Schwimmer-Syndrom

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Schwimmer-Syndrom bei einem Welpen der Rasse Französische Bulldogge.

DasSchwimmer-Syndrom, auchFlat Puppy Syndrome genannt, ist eine wenig erforschte Erkrankung beiHunde- undKatzenwelpen, die mit einer Fehlstellung und gelegentlichFehlbildung derGliedmaßen einhergeht.

Inhaltsverzeichnis

Pathophysiologie

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Über diePathophysiologie des Schwimmer-Syndroms ist nur wenig bekannt, und Angaben dazu bleiben spekulativ. In der Literatur werden als mögliche UrsachenAchondroplasie undOsteopetrose genannt (wobei das Syndrom auch bei Welpen mit radiologisch normalem Skelett auftreten kann). Weitere Möglichkeiten sind verzögerte Entwicklung derMuskeln,Sehnen und Bänder, verschiedeneMyopathien, Erkrankungen deszentralen undperipheren Nervensystems und/oder derneuromuskulären Endplatten (wobei allerdings die Reflexe der meisten Fälle von Schwimmer-Syndrom normal sind), fütterungsbedingte Erkrankungen undgenetische Erkrankungen. Auchpathologische Untersuchungen an Welpen mit Schwimmer-Syndrom führten bisher zu keinen verwertbaren Ergebnissen.

Klinik

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Signalement

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Betroffen sind sowohl Hunde als auch Katzen, wobei die Erkrankung beim Hund besser beschrieben ist. Bei Hunden besteht einePrädisposition fürbrachycephaleRassen. Das Schwimmer-Syndrom betrifft junge Welpen und wird meistens zu dem Zeitpunkt erkannt, an dem die gesunden Tiere des Wurfes auf vier Beinen zu gehen beginnen. Die Symptome sind normalerweise bis zum Alter von fünf bis sechs Wochen voll ausgeprägt. Die größten und schwersten Welpen eines Wurfes scheinen am häufigsten betroffen zu sein.

Symptome

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Betroffene Tiere strecken ihre Hintergliedmaßen, seltener auch ihre Vordergliedmaßen seitlich heraus, liegen flach auf dem Boden und können nicht aufstehen. Der Muskeltonus ist vermindert. Die Fortbewegung geschieht mittels schwimmender Ruderbewegungen, was dem Syndrom seinen Namen gab. Die Symptome sind auf glatten Oberflächen stärker ausgeprägt.

Gelegentlich sind neben der fehlerhaften Gliedmaßenstellung auchMissbildungen von Gliedmaßen undBrustkorb (Senkbrust,Pectus excavatum) vorhanden, wobei bei letzterem unklar ist, ob die Missbildung bereits bei der Geburt besteht oder aber erst durch die andauernde Bauchlage und den dadurch auf den Brustkorb ausgeübten Druck entsteht. In schweren Fällen kann durch das verminderteLungenvolumen eineDyspnoe sowie eine Neigung zuLungenentzündungen entstehen.

Therapie und Prognose

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Therapie und Prognose richten sich nach einer eventuell vorhandenen Grundursache. Wird eine solche Ursache nicht gefunden, so müssen die Gliedmaßen belastungsfähig gemacht werden, um den Welpen zum Stehen und Laufen zu bringen. Dies erfolgt über geeignetephysiotherapeutische Maßnahmen untertierärztlicher Kontrolle. Ist eine Senkbrust vorhanden, so muss diese je nach Schweregrad chirurgisch korrigiert werden.

Wird eine Therapie rechtzeitig eingeleitet, ist diePrognose bei einem ansonstenidiopathischen Schwimmer-Syndrom meist gut. Die beste Prognose ergibt sich, wenn physiotherapeutische Maßnahmen im Alter von ca. drei bis vier Wochen eingeleitet werden können, da Fehlstellungen von Gelenken in diesem Alter noch sehr leicht korrigiert werden können.

Genetik und Zuchthygiene

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Neben der erwähnten Prädisposition für brachycephale Rassen scheinenEnglish Bulldog,Basset Hound undScottish Terrier überproportional häufig vom Schwimmer-Syndrom betroffen zu sein. Bei Katzen ist in einer Studie eine familiäre Häufung in einerDevon-Rex-Zuchtlinie beschrieben. Über den genauenErbgang ist nichts bekannt.

Literatur

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Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu denHinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
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