurde zum vorerst letzten Bond-Film für Connery und zeigte ihn im Kampf gegen den schurkischen Blofeld (Donald Pleasence), der russische und amerikanische Weltraumraketen kapert. Die spektakulärste Kulisse des Films war ein riesigerVulkankrater, der von Produktionsdesigner Ken Adam auf dem Gelände derPinewood Studios erbaut wurde.Man lebt nur zweimal spielte bei einem Budget von 9,5 Millionen US-Dollar mehr als 111 Millionen US-Dollar ein.
Nachdem inJames Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969)George Lazenby die Bond-Rolle übernommen hatte, machten die Produzenten mit dem amerikanischen SchauspielerJohn Gavin einen Vertrag.[22] BeiUnited Artists wünschte man sich jedoch wieder Sean Connery als Bond und versuchte, ihn zur Rückkehr zu bewegen.[23][22] Connery akzeptierte für die Rekordgage von 1,25 Millionen US-Dollar, die er der von ihm gegründeten Stiftung Scottish International Educational Trust spendete, dazu finanzierte United Artists zwei Filmprojekte seiner eigenen Wahl. InJames Bond 007 – Diamantenfieber (1971) spielte er zum sechsten und vorerst letzten Mal den Geheimagenten. In diesem Film kämpft Bond gegen Diamantenschmuggler und seinen alten Todfeind Blofeld, der mit einem gefährlichen Laser-Satelliten dieNuklearmächte erpresst. Auch dieser Bond-Film wurde mit einem weltweiten Einspielergebnis von 116 Millionen US-Dollar ein großer Erfolg. Das Budget lag bei 7,2 Millionen US-Dollar.[24] 1973 übernahmRoger Moore die Rolle des James Bond.
Bereits zu Beginn der 1960er Jahre, parallel zu den ersten James-Bond-Filmen, trat Connery in dem mit einem Star-Ensemble besetzten Monumental-KriegsfilmDer längste Tag als Darsteller in Erscheinung. Nachdem er sich als James Bond als kassenträchtiger Star etabliert hatte, wurde er ab 1964 als Hauptdarsteller auch für andere Produktionen engagiert.Alfred Hitchcock verpflichtete den Schauspieler für das ThrillermelodramMarnie, in dem sich Connery in die titelgebendeKleptomanin Marnie (Tippi Hedren) verliebt. Anders als mit seinen früheren Filmen stieß Star-Regisseur Hitchcock mitMarnie weder beim Publikum noch bei der Kritik auf eine positive Resonanz.[25] In dem ThrillerDie Strohpuppe (1964) war Connery als Lebemann zu sehen, der mit Hilfe seiner Geliebten (Gina Lollobrigida) an das Geld seines reichen Onkels (Ralph Richardson) gelangen will.
1965 trat Connery inEin Haufen toller Hunde als Gefangener eines britischen Militär-Straflagers imZweiten Weltkrieg auf. DerSchwarzweißfilm schildert in hartem Realismus die brutalen Demütigungen, denen die Gefangenen ausgesetzt sind, und gilt als Klassiker. Connery und RegisseurSidney Lumet arbeiteten später noch mehrfach zusammen. Der KomödieSimson ist nicht zu schlagen, in dem Connery als Poet und Frauenheld auftrat, war 1966 kein Kassenerfolg beschieden. Auch sein erster und einziger Auftritt alsWesternheld inShalako (1968) und seine Darstellung desnorwegischenPolarforschersRoald Amundsen in der sowjetischen ProduktionDas rote Zelt (1969) stießen auf wenig Interesse. Trotz seiner enormen Popularität als Bond-Darsteller konnte Sean Connery in den 1960er Jahren mit keinem seiner weiteren Filme einen echten Kassenhit verbuchen.
Da sich bei Connery bereits in jungen Jahren dasKopfhaar stark lichtete, trug er in den meisten Filmen dieser Dekade ein (von ihm offenbar wenig geschätztes)Toupet. In allen Bondfilmen, die Connery drehte, war er mit künstlicher Haartracht zu sehen.
Die 1970er Jahre
Ab den 1970er Jahren schärfte Sean Connery sein Profil als Charakterdarsteller und spielte mehrfach Rollen in künstlerisch und inhaltlich anspruchsvollen Filmen, die sich stark von den James-Bond-Filmen unterschieden. Der Schauspieler hatte sich auch äußerlich deutlich verändert und erinnerte, gealtert, in der Regel ohne Toupet und mit mehr Gewicht, kaum noch an den schneidigen Agenten-Darsteller der 1960er Jahre.
InVerflucht bis zum jüngsten Tag (1970) war Sean Connery nebenRichard Harris zu sehen – der Film schilderte die äußerst harten LebensbedingungenirischstämmigerBergarbeiter imPennsylvania des Jahres 1876. 1971 trat Connery, wieder unter der Regie von Sidney Lumet, inDer Anderson-Clan als Ex-Häftling auf, der inNew York einen neuen Coup plant. In dem realitätsbezogenen DramaSein Leben in meiner Gewalt (1972) spielte der Darsteller einen frustrierten Polizeiinspektor, der einen dessexuellen Missbrauchs an Kindern Verdächtigten so schwer misshandelt, dass dieser stirbt. Die Regie führte hier erneut Sidney Lumet.John Boorman inszenierte Sean Connery im Jahr 1974 in dem ungewöhnlichenScience-Fiction-FilmZardoz, in dem der Schauspieler als „Exterminator“ in einerpostapokalyptischen Welt zu sehen ist. Connery absolvierte fast den gesamten Film in einer engenBoxershort-Hose. Diese Filme erhielten oft gute Kritiken, konnten aber in kommerzieller Hinsicht nicht von Connerys Bekanntheit profitieren.
Ebenfalls 1974 war Connery in derAgatha-Christie-VerfilmungMord im Orient-Expreß Teil eines hochkarätig besetzten Ensembles. Regie führte wieder Sidney Lumet, der mit dem Film einen soliden Erfolg verbuchen konnte. In dem Terroristen-ThrillerDie Uhr läuft ab (1974) agierte Connery alsschwedischer Colonel.
Sean Connery im Jahr 1976
Mitte der 1970er Jahre drehte Sean Connery mehrereAbenteuerfilme, die von der Kritik gelobt wurden und heute als Klassiker gelten, aber beim Publikum seinerzeit nur wenig Resonanz fanden:Der Wind und der Löwe (1975, RegieJohn Milius),Der Mann, der König sein wollte (1975, RegieJohn Huston) undRobin und Marian (1976, Regie:Richard Lester). In diesen Filmen präsentierte sich der Schauspieler als gereifter Charakterdarsteller in unterschiedlichsten Rollen – alsBerberfürst, britischer Abenteurer und gealterterRobin Hood – und spielte neben profilierten Kollegen wieChristopher Plummer, Robert Shaw, Richard Harris,Audrey Hepburn oder seinem alten Freund Michael Caine. Connerys Darstellungen waren hier auch von humoristischen, selbstironischen Untertönen geprägt, mit denen zum Beispiel auf das fortschreitende Alter der von ihm gespielten Charaktere angespielt wurde.[26]
Der ThrillerÖl (1976), in dem Connery alsarabischerPolitiker auftrat, erwies sich bei Kritik und Publikum alsFlop. InRichard Attenboroughs aufwendigem KriegsfilmDie Brücke von Arnheim (1977), der die historischeOperation Market Garden von 1944 schildert, trat der Darsteller neben einem guten Dutzend anderer Stars als Fallschirmjägergeneral in Erscheinung. Der Film war ein Kassenerfolg.
Als weniger erfolgreich erwiesen sich die drei letzten Filme, die Sean Connery in den 1970er Jahren drehte. In dem historischen AbenteuerfilmDer große Eisenbahnraub spielte Connery nebenDonald Sutherland einen Zugräuber imviktorianischenEngland und absolvierte dabei gefährliche Stunts auf fahrenden Zügen. Unter der Regie von Richard Lester drehte Connery den FilmExplosion in Cuba (1979), in dem der Darsteller als ehemaliger Offizier zu sehen ist, der 1959kubanische Militärs ausbildet. Der zeittypischeKatastrophenfilmMeteor (1979) mit Connery alsWissenschaftler wurde von der Kritik verrissen und fiel beim Publikum durch.
Von den Filmen, die Connery nebenDiamantenfieber in den 1970er Jahren drehte, konnten sich nur wenige an den Kinokassen behaupten, keiner von ihnen erreichte auch nur annähernd die Einspielergebnisse der populären Bond-Filme. Obwohl der Schauspieler seinRenommee als Charakterdarsteller ausbauen konnte, war er während dieser Dekade letztlich kein kommerziell zugkräftiger Star mehr und verbuchte seine größten Erfolge mit denEnsemblefilmenMord im Orient-Expreß undDie Brücke von Arnheim.
Ab den späten 1970er Jahren strengte Connery Prozesse gegen diverse Filmproduzenten an, weil er sich um Gagen bzw. Gewinnbeteiligungen betrogen sah. Er prozessierte unter anderem gegen den James-Bond-Produzenten Broccoli. Außerdem verklagte er seinen ehemaligen Finanzberater wegen Unterschlagung und Betrug. Diese Prozesse zogen sich oft jahrelang hin. Um seine finanziellen Ansprüche gegenüber Produzenten oder Filmstudios durchzusetzen, war Connery auch später in Prozesse verwickelt.
Die 1980er Jahre
Sean Connery mit seiner Ehefrau Micheline Roquebrune (1980)
Auch in den frühen 1980er Jahren konnte Sean Connery zunächst kaum große Erfolge verbuchen. In dem Science-Fiction-ThrillerOutland – Planet der Verdammten (1981), eine ArtZwölf Uhr mittags imWeltraum, kam er alsMarschall einerRaumstation zum Einsatz. Der parodistische ZeitreisefilmTime Bandits wurde mit einem Einspielergebnis von 42 Millionen US-Dollar 1981 zu einem großen Kassenhit, zeigte Connery allerdings nur in einer kleineren Nebenrolle als KönigAgamemnon. InAm Rande des Abgrunds (1982), dem letzten Film von Star-RegisseurFred Zinnemann, agierte er als Liebhaber einer jüngeren Frau, dem in einem jungen Mann eine unliebsame Konkurrenz erwächst. Richard Brooks inszenierte 1982 den politischen ThrillerFlammen am Horizont, in dem Connery alsJournalist auftrat.
Nachdem Sean Connery zuletzt keine großen Kinohits mehr gedreht hatte, gelang dem 53-jährigen Darsteller im Jahr 1983 ein Comeback an der Kinokasse – in seiner mit Abstand berühmtesten Rolle als James Bond. Bereits seit den frühen 1960er Jahren besaß FilmproduzentKevin McClory Teilrechte an der James-Bond-GeschichteFeuerball, die er einst mitentwickelt hatte. McClory hatte seit den 1970er Jahren versucht, ein modernisiertesFeuerball-Remake zu produzieren, war von den Produzenten der Bond-Filme aber in einen jahrelangen Rechtsstreit verwickelt worden. Als ihm vom Gericht schließlich erlaubt wurde, das Remake zu drehen, gelang es McClory, Sean Connery zur Mitarbeit an einem weiteren Bond-Film zu bewegen. Der Darsteller ließ sich zum einen von einer Gage in Höhe von fünf Millionen US-Dollar überzeugen, sah zum anderen aber auch die Chance, sich endlich an dem langjährigen Bond-Produzenten Albert R. Broccoli zu rächen, da er sich von diesem in finanzieller Hinsicht stets unfair behandelt gefühlt hatte.
Sag niemals nie wurde 1983 vonIrvin Kershner inszeniert und zeigte Connery als gealterten und ergrauten Bond an der Seite vonKim Basinger und im Kampf gegenKlaus Maria Brandauer, der den schurkischen Maximilian Largo spielte. Connery trat mitSag niemals nie in direkte Konkurrenz zu seinem Bond-Nachfolger Roger Moore, mit dem er gut befreundet war, und der im selben Jahr inOctopussy zu sehen war. Mit einem Einspielergebnis von 160 Millionen US-Dollar wurdeSag niemals nie zu einem großen Kassenhit und war damit fast so erfolgreich wieOctopussy, der 187 Millionen Dollar einspielte. Dies war der siebte und letzte Auftritt von Sean Connery als James Bond. Für sehr viele Zuschauer ist seine Interpretation der Rolle die bis heute beste Darstellung des legendären Geheimagenten.
Sean Connery (1983)
Connery gelang es nachSag niemals nie, sich eine zweite Karriere als gereifter Charakterdarsteller aufzubauen und auch eine neue Zuschauergeneration für sich einzunehmen. Der Bond-Film war der erste einer Reihe spektakulärer Kinohits, mit denen der Schauspieler in den 1980er und 1990er Jahren seine Karriere stabilisierte. Obwohl Connery eine Generation älter war als die großen Stars dieser Ära, etablierte er sich auf Jahre hinaus als zuverlässiger Kassenmagnet. Nachdem sich derFantasyfilmCamelot – Der Fluch des goldenen Schwertes (1984), in dem Connery alsRitter zu sehen war, als Flop herausgestellt hatte, war Connery 1986 in einem weiteren Fantasyfilm zu sehen: InHighlander spielte er neben dem HauptdarstellerChristopher Lambert eine prägnante Nebenrolle als Unsterblicher und fand als weiser Lehrmeister des jungen Helden ein passendes neues Rollenfach, in dem er daraufhin für rund 15 Jahre erfolgreich war.Highlander avancierte indes zumKultfilm.
In der Bestseller-VerfilmungDer Name der Rose (1986) konnte Connery unter der Regie vonJean-Jacques Annaud in der Rolle desdetektivisch begabtenMönchs William von Baskerville einen großen Erfolg verbuchen (Einspielergebnis: 77 Millionen US-Dollar). Auch hier war der Darsteller in der Rolle eines erfahrenenMentors zu sehen.Der Name der Rose war vor allem in Europa sehr erfolgreich und wurde für Connery zum bis dahin größten Kassenhit abseits der Bond-Filme.
Als ebenso erfolgreich erwies sich im nächsten Jahr derGangster-ThrillerDie Unbestechlichen, in dem Connery unter der Regie vonBrian de Palma wieder als weiser Lehrmeister eines jüngeren Mannes zu sehen war. Zusammen mit dem jungenFBI-AgentenEliot Ness (Kevin Costner) bringt er alsirischer Polizist den berüchtigtenAl Capone (Robert De Niro) zur Strecke. Mit einem Einspielergebnis von 76 Millionen US-Dollar war der Film ein weltweiter Kinoerfolg und brachte Sean Connery bei seiner ersten und einzigenOscar-Nominierung sofort den begehrten Filmpreis alsBester Nebendarsteller ein. Connery war bis in die 1980er Jahre hinein so gut wie nie für Filmpreise berücksichtigt worden.
Nach dem ThrillerPresidio (1988), der nur wenig Publikum fand, folgte für Sean Connery einer der größten Kassenerfolge seiner Karriere. RegisseurSteven Spielberg war von der Ausstrahlung des Charakterdarstellers so begeistert, dass er für den drittenIndiana-Jones-Film die Rolle des Vaters von Professor Jones genau auf ihn zuschnitt. So trat Connery 1989 inIndiana Jones und der letzte Kreuzzug nebenHarrison Ford als weltfremder Vater des bekannten Abenteurers in Erscheinung (tatsächlich ist er nur zwölf Jahre älter als Ford). Seine Darstellung stieß bei Kritik und Publikum auf nahezu einhellig positive Resonanz. Mit einem Einspielergebnis von fast 200 Millionen US-Dollar wurde der Film zu einem der großen Kinoschlager des Jahres 1989.
Weniger erfolgreich war Connery mit dem komödiantischenKriminalfilmFamily Business (1989), der bei Kritik und Publikum durchfiel und in dem er als Vater des nur sieben Jahre jüngerenDustin Hoffman zu sehen war. MitFamily Business endete für Connery auch die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Star-Regisseur Sidney Lumet.
Connerys neu gewonnene Popularität zeigte sich seinerzeit auch darin, dass der 59-Jährige 1989 vomPeople Magazine zum „Sexiest Man Alive“ gewählt wurde.
Im Jahr 1990 konnte Connery mit dem ActionthrillerJagd auf Roter Oktober erneut einen großen Filmerfolg verbuchen. Der Schauspieler trat in der Rolle eines sowjetischenU-Boot-Kommandanten auf, der ein U-Boot derSowjetmarine in den Westen entführt und so eine dramatische Hetzjagd unter Wasser eröffnet.[27] Auch dieser Film spielte fast 200 Millionen US-Dollar ein. Ebenfalls 1990 war Connery inDas Rußland-Haus alsVerleger zu sehen, der vom britischen Geheimdienst angeworben und inRussland in eine Spionageaffäre verwickelt wird. Connerys Filmpartner warenMichelle Pfeiffer undKlaus Maria Brandauer. Connery trat in diesem Film betont ungepflegt in Erscheinung („Ich sehe aus wie ein ungemachtes Bett, an dem ’ne Plastiktüte hängt.“) und erhielt überwiegend gute Kritiken für seine Darstellung des trinkfesten Verlegers.[28]
Als weniger erfolgreich erwiesen sich die FilmeHighlander II (1991),Medicine Man – Die letzten Tage von Eden (1992), in dem er einen altenBiologen spielte, der versucht, dietropischen Regenwälder zu retten,Der letzte Held von Afrika (1994) undIm Sumpf des Verbrechens (1995), in dem er als Anwalt versucht, ein Todesurteil zu verhindern. In dem internationalen KinoerfolgRobin Hood – König der Diebe hatte Connery 1991 einen spektakulären Kurzauftritt – am Schluss des Films begegnet er in der Rolle desRichard Löwenherz dem von Kevin Costner gespielten Titelhelden. Seine Gage in Höhe von 250.000 US-Dollar für nur zwei Drehtage spendete er komplett für wohltätige Zwecke.[29] 1992 wurde Connery von Steven Spielberg als einer der fünf besten Schauspieler der Welt betitelt.[30] 1993 spielte er nebenWesley Snipes in dem erfolgreichen ThrillerDie Wiege der Sonne, der im Milieujapanischer Geschäftsleute angesiedelt ist.
Im Jahr 1992 gründete Connery die Produktionsfirma Fountainbridge Films, mit der er mehrere Filme produzierte, darunter etwaVerlockende Falle (1999) undForrester – Gefunden! (2000). Die Firma wurde 2002 aufgelöst.[31]
Der historische AbenteuerfilmDer 1. Ritter (1995), in dem Connery nebenRichard Gere alsLancelot in der Rolle des KönigArtus zu sehen ist, erhielt gemischte Kritiken und konnte die kommerziellen Erwartungen nicht erfüllen. Für den FantasyfilmDragonheart synchronisierte der Schauspieler die Figur des feuerspeiendenDrachen Draco. Der Drache war eine vollständig computergenerierte Figur, deren Mimik an die von Connery angepasst worden war. 1996 drehte er nebenNicolas Cage den aufwendig produziertenActionfilmThe Rock, der auf der ehemaligen GefängnisinselAlcatraz spielt. Der 66-jährige Connery absolvierte mehrere Actionszenen und konnte mit diesem internationalenBlockbuster, der 325 Millionen US-Dollar einspielte, einen seiner größten Erfolge verbuchen. Connerys Gage war für diesen Film auf zwölf Millionen US-Dollar angestiegen.
1998 spielte Sean Connery inMit Schirm, Charme und Melone den Superschurken Sir August de Wynter. Die aufwendig produzierte Filmadaption derpopulären Fernsehserie fiel jedoch bei Kritik und Publikum durch. Für seine Rolle wurde Connery außerdem für die NegativauszeichnungGoldene Himbeere alsSchlechtester Nebendarsteller nominiert. Im selben Jahr war Connery für die geringe Gage von 60.000 US-Dollar auch in dem EnsemblefilmLeben und lieben in L.A. zu sehen. 1999 spielte er nebenCatherine Zeta-Jones in dem romantischen ThrillerVerlockende Falle einen alternden Meisterdieb, der sich in eine junge Kollegin verliebt. Der Film war an den Kinokassen zwar erfolgreich, doch bemängelten Kritiker, dass der 69-jährige Connery in der Rolle des Actionhelden und Liebhabers nicht mehr ganz glaubwürdig sei. Für diesen Film erhielt Sean Connery mit 20 Millionen US-Dollar die höchste Gage seiner Karriere.
Kritik und Publikum reagierten überwiegend positiv auf Connerys nächsten FilmForrester – Gefunden! (2000), in dem er alseremitischer Schriftsteller zu sehen ist, der sich mit einem jungen Mann anfreundet. Ursprünglich war Connery auch für die Rolle des weisenZauberersGandalf in der FilmreiheDer Herr der Ringe vorgesehen, die er aber aufgrund von Verständnisproblemen in Bezug auf die umfangreicheTolkien-Welt ablehnte.[32] Einige Jahre zuvor hatte er bereits aus ähnlichen Beweggründen die Figur des Morpheus in den nicht minder erfolgreichenMatrix-Filmen abgelehnt.
Zu Connerys letztem Film wurdeDie Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (2003), ein Actionabenteuer mit Fantasy-Elementen, in dem er in der Rolle des AbenteurersAllan Quatermain neben anderen literarischen Charakteren wieKapitän Nemo,Dorian Gray oderTom Sawyer zu sehen war. Mit einem Einspielergebnis von 175 Millionen US-Dollar war der Film trotz tendenziell schlechter Kritiken ein Erfolg an der Kinokasse.
Sean Connery (2008)
2005 sprach Sean Connery für das auf dem gleichnamigen Bond-Film basierendeVideospielLiebesgrüße aus Moskau den Part des James Bond. Er wollte jedoch nicht mehr als Filmschauspieler arbeiten und zog sich 2006 in den Ruhestand zurück. 2007 lehnte er – trotz Gesprächen mitGeorge Lucas,Harrison Ford undSteven Spielberg – eine Rolle im vierten Teil derIndiana-Jones-Reihe ab. Connery ist danach in keinem weiteren Film mehr aufgetreten. Am 25. August 2008, Connerys 78. Geburtstag, erschien seineAutobiografieBeing a Scot.
Im September 2010 verkündete Harrison Ford, dass er in „Indiana Jones 5“ unbedingt eine Rückkehr von Sean Connery erleben wolle.[33] InIndiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, dem vierten Film der Reihe, informierte Jones die Zuschauer allerdings darüber, dass sein Vater mittlerweile verstorben sei. Connery ist jedoch sekundenlang auf einem Porträtfoto zu sehen, das auf dem Schreibtisch des Sohnes steht – dies war der letzte „Auftritt“ des Darstellers in einem Kinofilm.
Akzent und Synchronsprecher
Connery sprach seine Rollen grundsätzlich mit einem schottischen Akzent, was von Kritikern gelegentlich als unpassend empfunden wurde – zum Beispiel, wenn Connery inDer Wind und der Löwe einenBerberfürsten oder später inHighlander einenspanischen Edelmann darstellte. In den deutschen Synchronfassungen seiner Filme tritt diese Problematik nicht auf. Ab den frühen 1960er Jahren wurde Connery nahezu ausschließlich vonGert Günther Hoffmann synchronisiert. Andere Sprecher warenHeinz Drache,Klaus Kindler,Benno Gellenbeck oderMichael Chevalier. Ab Mitte der 1990er Jahre, als Hoffmann erkrankte (er starb 1997), hatte Connery keinen festen Synchronsprecher mehr. Er wurde seither unter anderem von Klaus Kindler,Manfred Wagner,Gerhard Paul oderKlaus Sonnenschein gesprochen. Die Rolle des am Computer erschaffenen Drachen Draco im FantasyfilmDragonheart (1996), dem Connery im Englischen seine Stimme lieh, wurde im Deutschen vonMario Adorf gesprochen.
Kontroversen
Aufsehen erregte Connery, als er 1965 in einem Interview für dasPlayboy-Magazin über die Bond-Figur die Ansicht vertrat, ein Mann habe unter Umständen (wenn nichts anderes fruchtet und die Frau vorher deutlich und mehrfach gewarnt wurde) das Recht, eine Frau zu schlagen,[34] und diese Auffassung später, z. B. in einem Fernsehinterview mitBarbara Walters im Jahr 1987, bekräftigte. 2006 distanzierte er sich allerdings von diesen Aussagen.[35][36]
Sonstiges
ImAsterix-Band 26Die Odyssee ist eine der Hauptfiguren, der Druide und Spion Nullnullsix, sowohl dem Schauspieler Sean Connery nachempfunden als auch eine Anspielung auf dessen Darstellung des GeheimagentenJames Bond (Null-Null-Sieben).
Christopher Bray:Sean Connery. The Measure of a Man. Faber and Faber, London 2010,ISBN 978-0-571-23808-8.
Sean Connery, Murray Grigor:Being a Scot. Weidenfeld & Nicholson, London 2008,ISBN 978-0-297-85540-8.
deutsche Übersetzung: Sean Connery, Murray Grigor:Mein Schottland, mein Leben. Aus dem Englischen von Stefan Gebauer. Ullstein, Berlin 2009.ISBN 978-3-550-08775-2. (Autobiographie)
Michael Feeney Callan:Sean Connery. Stein & Day, New York City 1983,ISBN 0-8128-2932-8.
deutsche Übersetzung: Michael Feeney Callan:Sean Connery. Seine Filme – sein Leben. Deutsche Übersetzung von Sylvia Madsack. Heyne, München 1987,ISBN 3-453-86076-4.
John Parker:Arise Sir Sean Connery. The Biography of Britain’s Greatest Living Actor. Blake Publishing, London 2005,ISBN 1-84454-084-7.
deutsche Übersetzung: John Parker:Sean Connery. Die Biografie. Aus dem Amerikanischen von Adelheid Zöfel und Christine Strüh. Heyne, München 2005,ISBN 3-453-64014-4.
Siegfried Tesche:Sean Connery. Sein Leben, seine Filme. Henschel, Berlin 2000,ISBN 3-89487-362-0.
Aaron Smyth (Hrsg.):Sean Connery. Eine Hommage in Fotografien. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2010,ISBN 978-3-89602-882-2.
Dokumentation
Sean Connery vs. James Bond 007 oder: die Rolle seines Lebens. Regie: Gregory Monro, ARTE F, Frankreich, 54 Minuten, 2021