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Schweinfurt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterSchweinfurt (Begriffsklärung) aufgeführt.
WappenDeutschlandkarte
Schweinfurt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schweinfurt hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:50° 3′ N,10° 14′ O50.04510.234166666667218Koordinaten:50° 3′ N,10° 14′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Unterfranken
Höhe:218 m ü. NHN
Fläche:35,7 km²
Einwohner:54.481 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:1526 Einwohner je km²
Postleitzahlen:97421, 97422, 97424
Vorwahl:09721
Kfz-Kennzeichen:SW
Gemeindeschlüssel:09 6 62 000
LOCODE:DE SCW
NUTS:DE262
Stadtgliederung:15 Stadtteile und
25statistische Bezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
97421 Schweinfurt
Website:www.schweinfurt.de
Oberbürgermeister:Sebastian Remelé (CSU)
Lage der Stadt Schweinfurt in Bayern
Karte
Karte
Im Vordergrund Wasser. Dahinter eine rechts orange beleuchtete Eisenbahnbrücke, im Hintergrund eine Skyline mit einem links herausstechenden blau beleuchteten rechteckigen Haus mit der Beschriftung „SKF“.
Links grüner Baum und kleineres weißes Gebäude, das an ein ebenfalls größes weißes links im rechten Winkel anschließt. Von diesem sind 4 hochgezogene rechteckige Fenster zu sehen. Über das dritte ist ein graues steinernes Wappen platziert. Auf dem gepflasterten Vorplatz ist teilweise ein nach oben hin verglastes niedrigereres Geschoss zu erkennen.Blick in eine ellipsenförmige Hallengrundform. Das erste Geschoss wird von rechteckigen Säulen getragen und ist durch eine an die Ellipsenform angepasste Treppe zu erreichen. Durch die verglaste Decke und den verglasten kleinen Eingangsbereich fallen Licht. Die Wand hat eine helle Farbe.
Blick auf die Ecke eines weißen Gebäudes mit rechteckigen Formen. Auf der linken Seite ist hinter drei Ampeln ein Eingangsbereich mit Hallendimensionen zu erkennen, der über eine Treppe an einer Fensterfront auf der rechten Seite erreicht wird.Tribüne mit grün-weiß-gestreiften Sitzbänken, von denen ein Stadion mit außenliegenden roten Laufbahnen beobachtet werden kann. Im Hintergrund Bäume und eine Beleuchtungsanlage.
Im Vordergrund eine im Schatten liegende auf einem steinernen Podest stehende Statue. Am Podest sind zwei weitere Statuen platziert. Dahinter steht neben anderen, von der Sonne beschienen Häusern zentral ein mit Wappen verziertes fachwerkartiges Gebäude mit einem zentralen Turm und einer Uhr.
Im Uhrzeigersinn von oben:Main mit Skyline, Konferenzzentrum Maininsel, Riedel Bau Arena imSachs-Stadion,Markt mitAltem Rathaus undRückert-Denkmal,Museum Georg Schäfer undKunsthalle Schweinfurt

Schweinfurt ([ˈʃvaɪ̯nˌfʊʁt,Schweinfurterisch:Schweifert,Ostfränkisch:Schwainfodd) ist einekreisfreie Stadt imRegierungsbezirkUnterfranken desFreistaatsBayern. Sie besteht infolge ausgebliebenerEingemeindungen bei derbayerischen Gebietsreform nur aus derKernstadt. DerBallungsraum hat 124.000 Einwohner (2023)[2] und dasEinzugsgebiet der Stadt 759.000 Einwohner (2019).[3]

Die Großindustrie- undHafenstadt amMain istOberzentrum, Verwaltungssitz desLandkreises Schweinfurt, Teilstandort zweier Landesbehörden und einerTechnischen Hochschule. Nach demBruttoinlandsprodukt pro Kopf lag Schweinfurt 2021 an fünfter Stelle in Deutschland.[4]

Schweinfurt wurde 791 erstmals urkundlich erwähnt. DieMarkgrafen von Schweinfurt besaßen im 10. Jahrhundert politischen Einfluss imHeiligen Römischen Reich. DieReichsstadt (seit 1254) wurde zu einem protestantischen undhumanistischen Zentrum. Die vonGustav Adolf II. 1632 eingeleitete Universitätsgründung scheiterte an seinem frühen Tod. 1652 wurde in Schweinfurt – vor derRoyal Society inLondon (1660) und derAcadémie des sciences inParis (1666)[5] – die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt gegründet, dieDeutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, seit 1878 inHalle (Saale), seit 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften. 1780 begann dieIndustrialisierung der Stadt, in der dasTretkurbel-Fahrrad (Philipp Moritz Fischer 1853, strittig) und derFahrradfreilauf (Ernst Sachs 1898) erfunden wurde.[6]

Schweinfurt liegt in der Mitte Deutschlands und derEU (Autobahn- und Stromleitungs­knoten,Großlogistik). Die Wälzlager-KonzerneSKF[7] undSchaeffler, der viertgrößte Automobilzulieferer der WeltZF Friedrichshafen[8] undFresenius Medical Care[9] haben hier ihre größten Werke. In neuerer Zeit gewannenForschung,Dienstleistung undHandel an Bedeutung. Für dieKI-Gigafabrik Blue Swan (Baukosten drei bis fünf Milliarden Euro) soll 2026 Baurecht geschaffen werden.[10]

Etymologie

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Die Herkunft des NamensSchweinfurt ist unklar. Der Name ist wie folgt belegt:

  • 1230  „Swinfurthe“
  • 1254  „Swinvorde“3[14]
  •    ?     „Sweinvort“[13]
  • 1500  „Sweynfurt“[15]
  • 1650  „Schweinfurth“[16]
  • 1798  „Schweinfurt“[17]

1 Erste Erwähnung Schweinfurts  
2
Erste urkundliche Erwähnung Schweinfurts  
3
Erster urkundlicher Nachweis Schweinfurts als Reichsstadt und somit erster Nachweis des Stadtrechts

Geographie

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Schweinfurt liegt in einer fürFranken typischen, geografisch wie kulturell kleinteiligen und vielfältigen Region.

Lage

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Großraum

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Schweinfurt liegt in der Mitte des Einzugsgebiets desMains, umgeben von vielen Mittelgebirgen und Städten

Schweinfurt ist auf der Europakarte leicht lokalisierbar, beim Schnittpunkt des 50. Breitengrads mit dem10. Längengrad und am Beginn desMaindreiecks (siehe linke Karte). Der Main ist hier identisch mit demRhein-Main-Donau-Kanal (Europakanal).

Die Stadt besitzt eine zentrale deutsche wie europäische Lage und liegt in der Mitte desdeutschen Sprachraums (D-A-CH). Seit demBrexit liegt der Mittelpunkt derEuropäischen Union 30 Kilometer südwestlich der Stadt.[18] Schweinfurt liegt etwa 40 Kilometer Luftlinie vonHessen,Thüringen undBaden-Württemberg entfernt und 115 km östlich desFrankfurter Flughafens.

Umgebung

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Der Norden. Schweinfurt ist das Tor zumBäderland Bayerische Rhön
Der Osten.Schweinfurter Rhön mitNNE Brönnhof undHaßbergen

Die Stadt gehört keinerMetropolregion an und ist mit ihren Hochschul- und Forschungsein­richtungen mit der 35 km südwestlich gelege­nen UniversitätsstadtWürzburg eng vernetzt, mit der sie den gemeinsamen WirtschaftsraumMainfranken bildet. Schweinfurt liegt in derKulturlandschaftFranken. 20 km nordwestlich der Stadt liegt dasUNESCO-WelterbeBad Kissingen, 50 km östlich die UNESCO-WelterbestadtBamberg und 55 km nordöstlich dasRoyaleCoburg.

Schweinfurt liegt imFränkischen Weinland, in geschützter Lage, südlich derMittelgebirgsschwelle; 80 km nordöstlich liegt der internationale WintersportortOberhof. Die Stadt ist das Zentrum derRegion Main-Rhön und liegt in der Mitte Mainfrankens, einem Mikrokosmos mit eigenständigemDialekt, der vonMittelgebirgen (Naturparks) umgeben wird:Haßberge,Steigerwald,Spessart undRhön (siehe oberste Karte). DasSchweinfurter Land ist ein Zentrum fränkischen Brauchtums (Fränkische Tracht,Kirchweihen,Plantanz).

Stadtgebiet

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Östlicher Stadtrand 1905 mitHöllental undPeterstirn. Blick zumSteigerwald

Zwischen der südwestlichen und nordöstlichen Hälfte des Stadtgebiets bestehen enorme Gegensätze. Der Südwesten liegt im Maintiefland desSchweinfurter Beckens. Hier befinden sich in kompakter Anordnung Großindustrie,Hauptbahnhof,Containerterminal,Hafen und die Ver- und Entsorgungseinrichtungen der Stadt. Im Nordosten liegen in den von Tälern durchschnittenen Ausläufern derSchweinfurter Rhön nur Wohngebiete.

Bebauung in der kreisfreien Stadt
Bebauung imLandkreis Schweinfurt

Das Stadtgebiet wird von zwei Autobahnen gut und ohneLandschaftszerschneidungen erschlossen.A 70 undA 71 bilden eine Süd- undWesttangente entlang der Industrie- und Gewerbegebiete. Während die Wohnstadtteile im Nordosten ohne trennende Verkehrswege an das Wald- und Bergland anknüpfen (siehe: rechte und obere Karte:Der Osten). Der niedrigste Punkt des Stadtgebietes liegt im Maintiefland im Südwesten auf204 m ü. NN,[19] der höchste Punkt im Nordosten, in der Schweinfurter Rhön, auf353 m ü. NN.[20]

Neue Zentralität

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Durch den Fall desEisernen Vorhangs änderte sich diewirtschaftsgeographische Lage Schweinfurts grundlegend. Die bayerische Stadt entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen Brückenkopf und Bindeglied zwischen West- und Ostdeutschland. DieAutobahn 71Erfurt–Schweinfurt wurde 2005 alsVerkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 16 und teuerste Autobahn Deutschlands fertiggestellt.[21] Schweinfurt wurde zu einem Autobahnknoten in der deutschen Mitte.

Mit der Bahn ist seit 2017Berlin durch das 10 Milliarden Euro teureVerkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 in weniger als dreieinhalb Stunden erreichbar.München ist ab zweieinhalb undHamburg ab vier Stunden erreichbar. Dadurch sind Berlin und München eine Dreiviertelstunde schneller als vonFrankfurt a. M. erreichbar. Das ermöglichen zwei nahegelegeneHochgeschwindigkeitsstrecken, mit Umstieg in denICE inBamberg bzw. Würzburg.

Verkehrsprojekte Deutsche Einheit
Verkehrsprojekte Deutsche Einheit

Zentralität Schweinfurts durch Wiedervereinigung und neue Verkehrsprojekte

Dortmund350 km
A44
Kassel200 km
A7
10°
Erfurt160 km
A71
Frankfurt/M.160 km
A3Main 50°
Würzburg45 km
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtBayreuth120 km
50° MainA70
Bamberg55 km
A81
Stuttgart190 km
10°
A7
Ulm230 km
A73
Nürnberg120 km

BerlinCity West via A 70: 450 km, via A 71: 442 km
Kilometerangaben: Entfernungen zwischen den Stadtzentren bei Fahrten über Autobahnen

AlleBundesautobahnen mit der 7 als erster Ziffer, mit Ausnahme des nördlichen Abschnitts derA 73, führen in Richtung Schweinfurt bzw. in Gegenrichtung. 5 km westlich desAutobahnkreuzes Schweinfurt/Werneck schneidet der 50. Breitengrad (siehe oben:50°), der derMainlinie undA 70 entspricht, den10. Längengrad (siehe oben:10°), der identisch mit der Nord-Süd-Achse EuropasDänemarkNorditalien und derA 7 ist. Dies ist der einzige Konfluenzpunkt zwischen einem Haupt-Breiten- und einem Haupt-Längengrad Deutschlands (Konfluenzdenkmal).

Naturräumliche Gliederung

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Naturräume am östlichen Stadtrand. Links des MainsHesselbacher Wald­land mitSchloss Mainberg und Wein­bergen, rechtsSchweinfurter Becken

Der größte Bereich des Stadtgebietes liegt im vom Main durchflossenenSchweinfurter Becken (Haupteinheit 136). Der Nordosten gehört zum bergigenNaturraumHesselbacher Waldland (Haupteinheit 139), das identisch mit derLandschaft Schweinfurter Rhön ist.

Geologie

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Schweinfurter Becken (blaue Orte)

Schweinfurt liegt imSüdwestdeutschen Stufenland mit im Stadtgebiet (von unten nach oben) älteren, hartenKalk- undMergelsteinen desOberen Muschelkalks über den weicheren,tonig-mergeligen, von einzelnenSandsteinen und Kalkbänken unterbrochenenUnterkeuper (Lettenkeuper), bis zu den weichen Tonsteinen desGipskeupers.Sedimente (Kies und Sand) schufen im mittleren Schweinfurter Becken dieSchwemmebene zwischen Main und Schwebheimer Wald.

DieTektonik des Stadtgebietes wird von der nordöstlich derInnenstadt von Nordwesten nach Südosten streichendenKissingen-Haßfurter Störungszone geprägt, die das Hebungsgebiet des Kissingen-HaßfurterSattels (Hesselbacher Waldland) von der Schweinfurter Mulde (Schweinfurter Becken) trennt.

Gewässer

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Eine Erklärung des Namens Schweinfurt leitetSuuinfurtero (siehe:Etymologie) vonseichte Furt ab.[22] DieFurt wird nicht an der heutigenAltstadt, sondern an der Stadtwüstung „Altstadt“ vermutet (siehe:Suuinfurtero marcu, Furt).

Gewässer, heutige Situation. Main, Nebenarme undSennfelder Seenkranz

Alle Arten vonBinnengewässern sind auf dem Stadtgebiet und dem nahen Umfeld zu finden. ZwischenInnenstadt undSennfeld liegt ein bis zu 800 Meter breiter Gewässerkomplex: Mit demMain, der hier bis zu 170 Meter breit ist, demSchleusenkanal und zwei (einstigen) Nebenarmen des Mains, demAltarmSaumain und demAltwasserSennfelder Seenkranz.

DieWern fließt in einem Bogen (mit breitenFlussauen) durch den Nordwesten des Stadt­gebiets.Marienbach undHöllenbach fließen aus der Schweinfurter Rhön durch die Stadt und münden hier in den Main. Unzählige Bagger-, Naturseen, Teiche und Mainbuchten liegen zu beiden Seiten der südlichen Stadtgrenze, mit vielen Bademöglichkeiten (siehe:Promenaden, Strände und Wälder). Die Wasserflächen der Stadt umfassen ca. 170 ha (2021)[23] (zum Vergleich:Schliersee 222 ha).

Hochwasser und Deiche

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Hochwasser an den Main­mühlen an derMaxbrücke 1909

Mainaufwärts geben große Flussauen demHochwasser viel Raum zur Ausbreitung, bevor es die Stadt erreicht. Das nordmainische Schweinfurt ist deshalb hochwasserfrei, da hier zudem die niedrigsten Gebiete auf einem zehn bis 15 Meter hohen Sockel über dem Main liegen.

Die südmainischen Industriegebiete wurden durchDeiche vor Hochwasser geschützt. Über zehn Kilometer Deiche in Schweinfurt und Vororten wurden bis 2008 saniert und weiter erhöht. Die Deiche wurden im Kern mit einer 40 cm starken Betonwand versehen, die acht bis zehn Meter tief unterhalb der Wälle verankert wurde. Die Wartungswege auf der Deichkrone sind auch öffentliche Rad- und Fußwege.

Siehe auch:Staustufe Schweinfurt,Maininseln in Schweinfurt undMainbrücken in Schweinfurt

Parks

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Ringanlage amUnteren Wall,
am einstigen BurgenviertelZürch

DieWehranlagen gehören zu den ältestenbotanischen Gärten Deutschlands[24] und ziehen sich zwei Kilometer am Main entlang. DieAltstadt ist größtenteils von Ringanlagen umgeben. Neben weiteren Parks sind auchHauptfriedhof,Sachs-Stadion undCarus-Allee parkähnlich angelegt.

Zudem durchziehen grüne Bänder die bergige, nördliche Stadthälfte. Die Fläche der neunKleingartenanlagen beträgt 40,5 Hektar.[25] 25.000 Stadtbäume befinden sich an Straßen und in Parks.[26]

Tierparks

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Wildpark an den Eichen (seit 1966)

Der erste Tiergarten der Stadt eröffnete 1869 als Privatzoo amTeilberg. Er wurde 1879 in dieWehranlagen verlegt (Tiergarten an der Pfinz) und 1944 von Fliegerbomben teilzerstört.Bernhard Grzimek entwarf einen nicht realisierten Ausbauplan des Zoos, der ab 1949 verfiel.[27] Im Jahre 1966 wurde im Stadtwald derWildpark an den Eichen eröffnet und seitdem ständig erweitert, heute mit 500 Tieren auf 18 Hektar.

Weinbau

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In Schweinfurt wird seit über 1000 Jahren Weinbau betrieben.[28] Ein Kloster aus dem Elsass bestellte im 8. Jahrhundert Wein ausSuinuurde.[28] Im 19. Jahrhundert war Schweinfurt eine bedeutende Weinbau- und Weinhandelsstadt, 1802 mit etwa 320 Hektar Rebfläche. Große Bereiche des Stadtgebiets liegen auf einstigen Weinbergen. 1902 tauchte dieReblaus in Franken auf und traf den Schweinfurter Raum besonders hart.[29]

Seit den 1980er Jahren wird wieder an derPeterstirn in den historischenWeinlagenSchweinfurter Peterstirn undSchweinfurter Mainleite Weinbau betrieben, mit der LeitsorteSilvaner. Die Schweinfurter Weinberge sindgroßlagenfrei und gehören heute mit 3,54 Hektar bestockter Rebfläche (2017)[30] zum BereichVolkacher Mainschleife desFränkischen Weinbaugebietes. Der Weinbau hat für die örtliche Wirtschaft keine Bedeutung mehr, aber für die Kultur, die eigene Wahrnehmung und den Lebensstil der Bevölkerung (Gastronomie,Heckenwirtschaften,Weinfeste). Durch die Unterbrechung des Weinbaus Mitte des 20. Jahrhunderts blieben die Weinberge in und um Schweinfurt, im Gegensatz zumKitzinger undWürzburger Raum, vor der Zuordnung zu den umstrittenenGroßweinlagen, vor Massenwein und vor denFlurbereinigungen der 1970er Jahre verschont, bei denen die historischen Weinbergs-Strukturen zerstört wurden.

Siehe auch:Peterstirn, Weinbau undEinstiger Weinbau in Oberndorf

  • Weinbau in Schweinfurt
  • Weinbau am Kiliansberg, oberhalb des Mains, im Jahre 1847
    Weinbau amKiliansberg, oberhalb des Mains, im Jahre 1847
  • Weinbau an der Mainleite; heutige Weinberge (ocker), Weinberge bis Mitte des 20. Jh. (gelb), Weinberge in historischer Zeit (hellgrün)
    Weinbau an derMainleite;
    heutige Weinberge (ocker), Weinberge bis Mitte des 20. Jh. (gelb), Weinberge in historischer Zeit (hellgrün)

Wälder

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Holzlagerplatz im Stadtwald
im Hesselbacher Waldland

DasHesselbacher Waldland erstreckt sich bis in das nordöstliche Stadtgebiet. In diesem Bereich besitzt es dichte Bewaldung, die nur von Tälern mit schmalen Wiesengründen durchschnitten wird. Trotz der enggezogenen Stadtgrenzen liegen hier relativ ausgedehnte Wälder (Stadtwald undHospitalstiftung).Laubwald dominiert.

Zudem gehört im Süden ein kleinerer Teil desSchwebheimer Waldes (WaldabteilungSpitalholz) zum Stadtgebiet, mit völlig anderem Charakter: Er liegt 100 Meter tiefer, im brettflachen Tiefland südlich des Mains, wird von Seen umgeben und lag bis zum Bau desMaindeichs im Jahr 1969 imÜberschwemmungsgebiet, war also bis dahinAuwald. Neben Laubwald kommen dort auf sandigen Böden undFlugsanddünen auchKiefern vor.

Schutzgebiete

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NSGSaumain nähe derInnenstadt

Auf dem Stadtgebiet liegen ganz oder teilweise einNaturschutzgebiet, zweiLandschaftsschutzgebiete, zweiFFH-Gebiete und einGeotop.Siehe:

Klima

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Main-Eisgang an derBöckleinsinsel im Jahre 2012
Jährliche Niederschläge
in Schweinfurt

Schweinfurt besitzt gemäßigtesKontinentalklima, das sonst inWestdeutschland nirgends vorkommt, aber inOstdeutschland weit verbreitet ist; Schweinfurter undBerliner Klima-Eckdaten sind nahezu identisch. Dieses Klima ist gekennzeichnet durch wenigNiederschlag, warme Sommer und kalte Winter, die infolge derKlimaerwärmung seltener wurden.

Der geringe jährliche Niederschlag von 602 mm folgt aus der Lage imWindschatten des LandrückensRhönSpessart; vor der Klimaerwärmung lag er bei 570 mm, einem der niedrigsten Werte Westdeutschlands. Die höchsten Niederschlagsmengen weist der Sommer auf, insbesondere durch Hitzegewitter undStarkregen, weshalb das städtische Kanalnetz überdurchschnittlich stark dimensioniert wurde. Schweinfurt wurde 2015 mit 4,5 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer „Deutschlands Blitzhauptstadt“.[31] Mit 1665 Sonnenstunden (Mittelwert 2014–2018) liegt die Stadt im höheren Bereich.[32] Das Frühjahr zieht in Bayern als erstes im Maintal ein und ist hier sehr ausgeprägt (Baumblüte).

ImStadtklima wird derWärmeinsel-Effekt durch begünstigende topografische Faktoren abgemildert und ist wesentlich geringer als im benachbarten Würzburg. Schweinfurt liegt nicht in einemTalkessel, besitzt viel Stadtgrün und Gewässer und das Maintal verläuft parallel zurHauptwindrichtung West–Ost. Durch das Stadtgebiet verläuft eineKlimascheide (siehe:Promenaden, Strände und Wälder).

Stadtbild

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Altstadt

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Hauptartikel:Altstadt (Schweinfurt)

Schweinfurt ist trotz seiner Großindustrie eine historische undorganisch gewachsene Stadt. ImZweiten Weltkrieg wurde die Großindustrie zu 80 % und die Stadt zu 40 % zerstört.[33] Es gab, im Gegensatz zum benachbartenWürzburg, keinenFeuersturm. Die historischen Bauten blieben mehrheitlich erhalten und es war kein großflächigerWiederaufbau nötig. Die Altstadt überrascht mit sanierten Quartieren und Zeugnissenreichsstädtischer Vergangenheit.

Industriegebiete

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Klinkerbauten an der Hauptbahnhof­straße (FAG, zurSchaeffler AG)

Die Großindustrie liegt kompakt im Südwesten der Stadt, anHauptbahnhof und Main. Stadtbildprägend sind die Klinkerbauten der 1930er Jahre derNeuen Sachlichkeit, die nach den Kriegszerstörungen zu geschlossenen Straßenfronten teilrekonstruiert und ergänzt wurden (Bild siehe auch:Profanbauten undBundesrepublik Deutschland).

DasScheibenhochhaus der Deutschen Hauptverwaltung derSKF (1960–1962) von A. Kubitza imInternationalen Stil, am Main, wurde nach Vorbild desUNO-Hauptquartiers (1951) amEast River in New York geschaffen; auch die Leuchtreklame durch Fensterlicht. Die „UN“-Initialen waren nur einige Jahre zu sehen, während das SKF-Logo zu einem Wahrzeichen Schweinfurts wurde.[34]

Profanbauten

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DieRenaissance ist der prägende Stil bei öffentlichen Bauten der protestantischenReichsstadt. DieSchranne wurde 1560 als Kornspeicher errichtet. DasAlte Rathaus (1570–1572) gilt als Glanzleistung der profanen deutschen Renaissance. DasAlte Gymnasium (1582–1583) war von 1634 bis 1881 Domizil desGymnasium Gustavianum (Celtis-Gymnasium); dasZeughaus (1589–1591) war Waffenarsenal. Der Schrotturm (1611) ist ein vorgelagerter Treppenturm eines Renaissance-Bürgerhauses, der im 19. Jahrhundert um vier Geschosse zu einemSchrotturm erhöht wurde.[35]

DerSpätklassizismus ist mit zwei Villen in derRückertstraße und Villen in der südlichenNeutorvorstadt vertreten; derRundbogenstil(Bayerischer Klassizismus) mitStadtbahnhof (Bild siehe:Öffentlicher Verkehr) und alter Oberrealschule (heute Friedrich-Rückert-Schule). DerHistorismus ist in derLudwigsvorstadt aufzufinden, mit der Luitpoldstraße, einer (einstigen)Prachtstraße (Bild siehe:Königreich Bayern) und in derSchultesstraße (Bilder siehe:Altstadt, Jahrhundertwende und Gründerzeitstil) sowie bei Villen von Unternehmern amKiliansberg.

Museum Georg Schäfer (2000) mit Treppenhalle
Museum Georg Schäfer (2000) mit Treppenhalle
Kunsthalle Schwein­furt (2009) mit freige­legter Schanze (1648)
Kunsthalle Schwein­furt (2009) mit freige­legter Schanze (1648)

Mehrere bekannte Architekten des 20. Jahrhunderts wirkten in Schweinfurt, so der hier geboreneTheodor Fischer mit der Wirsing-Villa (1909). Nachvollziehbar ist der Werdegang des Erbauers desStuttgarter HauptbahnhofsPaul Bonatz, von der Friedenschule (Späthistorismus 1908), der Hauptverwaltung derFichtel & Sachs AG (Neues Bauen 1931–1933) bis zur Tribüne desSachs-Stadions (Neues Bauen 1936). Das erste größere WerkRoderich Ficks, eines Lieblingsarchitekten Hitlers, ist dasErnst-Sachs-Bad (1931–1933, seit 2009 Kunsthalle). VonLudwig Gies, dem Schöpfer des Bundesadlers imBonner Bundeshaus, stammt derReichsadler am Eingang des Sachs-Stadions und vonErich Schelling dasStadttheater (1966), das alsherausragendes Beispiel eines Theaterbaus der deutschenNachkriegsmoderne unter Denkmalschutz gestellt wurde.

DasMuseum Georg Schäfer (1998–2000) vonVolker Staab gilt als einer der hervorragendsten modernen, deutschen Museumsbauten,[36] mit seiner Treppenhalle nach Vorbild derAlten Pinakothek in München. Die gegenüberliegende Stadtbücherei (2004–2007) ist ein Um- und Ausbau desEbracher Hofs (1431/1575), mit neuem unterirdischen Basisgeschoss (Bild siehe auch:Bibliotheken). Sie bildet mit dem Hauptzollamt (2005–2007) ein Bauensemble, das vomDeutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main 2008 zu den24 besten Bauwerken Deutschlands gekürt wurde,[37] in einerSymbiose von Tradition und Moderne.[38] Bei derKunsthalle Schweinfurt (2008/2009) mit 500 m² großer Halle wurde der Innenhof für einen weiteren Ausstellungsraum unterkellert, wobei Reste derNaturheilschanze von 1648 integriert wurden.[39] Das Technologiezentrum vonFresenius Medical Care (2019) imHafen-West stammt vonGunter Henn, dem Architekten der WolfsburgerAutostadt und derGläsernen Manufaktur in Dresden.[40]

Kirchen

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Hauptartikel:Kirchen in Schweinfurt

St. Johannis ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, mit dreischiffiger,romanischerBasilika (um 1200), romanischem Brautportal (1240) undgotischemQuerhaus.St. Salvator imZürch (1317/1719) mit gotischem Chor (1412) und dieKreuzkirche inOberndorf (13. Jahrhundert/1940) gingen aus mittelalterlichenBurgkapellen hervor. DieHeilig-Geist-Kirche (1897–1902,Neuromanik)[41] gilt als Nachbau desSpeyerer Doms, einerBasilika mitWestriegel,Zwerggalerie undFensterrosette, jedoch nur einem Turm und nach Südosten gedrehtem Westriegel.St. Kilian (1954) besitzt eines der größten Kirchenfenster Deutschlands (250 Quadratmeter) vonGeorg Meistermann.Olaf Andreas Gulbransson schuf mit der unterDenkmalschutz gestelltenAuferstehungskirche amBergl (1959) sein Meisterwerk. Der Baustil vereintSichtmauerwerk,Ornamentik,Handwerk undModerne.

1 Burgkapelle
2Heimatschutzarchitektur
3 Wiederaufbau nach schweren Beschädigungen imZweiten Markgrafenkrieg

Denkmäler und Brunnen

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Hauptartikel:Denkmäler und Brunnen in Schweinfurt
Rossbändiger-Brunnen anKunsthalle

DasRückert-Denkmal (1890) auf demMarkt erinnert an den 1788 in Schweinfurt geborenen Dichter und OrientalistenFriedrich Rückert.

Tafel am Walzenwehr (MAN 1903)
Tafel am Walzenwehr (MAN 1903)

Ein Duplikat desGreat Beijing Wheel-Lagers, des nicht ausgeführten größten Riesenrads der Welt, steht vor demStadttheater. DasWalzenwehr-Denkmal an der Gutermann-Promenade zeigt die Kettenaufzugsvorrichtung des erstenWalzenwehrs der Welt vonMAN (1903).

DerAnker auf derSchleuseninsel ist eine Monumentalskulptur. DerLudwigsbrunnen (1830) zu Ehren desbayerischen Königs Ludwig I. steht an derMainleitenstraße. DerGedenkort für die Opfer der Zwangsarbeit (2011) ist ein 3 km langer ehemaliger Lagerweg inOberndorf am ehemaligen Zwangsarbeiterlager vonKugelfischer. DasDeutsch-amerikanische Luftkriegsdenkmal (1998) am Hochbunker am Spitalseeplatz ist das einzige Denkmal seiner Art in Deutschland. Es erinnert insbesondere an denBlack Thursday, den 14. Oktober 1943, als die Amerikaner über Schweinfurt ihre größte Luftniederlage erlitten (siehe:Nationalsozialismus).

Stadtmodell

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Seit 2015 befindet sich im Stadtschreiberhaus amMartin-Luther-Platz ein Stadtmodell, das Schweinfurt um das Jahr 1800 zeigt. Es soll bis zurPeterstirn auf 4,80 Meter Länge erweitert werden, das dann das historische Stadtgebiet mit einer Ausdehnung von zwei Kilometern abbildet.[42]

Geschichte

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Hauptartikel:Geschichte Schweinfurts

Kritik

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Doppelvilla von 1925 auf einemReihengräberfeld derMerowingerzeit in derStadtwüstung „Altstadt“. Die 1925 geborgenenScherben gingen ohne Aufzeichnungen verloren.[43]

Die Schweinfurter Geschichte bis zum Hochmittelalter ist wenig erforscht. Veröffentlichungen sind widersprüchlich und lassen wichtige Fragen offen. Es wurde der Vorwurf der Zerstörungarchäologischer Funde bei Bauarbeiten, unterbliebener fachmännischer Untersuchungen und mangelhafter Dokumentationen für den Zeitraum bis in die 1960er Jahre erhoben.[43] Schweinfurt hat keineUniversität, die wissenschaftliche Aufarbeitung blieb spärlich.

Übersicht

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Die deutsche Mittellage Schweinfurts an derMainlinie bestimmte die Geschichte und Kultur der Stadt. Diefränkische Region war frei von äußeren Einflüssen. Sie stand nie unterrömischer,napoleonischer oderpreußischer Herrschaft, war nieslawisch besiedelt und ist von ihrem Wesen her nicht bayerisch.

Franken zeichnete sich durch eine große Königs- bzw. Reichsnähe aus und bildete eines der Zentren desHeiligen Römischen Reiches. DerFränkische Reichskreis mit der ursprünglichen Nr. 1 konstituierte sich 1517 in Schweinfurt. Dieprotestantische Stadt war ein Zentrum derAufklärung, im scharfen Kontrast der umgebenden HochstifteWürzburg undBamberg, mitHexenverbrennungen bis ins 18. Jahrhundert.[44]

Überregionale politische Bedeutung besaß Schweinfurt lediglich vor 1000 Jahren, überregionale wirtschaftliche Bedeutung besitzt die Stadt seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Wirtschaftliche Krisen wie Aufschwünge traten hier früher und stärker als anderswo in Deutschland auf – die Stadt wurde zumFrühindikator.

Urgeschichte

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Fischerrain, ehem. Fischersiedlung; Funde ausHallstatt- undLatènezeit

Während der jüngsten Vereisungsphase, derWürm-Eiszeit, die um 10.000 v. Chr. endete, lag das Gebiet Schweinfurts in der Mitte des eisfreien, ca. 250 km breiten Korridors, zwischen dem alpinen und dem skandinavischenEisschild. Erste historische Zeugnisse befinden sich im VorortDittelbrunn, wo einmittelsteinzeitlicher Fund (um 10.000 v. Chr.) belegt ist. Innerhalb des heutigen Stadtgebietes lassen sich Siedlungsspuren seit 7500 Jahren (Beginn derJungsteinzeit) nahezu lückenlos nachweisen: Von derBandkeramischen Kultur[45] (5500 bis 5000 v. Chr.) mit einemLanghaus amKiliansberg[46] und zwei Langhäusern an derEselshöhe,[47] über dieStichbandkeramik[45] (4900 bis 4500 v. Chr.), weiteren Epochen der Jungsteinzeit (bis 2200 v. Chr.),[45] derUrnenfelderzeit[45] (1300 bis 800 v. Chr.), derHallstattzeit[45] (800 bis 450 v. Chr.) amFischerrain,[48] bis zurLatènezeit[45] (JüngererEisenzeit, 450 v. Chr. bis Jahr 0) an Kiliansberg[49][50] und Fischerrain.[48]

Eine Besiedlung durchKelten um 500 v. Chr. undGermanen[51] ist am Biegenbach, zwischen dem StadtteilBergl undGeldersheim, nachgewiesen.[51] Die älteste namentlich bekannte Siedlung auf dem heutigen Stadtgebiet ist die am Nordrand vonBellevue gelegene WüstungAffeltrach, am Ufer derWern. Der Name leitet sich wohl vomalthochdeutschen Wort fürApfelbaum,aphaltar, her.[52] Wahrscheinlich wurde das Dorf bereits in vorchristlicher Zeit von Germanen gegründet.[53]

Siehe auch:Suuinfurtero marcu, Urgeschichte

Frühmittelalter

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Schweinfurt (links) nach 1055. Bis 1003 erstreckte sich der Macht­bereich derMarkgrafen von Schweinfurt überNabburg bisCham

DieFranken besiegten dieThüringer 531 und überlagerten daraufhin die erste namentlich Schwein­furter Siedlung. Damit war dieChristianisierung verbunden, die inFranken Ende des 7. Jahrhunderts einsetzte (Kilianskirche).

Im Jahre 791 wurde Schweinfurt erstmals urkundlich imCodex Edelini desKlosters Weißenburg alsSuuinfurtero marcu erwähnt (siehe auch:Etymologie). Bereits vier Jahrzehnte zuvor waren an gleicher Stelle Besitzungen des Klosters erwähnt worden.[14] Jedoch gehen die Anfänge dieser dörflichen Siedlung, der sogenannten „Altstadt“, die einen halben Kilometer mainaufwärts derheutigen Altstadt lag, bereits auf das Jahr 650 zurück.[54]

DieMarkgrafen von Schweinfurt errichteten im 10. Jahrhundert ihreStammburg auf derPeterstirn, oberhalb des Mains und der „Altstadt“.[55] Bedeutung erlangte Schweinfurt bereits im Jahre 941 mit der NennungBertholds als erstes Glied der Markgrafen.[56] Er nahm eine wichtige Position im zentralen Reichsgebiet ein, demHerzogtum Franken. Berthold gab KönigOtto I. (regierte 936–973) gegen aufständische Stammesherzöge wertvolle Waffenhilfe. Als Dank erhielt Berthold von Otto die Grafschaften desVolkfelds- und desRadenzgaus sowie die Markgrafschaft desNordgaus, etwa die heutigeOberpfalz (siehe rechte Karte).[57] Dadurch waren er und ab 980 sein SohnHeinrich von Schweinfurt (genannt: „Hezilo“) die mächtigsten weltlichen Adeligen im heutigen Nordbayern, mit einer Kette von Burgen bis nachCham.[58]

Hezilo unterstützteHeinrich II. (regierte 1002–1024) bei der Königswahl und bekam dafür dieHerzogswürde vonBaiern zugesagt. Nach der Wahl löste Heinrich II. das Versprechen nicht ein. Darauf kam es 1003 zurSchweinfurter Fehde infolge der Hezilo seine dominierende Stellung verlor. Die Markgrafen mussten sich nun nahezu ganz auf ihren Stammsitz auf der Peterstirn zurückziehen. In Ostfranken war ein Machtvakuum entstanden, in dem Heinrich II. dasBistum Bamberg gründete, das 1007 von PapstJohannes XVIII. bestätigt wurde. Das Schweinfurter Adelsgeschlecht, mitJudith von Schweinfurt als sagenumwobener und bis heute in der Stadt populärer Figur, starb nachOtto von Schweinfurt im Mannesstamm aus.

Hochmittelalter

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Johanniskirche, ursprüng­lich eineKirchenburg, mit Brauttor (Romanik, 1240)

Das wohl als Sühnestiftung wegen der Erhebung Hezilos gegen Heinrich II. von Hezilos Mutter Eila 1003 auf der Peterstirn gegründete Nonnenkloster (späterBenediktinerkloster) verwahrloste und gelangte 1112 mit der „Altstadt“ als Erbe in den Besitz desHochstifts Eichstätt.[55]

Die heutige Altstadt entstand im 12. Jahrhundert,[56] in der Zeit derStaufer,[49] wovonSt. Johannis als ältestes, erhaltenes Gebäude der Stadt zeugt, ursprünglich eineKirchenburg. Die Stadt wurde einen halben Kilometer westlich der „Altstadt“ und östlich des zunächst weiterhin eigenständigenFischerrains errichtet. Hierzu gibt es zwei Ansichten, die einer allmählichen Verlagerung der „Altstadt“ oder die einerGründungsstadt, in Konkurrenz zur „Altstadt“, durch KaiserFriedrich I. Barbarossa (regierte 1152–1190) alsCivitas Imperii (Reichsstadt), unter Verwendung von vorhandenemKrongut.[55] Die Stadtplanung nach den Prinzipien der Staufer und der klassische,mittelalterliche Stadtgrundriss mit Straßenkreuz sprechen für eine Gründungsstadt (siehe:Altstadt, Baugeschichte). Bis 1524 waren alle Bewohner aus der „Altstadt“ übergesiedelt, die danach verfiel.[59]

Im Kampf um die Vorherrschaft Mainfrankens zwischen denHennebergern und demBischof von Würzburg wurde die Stadt zwischen 1240 und 1250 zerstört(Erstes Stadtverderben). In einem Brief KönigWilhelms vom 9. Januar 1254[14] heißt es, Schweinfurt sei früher Reichsstadt gewesen („...Swinforde, que olim imperii civitas fuerat“). Es bleibt unklar, ob jemals der Stadt Rechte entzogen wurden oder ob nur auf die Zerstörung Bezug genommen wird. Jedoch ist dieser Brief der erste urkundliche Nachweis von Schweinfurt als Reichsstadt und somit auch als Ort mitStadtrecht.[14] Auch wird nicht ausgeschlossen, dass dasErste Stadtverderben noch in der „Altstadt“ stattfand, die dann bereits Reichsstadt gewesen sein müsste.[54] Von derAlten Reichsburg östlich der „Altstadt“ wird auch die Eigenart Schweinfurts als Reichsstadt abgeleitet.[54]

Spätmittelalter

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Stadtmauer an der einstigenHennebergischen Reichsburg

1282 wurde Schweinfurt vonRudolf von Habsburg (regierte 1273–1291) alsReichsstadt bestätigt.[59] Jedoch bereits 1309 verpfändete KönigHeinrich VII. Schweinfurt an den Grafen von Henneberg, worauf 1310 im Zürch dieHennebergische Reichsburg errichtet wurde. Im Jahre 1354 erwarb der Bischof von Würzburg eine Hälfte der Pfandschaft. In den Jahren 1361 und 1362 löste Schweinfurt selbst eine Hälfte der Pfandschuld ein und erhielt dafür von KaiserKarl IV. wertvollePrivilegien (Gerichtshoheit, Verpfändungsfreiheit u. a. m.). Schweinfurt war wiederreichsunmittelbar. In den Jahren 1385 und 1386 löste die Stadt die zweite Hälfte der Pfandschuld ein und trat demSchwäbischen Städtebund bei. Im Jahre 1397 erteilte KönigWenzel der Stadt wertvolle Privilegien zur Nutzung des Mains.[60]

Im Jahre 1436 wurdeOberndorf erworben.[55] Im Jahre 1437 konnten aufgrund guter wirtschaftlicher Entwicklung zudem die Besitzungen desDeutschen Ordens mit dem Dorf Altstadt, der Burg Peterstirn und den DörfernZell undWeipoltshausen mit allenvogteilichen Rechten erworben werden. Die Bürger dieser Orte erhielten keinBürgerrecht, sondern warenBeisassen.[55] Im Jahre 1437 begann die inzwischen notwendig gewordeneStadterweiterung.[61]

Frühe Neuzeit

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Im Jahre 1542 schloss sich Schweinfurt derReformation an. 1609 trat die Stadt derProtestantischen Union bei.[41]

ImZweiten Markgrafenkrieg wurde Schweinfurt 1553 durch MarkgrafAlbrecht Alcibiades vonBrandenburg-Kulmbach erstmals besetzt.[60] Infolge des Kriegs wurde die Stadt 1554 geplündert und in Brand gesetzt. Dies ging alsZweites Stadtverderben in die Schweinfurter Geschichte ein. Der Wiederaufbau der Stadt zog sich bis 1615 hin. In dieser Form blieb die Altstadt bis ins frühe 19. Jahrhundert fast unverändert.[62]

Reichsstadt Schweinfurt (im Territorium von 1620–1802)
und umgebende Gebiete
  • Reichsstadt Schweinfurt (evang.)
  • Reichsdörfer (evang.)
  • Reichsritterschaften (evang.)
  • Grafen von Schönborn (kath.)
  • Deutscher Orden (Brönnhof)
  • Hochstift Würzburg (kath.)
  • Nach dem Erwerb derExklaveMadenhausen im Jahre 1620 umfasste das Territorium derReichsstadt Schweinfurt 53 km²,[55] das von Südwesten bis nach Nordosten eine Ausdehnung von 17 Kilometern hatte.

    ImDreißigjährigen Krieg (1618–1648) öffnete die Reichsstadt 1631 dem schwedischen KönigGustav II. Adolf (regierend 1611–1632) ihre Tore.[63] Die schwedische Zwischenregierung endete 1634, danach wurde Schweinfurt für über zwölf Jahre von kaiserlichen Truppen besetzt.[64] Im Jahre 1647 eroberten schwedische Truppen unter einigen Schäden die Stadt,[65] die ansonsten den Dreißigjährigen Krieg schadlos überstand. Der schwedische GeneralfeldmarschallCarl Gustaf Wrangel hatte in Schweinfurt 1647/48 sein Hauptquartier und baute dieStadtmauer in eine moderne Befestigungsanlage mit vorgelagertenSchanzen aus.

    Siehe auch:Schweinfurter Stadtbefestigung und Ringanlagen

    Geplante Universität

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    Gustav Adolf II. wollte in Schweinfurt, als protestantischen Gegenpol zurUniversität Würzburg, eine vomkatholischenDogmatismus befreite, allein derWissenschaft verpflichteteUniversität gründen. Zur Finanzierung nahm er im Dreißigjährigen Krieg demHochstift Würzburg 18 Ortschaften weg und schenkte sie 1632 der Reichsstadt. Das Vorhaben wurde durch seinen Tod in derSchlacht bei Lützen und durch das Ende der örtlichen schwedischen Herrschaft 1634 vereitelt, die 18 Orte mussten wieder zurückgegeben werden.

    Geistiges Leben

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    DieLateinschule wurde im 13. Jahrhundert gegründet, aus der berühmteHumanisten hervorgingen:Konrad Celtis (1459–1508), 1493 zum ersten deutschenpoeta laureatus gekrönt;Johannes Cuspinian (1473–1529), 1500 Rektor derUniversität Wien undJohannes Sinapius (1502–1560), 1534 Professor der Medizin an derUniversität Ferrara.Olympia Fulvia Morata (1526–1555) ausFerrara scharte in Schweinfurt einen Kreis humanistisch gebildeter Freunde um sich und wurde als neueSappho gepriesen.[55] Im Jahre 1632 wurde das Gymnasium Gustavianum gegründet und 1652 die heutige Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (siehe:Gründungsort der Leopoldina).

    • Schweinfurt in der frühen Neuzeit
    • Älteste bekannte Stadtansicht und einzige vor dem sog. Zweiten Stadtverderben von 1554, Cosmographia von S. Münster (1550)
      Älteste bekannte Stadtansicht und einzige vor dem sog.Zweiten Stadtverderben von 1554,Cosmographia vonS. Münster (1550)
    • Stadtansicht von Matthäus Merian am Ende des Dreißigjährigen Kriegs, in dem die Stadt nahezu unversehrt blieb (1648)
      Stadtansicht vonMatthäus Merian am Ende des Dreißigjährigen Kriegs, in dem die Stadt nahezu unversehrt blieb (1648)
    • Stadtplan von M. Merian (1656)
      Stadtplan von M. Merian (1656)
    • Gymnasium Gustavianum (1634–1881)
      Gymnasium Gustavianum (1634–1881)

    Industrialisierung

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    Hauptartikel:Schweinfurter Industriegeschichte

    Die Chemische- und Farbenindustrie machte 1770 den Anfang der umfassenden Industrialisierung der Stadt, mit der Errichtung der Wolf’schenBleiweißmühle, die 1780 zur Bleiweißfabrik ausgebaut wurde.[66] 1777 nahm Johann Martin Schmidt die Produktion von Bleiweiß auf.[60] Danach entstanden fabrikähnliche Anlagen an derBellevue und im benachbartenNiederwerrn.[67][66]

    Königreich Bayern

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    Militärlager imDeutschen Krieg 1866 an derPfinz
    Soldaten ziehen imErsten Weltkrieg über dieMaxbrücke

    DerReichsdeputationshauptschluss schlug Schweinfurt 1802 zuBayern. Infolgedessen verlor die Stadt ihreReichsfreiheit sowie die Hälfte ihres Territorium, da die zu ihr gehörenden Dörfer ausgegliedert wurden. Die kurze Zugehörigkeit zumGroßherzogtum Würzburg ab 1810 blieb eine folgenlose Episode. Durch denWiener Kongress fiel die Stadt 1814 endgültig an das 1806 gegründeteKönigreich Bayern. Nach der reichsstädtischen Misswirtschaft Ende des 18. Jahrhunderts[68] erwies sich dies ökonomisch und bezüglich einer zeitgemäßen Stadtentwicklung als vorteilhaft.

    Im Jahre 1852 erfolgte mit der Eröffnung derLudwigs-Westbahn vonBamberg zumStadtbahnhof der Anschluss an das Eisenbahnnetz,[69] 1874 wurde 2,5 Kilometer weiter westlich derHauptbahnhof im damals noch selbständigenOberndorf alsCentralbahnhof errichtet. Die Gründung desDeutschen Reichs (1871) war aufgrund der bayerischenReservatrechte für die Entwicklung der Stadt von geringer Bedeutung, dieBayerische Eisenbahnverwaltung blieb bestehen. 1884 eröffneteLeonhard Tietz in derSpitalstraße seine zweite Filiale Deutschlands (Vorläufer der WarenhausketteKaufhof). Um dieJahrhundertwende begann der Aufschwung der örtlichen, metallverarbeitenden Industrie und es entstandenGründerzeitviertel. DieSchweinfurter Straßenbahn verband alsPferdebahn und erste kommunaleStraßenbahn Bayerns von 1895 bis 1921 den Hauptbahnhof mit dem Stadtzentrum. Die modernen Fahrrad-Komponenten wurden um 1900 in Schweinfurt erfunden, und damit das moderne Fahrrad (siehe Artikel-Einleitung).

    1 Empfangsgebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach weiter westlich wieder aufgebaut
    2 Im Zuge desStadtumbaus-West um 2000 abgebrochen

    Siehe auch:Innenstadt, Industriegeschichte;Nordöstlicher Stadtteil, Industriegeschichte;Nördlicher Stadtteil, Industriegeschichte

    Weimarer Republik

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    Fritz Soldmann hält am 9. Novem­ber 1918 zur Novemberrevolution amZeughausplatz eine Ansprache
    Adolf Hitler (links der Mitte) 1932 am Schützenplatz an der Deutschhöfer Straße

    Bei der Ermordung des ersten bayerischen MinisterpräsidentenKurt Eisner im Februar 1919 entging dessen MitarbeiterBenno Merkle und spätere Schweinfurter Oberbürgermeister (MSPD, 1920–1933) knapp den Schüssen. Nach Ausrufung derMünchner Räterepublik im April 1919 durch den „Arbeiter- und Soldaten-Rat“ (ASR) wurde der Schweinfurter GewerkschafterFritz Soldmann „Volksbeauftragter des Inneren“ und forderte per Telegramm die Stadt auf, sich der Räterepublik anzuschließen. Auf derMaininsel Bleichrasen waren tausende Menschen bei der Ausrufung dabei. In der Stadt kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen mit einigen Toten. Die ASR nahm nachts einen Panzerzug unter Feuer und beschoss vomOberndorfer Wasserturm denHauptbahnhof. „Die Arbeiterhochburg am Main war einige Tage lang sowjetisch.“[70]

    Im Jahre 1929 wurde die deutscheWälzlagerindustrie in einemKartell unter Führung der schwedischenSKF sowie vonErnst Sachs (Fichtel & Sachs AG) undGeorg Schäfer (Kugelfischer) neu geordnet, was sich für den Standort Schweinfurt als Weichenstellung erwies. Sachs verkaufte seine Wälzlagersparte (Werk 1 an der Schrammstraße, siehe oberes rechtes Bild) an die SKF, die bereits seit 1925 eine aggressive Expansionsstrategie verfolgte. SKF erwarb zudem die SchweinfurterFries & Höpflinger AG, die mit der erweiterten SKF zu den Vereinigten Kugellagerfabriken (VKF, ab 1953 SKF) verschmolzen wurde. VKF beherrschte 80 % des deutschen Marktes. Einziger verbliebener deutscher Konkurrent war Kugelfischer. Die deutsche Wälzlagerindustrie wurde nun komplett von Schweinfurt aus gesteuert.

    Anfang der 1930er Jahre warAdolf Hitler in der von derSPD dominierten Arbeiterstadt nicht sehr beliebt. Zu seinem zweiten Besuch in der Stadt 1932 kamen nur etwa 9000 Menschen, während ihn zuvor inCoburg über 70.000 gehört hatten.[71]

    „...die fünf Luxusautos, die ihn und seinen Stab enthielten, waren mit fürchterlichem Pfui und Niedergeschrei zugedeckt worden. […] Am Obertor fuhren die Begleitwagen des Hitlerautos dicht an den Bürgersteig heran und die Lümmel darin schlugen mit Reitpeitschen und Stahlruten auf die Passanten ein. Aus einem Wagen heraus fiel sogar ein Schuß, der aber sein Ziel verfehlte. […] Hitler sah Schweinfurt und Schweinfurt sah ihn. Beide werden voneinander nicht entzückt gewesen sein. Denn so „herzlich“ wie Hitler hier empfangen wurde, empfängt ihn nicht jede Stadt.“ (Fränkischer Volksfreund)[72]

    Nationalsozialismus

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    Luitpoldstraße im November 1933

    Auf die wirtschaftlicheDepression folgte ab 1934 ein Wirtschaftsaufschwung.Er wurde zunächst vonArbeitsbeschaffungsprogrammen getragen und dann von derAufrüstung der Wehrmacht. Die Mitarbeiterzahl der metallverarbeitenden Unternehmen in Schweinfurt stieg bis 1939 auf 20.700 an. Weitläufige, moderne Industrie- und Wohnanlagen, dasWilly-Sachs-Stadion und Kasernen entstanden.

    11. April 1945: Kriegsende in Schweinfurt. Einzug der Amerikaner. Ein US-Panzer im Westen der Stadt

    Als derZweite Weltkrieg begann (1. September 1939), war Schweinfurt von einem Bauboom geprägt. Teile der Produktion wurden in andere Orte verlegt. DieWälzlagerindustrie war eineSchlüsselindustrie für den Panzerbau und den Flugzeugbau. LautAlbert Speer wäre bei Ausfall der Schweinfurter Industrie der Krieg in zwei Monaten zu Ende gewesen,[73] weshalb die Stadt die besteLuftverteidigung Deutschlands besaß. In 22 Luftangriffen[74] wurde die Stadt zu 40 % und das Industriegebiet zu 80 % zerstört, was alsDrittes Stadtverderben in die Geschichte einging. Es entstand keinFeuersturm. Beim ersten Angriff auf Schweinfurt, am 17. August 1943, wagten sich dieUnited States Army Air Forces (USAAF) im Rahmen derOperation Double Strike in eine von denBritischen Inseln weit entfernte Zone und erlitten bereits große Verluste[75] (siehe auch:Videos). Beim zweiten Großangriff am 14. Oktober 1943 erlitt sie die größte Luftniederlage ihrer Geschichte(Black Thursday). Unter den Bomberbesatzungen gab es 600 Todesopfer,[76] etwa halb so viele, wie unter der deutschen Zivilbevölkerung in allen Luftangriffen zusammen. Die Luftangriffe der USAAF auf deutsche Städte wurden daraufhin zwei Monate unterbrochen.[77]

    Am 11. April 1945 marschierten US-Truppen in Schweinfurt ein. OberbürgermeisterLudwig Pösl organisierte keinen Widerstand und übergab die Stadtverwaltung an dieUS-Armee.[78] Zwei Kasernen wurden besetzt und schließlich dieUS-Heeresgarnison Schweinfurt gegründet.

    • Schweinfurt im Zweiten Weltkrieg
    • 17. August 1943: eine Boeing-B-17-Formation beim ersten Angriff auf Schweinfurt
      17. August 1943: eine Boeing-B-17-Formation beim ersten Angriff auf Schweinfurt
    • Plan zum Luftangriff am 14. Oktober 1943: Black Thursday der United States Army Air Forces
      Plan zum Luftangriff am 14. Oktober 1943:Black Thursday derUnited States Army Air Forces
    • Overlord-Plan Juni 1944: Schweinfurt war das einzige primäre Angriffsziel in Bayern
      Overlord-Plan Juni 1944: Schweinfurt war das einzige primäre Angriffsziel in Bayern
    • Luitpoldstraße nach einem Bombenangriff
      Luitpoldstraße nach einem Bombenangriff

    Bundesrepublik Deutschland

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    ImKalten Krieg hatte derSchweinfurter US-Standort die höchste Konzentration von US-Kampf-Einheiten in der Bundesrepublik Deutschland.[79]

    PrototypSachs 1 für ein nicht realisiertes City-Auto (1973–76)

    Unter OberbürgermeisterGeorg Wichtermann (SPD, 1956–1974) regierte die SPD mit absoluter Mehrheit. Die Großindustrie boomte, Schweinfurt erlangte in Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad, ab 1960 wurdenGastarbeiter angeworben. Neue Wohnstadtteile entstanden und 1958 wurde das großzügig angelegte Sommerbad eröffnet. Mit dem „Sprung über den Main“ 1963 entstanden der neueHafen, die Industrie- und Gewerbe-StadtteileHafen-West undHafen-Ost, dieHahnenhügelbrücke und das Schweinfurter Kreuz (A 70 /B 286). 1971 wurde die heutigeTechnische Hochschule Würzburg-Schweinfurt eröffnet.

    Erste seriengefertigteInlineskates der WeltSpeedy vonSKF (1978)

    In die Amtszeit von OberbürgermeisterKurt Petzold (SPD, 1974–1992) fielenÖlkrise undRezessionen, mit Stellenabbau in der örtlichen Großindustrie, die neue Märkte suchte.SKF entwickelteSkateboards (Calypso 1977) undInlineskates (Speedy 1978)[80] undFichtel & Sachs das Mikro-Blockheizkraftwerk und dasSachs 1 City-Auto (1973–76). 1979 begann dieAltstadtsanierung. 1981 wurde dasLeopoldina-Krankenhaus und 1990 dasGemeinschaftskraftwerk Schweinfurt eröffnet.[81]

    MitGudrun Grieser (CSU, 1992–2010) gelang es der CSU erstmals, den Oberbürgermeister zu stellen. 1992 wurde Schweinfurt infolge derGlobalisierung deutsche Krisenregion, mit großem Stellenabbau in der Großindustrie. Die Arbeitslosenquote stieg auf 19,8 Prozent. Jedoch begleitete der bayerische MinisterpräsidentEdmund Stoiber (CSU) den Machtwechsel wohlwollend und Teile desBayerischen Landessozialgerichts und desBayerischen Landesamtes für Statistik wurden vonMünchen nach Schweinfurt verlegt. Durch denStrukturwandel, mit Tausenden neuen Arbeitsplätzen in der Industrie und imDienstleistungsbereich, stieg die Zahl der Arbeitsplätze relativ schnell wieder auf einstige Werte an. Unter Grieser wurden viele, z. T. in der Architekturwelt beachtete Projekte verwirklicht. So der neueIndustrie- und Gewerbepark Maintal (ab 1995), dasMuseum Georg Schäfer (2000), das Konferenzzentrum Maininsel (2004), die Stadtbücherei imEbracher Hof (2007), dieStadtgalerie Schweinfurt (2009) und dieKunsthalle Schweinfurt (2009).

    Unter OberbürgermeisterSebastian Remelé (CSU, ab 2010) verlor die CSU wieder ihre langjährige Dominanz. 2014 wurde die großeUS-Heeresgarnison Schweinfurt aufgelöst (siehe:Amerikaner in Schweinfurt). Im Rahmen derUS-Konversion initiierte der Präsident derFHWS Dr.Robert Grebner denCampus Ledward und es entsteht der StadtteilBellevue, bei dem der Abbruch von 500 Bestands­wohnungen auf Kritik stieß (siehe:Bellevue, Kritik). DasStadttheater wird saniert und erweitert. Die Amtszeit Remelés wurde von aufgeschobenen (Maxbrücke, Kulturforum) und gescheiterten Projekten (Landesgartenschau, Bürgerpark, Klimadorf) sowie Skandalen städtischer Mitarbeiter überschattet.[82][83] 2025 geriet die Stadt in eine dramatische Finanznot.[84]

    Bevölkerung

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    Einwohnerentwicklung

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    Einwohnerentwicklung Schweinfurts nach nebenstehender Tabelle (ohneZweitwohnsitze)

    1939 hatte Schweinfurt 50.000 Einwohner. Anfang der 1960er Jahre rechnete man für das Jahr 2000 mit einem Zuwachs, ohneEingemeindungen, auf 95.000 Einwohner. Doch bereits um 1970 wurde der bisherige Höchststand mit nur 58.500 Einwohnern erreicht. Während danach nahezu alle anderen deutschen Städtedemografisch bedingte Einwohnerabnahmen durch Eingemeindungen ausgleichen konnten, gab es in Schweinfurt keine Eingemeindungen (Gründe siehe:Keine Eingemeindungen bei Gebietsreform), wodurch die Einwohnerzahl bis 1987 auf 52.000 absank. Danach stieg sie bis 1996 durch Zuzug vonSpätaussiedlern wieder auf rund 56.000 an. Da die Stadt Schweinfurt trotz hoher Nachfrage keine neuenBaugebiete auswies, sank die Einwohnerzahl 2014 auf einen Tiefstand seit 1950 von unter 52.000.

    In den Einwohnerstatistiken sind die zwischen 1945 und 2014 stationierten Soldaten und Angehörigen derUS-Heeresgarnison Schweinfurt, mit zeitweise bis zu 12.000 Menschen, nicht enthalten. In einigen statistischen Bezirken im Westen der Stadt, mit hohenMigrantenanteilen, gab es in neuerer Zeit stärkeres Einwohnerwachstum.

    Eingemeindungen

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    Oberndorf

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    Oberndorfer Wasserturm amBergl. Er wurde nie benutzt und nur gebaut, um die drohende Eingemeindung Oberndorfs zu verhindern

    Nur ein Ort wurde nach Schweinfurteingemeindet.Oberndorf, das bereits von 1436 bis 1802 zurReichsstadt Schweinfurt gehörte, wurde 1919 eingemeindet, als es bereits mit der Stadt verschmolzen war.[85] Es kamen dadurch 8,18 km² mit 3.886 Einwohnern zur Stadt hinzu.[86] Den Ausschlag gab die örtliche Großindustrie, die zum größten Teil auf Oberndorfer Gemeindegebiet lag. Auch derHauptbahnhof und der westliche Teil derInnenstadt-West liegen auf OberndorferGemarkung. Oberndorf konnte die Wasserversorgung der Großfirmen nicht mehr gewährleisten. Um die drohende Eingemeindung abzuwenden, ließ das Dorf 1911/12 einen Wasserturm errichten. Das sehr harte Wasser lehnte die Großindustrie jedoch wegen hoher Verkalkungsgefahr ab.[87]

    Keine Eingemeindungen bei Gebietsreform

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    Bei derBayerischen Gebietsreform der 1970er Jahre stellte Schweinfurt einen Ausnahmefall dar. Im Gegensatz zu allen anderen vergleichbaren Städten wurden keine Vororte eingemeindet. Zeitzeugen aus CSU, SPD und der Stadtverwaltung nennen als Grund vordergründiges, politisches Denken. Die Eingliederung vonDittelbrunn,Niederwerrn undSennfeld war vorbereitet und wurde storniert. Recherchen desSchweinfurter Tagblatts stießen auf den damaligen StaatssekretärErwin Lauerbach alsStrippenzieher.[88][89]

    Am 1. Mai 1978 mussteGrafenrheinfeld lediglich ein 2 km² großes, unbesiedeltes Gebiet an Schweinfurt als Raum für seine industrielle Entwicklung abtreten. Dort entstand der Industrie- und GewerbeparkMaintal.

    Das großindustrielle Zentrum wurde zur flächenkleinstenkreisfreien Stadt Deutschlands, mit der Fläche des VorortsGrettstadt. Die Stadt- undKreisgrenze läuft willkürlich durch denHafen-Ost und zerschneidet dort Straßen und ein Grundstück.[90] In neuerer Zeit werden die Gebietsreform und deren Folgen für die Stadt wieder diskutiert.[89]

    Stadtgliederung

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    In kommunalrechtlich-administrativer Hinsicht gibt es keineStadtgliederung, was für bayerische Städte unter 100.000 Einwohnern nicht verpflichtend ist. Füramtlich-statistische Zwecke wurde das Stadtgebiet in 15 Stadtteile (Blaulinks auf unterer Liste) und 25 statistische Bezirke eingeteilt.[91]

    Stadtteile der Stadt Schweinfurt
    Stadtteile der Stadt Schweinfurt
    Stadtgliederung und Sozialstruktur (mit Zweitwohnsitzen)
    Nr.Name des statistischen BezirksEinwohner
    31. Dezember 2022[92]
    Ausländer
    (%)[92]
    Doppelstaatler1
    (%)[92]
    11Altstadt289830,58,7
    12Innenstadt-West476040,414,3
    13Innenstadt-Nord446432,413,9
    21Bergl917026,225,2
    22Musikerviertel376835,818,1
    31Nordwestlicher Stadtteil352329,615,0
    32Gartenstadt303111,914,2
    33Nördlicher Stadtteil317821,517,2
    34Haardt177914,115,8
    35Eselshöhe24776,515,3
    41Hochfeld/Steinberg507312,413,4
    42Nordöstlicher Stadtteil265910,211,2
    43Deutschhof-Süd18289,828,1
    44Deutschhof-Mitte148817,328,7
    45Deutschhof-Ost93212,425,9
    46Deutschhof-Nord9087,916,2
    47Deutschhof-Zeilbaum7245,013,3
    51Hafen-Ost[93]25313,85,9
    52Hafen-West[94]1127,30,0
    54Maintal450,025,0
    61Oberndorf-Süd109915,712,1
    62Oberndorf-Mitte138420,514,5
    Nicht zuzuordnen3579,8-,-
    Schweinfurt insgesamt[92]55.76822,617,1

    1 Der Anteil derDoppelstaatler bezieht sich nicht auf Personen mit zwei ausländischen Pässen, sondern nur auf Personen mit einem deutschen und einem ausländischen Pass.

    Kulturelle Prägung

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    Fränkischer Bauernhof inOberndorf

    Trotz deutscher Mittellage an derMainlinie istMainfrankenethnisch und kulturellsüddeutsch geprägt. Es liegt im Bereich desOberdeutschen und im Verbreitungsgebiet des GrußesGrüß Gott, man feiert Fasching statt Karneval und spieltSchafkopf stattSkat.

    Die Landkreise um Schweinfurt haben den niedrigsten Anteil vonMigranten Westdeutschlands. DasSchweinfurter Land ist ein Zentrumfränkischer Tracht und fränkischen Brauchtums (siehe:Umgebung), mit der fürFranken typischen Mischungprotestantischer undkatholischer Orte.

    Im scharfen Gegensatz dazu steht diemultikulturell geprägte SchweinfurterKernstadt, mit einer Bevölkerung mit 45 %Migrationshintergrund (bundesweit 26 %,[95] Berlin 36 %) und 128 Nationalitäten.[96]

    Westliches Gründerzeitviertel, ein türkisch geprägtes Innenstadtviertel

    Die Bevölkerung der einstmals rein protestantischen Stadt wurde durch fünf größere Zuzugswellen geprägt. Seit derGründerzeit zog die örtliche Großindustrie die umgebende, vorwiegend katholische Landbevölkerung als Arbeiter an. Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die Stadt vielenVertriebenen, insbesondere aus demSudetenland, eine neue Heimat. Seit den 1960er Jahren warb die boomende Großindustrie vieleGastarbeiter an. In den 1980er Jahren kamen etwa 5000Russlanddeutsche alsSpätaussiedler und schließlich ab 2015Asylsuchende nach Schweinfurt. Durch die erste Zuzugswelle entstand der hohe katholische, durch die vierte der orthodoxe und durch die dritte und fünfte der relativ hohe muslimische Bevölkerungsanteil (siehe:Religionen). Dazu kamen bis 2014 noch 12.000 US-Amerikaner, die nicht statistisch erfasst wurden (siehe:Amerikaner in Schweinfurt). Bis 2014 besaß die Stadt eine in Deutschland beispiellos vielfältige, multikulturelle Bevölkerung (siehe auch:Subkulturelle Szene undDiskotheken).

    Seit den 1970er Jahren zog, im Vergleich zu anderen Städten, überdurchschnittlich viel SchweinfurterBürgertum in die Vororte, aufgrund der eng gezogenen Stadtgrenzen (siehe:Keine Eingemeindungen bei Gebietsreform), was den Migrantenanteil in der Stadt weiter erhöhte. DerSpeckgürtel blieb dadurch komplett außen vor, mit weitreichenden, negativen Folgen für die städtischen Finanzen. In denGründerzeitvierteln kam es zu Entwicklungen, wie sonst meist nur in Metropolen, mitSegregation, vonEthnizität geprägtenKiezen und seit den 2010er Jahren an einigen Orten mitGentrifizierung.

    Sprache

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    Hauptartikel:Schweinfurter Dialekt
    Ostfränkische Subdialekte

    In Schweinfurt wirdUnterostfränkisch gesprochen, das weit mehr Ähnlichkeit mit dem bis nach Frankreich (nördlichesElsaß) reichendemSüdfränkisch besitzt, als mit demBairischen. Ein auffälliger Unterschied desSchweinfurterischen zum Unterostfränkischen ist die Verkleinerungsform in der Pluralbildung, mit der Endunglich stattli; z. B.Häuslich stattHäusli (Häuschen). Heute ist der Schweinfurter Dialekt innerhalb der Stadt seltener zu hören und auch früher wurde er hier weniger ausgeprägt gesprochen, als im Umland als Sprache der einfacheren Leute, Arbeiter und Bauern.

    Unter jungen Leuten wird heute die Sprache in Schweinfurt neben medial geprägten Sprachgewohnheiten durch den hohen Migrantenanteil beeinflusst, wodurch sich hier die Umgangssprache in neuerer Zeit stark veränderte.

    Amerikaner in Schweinfurt

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    Hauptartikel:US-Heeresgarnison Schweinfurt

    Die 2014 aufgelöste US-Heeresgarnison (USAG) Schweinfurt wurde infolge der Schließung vieler andereramerikanischer Militärstandorte in Deutschland Anfang des 21. Jahrhunderts zu einem der größten US-Standorte Europas, mit bis zu 12.000 Amerikanern (Soldaten und Zivilisten). Die USAG Schweinfurt baute im Laufe der Zeit eine zivile Infrastruktur auf, die der einer amerikanischen Kleinstadt entsprach (sog.Little America).

    Jill Biden 2009 in Schweinfurt zum Amerikanischen Unabhängigkeitstag

    Infolge der Aufhebung der Wehrpflicht 1973 bekam der US-Standort einen zivileren Charakter. Mit den Berufssoldaten kamen viele Familienangehörige und zivile Angestellte, sodass nun die Soldaten in der Minderheit waren. Zudem machte sich auch in Schweinfurt der soziale Wandel in den USA bemerkbar, hin zu einermultikulturelleren Gesellschaft, mit mehrAfroamerikanern,Latinos und Asiaten, man hörte auch Spanisch. Im Laufe der Zeit entstand eine deutsch-amerikanische Szene, zu erwähnen ist hier u. a. der Schweinfurter JazzmusikerEd Sperber (siehe auch:Subkulturelle Szene).

    Die erste große Umstrukturierung derUS-Streitkräfte in Deutschland wurde 2014 mit der Auflösung des Standorts Schweinfurt abgeschlossen. Es leben auch heute noch amerikanische Staatsbürger in und um Schweinfurt(German Overseas), u. a. alsReserveoffiziere, Sportler und Rentner.[97]

    Die großen, einstigen US-Areale in der Stadt und imLandkreis Schweinfurt stehen seit 2014 für dieStadtentwicklung zur Verfügung; siehe:Carus-Park,Campus Ledward,Bellevue,Yorktown Village,Kessler Field undConn Barracks (u. a.Blue Swan).

    Siehe auch:Liste zur US-Konversion Schweinfurt

    Religionen

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    Konfessionsstatistik

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    Gemäß derVolkszählung 2011 waren (Stand 9. Mai 2011) 41,6 % der Einwohner katholisch, 28,8 % evangelisch und 29,6 % warenkonfessionslos, gehörten einer anderenGlaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[98] Der Anteil der Katholiken und Protestanten an der Gesamtbevölkerung ist seitdem beträchtlich gesunken. Mit Stand 31. Dezember 2024 waren 28 % der Einwohner katholisch, 18 % evangelisch und 54 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[99]

    Evangelische Landeskirche

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    Evangelische HauptkircheSt. Johannis (erb. ab 1200)

    Schweinfurt schloss sich 1542 derReformation an.Philipp I. vonHessen, führender Kopf desSchmalkaldischen Bundes und Vorkämpfer desProtestantismus, konnte als Schutzherr undReichsvogt gewonnen werden. Der von ihm gesandteJohann Sutel (gen.:Sutellius) hielt 1542 den ersten protestantischen Gottesdienst und verfasste eine Kirchenordnung. Katholiken waren bis zum Ende der Reichsstadtzeit vomBürgerrecht ausgeschlossen. Zur Zeit derGegenreformation (1587–1631) wanderten etwa 700 protestantische Glaubensflüchtlinge aus dem Hochstift Würzburg nach Schweinfurt aus. Das Stadtgebiet umfasst heute sechsPfarreien mit insgesamt achtKirchengemeinden.

    Siehe auch:Evangelisch-Lutherisches Dekanat Schweinfurt

    Landeskirchliche Gemeinschaft

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    DieChristliche Gemeinschaft Schweinfurt der LKG ist Teil derEvangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und gehört zumLandeskirchlichen Gemeinschaftsverband (LKG) in Bayern, der eine Zwischenstellung zwischenLandeskirche undFreikirchen einnimmt.

    Evangelische Freikirchen

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    Im 19. Jahrhundert stand am Schillerplatz ein Saalbau derFreien Christlichen Gemeinde, der spätestens ab 1868 als Konzerthalle genutzt wurde.[100] Bis in die 1970er Jahre gab es in Schweinfurt nur eine Gemeinde derEvangelisch-methodistischen Kirche und eineEvangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) sowie mehrere englischsprachige freikirchliche Gemeinden für Angehörige derUS-amerikanischen Garnison Schweinfurt. Seitdem entstanden weitere Gemeinden, sowohl mitpietistisch-evangelikaler als auchpfingstlich-charismatischer Prägung. Zum erstgenannten Kreis gehören die Baptisten, die Christliche Brüdergemeinde, die Freikirchliche Gemeinde Christen in Aktion und die Christliche Gemeinde Schweinfurt, zum zweiten Wort des Glaubens, die Biblische Gemeinde Schweinfurt und Kingdom Ministries. Einige Freikirchen sind in derEvangelischen Allianz vertreten.

    Römisch-katholische Kirche

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    Katholische HauptkircheHeilig-Geist (erb. 1897–1902)

    Mit Einführung der Reformation waren alle Kirchen derReichsstadt evangelisch geworden. DerKatholizismus blieb daher bis heute beim alteingesessenen Bürgertum und in der historischen Selbstwahrnehmung bedeutungslos. Das bayerischeReligionsedikt von 1803 ermöglichte 1806 die Wiedergründung einer katholischen Pfarrei. Die katholische Gemeinde erhielt von der Stadt die Spitalkirche zum Heiligen Geist für ihre Gottesdienste. Sie wurde durch den stetigen Zuzug von katholischen Arbeiterfamilien aus dem Umland mit der Zeit zu klein und abgebrochen. 1902 wurde daneben als Nachfolgebau dieHeilig-Geist-Kirche fertiggestellt, die seitdem die Hauptkirche der Schweinfurter Katholiken ist. DasDekanat Schweinfurt-Stadt gehört zumBistum Würzburg und umfasst heute neun Pfarrgemeinden.

    Griechisch-orthodoxe Kirche

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    Diegriechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland hat eine Ortsgemeinde im Untergeschoss vonSt. Anton.

    Weitere christliche Gemeinschaften

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    Zudem sind in der Stadt Gemeinden derSiebenten-Tags-Adventisten, derNeuapostolischen Kirche und derZeugen Jehovas vertreten.

    Judentum

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    Hauptartikel:Jüdische Gemeinde Schweinfurt
    Synagoge in derSiebenbrückleinsgasse, im Zweiten Weltkrieg zerstört

    Mit dem 1212 genannten Abraham von Schweinfurt lässt sich der erstejüdische Bewohner der Stadt nachweisen.[101] Auch für die Folgezeit lassen sich jüdische Familien in der Stadt belegen, die sowohl von denRintfleisch-Verfolgungen von 1298 als auch vomPestpogrom von 1348/49 betroffen waren. 1368 erhielt die Stadt Schweinfurt von KaiserKarl IV. das Privileg, in ihren Mauern erneut Juden aufnehmen zu dürfen. In der Judengasse imEhemaligen Gewerbeviertel befand sich die Synagoge. Die mittelalterliche jüdische Gemeinde, die ihren Lebensunterhalt im Geldverleih und Handel bestritt, fand 1554/55 ihr Ende. Die Schweinfurter Bürger gingen gegen die Juden vor, weil sie bei ihnen stark verschuldet waren.[102] Erst in bayerischer Zeit durften sich nach 1814 wieder Juden ansiedeln. 1874 eröffneten sie in derSiebenbrückleinsgasse eine Synagoge und einen innerhalb desHauptfriedhofs gelegenenJüdischen Friedhof. Im Zuge desNovemberpogroms 1938 wurde die Synagoge geschändet und 1943 durch Fliegerbomben zerstört.[103]

    Islam

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    Ab den 1960er Jahren erlangte derIslam Bedeutung in Schweinfurt, infolge der Zuwanderung türkischer Arbeitskräfte in das großindustrielle Zentrum. Es folgten Nachzüge von Familien, die inzwischen in der dritten Generation in ihrer neuen Heimat leben. In jüngerer Zeit kamenMigranten islamischen Glaubens aus aller Welt dazu. In der Stadt gibt es mittlerweile vierMoscheen, ursprünglich waren es nurHinterhofmoscheen. Die größte Moschee der Stadt ist die Zentral-Moschee (mitMinarett), der etwa 2500 Gläubige angehören.[104]

    Siehe auch:Liste von Sakralbauten in Schweinfurt

    Politik

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    Parteien und Gewerkschaften

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    Schweinfurt war seit dem frühen 20. Jahrhundert eine Hochburg derSPD und in der Nachkriegszeit nebenMünchen undNürnberg eine der wenigen bayerischen Städte, in der die SPD ständig den Oberbürgermeister stellte. Im Schweinfurter Stadtrat besaß die SPD die absolute Mehrheit, bis in den 1990er Jahren dieCSU die Oberhand gewann und die Stadt über eineinhalb Jahrzehnte dominierte. Der Mitbegründer derWASG und zeitweilige Parteichef derLinkenKlaus Ernst trat 2005 als Direktkandidat imBundestagswahlkreis Schweinfurt an. Dort erreichte er bzw. die Linkspartei das beste bayerischeErst- undZweitstimmenergebnis.

    Die fränkische Industriestadt ist ein Zentrum derGewerkschaften. DieIG Metall hat in Schweinfurt mit rund 22.000 Mitgliedern eine der größten Geschäftsstellen Bayerns.[105] 1995 wurde Klaus Ernst in Schweinfurt zum damaligen IG-Metall-Bevollmächtigten gewählt.

    Stadtrat

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    Der Stadtrat besteht aus 44 Mitgliedern. Der von den Wahlberechtigten in direkter Wahl gewählte OberbürgermeisterSebastian Remelé (CSU) ist das 45. Mitglied des Stadtrats. Seit 1990 zogen, wie vielerorts, neben etabliertenParteien auchWählergruppen in denStadtrat ein. In derKommunalwahl am 15. März 2020 wurde die Dominanz der CSU gebrochen und sie vereinbarte eine Zusammenarbeit mit denGrünen.

    Hauptartikel:Ergebnisse der Kommunalwahlen in Schweinfurt
    Stadtratswahl 2020
    Wahlbeteiligung: 45,1 % (2014: 42,6 %)
     %
    40
    30
    20
    10
    0
    38,2
    17,5
    14,2
    8,4
    7,2
    5,9
    3,2
    2,8
    2,6
    Gewinne und Verluste
    im Vergleich zu 2014
     %p
     10
       8
       6
       4
       2
       0
      −2
      −4
      −6
      −8
    −10
    −9,8
    −5,6
    +8,1
    +8,4
    ± 0,0
    −1,3
    +3,2
    −1,5
    +1,1
    −2,5
    Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
    Anmerkungen:
    g Zukunft/ÖDP
    h proschweinfurt
    Sitzverteilung im Stadtrat Schweinfurt seit 2020
             
    Insgesamt 44 Sitze

    Oberbürgermeister und Bürgermeister

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    Hauptartikel:Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister von Schweinfurt
    Aktuelle Bürgermeister
    PositionNamePartei
    OberbürgermeisterSebastian RemeléCSU
    2. BürgermeisterSorya Lippertparteilos
    3. BürgermeisterAyfer RethschulteBündnis 90/Die Grünen

    Lange Amtszeiten kennzeichnen Schweinfurts Oberbürgermeister.Carl von Schultes war im 19. Jahrhundert 45 Jahre im Amt.

    Oberbürgermeister ab 1956 siehe auch:Bundesrepublik Deutschland

    Städtepartnerschaften

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    KlimapartnerstadtTarija in Bolivien

    Schweinfurt unterhält folgendeStädtepartnerschaften:[106]

    Vereinigtes Konigreich North Lanarkshire, Vereinigtes Königreich (1962)
    Frankreich Châteaudun, Frankreich (1964)
    Finnland Seinäjoki, Finnland (1979)
    Bolivien Tarija, Bolivien (2022 Klimapartnerstadt)[106]
    Ukraine Luzk, Ukraine (2023)

    Der Bezirk North Lanarkshire entstand 1996 im Zuge einerschottischen Verwaltungs-Neugliederung. In ihm ging Schweinfurts älteste PartnerstadtMotherwell auf.[107]

    Wappen

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    Wappen der kreisfreien Stadt Schweinfurt
    Wappen der kreisfreien Stadt Schweinfurt
    Blasonierung: „In Blau ein silberner Adler.“[108]
    Wappenbegründung: Das erste bekannteWappen bestand aus einem einköpfigen schwarzen Adler auf einem gelben oder goldenen Schild, derheraldisch nach rechts, das heißt vom Betrachter gesehen aus nach links, blickte.[109][110] Im15. Jahrhundert war der Adler silberfarben auf schwarzem Hintergrund, im Jahre 1608 wurden die Farben Silber auf Violett erwähnt. Später war es wieder ein schwarzer Adler auf goldenem Grund. Seit 1771 sind die Farben Silber auf Blau.[111]

    Die bekannteste Darstellung des Wappens befand sich bis 1875 amMühltor. Da der Adler dem Betrachter den Kopf zuwandte, hielten ihn viele für eine Eule; ihm widmeteFriedrich Rückert inDer Besuch in der Stadt einige Verse.[109]

    Kultur

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    Theater und Bühnen

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    Kleinkunstbühne Schrot­turmkeller am Schrotturm imehemaligen Gewerbeviertel
    Stadttheater

    DasTheater der Stadt Schweinfurt wird alsBespieltheater ohne eigenes Ensemble betrieben. In jeder Spielzeit stehen etwa 150 Aufführungen mit auf dem Programm.[112] Die einzelnen Aufführungen finden entweder im großen Theatersaal mit Haupt- und Nebenbühne statt, mit 750 Sitzplätzen imSprechtheater, bzw. 695 Plätzen imMusiktheater oder imOberen Foyer mit 200 Plätzen. Zudem kann in der Hauptbühne ein Studiotheater mit 155 Plätzen eingerichtet werden. Die drei Spielstätten werden im Schnitt von mehr als 80.000 Menschen jährlich besucht, darunter befinden sich seit vielen Jahren konstant 6.600 Abonnenten. Publikum kommt auch aus den umliegenden Metropolregionen.[113][114]

    DieKleinkunstbühne Schrotturmkeller befindet sich im Keller eines Renaissance-Hauses am Schrotturm imehemaligen Gewerbeviertel. Die Hans-Sachs-Gruppe pflegt das spätmittelalterlicheFastnachtsspiel und denRenaissancetanz.

    In derDisharmonie (Kulturwerkstatt am Main) finden Theater-, Kabarett-, Musik- und Kunstveranstaltungen statt.

    Zudem gibt es den Freundeskreis Puppentheater Schweinfurt.

    Museen und Galerien

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    DasMuseum Georg Schäfer (MGS) ist von nationaler Bedeutung und vergleichbar mit derAlten Nationalgalerie in Berlin und derNeuen Pinakothek in München. Es präsentiert die bedeutendste Privatsammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts und die weltweit größte Sammlung von WerkenCarl Spitzwegs. Ferner werden Werke vonCaspar David Friedrich,Max Liebermann,Ferdinand Georg Waldmüller,Max Slevogt,Wilhelm Leibl und vielen anderen gezeigt. 2011 wurde das Museum von einer Jury aus Redakteuren der ZeitschriftMerian und Kulturschaffenden in die Liste der200 Höhepunkte deutscher Kultur-Reiseziele aufgenommen.[115] Das mehrfach ausgezeichnete Bauwerk gilt als einer der hervorragendsten modernen, deutschen Museumsbauten.

    • Berühmte Bilder Spitzwegs im MGS
    • Der Bücherwurm (um 1850)
      Der Bücherwurm
      (um 1850)
    • Der abgefangene Liebesbrief (1855)
      Der abgefangene Liebesbrief
      (1855)
    • Der Kaktusfreund (vor 1858)
      Der Kaktusfreund
      (vor 1858)

    DieKunsthalle Schweinfurt ist ein Museum und Ausstellungshaus für moderne undzeitgenössische Kunst mit Dauerpräsentationen und Wechselausstellungen. Jährlich finden vier Ausstellungen statt.

    DieBibliothek Otto Schäfer ist Teil des Museums Otto Schäfer (MOS).Otto Schäfer gehörte zu den bedeutendstenBüchersammlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, seine Bibliothek gilt als eine der bedeutendsten Privatbibliotheken weltweit. Unter den mehr als tausend illustrierten Werken befinden sich u. a. Werke vonAlbrecht Dürer,Lucas Cranach d. Ä.,Hans Holbein d. J.,Matthäus Merian d. Ä.,Caspar David Friedrich,Adolph Menzel,Max Slevogt undLovis Corinth. Außerdem befindet sich ein Fragment des ersten Bands einerGutenberg-Bibel im Bestand.[116]

    DasDeutsche Bunkermuseum im Fichtel-und-Sachs-Bunker von 1941 istMilitär- undKriegsmuseum sowie Gedenkstätte.Das kleine Museum zeigt als Privatmuseum grafische Werke vonHundertwasser, Leihgaben und Ausstellungsobjekte vonUdo Lindenberg. DasGunnar-Wester-Haus präsentiert die Sammlung GrafLuxburg, eine kulturgeschichtliche Sammlung zur Entwicklung von Feuererzeugung undBeleuchtung seit derAntike und dieIkonensammlung von Fritz Glöckle.[117] DasNaturkundliche Museum zeigt die Vogelsammlung der Brüder Schuler. DieSparkassengalerie in der Schranne präsentiert in Wechselausstellungen zeitgenössische Kunst. DerKünstlerhof Oberndorf mit Ausstellung und Archiv befindet sich im ehemaligen Wohnhaus und Atelier des KünstlersGustl Kirchner. DasZF Sachs Museum zeigt die Sachs-Ausstellung derZF Friedrichshafen AG zur Industriegeschichte derFichtel & Sachs AG mit den Abteilungen Unternehmensgeschichte, Technische Highlights, Marketing und Motorsport.[118][119] ImKleinen Industriemuseum in der Spinnmühle am Main sind Exponate der Schweinfurter Industriegeschichte ausgestellt.[120] ImSaazer Heimatmuseum befindet sich eine Ausstellung zum Leben inSaaz (Žatec) bis 1945, zur Vertreibung derSudetendeutschen und zur Aufnahme von über 28.000 Flüchtlingen in Schweinfurt.[121]

    Siehe auch:Liste der Museen in Schweinfurt

    Musik

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    Orchester

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    Die Bläserphilharmonie Schweinfurt mit Profimusikern und erfahrenen Amateurmusikern bietet als große Besetzung mit vollem Schlagwerk die Möglichkeit, an Programmen zu arbeiten mitKlassischer Musik,Filmmusik und Bearbeitungen vonJazz- und Popstandards. Das Schweinfurter Kammerorchester besteht aus Laienmusikern.[122] Das Kreisblasorchester Schweinfurt ist eine Einrichtung desNordbayerischen Musikbunds.

    Chöre

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    DerThalia Chor entstand 1860, damals wurde auch geschauspielert. Sein heutiges Repertoire liegt im BereichPop,Rock,Musical,Gospel undSwing. DieSängerlust 1867 Schweinfurt hat traditionelles Liedgut sowieEvergreens und moderne Lieder im Repertoire. DerKonzertchor Schweinfurt gibt große Konzerte im Stadttheater und arbeitet mit renommiertenSymphonieorchestern und Solisten zusammen.Jungen Stimmen Schweinfurt wurde 2006 gegründet und hat geistliche und weltlicheChormusik aller Epochen und Stile im Programm.

    Subkulturelle Szene

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    Der SchweinfurterRapper JuJu Rogers:

    „Ich glaube, dass es keine krassere HipHop-Szene als in Schweinfurt gab. Hier waren ja die ganzen Amis aus den Ghettos, die mit 17, 18 vor die Wahl gestellt wurden: Entweder du gehst in den Knast oder zum Militär. Die wurden dann in Schweinfurt stationiert und haben hier das Gleiche gemacht, was sie vorher in Amerika gemacht haben. Ich bin in einer sehr vitalen HipHop-Szene groß geworden, in einer Tiefe, die in wenigen Städten Deutschlands vorhanden ist. Die Kaserne in Schweinfurt galt als amerikanischer Staatsboden […] Die hatten die Releases gefühlt immer so zwei, drei Wochen vor allen anderen in Deutschland.“[123]

    Pop- und subkulturelle Musik

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    Sachs-Stadion vor einem Konzert der Toten Hosen 2013
    Sachs-Stadion vor einem Konzert derToten Hosen 2013
    Kromlek auf einem Festival
    Kromlek auf einem Festival

    1988 fand auf denOberndorfer Mainwiesen einMonsters-of-Rock-Festival vor über 40.000 Besuchern statt, mitKiss undIron Maiden; es kam zu Ausschreitungen.[124] Seit den 1990er Jahren finden jeden Sommer imSachs-Stadion größere Popkonzerte mit bis zu 25.000 Besuchern statt, es kamen u. a. dieBackstreet Boys undSunrise Avenue.

    DerStattbahnhof ist ein Zentrum überregionaler Bedeutung für Konzerte von Bands aus aller Welt der MusikrichtungenPunk,Rockmusik undMetal. In der ZeitschriftVisions wurde der Stattbahnhof zu denBesten 50 Adressen der deutschen Clubszene gewählt. Bekannte Namen gastierten hier, wie dieToten Hosen,Pussy Riot oderTen Years After.[125]

    Sondermarke(imSchweinfurter Hafen)

    Seit den 1980er Jahren gründeten sich zahlreiche Bands in Schweinfurt, dieAlben der Musikrichtungen Rock, Metal und Punk auf den Markt brachten.The Ghost Rockets (kurz TGR) ist eine Rock-Band; Alben:The Ghost Rockets (2009) undGoodbye Utopia (2014).Hatred (engl.:Der Hass) ist einePower- undThrash-Metal-Band, die es in die Enzyklopädie desRock Hard Magazins schaffte; Alben:Soulless (2004),Madhouse Symphonies (2008),Destruction Manual (2010) undWar of Words (2015).Vendetta ist eineThrash-Metal-Band; Alben:Go and Live… Stay and Die (1987),Brain Damage (1988),Hate (2007) undFeed the Extermination (2011).Kromlek war eine 2004 gegründete und 2012 aufgelöste Metal-Band; Alben:Strange Rumours… Distant Tremors (2007) undFinis Terrae (2011).Tagtraum ging aus der Punk-BandUntergang hervor, wurde 1992 gegründet und beschloss 2006 ihre Trennung; Alben:Trotz & Träume (1997),Feuer gratis (1998),Seelenpuzzle (1999),Augen auf und durch (2001) undKomm lass es echt sein (2003). Die Bandmitglieder spielen weiterhin in anderen Formationen, Jörg Holdinghausen u. a. beiWir sind Helden. 2019 wurde dieIndie-RockbandSondermarke gegründet. Daniel Schnorr (auch genannt:Jagi Lion King) veröffentlichte 2020 im BereichHip-Hop undRap sein erstes AlbumI'm Not Here for You.[126]

    Tonquadrat ist eine Plattform fürElektronische Musik. DasMusiklabel in der SchweinfurterDDC Factory produziert Musik jeder Art.

    Tanz

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    DDC aus Schweinfurt in der Frankenhalle in Nürnberg. Stern­stundengala im BR Fernsehen
    DDC aus Schweinfurt in der Frankenhalle in Nürnberg.Stern­stundengala imBR Fernsehen
    DDC auf Tournee
    DDC auf Tournee

    Die SchweinfurterDancefloor Destruction Crew (DDC), die 1999 gegründet wurde und heute überwiegend aus hauptberuflichen Tänzern besteht, gehört zu den bestenBreakdance-Gruppen der Welt und gewann zahlreiche nationale und internationale Titel. 2013 verband DDC mit dem Berliner Regisseur und Echo-PreisträgerChristoph Hagel klassische Musik mit Breakdance in ihrem TheaterstückBreakin' Mozart, das seitdem über 190 Mal im BerlinerWintergarten Varieté sowie in vielen anderen Städten aufgeführt wurde. Die FirmaDDC Entertainment UG & Co. KG wurde mit vier Sparten gegründet. DieDDC-Factory wurde zu einem nationalen Tanzzentrum.

    2006 wurde die Dance Academy Schweinfurt für Hobbytänzer und für Berufsausbildungen zum Tänzer, Tanzpädagogen und DTHO-Hip-Hop-Tanzlehrer gegründet. Ihre FormationBlazin’ Heat tanzt in der Profi-League.[127]

    Bürgervereine

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    BürgervereinGründungsjahrQuartierStadtteil
    Zürch1900ZürchAltstadt bzw.Innenstadt
    Klingenbrunn (I)11909KlingenbrunnNördlicher Stadtteil
    Altstadt1920Höllental/AltstadtNordöstlicher Stadtteil
    Klingenbrunn (II)11920er JahreKlingenbrunnNördlicher Stadtteil
    Bergl1957Bergl
    Gartenstadt1958Gartenstadt
    Deutschhof1979Deutschhof
    Eselshöhe1988Eselshöhe
    Oberndorf1997Oberndorf
    11933 erzwungene Fusion beider Vereine

    Die SchweinfurterBürgervereine werden auchGemeinden (schweinfurterisch:Gemee) genannt und gelten als Institutionen. Der erste Vorsitzende der Bürgervereine wird umgangssprachlich „Stadtteilbürgermeister“ genannt. Eine andere Prägung besitzt der zuletzt gegründeteBürger- und Kulturverein Oberndorf.

    Die Bürgervereine richten die Stadtteilkirchweihen aus (siehe:Kirchweihen), die es inBayern traditionell nur noch inFürth gibt und die in neuerer Zeit inNürnberg undErlangen eingeführt wurden.

    Regelmäßige Veranstaltungen

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    Der Raum Schweinfurt ist für seine hohe Dichte an Festen bekannt, was auch die Lebensart der Bewohner unweit des Überlappungsbereichs vonWeinfranken mitBierfranken widerspiegelt (siehe auch:Kulturelle Prägung). Es gibt unzählige traditionelleKirchweihen(Kerm) und Weinfeste, wozu viele neuere Feste hinzukamen. An manchen Wochenenden finden in der Stadt und dem näheren Umland mehrere Feste und Kirchweihen gleichzeitig statt, worüber Festkalender einen Überblick geben.

    • Faschingsumzug der ESKAGE am Faschingsdienstag 2014
      Faschingsumzug der ESKAGE
      am Faschingsdienstag 2014
    • Chevrolet Corvette C2 bei Sachs Franken Classic 2018
      Chevrolet Corvette C2 beiSachs Franken Classic 2018
    • Schweinfurter Volksfest 2025
      Schweinfurter Volksfest 2025
    • Schweinfurter Weihnachtsmarkt 2014
      Schweinfurter Weihnachtsmarkt 2014

    Messe

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    Die Unterfrankenschauufra war eine Regional- undVerbrauchermesse fürUnterfranken, die von 1975 bis 2020 stattfand. Eine zeitgemäße Messe, als Ersatz zur ufra, wurde bisher nicht realisiert.

    Festivals

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    In Schweinfurt wurde das Kneipenfestival erfunden, seit 1993 unter Namen und MarkeHonky Tonk, wozu an einem Tag in bis zu 40 Kneipen, vorwiegend in der Altstadt, bereits bis über 20.000 Besucher kamen. Das MusikfestivalNachsommer Schweinfurt, mit internationaler Besetzung, findet alljährlich drei Wochen im September innerhalb örtlicher Großfirmen statt. DasInternationale Varietéfestival ist Europas größtesVarietéfestival und findet etwa alle drei Jahre amSennfelder See statt, wofür ein Zelt aufgebaut wird. 2026 allerdings wird es in den Schlosspark nach Werneck umziehen.

    Kirchweihen

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    Die für Schweinfurt charakteristischen Stadtteil-Kirchweihen richten die Bürgervereine aus (siehe:Bürgervereine). Hervorzuheben sind die Zürcher Kirchweih im Juni imZürch, dieSt Johannis-Kirchweih um denJohannistag (24. Juni) auf demMartin-Luther-Platz und die Altstadt-Kirchweih an der Stadtmauer amUnteren Wall Mitte Juli. Letztere fand zuvor imHöllental statt; ihr Name bezieht sich nicht auf die heutigeAltstadt (siehe:Dorf Altstadt). Die beiden größten traditionellen Feste finden außerhalb der engen Stadtgrenzen statt. DieSennfelder und Gochsheimer Friedensfeste (Kirchweihen) finden zeitgleich um den ersten Sonntag im September in den beidenehemals kaiserlich unmittelbaren und freien Reichsdörfern statt.

    Weitere Veranstaltungen

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    Plakat zum ersten Schweinfurter Volksfest 1909

    Am Faschingsdienstag findet ein Umzug statt (siehe:Fasching). Im April findet das erste Fest des Jahres im Freien statt, derVogelschuss, ein kleines Volksfest einer Schützengesellschaft. Im Mai lädtSchweinfurt@night zu einer Einkaufs- und Kulturnacht ein. Die bekannte Oldtimer-RallyeSachs Franken Classic, seit 2020Franken Classic, führt zu Pfingsten durch die Region um Schweinfurt, mit Start und Ziel im nahenBad Kissingen. DasWalpurgisgericht am Fronleichnam ist ein mittelalterliches Fest mit Handwerkermarkt im Friedrich-Pfister-Park inOberndorf. Am Freitag nach Fronleichnam beginnt dasSchweinfurter Volksfest. Im Mai findet das Frühlings- und im Juli das Sommerweinfest des Weinguts Dahms auf der sonst nicht zugänglichenPeterstirn und Anfang August, jedoch nicht jährlich, dasSchweinfurter Weinfest auf dem Marktplatz statt. Ende August bietet an zwei Tagen dasSchweinfurter Stadtfest auf mehreren Plätzen derSchweinfurter Altstadt „Genuss und Lebensqualität der Region“. DasMittelalterfest wird alle 3 Jahre im September an der Stadtmauer Am Unteren- und Oberen Wall abgehalten. Am selben Ort findet Ende September das Federweißer-FestGenussReichStadt Schweinfurt des Weinguts Dahms statt. Beim StraßenmusikfestivalPflasterklang im September treten an rund 20 Orten der Altstadt Musiker aller Stilrichtungen, Jongleure, Zauberer und Straßenmaler auf. DieNacht der Kultur lädt im Oktober zu Musik, Theater, Tanz, Lesungen, Kabarett und Kurzfilmen an Orte um den Marktplatz ein. Der Schweinfurter Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz beschränkt sich auf Kunsthandwerk und Weihnachtsschmuck. Traditionell kommt alljährlich dasNürnberger Christkind zu seiner ersten Auswärtsvisite mit seinem Prolog auf dem Rathausbalkon. Zwischen Weihnachten und Dreikönigstag steht dasSchweinfurter Winterdorf auf dem Marktplatz.

    Fasching

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    Peter Kuhn beiFastnacht in Franken im BR Fernsehen

    DerFaschingsdienstag ist, im Gegensatz zumRheinland, in Franken der Höhepunkt der Karnevalszeit. Manche Arbeitgeber geben ihn ihren Mitarbeitern als Brauchtumstag frei. Viele Geschäfte, insbesondere in der Schweinfurter Innenstadt, sind nachmittags geschlossen, durch die dann der traditionelle Faschingsumzug der Ersten Karnevalsgesellschaft (Schweinfurts) ESKAGE, mit jährlich etwa 25.000 Besuchern, führt.

    Die drei Schweinfurter Faschingsgesellschaften ESKAGE,Schwarze Elf undAntöner Narrenelf präsentieren Sitzungsabende. DieSchwarze Elf ist überregional durch Fernsehauftritte bekannt, insbesondere beiFastnacht in Franken, allen voran mitPeter Kuhn. 2021 gestaltete dieSchwarze Elf eine eineinhalbstündige TV-Sendung „A bissle was geht immer“, einschließlich Moderation zur Hauptzeit im Rahmen der BR-SendereiheFranken Helau.

    „Sein Markenzeichen: politisch, literarischer Karneval Mainzer Prägung, serviert mit fein geschliffenen Knittelversen […] Kuhn […] will nicht Teil sein der Comedysierung des Faschings.“[128]

    Kulinarische Spezialitäten

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    Prägend für die örtliche Küche sind vieleDirektvermarkter aus den GemüsedörfernSennfeld undGochsheim, vor den Toren der Stadt, mit frischen Waren auf dem Schweinfurter Wochenmarkt. Die Stadt liegt in der Mitte desSlow FoodConviviums Mainfranken-Hohenlohe, das zu den größten Regionalgruppen von Slow Food Deutschland gehört.[129]

    DieOriginal Schweinfurter Schlachtschüssel ist ein Gericht, das der Schweinfurter Metzgerwirt Georg Josua Schwanhäusser 1856 seinen Gästen erstmals servierte und ausschließlich in Wirtshäusern in und um die Stadt angeboten wird. Die Schlachtplatte (fränkisch:Schlachtschüssel) findet sich auf keiner Speisekarte und ist kein übliches Essen, sondern ein Fest in geselliger Runde, über mehrere Stunden, für einen größeren Personenkreis. Der Ablauf erfolgt nach einem überlieferten Zeremoniell, einschließlich traditioneller Belustigungen. Manchmal auch mit Musikbegleitung und Gesang. DasKesselfleisch wird auf bis zu fünf Meter langen Holzbrettern serviert, von denen auch gegessen wird. Dazu gibt es nur Schwarzbrot,Kren und Sauerkraut. Getrunken wirdFrankenwein, Weinschorle oderMost, Bier ist verpönt. Die deftige Tradition ist jetzt in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

    Kesselfleisch, das bei der Schweinfurter Schlachtschüssel oft nur als Beilage dient, gilt als kleine Schwester der Schlachtschüssel. Die Faschingsspezialität für Stadt und Region kann in Metzgereien für den Faschingsdienstag vorbestellt werden. Die mainfränkischenMeefischli (Mainfischlein), kleineWeißfischedie dreimal schwimmen, im Main, im Fett und dann im Wein, werden wie andere Fische traditionell nur in den Monaten mit dem Buchstaben r, also von September bis April, verzehrt.Blaue Zipfel sind saure Bratwürste imZwiebelsud, die vor allem im Winter, auch am Heiligabend, gegessen werden. DasSüße Kugellager, das Schweinfurter Pendant zuMozartkugeln, wird von Konditoreien derKugellagerstadt hergestellt: hochwertige Vollmilch- oder Bitterschokolade aus reinerKakaobutter wird mit einer abgestimmtenNougatcreme gefüllt.

    Öffentliche Einrichtungen

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    Gesundheitswesen

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    Die Geschichte der Schweinfurter Krankenhäuser begann 1233, als KönigHeinrich VII., ein Urenkel vonBarbarossa, ein von ihm begonnenesSpital unter seinen Schutz stellte.[130]

    Zur Geschichte der Spitäler Schweinfurts siehe auch:Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt, Vorgeschichte

    Leopoldina-Krankenhaus
    amKiliansberg

    DasLeopoldina-Krankenhaus (Volksmund:Leo) ist ein städtischesAkutkrankenhaus derSchwerpunktversorgung, mit 2000 Mitarbeitern, über 700 Planbetten, 15 bettenführenden Fachabteilungen, 6 Instituten und 12 Dialyseplätzen. 2019 wurde das „Leo“ im Klinikvergleich des NachrichtenmagazinsFocus als „Top regionales Krankenhaus“ ausgezeichnet.[131] Auf dem Campus befinden sich zudem ein Medizinisches Versorgungszentrum (Ärztehaus) sowie weitere Institute.

    DasKrankenhaus St. Josef ist einkatholisches Krankenhaus mit über 700 Mitarbeitern, 260 Betten, 7 bettenführenden Fachabteilungen und einerPalliativstation. Ihm ist ebenfalls ein Ärztehaus mit sieben Fachpraxen angegliedert.

    Die Tagesklinik für Psychiatrie Schweinfurt ist eine Außenstelle mit 20 Betten desKrankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck. Die Augenklinik Mainfranken imRückert-Centrum führt ambulante Operationen und Behandlungen durch. Das Ambulante Reha-Centrum amHainig befasst sich mit Wiederherstellung und Erhalt der Beweglichkeit.

    Jugendhilfeeinrichtungen

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    Hauptartikel:Haus Marienthal
    Ludwig von Jan, Initiator des Hauses Marienthal

    Das Haus Marienthal ist eineJugendhilfeeinrichtung mit langer Tradition. 1849 besuchteJohann Hinrich Wichern, der Gründer derInneren Mission, Schweinfurt. Er hatte inHamburg das „Rauhe Haus“ zur Rettung verwahrloster Kinder errichtet und überzeugte Gemeinden von der Notwendigkeit, „um der Liebe Christi willen“ tätig zu werden. 1854 wurde auf Initiative vonLudwig von Jan das SchweinfurterWaisen- undRettungshaus eingeweiht.

    Seit 2000 gehören sämtlicheSchülerhorte der Stadt Schweinfurt zum Haus Marienthal.

    Die einstmals protestantischeStiftungsschule wird noch von den historischen, evangelischen Vororten (Reichsdörfer undReichsritterschaften) unterstützt.

    Behörden

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    Schweinfurt entwickelte sich zu einem wichtigen Behördenstandort, mit Zuständigkeiten, die teilweise weit über die Region hinausgehen. In den 1990er Jahren wurde das Bayerische Landesamt für Statistik vonMünchen nach Schweinfurt teilverlagert; die Münchner Dienststelle wurde inzwischen geschlossen und als Ersatz eine Dienststelle inFürth eröffnet. Derzeit wird in Schweinfurt die größte Bearbeitungsstelle des Finanzamtes München aufgebaut, mit 300 Stellen im Endausbau.[132]

    Hauptzollamt Schweinfurt
    Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Main, Dienstort Schweinfurt

    Justiz

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    Schweinfurt gehört zumGerichtsbezirk desOberlandesgerichts Bamberg. In den 1990er Jahren wurde das Bayerische Landessozialgericht von München nach Schweinfurt teilverlagert.

    Justizpalast an derRüfferstraße

    Polizei

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    Wappen der Stadtpolizei Schweinfurt; im Zuge der bayerischen Polizeireform der 1970er Jahre aufgelöst

    Ehemalige Polizeibehörden:

    Feuerwehren

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    Chronologie der Feuerwachen:[134]

    FeuerwacheZeughaus 1908–1952

    Heute sind in Schweinfurt mehrereFeuerwehren ansässig. DieFeuerwehr Schweinfurt besteht aus derFreiwilligen Feuerwehr und hauptamtlichen Kräften in der Feuerwache (Ständige Wache) am Hainig. Zudem gibt es dreiWerkfeuerwehren (Schaeffler,SKF undZF Friedrichshafen).

    Rettung

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    Der Zuständigkeitsbereich derIntegrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt umfasst die Region Main-Rhön mit 18 Rettungswachen. Sie ist die flächenmäßig drittgrößte ILS Bayerns und koordiniertRettungsdienste, Feuerwehren,Technisches Hilfswerk,Wasserwacht, dieDeutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG),Bergwachteinheiten und weiteres.

    Wissenschaft und Bildung

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    Gründungsort der Leopoldina

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    Hauptartikel:Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
    Logo
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    1652 gründeten vier Ärzte in Schweinfurt dieAcademia Naturae Curiosorum, die heutige Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina.[60] Sie wurde nach KaiserLeopold I. benannt und hat seit 1878 ihren Sitz inHalle (Saale). 2008 wurde sie zur Nationalen Akademie der Wissenschaften erhoben.

    Technische Hochschule

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    Hauptartikel:Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt
    Auditorium Maximum derTHWS in Schweinfurt, mit Burschenschaft

    Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) entstand 1971 alsFachhochschule durch Zusammenschluss des Schweinfurter Balthasar-Neumann-Polytechnikums mit der Würzburger Höheren Wirtschaftsschule und Werkkunstschule. Sie wurde im Laufe der Zeit zur viertgrößten Fachhochschule Bayerns und 2023 inTechnische Hochschule umbenannt. Die THWS bietet in Schweinfurt unter anderem die neuen Studiengänge Robotik undWasserstofftechnik an.[135]

    Campus Ledward. Zentrales Hörsaalgebäude für Wirtschafts­ingenieurwesen (im Bau 2018)

    DerCampus Ledward (früher:i-Campus) wird von der THWS auf dem Areal der einstigenLedward Barracks aufgebaut, mit neu eingeführten englischsprachigen Studiengängen in Schweinfurt (seit 2014 und Würzburg seit 2016), dieTWIN-Studiengänge genannt werden. Die Schweinfurter Abteilung der THWS hat sich aufMINT-Fächer spezialisiert, was im Campus Ledward in englischer Sprache fortgeführt wird.[136] Es gibt für diese Fächer somit ein Angebot in deutscher und englischer Sprache. Die zusätzlichen Projektei-Company undIndustrie on Campus sehen eine Zusammenarbeit mit Unternehmen und deren direkten Zugang zu Forschungseinrichtungen der Hochschule vor.[136]

    Mit Hochschulen verwandte Einrichtungen

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    KI-Gigafactory „Blue Swan“

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    Hauptartikel:Blue Swan

    DerFreistaat Bayern will in denConn Barracks einRechenzentrum fürKünstliche Intelligenz (KI) für drei bis fünf Milliarden Euro errichten.[137] 2026 sollBaurecht geschaffen sein.[10] 2027 oder 2028 sollen bereits die ersten Ausbaustufen realisiert sein.[138]

    Die sogenannten KI-Gigafactories sind Rechenzentren mit einem Strombedarf, der bisherige Anforderungen in Deutschland weit übersteigt. In Bayern ist, im Gegensatz zuMünchen oderGarching, nur im Raum Schweinfurt eine Netzanschluss-Leistung bis zu 300 Megawatt möglich (siehe:Stromleitungsknoten).[138] Europaweit sind fünf KI-Gigafabriken geplant, die dieEU mit Milliarden Euro fördert.[10]

    Die Bezeichnung „Blue Swan“ wurde vomSupercomputer „Blue Lion“ in Garching abgeleitet, wo sich der größteCampus derTechnischen Universität München befindet, dasHochschul- und Forschungszentrum Garching. Der blaue Schwan steht für eine kontrollierte, technologisch getriebeneDisruption, als positiver Gegenentwurf zum „Black Swan“.[139]

    Außenstelle eines Fraunhofer-Instituts

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    DasFraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) eröffnete 2020 eine Außenstelle in Schweinfurt. Zentrales Forschungsfeld ist diekünstlicheIntelligenz (KI) und deren Einsatz für einenachhaltigoptimierteWertschöpfung (noW) mit der ArbeitsgruppeKI-noW in Schweinfurt.[140]

    Siehe auch:Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Arbeitsgruppe KI-noW, Schweinfurt

    Institut für Medizintechnik

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    Das Institut für Medizintechnik Schweinfurt (IMES) der THWS praktiziert neben der Lehre ebenfalls den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie sowie Krankenhäusern und Arztpraxen.

    Akademisches Lehrkrankenhaus

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    Hauptartikel:Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt
    Leopoldina-Krankenhaus

    Das Leopoldina-Krankenhaus ist akademischesLehrkrankenhaus derJulius-Maximilians-Universität Würzburg. DieLeo Academie bietet Mitarbeitern und externen Teilnehmern Fort- und Weiterbildungsprogramme in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen an, mit Dozenten aus den eigenen Kliniken und externen Lehrkräften (siehe auch:Gesundheitswesen).

    Schulen

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    Schweinfurt ist eine Schulstadt. Die weiterführenden Schulen versorgen auch ein großes Umland und befinden sich insbesondere im Westen der Stadt, imMusikerviertel. Neun Schulen führen zur (Fach)Hochschulreife. Darunter gibt es acht staatlicheGrundschulen, dreiMittelschulen, eineMontessori-Schule (Grund- und Mittelschule), zweiRealschulen und zwei private Realschulen. Die fünfFörderschulen haben unterschiedliche Förderschwerpunkte.[141]

    International School Mainfranken
    Musikschule in derSchultesstraße

    Gymnasien:

    Schule für das Internationale Abitur:

    Schulen für die Fach(hoch)schulreife:

    Vorkommnisse in derErsten Privaten Fachoberschule Schweinfurt führten zu ihrer Schließung.

    Neben Berufsschulen aller Fachrichtungen gibt es dieFachakademie für Sozialpädagogik und die BDS-AzubiAkademie[141] mit Betriebsunterricht bei Mitgliedsunternehmen desBDS. Die Musikschule Schweinfurt wurde 1872 gegründet und gehört heute zu den größten Bayerns.[142]

    Bibliotheken

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    Stadtbücherei imEbracher Hof (1431/1575) mit Ober­lichtern des Tiefgeschosses

    Stiftungen

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    In Schweinfurt gibt es über 100 Stiftungen.[143] Die Stadt besitzt damit die meisten Stiftungen pro 100.000 Einwohner Deutschlands.[144]

    Organisationen

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    • World Bicycle Relief ist eine internationale Hilfsorganisation, die ihre europäische Geschäftsstelle beim FahrradkomponentenherstellerSRAM in Schweinfurt hat.[147]
    • DieDeutsche Vereinigung Morbus Bechterew wurde 1980 mit Sitz in Schweinfurt gegründet. Mit über 16.000 Patienten- und Fördermitgliedern gehört sie zu den größten Patientenorganisationen Deutschlands.

    Auszeichnungen

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    • DerCarus-Preis wird jährlich von der Stadt Schweinfurt an jüngere Wissenschaftler für bedeutende wissenschaftliche Entdeckungen vergeben.
    • DerFriedrich-Rückert-Preis wird, ebenfalls von der Stadt Schweinfurt, in unregelmäßigen Abständen an herausragende Schriftsteller vergeben.
    • DieErich-und-Erna-Kronauer-Stiftung verleiht, ebenfalls in unregelmäßigen Abständen, einen Wissenschaftspreis an Historiker.

    Wirtschaft

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    Wirtschaftliche Eckpunkte

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    Schweinfurt hat das fünfthöchsteBruttoinlandsprodukt pro Kopf (2022)[4] und mit 76,2 % die zweithöchste Einpendlerquote Deutschlands (2018).[148] In der Stadt waren 2017 insgesamt 52.898 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, fast so viele wie Schweinfurt Einwohner hat, davon 26.823 improduzierenden Gewerbe, ca. 17.750 imDienstleistungssektor und 8.311 inHandel,Verkehr undGastgewerbe.[149]

    Auch im Kalenderjahr 2024 hatte dieRegion Schweinfurt eine hohe Wirtschaftskraft und eine niedrige Arbeitslosigkeit, die bei 3,5 % lag und damit fast beiVollbeschäftigung.[150]

    Arbeitgeber mit über 1000 Beschäftigten
    Rang
    Name
    Hauptsitz
    Mitarbeiter
    in Schweinfurt
    Branche
    01.ZF Friedrichshafen4Friedrichshafeng E  9000[151]  Automobilzulieferer
    02.Schaeffler AGHerzogenaurach I5800[151]Wälzlager
    03.Schwedische Kugellagerfabriken SKFGöteborgg3500[151]Wälzlager
    04.Leopoldina-KrankenhausSchweinfurt2600[151]Gesundheit
    05.Fresenius Medical CareBad Homburg1400[151]Gesundheitstechnik
    06.Bosch RexrothLohr am Main1300[151]Lineare Bewegungstechnik
    07.Stadt Schweinfurt (ohne Leopoldina-Krankenhaus)Schweinfurt1000[151]Verwaltung

    4 viertgrößter Automobilzulieferer der Welt[8]
    g größter Konzern-Standort weltweit ist in Schweinfurt[7][152]
    E Sitz der Division E-Mobility ist in Schweinfurt
    I  Sitz der Sparte Industrie ist in Schweinfurt

    Großindustrie

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    Schweinfurt wurde nichtdeindustriealisert. Nach ersten Schwierigkeiten in den 1970er Jahren mit Personalabbau in Folge eines japanischenDumping-Angriffs auf die Schweinfurter Wälzlagerindustrie geriet die Stadt um 1992 schließlich in Folge derGlobalisierung in eine schwere Krise, die jedoch ohne Werksschließungen überwunden wurde.

    Seit den 1990er Jahren vollzog sich ein Wandel weg von billiger Massenproduktion und dominierender Automobilzulieferung hin zu weniger krisenanfälligenInvestitionsgütern, mit Hightech-Wälzlagern fürBergbau,Schiffbau,Luft- undRaumfahrt, die Bahn (Verkehrswende), Großlagern fürWindkraftanlagen und Spezialanfertigungen, wie z. B. demPendelrollenlager fürsLondon Eye von FAG Kugelfischer. Forschung und Entwicklung wurden immer wichtiger. Der Standort (SKF, Schaeffler) wurde zum Zentrum für Großlager und beiGezeitenkraftwerken wurde SKF zum Turbinenhersteller.[153] ImZF-Konzern, dem 2001 das Stammwerk von Fichtel & Sachs angegliedert wurde, ist Schweinfurt das Kompetenzzentrum für E-Mobilität, mit der Produktion von Elektromotoren fürAutomobile.[154] Der chine­sische Wälzlagerhersteller C&U eröffnete sein neues Europa-Hauptquartier mit angeschlossener Fertigung imMaintal.[155] Dazu kamen neue Branchen, wie Lineartechnik (Ewellix) undMedizintechnik, mitFresenius Medical Care, mit der weltweit größten Produktion vonDialysegeräten in Schweinfurt.

    Siehe auch:Schweinfurter Industriegeschichte

    Informationstechnologie

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    DieGPSoverIP GmbH ist im Bereich Positionsübermittlung und dienetlands edv consulting GmbH im BereichSoftwareentwicklung undIT-Dienstleistungen tätig.[156]Apicon entwickelt und vertreibt Add-Ons (Programm zur Erweiterung bestehenderSoftware) mit einem modularen Aufbau fürSAP.[157]bb-net gilt als größter IT-Aufbereiter Europas.[158]

    Dienstleistungen

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    Zentrale derFlessabank
    in derLuitpoldstraße

    MehrereFinanzdienstleister haben ihren Hauptsitz in Schweinfurt. DieSKD BKK ist eine offeneBetriebskrankenkasse für neun westdeutsche Bundesländer,Berlin undSachsen. DasBankhaus Max Flessa (Kurzbezeichnung:Flessabank) ist eine privateUniversalbank mit Niederlassungen in Bayern,Thüringen und Sachsen. DieSparkasse Schweinfurt-Haßberge ist ein öffentlich-rechtlichesKreditinstitut. DieVR-Bank Schweinfurt ist eineGenossenschaftsbank.Mercator-Leasing ist ein deutschlandweit agierendes Finanzunternehmen fürMobilien-Leasing und Tochterunternehmen zweier Privatbanken (Flessabank undCastell-Bank).[159] DieDeutsche Dienstrad ist ein deutschlandweit agierendes Unternehmen für Dienstrad-Leasing.Unicredit und dieDeutsche Telekom betreiben Callcenter.

    DieDeutsche Bahn Connect ist mit zwei ihrer insgesamt sechs deutschen DB Autohäuser in Schweinfurt ansässig, mit ihren beiden Sparten Gebrauchtwagenhandel und Premium.[160] Die Firma dronesecure betreibt die ersteDrohnenschule Deutschlands.[161]

    Medien

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    Verlage

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    Der VerlagVogt & Fritz ist ein weltweit tätiger Noten-Spezialverlag für zeitgenössische Musik. DerBuch- und Idee-Verlag und derRevista Verlag haben Schweinfurt und die Region als thematische Schwerpunkte.CatFish Publisher ist ein neu gegründeter Verlag für fantastische Geschichten, der sich zum Ziel setzte, Bücher auch in unterdrückte Sprachen zu übersetzen.[162]

    Zeitungen

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    Die beiden TageszeitungenSchweinfurter Tagblatt undVolkszeitung gehören zur WürzburgerMediengruppe Main-Post, die im Bereich derPrintmedien eine Monopolstellung inMainfranken besitzt und zurMediengruppe Pressedruck in Augsburg gehört.Anzeigenblätter werden von der Mediengruppe Main-Post (markt undmain Sonntag) und vom Schweinfurter SAZ-Verlag (Schweinfurter Anzeiger) herausgegeben.

    Online-Zeitungen

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    Die Mediengruppe Main-Post hat eine Online-Ausgabe. SpezielleOnline-Zeitungen sindSchweinfurt City/swity.de, deren Artikel das NachrichtenmagazinFocus in seiner bayerischen Online-Ausgabe ungeprüft übernimmt, undSW1.News sowieinFranken.de mit einer Schweinfurter Ausgabe.

    Hörfunk

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    Sendeantenne vonRadio Primaton,Blaues Hochhaus

    1991 nahmRadio Primaton alsprivater Hörfunksender sein Programm auf. 2017 wurde der private HörfunksenderRadio Hashtag+ gegründet mit der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen.[163] Ein Studio desBayerischen Rundfunks (BR) (siehe: Fernsehen) produziert für BR-Hörfunkprogramme Beiträge aus derRegion Main-Rhön.

    Fernsehen

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    Das Studio Main-Rhön des Bayerischen Rundfunks in Schweinfurt produziert Beiträge aus der Region und sendet Live-Berichte für den BR und dieARD.[164]TV Mainfranken sendet täglich ein Programm für Schweinfurt und dieRegion Main-Rhön.

    Internetradio und -fernsehen

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    Radio Hashtag+ und TV Mainfranken sind auch über dasInternet empfangbar. AusschließlichesInternetfernsehen bietet SW-N.TV mit Beiträgen aus dem Stadtgebiet an.

    Tourismus und Konferenzen

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    KonferenzzentrumMaininsel (KMI)

    2004 wurde das Konferenzzentrum Maininsel (KMI) auf derMaininsel Bleichrasen zusammen mit einem Viersterne-Hotel eröffnet. Hier finden insbesondere Tagungen von (über)regionalen Gesellschaften und Verbänden sowieVerbrauchermessen statt. 2019 gab es in Schweinfurt 23 Beherbergungsbetriebe, 1585 Gästebetten, 242.617 Übernachtungen (davon 40.371 Auslandsgäste)[165] und es arbeiteten in der Gastronomie rund 1700 Menschen.[166] Unter den Touristen sind Geschäftsreisende, Konferenz-Teilnehmer, Museums- und Radtouristen (Main-Radweg) und Urlauber auf dem Weg in den Süden. Schweinfurt liegt in einer Tourismus-Region, zwischen dem bayerischenStaatsbadBad Kissingen und derVolkacher Mainschleife. Zusammen kommt diese Region auf über 2 Millionen jährliche Übernachtungen und über 200 Beherbergungsbetriebe mit etwa 10.000 Gästebetten.[167][168] Bei großen Konferenzen in Schweinfurt kann zusätzlich auf Hotels in Bad Kissingen zurückgegriffen werden.

    Einzelhandel

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    Stadtgalerie Schweinfurt

    DasEinzugsgebiet des SchweinfurterEinzelhandels hat 759.000 Einwohner.[3] Schweinfurt liegt in der MitteMainfrankens; für seine knapp eine Million Einwohner ist die Stadt in maximal einer Stunde erreichbar. Schweinfurt besitzt eine sehr hoheEinzelhandelszentralität von 214 Punkten (z. Vgl.: Würzburg 189 Punkte; beide Werte für 2019).[169] DieVerkaufsfläche Schweinfurts beträgt 237.600 m² (2016). Davon entfallen 70.200 m² auf dieInnenstadt. Die Verkaufsflächendichte liegt bei hohen 4.500 m² pro 1.000 Einwohner (2016).[170]

    In derInnenstadt liegt das größte und zweitgrößte innerstädtischeEinkaufszentrum Mainfrankens: DieStadtgalerie Schweinfurt (2009 eröffnet), eine 300 Meter lange Shopping-Mall mit 22.500 m² Verkaufsfläche, 100 Geschäften und 1.300 Parkplätzen und dasRückert-Centrum (1973 eröffnet) mit 21.000 m² Verkaufsfläche.[171] Im Osten, umMarkt und Rathaus, gibt es vorwiegend kleinere, teilweise inhabergeführte Geschäfte, während der Westen, umRoßmarkt undJägersbrunnen und die Stadtgalerie im äußeren Westen von Filialisten und Kaufhäusern geprägt werden.

    ImHafen-Ost entstand ab den 1970er Jahren eine großeFachmarktagglomeration. Die Stadt lässt im Hafen jedoch kein innenstadtrelevantes Warenangebot zu. 2009 eröffneten im benachbartenMaintal zwei Möbelhäuser mit zusammen 34.900 m² Verkaufsfläche.[172]

    Bau- und Immobilienwirtschaft

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    Schweinfurt ist das Zentrum der Bau- undImmobilienwirtschaftMainfrankens. Die FirmengruppeRiedel Bau agiert alsBauunternehmen bundesweit und, mit Schwerpunkt in Mainfranken, in den BereichenProjektentwicklung und Realisierung vonBauträgerprojekten. Die UnternehmensgruppeGlöckle agiert in selber Weise, zudem auch imTiefbau.

    Maschinenbau

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    SRAM Torpedo, angelehnt an dieTorpedo-Freilaufnabe vonFichtel & Sachs

    Das 1996 gegründete MaschinenbauunternehmenSenerTec produziert und vertreibt Kraft-Wärme-Energiesysteme, so dasDachs-Mini-Blockheizkraftwerk.

    Fahrräder

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    In der Geburtsstadt des Fahrrads (siehe Artikel-Einleitung) sind auch heute z. T. namhafte (Zuliefer)Firmen der Branche ansässig:SRAM,Winora (zuAccell Group), R Raymon Bicycles und Pierer New Mobility Group.[173]

    Kunststoffe

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    Schweinfurt ist Hauptsitz vonMaincor, einem Hersteller vonKunststoffrohren sowie Sitz von Mainplastik und Melaplast, dasMelamin-Laminate produziert. KLT Hummel Plastic produziert vor allem für die Automobilindustrie.

    Chemie

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    ML Lubrication entwickelt und produziertKühlschmierstoffe.

    Farben

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    Farbenfabrik Deifel
    mit Gebäude von 1838/1896

    Im historischen Zentrum der deutschen Farbenindustrie (Schweinfurter Grün) gibt es heute nur noch die Buntfarbenfabrik Deifel.

    Textilien

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    P.A.C. amHainig und imMaintal ist ein weltweit führender Hersteller vonMultifunktionstüchern.[174]

    Lebensmittel

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    Imlößreichen Schweinfurter Gauland im Westen desLandkreises gedeihtBraugerste hoher Qualität. In der Stadt sind eineGetreidemühle (Cramer Mühle) und zweiMalzfabriken (Ireks mit HauptsitzKulmbach, Mälzerei Günther Schubert) ansässig.

    Brauereien

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    Roth'sches Haus, Brauerei Roth, 1944 teilzerstört

    Schweinfurt liegt unweit westlich vonBierfranken. Von früher insgesamt elf Brauereien in der Stadt existiert heute nur noch die Brauerei Roth.

    Siehe auch:Liste ehemaliger Brauereien in Bayern, Schweinfurt

    Logistik

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    Stadt und näheres Umfeld wurden aufgrund der zentralen Lage in Deutschland und Europa (siehe:Lage) zum wichtigenLogistikstandort. Hier habenZF Friedrichshafen undSKF ihr deutsches bzw. europäisches Logistikzentrum.DB Schenker bietet an drei Standorten alle Bereiche der Logistik an.

    Mineralöle

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    Das MineralölunternehmenErik Walther hat seinen Hauptsitz in Schweinfurt. Es betreibt rund 70 eigene Tankstellen in vier Bundesländern und verschifft dieMineralöle mit einer eigenenTankerflotte von denARA-Häfen (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen) zum Schweinfurter Hauptsitz und anderen Tanklagern.

    • Mineralölunternehmen Walther
    • TMS Bayernland auf dem Rhein an der Loreley
      TMS Bayernland auf dem Rhein an der Loreley
    • Schubverband TMS Thüringen/TSL Marie Luise vor dem Kauber Werth
      Schubverband TMS Thüringen/TSL Marie Luise vor dem Kauber Werth
    • Walther Tankstelle
      Walther Tankstelle

    Sand- und Kiesabbau

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    Landwirtschaft in Schweinfurt, am Industrie- und GewerbeparkMaintal

    Im Süden der Stadt betreibt die Firma Glöckle an denSchmachtenseen Sand- undKiesabbau.

    Land- und Forstwirtschaft

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    Landwirtschaftlich werden 1033 ha im Stadtgebiet genutzt.[175] DerWeinbau umfasst 3,5 ha (siehe:Weinbau). Die Waldgebiete umfassen 500 ha,[175] die allermeist derForstwirtschaft unterliegen.

    Infrastruktur

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    Öffentlicher Verkehr

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    Verkehrsverbund

    Hauptbahnhof (1874) um 1903.
    Empfangsgebäude 1943 zerstört und um 1950 weiter westlich, am Bahnhofsplatz, neu errichtet
    Stadtbahnhof (1852)
    ältester Bahnhof Schweinfurts
    Stammstrecke entlang des Mains zwischen Hauptbahnhof und Stadtbahnhof, mit Tunnel, um 1900

    Die Stadt Schweinfurt gehört dem VerkehrsverbundNahverkehr Mainfranken (NVM) an.

    Bahnhöfe

    Bahnstrecken

    Linien

    Bahnprojekte

    Zentrale Omnibusbahnhöfe (ZOB)

    Fernbusse

    Regionalbusse

    Stadtbusse

    Das Liniennetz der Verkehrsbetriebe derStadtwerke Schweinfurt besitzt neun Pendellinien mit zwei Varianten.[178]

    Straßenverkehr

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    Bei Schweinfurt bilden dieBundesautobahn 70 als Südtangente und dieBundesautobahn 71 als Westtangente eineTangente um die Stadt, mit insgesamt siebenAnschlussstellen für Stadt und Vororte, weshalb Schweinfurt nur 5 % Durchgangsverkehr besitzt.[179] Schweinfurt entwickelte sich zu einem Autobahnknoten (siehe:Neue Zentralität). Da dieBundesstraßen, mit Ausnahme derB 286 undB 303, nur noch lokale Bedeutung haben, wurden sie im Raum Schweinfurt abschnittsweise zuStaatsstraßen zurückgestuft.

    ErsteLichtzeichenanlage der Stadt. An derRathauskreuzung, Errich­tungs­jahr unklar (1949–1952). Sie wurde in der Anfangszeit von einem Polizisten geschaltet. (Foto 1953)
    Verkehrsprojekt Dt. Einheit Nr. 16:
    Thüringer-Wald-Autobahn A 71
    Erfurt – Schweinfurt, 2002 im Bau

    Schweinfurt liegt an folgenden Fernstraßen:
    E45Alta (Nordkap)–Gela (Sizilien). Die europäische Nord-Süd-Achse, mit fast 5000 km Länge, verläuft auf der A 7 über dasAutobahnkreuz Schweinfurt/Werneck.
    E48 Schweinfurt–Prag. Im Endausbau durchgehend als vierstreifige Schnellstraße angestrebt, durch Aufgabe derFichtelgebirgsautobahn nicht mehr möglich.
    A3 Die Anschlussstelle (AS)Schweinfurt-Süd/Wiesentheid wurde später für die Stadt durch drei nähere Autobahnen bedeutungslos und inWiesentheid umbenannt.
    A7 Dänische Grenze–österreichische Grenze. Ab Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck (A 7/A 70) bis zur A 3 derzeit sechsstreifiger Ausbau.
    A70Autobahnkreuz Schweinfurt/WerneckAutobahndreieck Bayreuth/Kulmbach (A 70/A 9).
    A71Autobahndreieck Werntal bei Schweinfurt (A 70/A 71)–Autobahndreieck Südharz (A 71/A 38).
    B19EisenachKleines Walsertal. Sie verläuft 2 km vor der Stadtgrenze als Westtangente; wurde zwischenMeiningen und A 70 herabgestuft.
    B26Riedstadt (Rhein)–Bamberg; wurde im Raum Schweinfurt herabgestuft.
    B26a Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck–Arnstein. Auf neuer Trasse, ohne Ortsdurchfahrten, aber nichtkreuzungsfrei.
    B26n imBundesverkehrswegeplan 2030.[180] Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck–A 3 (ASHelmstadt). Zunächst über bestehende B 26a, dann Neubau einer dreistreifigen, kreuzungsfreienKraftfahrstraße.[181]
    B286EnzlarBad Brückenau. Von der ASWiesentheid der A 3 bisNeuses am Sand zweistreifig und kreuzungsfrei. Neuses–Schwebheim teilweise dreistreifig und Schwebheim–Schweinfurt/Hafenkreuz durchgehend vierstreifig, mit zwei getrennten Fahrbahnen.
    B303A 7/AnschlussstelleWasserlosenSchirnding. Zwischen A 70 bei Schweinfurt undCoburger Land auf neuer Trasse, ohne Ortsdurchfahrten, aber nicht kreuzungsfrei.

    Siehe auch:Mainbrücken in Schweinfurt

    Radwege

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    Fahrradständer amMarktplatz
    in den 1930er Jahren

    Die Stadt besitzt im westlichen Bereich ein dichtes Radwegenetz. Schweinfurt ist einRadfernweg-Knotenpunkt. Hier kreuzen sich vier Radwege. Der 600 Kilometer langeMain-Radweg wurde 2008 als erster deutscher Radfernweg vomAllgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit fünf Sternen ausgezeichnet.[182] DerMain-Werra-Radweg führt vonMeiningen über Schweinfurt nach Würzburg. DerWern-Radweg führt vonRottershausen unweit derWernquelle über Schweinfurt nachWernfeld, das an der Mündung der Wern in den Main liegt. DerMain-Saale-Radweg verbindet Schweinfurt mit dem 20 Kilometer nordwestlich gelegenenBad Kissingen an derFränkischen Saale (siehe auch:Fernwege).

    Binnenschifffahrt

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    Schweinfurt liegt am dort mit dem Main identischenEuropakanal
    Hafen mitWalther-Hochtanklager

    Schweinfurt liegt an der 3500 km langen Großschifffahrtsstraße, die über denRhein-Main-Donau-Kanal dieNordsee mit demSchwarzen Meer verbindet.[183] Jährlich passieren 6000 Frachtschiffe die Stadt, darunter bis zu 180 Meter langeSchubverbände, meist Container- oder Tankschiffe und 1000 bis zu 135 Meter langeFlusskreuzfahrtschiffe. Die Schweinfurter Personenschifffahrt führt von März bis Oktober auf dem Main Rundfahrten durch, auch in Verbindung mit Veranstaltungen mit gastronomischen Angeboten an Bord.

    DieHäfen Schweinfurts umfassen einenBinnenhafen, eineLände, Anlegestellen für Personen- undFlusskreuzfahrtschiffe sowie Häfen fürSportboote. An derStaustufe Schweinfurt befinden sich Schleusen für Schiffe und Sportboote. In Schweinfurt gibt es ein Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (Kleinfahrzeugkennzeichen SW; siehe auch:Behörden) und eine Bootsfahrschule. Die Stadt war 1911/1912 Endpunkt der inMainz beginnendenKettenschifffahrt auf dem Main, die 1936 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt wurde.

    Luftverkehr

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    Advanced Landing Ground ALG R-25 Schweinfurt.Conn Barracks 1945
    Flugplatz Haßfurt-Schweinfurt

    Schweinfurt liegt zwischen demFrankfurter Flughafen (118 km westlich) und demNürnberger Flughafen (85 km südöstlich). Bei Schweinfurt liegen drei Flugplätze:

    Energieversorgung

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    DieStadtwerke Schweinfurt betreiben in der Stadt und einigen Randgemeinden einStromnetz, einMethangasnetz, einFernwärmenetz und einKabelnetz. Die Stadtwerke sind Miteigentümer desLaufwasserkraftwerks Schweinfurt. Gas wird vollständig zugekauft. Fernwärme wird von der Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH bezogen, die dasGemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) betreibt.

    DasKernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG) bei Schweinfurt wurde 2015 stillgelegt. 2024 wurden die beiden 143 m hohenKühltürme gesprengt.[184] Bis 2033 ist dernukleare Rückbau geplant. Danach beginnt der konventionelle Abriss der Gebäude, der um 2035 beendet sein soll. Die schwach- undmittelradioaktiven Stoffe werden in der Bereitstellungshalle (BeHa) gelagert und die hochradioaktiven Abfälle im 2006 erbauten Brennelementbehälterlager (BELLA), der eine Laufzeit von 40 Jahren besitzt. Wo danach die radioaktiven Abfälle hinkommen steht noch nicht fest, da es noch kein zentralesEndlager gibt. Die beiden Gebäude BeHa und BELLA werden das Einzige sein, was nach dem Abbruch vom KKG übrigbleibt.[185][186]

    Stromleitungsknoten

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    Zentraler deutsche LeitungsknotenGrafenrheinfeld bei Schweinfurt, in der unteren Kartenmitte. Stromleitungen und Leitungsvorhaben des Bundes­bedarfsplanungsgesetzes, Stand 2013

    DerLeitungsknoten Bergrheinfeld im südlichen Schweinfurter Vorort, am ehemaligen Kernkraftwerk Grafenrheinfeld, ist ein wichtiger europäischer Leitungsknoten derHochspannungs-Gleichstrom-Übertragung. Er wird seit 2025 als ein Ende der StromtrasseSuedlink und erstes Großprojekt mitErdverkabelung weiter ausgebaut.

    Siehe auch:KI-Gigafabrik Blue Swan

    Wasserversorgung

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    Maintal mit Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke an denWehranlagen

    Die Wasserversorgung Schweinfurts wird durch 42 Brunnen an denWehranlagen im Maintal und acht weitere Tiefbrunnen sichergestellt, die von den Stadtwerken Schweinfurt betrieben werden. Zunächst werden die tief liegenden Stadtteile (Niederdruckzone) über Hochbehälter beliefert. Von hier wird Trinkwasser in höher gelegene Stadtteile (Hochdruckzone I) gepumpt und schließlich weiter in die Hochbehälter der am höchsten gelegenen Stadtbereiche (Hochdruckzone II). Das Schweinfurter Trinkwasser (Härtebereich III) hat nur geringeNitratwerte und enthält vieleMineralien.[187]

    Das niederschlagsarmeUnterfranken wird zusätzlich über denMain-Donau-Kanal mit Wasser aus den Speicherseen derFränkischen Seenplatte versorgt.

    Wasserentsorgung

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    Die Kläranlage Schweinfurt ist auf 250.000Einwohnerwerte ausgelegt und behandelt jährlich etwa 9.000.000 m³ Wasser.[188] Sie wird derzeit (2025) um eineVierte Reinigungsstufe zur Beseitigung vonSpurenstoffen erweitert. Zusätzlich läuft ein Forschungsprojekt, bei dem Abwasser darüber hinaus bis zur Wiederverwendbarkeit in der Bewässerung aufbereitet wird, um die Grund- und Oberflächenwasser-Ressourcen zu schonen.

    Sport

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    Schweinfurt galt alsStadt des Sports. Diese Bezeichnung wird heute noch manchmal verwendet, obwohl die sportliche, insbesondere fußballerische Blütezeit der Stadt, mit internationaler Bedeutung, in den 1930er Jahren lag.

    Stadion

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    Hauptartikel:Sachs-Stadion
    SportparkSachs-Stadion mit
    Riedel Bau Arena und umgebende Sportstätten außerhalb des Sportparks

    Sachs-Stadion ist der Name für einen großen Sportpark. In ihm liegt die Riedel Bau Arena, einFußballstadion mitLeichtathletikanlage, mit einer Kapazität von 12.000 Zuschauern (ursprünglich 22.000 Zuschauer). Sportpark und Stadion wurden vonWilly Sachs, dem einstigen Alleininhaber der SchweinfurterFichtel & Sachs AG, der Stadt Schweinfurt gestiftet. Der große Komplex wurde 1936, eine Woche vor denOlympischen Spielen in Berlin, in Anwesenheit führendernationalsozialistischer Politiker alsWilly-Sachs-Stadion eröffnet. Wegen der Verstrickungen von Willy Sachs in denNationalsozialismus wurde der Sportpark 2021 inSachs-Stadion umbenannt.

    Er ist, neben demBerliner Olympiastadion, die einzige, weiträumige Sportanlage aus den 1930er Jahren, die unterDenkmalschutz steht und die einzige größere Vorkriegsanlage, in die bis heute, abgesehen von technischen und temporären Einbauten, keine baulichen Eingriffe vorgenommen wurden. Die Haupttribüne wurde imBauhausstil vom Architekten desStuttgarter HauptbahnhofsPaul Bonatz entworfen. Das städtische Stadion ist seit seiner Eröffnung Heimstätte des1. FC Schweinfurt 05.

    Das Stadion war Austragungsort einigerLeichtathletikvorentscheidungen der gesamtdeutschen Olympiamannschaft 1960 zu denOlympischen Spielen 1960 inRom und derFaustball-Weltmeisterschaft 1972. Bei derFußball-Weltmeisterschaft 2006 gastierte dietunesische Nationalmannschaft in Schweinfurt und trainierte im Sachs-Stadion.

    Vereine

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    In Schweinfurt gibt es 76 Sportvereine und Betriebssportgemeinschaften (2020).[25] Wie vielerorts wurden auch hier herkömmliche Sportvereine, insbesondere mit Fußballabteilungen, infolge derdemografischen Entwicklung und aufkommenderTrendsportarten dezimiert oder mussten neu organisiert werden, auchTennisclubs infolge desGolfbooms.

    Ellertshäuser See, rechts Segelclub Ellertshäuser See Schweinfurt (SCES)

    DieBürgerliche Schützengesellschaft 1433 Freischütz von 1875 ist der älteste Verein der Stadt, der vermutlich schon vor 1433 bestand, noch vor Verbreitung desSchießpulvers, als Verein fürArmbrustschützen.[189] DieTurngemeinde Schweinfurt 1848 hat rund 3.000 Mitglieder. Der größte Verein der Stadt ist dieSektion Schweinfurt desDeutschen Alpenvereins mit 5.113 Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2025).[190] Sie betreibt das DAV-Kletterzentrum in Schweinfurt, dieSchweinfurter Hütte in denStubaier Alpen und dieHütte an der Haselstaude in derSchweinfurter Rhön, in der sich auch der Bootshafen des SegelclubsEllertshäuser See Schweinfurt (SCES) befindet.

    Fußball

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    Erste Europäische Fußballauswahl in London 1938. Der Herzog von Kent gratuliert Ander Kupfer, ganz links steht Albin Kitzinger – beide vom 1. FC Schweinfurt 05 und einzige Deutsche

    Nationalspieler

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    Schweinfurt gilt alsFußballstadt mit langer Tradition. Am 12. Mai 1937, vier Tage vor der Geburtsstunde derBreslau-Elf, stellten Schweinfurter Fußballer in einem Testspiel derdeutschen Fußballnationalmannschaft gegenManchester City im Sachs-Stadion die gesamte Läuferreihe, mitAndreas Kupfer,Albin Kitzinger (beide1. FC Schweinfurt 05) undRobert Bernard (VfR 07 Schweinfurt). Der italienische DoppelweltmeistertrainerVittorio Pozzo stellte erstmals eineEuropäische Fußballauswahl zusammen, die am 26. Oktober 1938 imHighbury in London gegen England spielte. In dieser erstenWeltelf der Fußballgeschichte waren zwei Deutsche vertreten, Kupfer und Kitzinger. Kupfer war zudem der erste Kapitän derFußballnationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland, im Spiel gegen die Schweiz 1950.Günter Bernard vom FC 05 war in den 1960er Jahren Nationaltorhüter, mit 5 Einsätzen.

    1. FC Schweinfurt 05

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    Hauptartikel:1. FC Schweinfurt 05
    Weston McKennie (FC Schalke 04) undStefan Maderer (FC 05, Mitte).DFB-Pokal 2018/19 imSachs-Stadion

    Die größten Erfolge des FC 05 waren das Erreichen der Endrunden zurdeutschen Meisterschaft 1939 und 1942 sowie 1936 des Halbfinales imTschammerpokal (Vorläufer des DFB-Pokals). Der Verein brachte mehrere National- und Weltklassespieler hervor (siehe:Fußball). In den 1930er und Anfang der 1940er Jahre war der FC 05 nach dem1. FC Nürnberg die Nummer 2 im bayerischen Fußball. Von 1931 bis zur Einführung der1. Bundesliga 1963 spielte der FC 05 ohne Unterbrechung in der jeweils höchsten nationalen Spielklasse. Zweimal (1966 und 1975) misslang der Versuch in die 1. Bundesliga aufzusteigen. 1974 wurde der FC 05 Gründungsmitglied der2. Fußball-Bundesliga, in der Saison 2001/02 gehörte er zum dritten und bisher letzten Mal der 2. Liga an. In der Saison2024/25 stieg der FC 05 aus derRegionalliga Bayern in die3. Fußball-Liga auf.

    VfR 07 Schweinfurt

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    Hauptartikel:VfR 07 Schweinfurt

    Der einstige Lokalrivale VfR 07 spielte von 1939 bis 1941 ebenfalls in der höchsten Spielklasse, derGauliga Bayern, imStadion am Hutrasen. Der größte Erfolg des Vereins war 1940 das Erreichen der zweiten Hauptrunde des Tschammerpokals, in der er gegenRapid Wien ausschied.Robert Bernard vom VfR 07 absolvierte 1936 zwei Länderspiele in der deutschen Fußballnationalmannschaft. 2015 wurde der VfR 07 aufgelöst.

    Leichtathletik

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    Briefmarke Olympisches Jahr 1960, mit deutschen Leichtathletik-Vorentscheidungen im Sachs-Stadion

    EinigeLeichtathletikvorentscheidungen der gesamtdeutschen Olympiamannschaft für dieOlympischen Spiele 1960 inRom fanden im Schweinfurter Sachs-Stadion statt.

    Eissportarten

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    Hauptartikel:ERV Schweinfurt
    Günter Traub bei der WM inOslo 1967

    Das Eisstadion des Eislauf- und Rollschuhvereins ERV Schweinfurt heißtIcedome und hat eine Kapazität von etwa 3.000 Zuschauern.

    Aus dem ERV ging der zweimaligeEisschnelllauf-Weltrekordinhaber im Großen Vierkampf und viermalige Weltmeister im RollschnelllaufGünter Traub hervor. Er trainierte von 1969 bis 1970 die US-amerikanische Nationalmannschaft im Eisschnelllauf.

    Die größten Erfolge derEishockeymannschaft des ERV (seit 2003Mighty Dogs) waren zwei Spielzeiten in der2. Liga Süd von 1994 bis 1996 und die Meisterschaft in der Oberliga Süd/Ost 2003.

    Rollhockey

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    In den 1960er Jahren bildete der ERV Schweinfurt das Zentrum des deutschenRollhockeys und stellte fast die gesamte Nationalmannschaft.

    Radfahren

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    Hauptartikel:1. Radfahrer-Vereinigung 1892 Schweinfurt

    Die größten Erfolge erzielte der Verein mit deutschen Vizemeisterschaften imMannschaftsfahren 1934 und 1935 sowie imRadpolo 1967.

    Die beiden letztgenannten Vereine stehen auch in Verbindung mit der Fahrrad- undRollschuhtradition der Stadt, in derFahrräder,Skateboards,Inlineskates und dazugehörigeKugellager hergestellt wurden bzw. werden.

    Golf

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    Öffentlicher 6-Loch-Golfplatz des Golf-Clubs Schweinfurt inLöffelsterz

    Der Golfclub Schweinfurt gehört mit 1128 Mitgliedern (2023) zu den größeren Vereinen der Stadt. Er betreibt inLöffelsterz eine 18-Loch-Anlage, einen öffentlichen 6-Loch-Kurzplatz (keinePlatzreife nötig) und eine öffentlicheDriving Range.[191]

    Die GolfakademieHoppachshof liegt 4 Kilometer weiter nordwestlich, mit einem öffentlichen 3-Loch-Platz mit Driving Range.

    Siehe auch:Golfclub Schweinfurt, Anlage in Löffelsterz

    Rudern

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    Hauptartikel:Schweinfurter Ruder-Club Franken von 1882
    Regattastrecke auf dem Main
    mitAchter im Jahre 1932

    Der Ruder-Club Franken unterhält eine 1000 Meter lange Regattastrecke auf dem Main. Sie ist neben der Olympiaanlage inOberschleißheim eine der beiden bayerischen Regattastrecken. In den geraden Jahren finden die bayerischen Meisterschaften im Rudern auf der Olympiaanlage statt und in den ungeraden Jahren in Schweinfurt, wo auch bereits die deutschen Sprintmeisterschaften und der Deutsche Rudertag ausgetragen wurden.[192]

    Kanu-Wildwasser

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    DieWildwasser-Abteilung derDJK Schweinfurt bietet Wildwasserfahren auf demSaumain an. Der angrenzende Mühlenkanal der Cramermühle auf derBöckleinsinsel wurde ebenfalls bereits als künstlicheWildwasseranlage genutzt.[193]

    Stand Up Paddling

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    DieKanu-Abteilung der DJK Schweinfurt bietet Stand Up Paddling (SUP) oberhalb derStaustufe Schweinfurt an, auf dem hier bis 170 m breiten Main.[194]

    Faustball

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    DieFaustball-Weltmeisterschaft 1972 und dieFaustball-Europameisterschaft 2012 der Männer fanden im Sachs-Stadion statt.

    Korbball

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    Der Raum Schweinfurt ist, nebenNiedersachsen, das Zentrum des deutschenKorbballs.[195]

    Freizeit

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    Siehe auch: AbschnittKultur

    Promenaden, Strände und Wälder

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    An der Gutermann-Promenade befinden sich Anlegestellen für die Schweinfurter Personenschifffahrt (Rundfahrten), für die Vermietung von „Grillbooten“ (Grillen auf dem Boot) und für Sportboote. Die Mainlände ist Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe, daneben in derMainbastion (Gerberstieglein-Schanze) liegt derStadtstrand Schweinfurt. Zwischen Main undSennfelder Seenkranz ziehen sich dieWehranlagen 2 Kilometer hin, mit Bademöglichkeit, Sportclubs, Bootshäfen und Gastronomie. Im Süden der Stadt, amSchwebheimer Wald, liegt die Naherholungsanlage Baggersee, mit 26 Hektar großem Badesee, 1 Kilometer langem Strand, Rundweg, Bootsvermietung undWaldseilgarten. Drei weitere Badeseen liegen hier jenseits der engen Stadtgrenzen[196] (siehe auch:Gewässer).

    • Nordöstliches Stadtgebiet, mit Ausläufern der Schweinfurter Rhön, dem größten Naherholungsgebiet der Stadt. Legende: AT = Aussichtsturm/Terrasse, AS = Abenteuerspielplatz, WS = Wasserspielplatz, Whs = Wirtshaus mit Biergarten
      Nordöstliches Stadtgebiet, mit Ausläufern derSchweinfurter Rhön, dem größten Naherholungsgebiet der Stadt.
      Legende:AT = Aussichtsturm/Terrasse,AS = Abenteuerspielplatz,
      WS
      = Wasserspielplatz,Whs = Wirtshaus mit Biergarten
    • Mainleite (südöstlicher Rand der linken Karte) mit Wander- und Radwegen, Aussichtspunkten und Einkehrmöglichkeiten
      Mainleite (südöstlicher Rand der linken Karte) mit Wander- und Radwegen, Aussichtspunkten und Einkehrmöglichkeiten

    DieSchweinfurter Rhön(Hesselbacher Waldland) erstreckt sich mit ihrem dichten Wanderwegenetz[197] bis in den Norden des Stadtgebiets, mitZellergrundbach,Höllental,Wildpark an den Eichen, Biergärten, Silvana-Freizeitbad und Kletterhalle desDeutschen Alpenvereins. Südöstlich liegt derHainberg, einTafelberg mit ausgedehntem Wanderwegenetz und derMainleite, einem Steilhang mit historischen Weinbergen. An derPeterstirn, amKarlsturm, liegt ein Weingut (Weinfeste).

    Eislauf ist auf der Natureisbahn an derLudwigsbrücke und im Icedome amSachs-Stadion möglich. Durch das Stadtgebiet läuft eineKlimascheide, mit dem wintermilden Main-Tiefland im Süden und der Schweinfurter Rhön, die nahe anVorrhön undHaßbergen liegt, im Norden, mit einer Rodelbahn vom Stadtwald ins Tal des Zellergrundbachs.

    • Schindturm über dem Höllental
      Schindturm über demHöllental
    • Wildpark an den Eichen im Sommer...
    • ...und im Winter, in den Ausläufern der Schweinfurter Rhön, im Norden der Stadt
      ...und im Winter,
      in den Ausläufern der Schweinfurter Rhön,
      im Norden der Stadt
    • Naherholungsanlage Baggersee im Main-Tiefland, im Süden der Stadt
      Naherholungsanlage Baggersee
      im Main-Tiefland, im Süden der Stadt

    Siehe auch:Wälder, Parks und Schutzgebiete

    Fernwege

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    In der Stadt beginnen dreiFernwanderwege. Ein Ast desUnterfränkischen Jakobswegs führt von Schweinfurt zumKreuzberg (928 m) imBiosphärenreservat Rhön, ein Fernwanderweg zumSchweinfurter Haus amGangolfsberg (736 m) in der Rhön und derFriedrich-Rückert-Wanderweg führt vom Geburtshaus des Dichters amMarkt durch die Haßberge nachNeuses bei Coburg. Schweinfurt liegt an derVia Romea und zudem an der Kreuzung von vierRadfernwegen (siehe:Radwege).

    Nachtleben

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    Lokale

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    Weinstubes' TürmleUnterer Wall
    Alte KneipenmeileBauerngasse während der Altstadtsanierung 2018

    DieNiederwerrner Straße um den mittleren Bereich (Allee mitVorgartenzone) war bis zur Schließung derUS-Heeresgarnison Schweinfurt 2014 ein deutsch-amerikanischer Boulevard, mit Eiscafés, Pizzerien (La Gondola seit 1959) und Nachtlokalen, die z. T. erhalten blieben.

    Die 1990er Jahre waren die Blütezeit der Kneipenmeile in der nördlichenAltstadt, die sich von der Oberen Straße überKornmarkt und Bauerngasse bis zumZeughaus hinzog, mit im Kern über 100 Jahre alten Wirtshäusern. Hier wurde 1993 das KneipenfestivalHonky Tonk erfunden (siehe:Festivals).

    Die Altstadt um das Rathaus entwickelte sich in neuerer Zeit zu einem gastronomischen Quartier, mit Restaurants und Trendlokalen gehobener Qualität.

    Kinos

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    In der Stadt gibt es 14 Kinosäle.[198] DasWeltbio Kino-Center aus den 1950er Jahren wurde zumSchachtelkino mit fünf Sälen umgebaut. Unweit davon eröffnete 2009 dieFilmwelt Schweinfurt, einMultiplex-Kino in 3-D, mit sieben Sälen und insgesamt 1010 Sitzplätzen,[199] wo auch Konzerte und Events live übertragen werde. Das KuK (KinoundKneipe) imMusikerviertel ist einProgrammkino mit zwei Sälen.

    Diskotheken

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    Die örtlicheDiskothekenszene hat sich seit dem Abzug der Amerikaner teilweise verändert. Die 2012 abgebrannte 90 m lange Großdiskothek Megadrom amHainig[200] zog alsHottestHip-Hop-Club of Germany samstagabends einafroamerikanisches und deutsch-amerikanisches Publikum aus dem süddeutschen Raum an (siehe auch:Subkulturelle Szene). Im einstigenMad (heuteClub Diamond) inOberndorf, mit damals ähnlichem Publikum, gastierte Ende der 1990er Jahre zweimalVIVA Club Rotation, moderiert vonDaisy Dee. DieRockfabrik, neben dem einstigen Megadrom, hat sich seit Beginn der Ära vonTechno und Großdiskotheken Anfang der 1990er Jahre bis heute unverändert gehalten. Die alsEastside bekannte Diskothek an derLudwigsbrücke eröffnete 2017 neu alsPure Club & Lounge mit diversen Musikrichtungen und Partys. Der einstigeSuzie Club imHafen-Ost verstand sich als Edeldiskothek und wird heute alsTante Suzie geführt.

    Rotlichtszene

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    In Bayern ist in Gemeinden ab 30.000 Einwohnern dieProstitution grundsätzlich erlaubt. Eine Ausweisung von sogenannten Toleranzzonen, mittels Erlass vonSperrbezirken für das gesamte restliche Stadtgebiet, gibt es in Schweinfurt nicht. Dies lehnte der Stadtrat wiederholt ab. Im Jahr 2019 verteilten sich 49 Etablissements (meist Terminwohnungen) über das Stadtgebiet, mit einem Schwerpunkt um denKornmarkt. Die zunehmende Verlagerung der Prostitution in Deutschland in die Illegalität, durch in Asien angeworbene Prostituierte, wurde auch in Schweinfurt seit den 2010er Jahren festgestellt. Bei Kontrollen von Polizei und Zoll wurden chinesischeSchleuserinnen aufgefunden, die über südeuropäische Länder chinesische Prostituierte einschleusten, die zur Erwerbsarbeit in Deutschland keine Erlaubnis hatten.[201][202]

    Wissenswertes

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    Erfindung des ungeschnürten Fußballs

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    Im Jahre 1920 erfand der Schweinfurter Fritz Stöcklein den ungeschnürten VAU-DE-Es-Fußball mit Rückschlagventil.[203]

    Flugpioniere Gebrüder Dittmar

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    Raketenflugzeug Me 163, mit demHeini Dittmar als erster Mensch 1941 die 1000-km/h-Marke überschritt

    Die in Schweinfurt lebenden BrüderHeini undEdgar Dittmar wurden zu Flugpionieren, da 50 Kilometer nordwestlich der Stadt die alsWiege des Segelflugs bezeichneteWasserkuppe liegt. Beide stellten 1928 und 1934 Langstrecken- und Höhenweltrekorde imSegelflug auf. Heini gelang 1936 die erste Alpenüberquerung mit einem Segelflugzeug.[204] 1937 wurde er erster Segelflugweltmeister und 1941 überschritt er mit dem RaketenflugzeugMesserschmitt Me 163 als erster Mensch die 1000-km/h-Marke und erreichte 1944 eine Geschwindigkeit von 1130 km/h,[205] die erst 1953 mit einerHawker Hunter übertroffen wurde.

    Erstes Bodybuilding-Studio Deutschlands

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    Hauptartikel:Harry Gelbfarb

    Der US-Amerikaner Harry Gelbfarb wurde 1951 zur Armee eingezogen und später in Schweinfurt stationiert. Nach seiner Armeezeit traf er in Kalifornien bekannte Bodybuilder und eröffnete danach 1956 in Schweinfurt das ersteBodybuilding-Studio Deutschlands. Im Jahre 1959 gründete er mit Mitgliedern seines Studios den ersten deutschen Bodybuilding-Verband (DKB). Im Jahre 1981 organisierte Gelbfarb in seinem Schweinfurter Studio die ersten deutschen Meisterschaften imKraftdreikampf der Frauen.

    „Sie waren zu siebt, als Harry Gelbfarb im Jahr 1959 den ersten deutschen Bodybuilding-Verband gründete. Ein halbes Jahrhundert später sind es sieben Millionen Menschen, die in Fitnessstudios ihre Kraft mit Gewichten und Maschinen trainieren“.[206]

    AuchGünter Traub (siehe:Eis- und Rollhockey) war ein Pionier derFitnessbewegung mit seinen inSt. Moritz selbstentwickelten alpinen Bewegungskursen. Er war derGesundheitscoach von bekannten Automobilrennfahrern, wieNiki Lauda,Jackie Stewart,Hans-Joachim Stuck oderJochen Mass sowie vom DirigentenHerbert von Karajan.[207]

    Gütesiegel Echtes Leder made in Schweinfurt

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    Gütesiegel made in Schweinfurt

    Um 1960 entwarf im Auftrag des damaligen Vorsitzenden des Verbandes der Deutschen Lederindustrie und Chefs derLichtenfelser Firma Striwa der Grafiker Oskar von Lingen in einer SchweinfurterWerbeagentur dasGütesiegel fürEchtes Leder. Es ist seit Jahrzehnten weltweit gebräuchlich (englisch:Real leather oderGenuine leather, französisch:Cuir véritable)[208] und wurde später zum Vorbild vieler anderer Gütesiegel, z. B. fürEchte Baumwolle.

    Ludwig Mies van der Rohe und Schweinfurt

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    Neue Nationalgalerie Berlin (1968). Rückgriff auf einen frühen Entwurf für dasMuseum Georg Schäfer

    40 Jahre vor der Eröffnung desMuseums Georg Schäfer (MGS) beauftragte der Schweinfurter IndustrielleGeorg Schäfer den ArchitektenLudwig Mies van der Rohe zur Planung eines Museums für seine bedeutende Privatsammlung. Der Entwurf von 1960/61 sah einen gläsernen, stützenlosen, eingeschossigen Hallenraum mit einer Stahlkonstruktion vor und sollte imFichtelsgarten errichtet werden. Der damalige von der SPD dominierte Stadtrat lehnte das Geschenk des Industriellen für seine Heimatstadt wegen der zu übernehmenden Unterhaltskosten ab. Daraufhin verwirklichte Mies die Idee in den Jahren 1965 bis 1968 alsNeue Nationalgalerie inWest-Berlin, als einziges Bauwerk, das er in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg umsetzte. Die Bauleitung hatte sein Enkel Dirk Lohan, der mit einer Tochter Georg Schäfers verheiratet war.[209] 2017 gab es im MGS eine Ausstellung mitCollagen von Mies, als Leihgabe desMuseum of Modern Art inNew York City.[210]

    Gunter Sachs

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    Hauptartikel:Gunter Sachs
    Schloss Mainberg bei Schweinfurt, Geburtsort vonGunter Sachs

    Gunter Sachs wurde aufSchloss Mainberg bei Schweinfurt 1932 geboren und gehörte bis Mitte der 1980er Jahre dem Aufsichtsrat derSachs-Gruppe in Schweinfurt an. Er war in den 1960er und 1970er Jahren als Prototyp des Gentleman-Playboys bekannt. Nach seiner Liaison mit der persischen Ex-KaiserinSoraya im Jahre 1962 war er von 1966 bis 1969 mitBrigitte Bardot verheiratet. Als Fotograf und Kunstsammler führte er das Nachkriegsdeutschland aus seinerProvinzialität, machte diePop Art salonfähig und entdeckteAndy Warhol.

    Airbus „Schweinfurt“

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    Am 20. Oktober 1985 bekam erstmals einLufthansa-Jet den Namen „Schweinfurt“, eineBoeing 737 mit demLuftfahrzeugkennzeichen D-ABME. Die aktuelle „Schweinfurt“ kam 1998 zur Flotte, einAirbus A 319 mit dem Kennzeichen D-AILY.[211]

    Beinamen Schweinfurts

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    Der BeinameWälzlagerstadt ersetzt heute meist den veralteten NamenKugellagerstadt. Seltener kommt der BeinameWelthauptstadt der Kugellager vor.[212]

    Stadtmotto

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    Das MottoIndustrie und Kunst war unter OberbürgermeisterinGudrun Grieser Grundlage derStadtentwicklung und steht seitdem auf dentouristischen Unterrichtungstafeln an den Autobahnen im Umfeld der Stadt.

    Persönlichkeiten

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    Hauptartikel:Liste von Persönlichkeiten der Stadt Schweinfurt

    Aus Schweinfurt stammen u. a.Judith von Schweinfurt (eine Herzogin von Böhmen, beigesetzt imVeitsdom zu Prag),Friedrich Rückert (Dichter und Orientalist),Theodor Fischer (Architekt),Andreas Kupfer undAlbin Kitzinger (Welt-Fußballer),Günter Bernard (DFB A-Nationaltorhüter),Stefan Marquard (Starkoch),Jürgen Höller (Motivationstrainer und Autor) undTommy Jaud (Autor).Gunter Sachs (siehe:Wissenswertes) wurde im Schweinfurter VorortMainberg geboren. Daneben war die Stadt Anziehungspunkt und Teil im Leben vonErnst Sachs (Erfinder und Industrieller) undKlaus Ernst (Mitbegründer derWASG und ehemaliger Vorsitzender der Linkspartei). Familiäre und/oder berufliche Bezüge zu Schweinfurt haben u. a.Ludwig Mies van der Rohe (siehe:Wissenswertes) undMichael Glos.

    Siehe auch

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    Portal: Franken – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Franken

    Literatur

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    Alphabetisch nach Autoren geordnet

    Weblinks

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    Einzelnachweise

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    1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis:Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu). 
    2. Die Einwohnerzahl der Kommunen in einem Ring von zehn Kilometer um die Stadtmitte beträgt einschließlich Schweinfurt 124.384 Einwohner (31. Dezember 2023). Den Zehn-Kilometer-Ring verwendete dieUniversität Würzburg als Grundlage für einewirtschaftsgeorafische Studie: Kilian Beck: Hebesatzpolitik und Beitragsplanung/Die Wettbewerbssituation der Stadt Schweinfurt.
    3. abDas Gesamteinzugsgebiet des Schweinfurter Einzelhandels, bezogen auf den StandortStadtgalerie Schweinfurt, hatte 2019 nach Angabe vonECE Projektmanagement 758.974 Einwohner
    4. abStatistische Ämter des Bundes und der Länder/Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland, Berechnungsstand August 2022. Abgerufen am 1. Februar 2024. 
    5. Philip Beeley:Eine Geschichte zweier Städte. Der Streit über die wahren Ursprünge der Royal Society. In: Richard Toellner, Uwe Müller, Benno Parthier, Wieland Berg (Hrsg.):Die Gründung der Leopoldina – Academia Naturae Curiosorum – im historischen Kontext. Johann Laurentius Bausch zum 400. Geburtstag.Nr. 49. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008,S. 135–162. ; Claude Debru:Die Gründung der Pariser Akademie der Wissenschaften im politischen und wissenschaftlichen Kontext. In: Richard Toellner, Uwe Müller, Benno Parthier, Wieland Berg (Hrsg.):Die Gründung der Leopoldina – Academia Naturae Curiosorum – im historischen Kontext. Johann Laurentius Bausch zum 400. Geburtstag.Nr. 49. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008,S. 163–173. 
    6. FahrradZukunft/Fichtel & Sachs: Zur Geschichte eines der erfolgreichsten Unternehmen der deutschen Fahrradindustrie. Abgerufen am 26. Oktober 2022. 
    7. abWirtschaft in Mainfranken, August 2018, S. 63: SKF Standort Schweinfurt mit ca. 4100 Mitarbeitern größter Standort weltweit.
    8. abAutomobil-Produktion, 19. September 2023, aktualisiert am 16. Februar 2024. Abgerufen am 29. März 2024. 
    9. Fresenius Weltweit. Abgerufen am 19. Juli 2023. 
    10. abcmainpost.de: Gewerbepark Conn Barracks: Schweinfurt stellt die Weichen für europäische KI-Gigafactory „Blue Swan“, 5. Oktober 2025. Abgerufen am 8. Oktober 2025. 
    11. abcWolf-Armin Freiherr von Reitzenstein:Lexikon bayerischer Ortsnamen. C. H. Beck, 1991,ISBN 3-406-35330-4.
    12. Sebastian Schön in: Bayern online erleben/Schweinfurt. Abgerufen am 8. Januar 2024. 
    13. abcKarl Treutwein:Unterfranken. S. 141.
    14. abcdSchweinfurt|Stadt|Kultur|Themen. Publikation desSchweinfurter Tagblatts und Sonderausgabe für dasHandelsblatt und derZeit:Mikro-Schauplatz der deutschen Geschichte, 20. Mai 2009, S. 4 f.
    15. Kolorierte Erstausgabe der Romwegkarte, etwa 1500. VonErhard Etzlaub. Süden ist oben. Deutschland: Weiß. Böhmen: Ocker (Insellage), rechts davon Main mit „Sweynfurt“, südlich der Mittelgebirgsschwelle (grün): Bitte Kartenmitte vergrößern
    16. Staatsbibliothek zu Berlin/Digitalisierte Sammlungen/Schweinfurth. Abgerufen am 23. März 2025. 
    17. Kupferstich der Schweinfurter Stadtansicht aus dem Zittauischen Tagebuch, um 1798. In:Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/Alte Stadtansichten und Infos/Historische Gesamtansichten. Abgerufen am 7. Januar 2026. 
    18. Der neue Mittelpunkt der EU liegt in Unterfranken. In: Süddeutsche Zeitung. 19. Januar 2020, abgerufen am 28. Juni 2020. 
    19. Eigenmessung im BayernAtlas
    20. Angabe imBayernAtlas
    21. focus.online: 10 Millionen Euro pro Kilometer: Deutschlands teuerste Autobahn eröffnet. Abgerufen am 28. Januar 2022. 
    22. Dr. Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein, Lehrbeauftragter für bayerische Namenkunde derLudwig-Maximilians-Universität München, in:Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/Woher kommt der Name Schweinfurt? Abgerufen am 2. August 2023. 
    23. Angaben der Stadt Schweinfurt. Die hier noch nicht enthaltenen Flächen der neu entstandenen Baggerseen wurden imBayernAtlas gemessen und hinzugerechnet
    24. mainpost.de: Die Bäume in den Wehranlagen, 3. Dezember 2012. Abgerufen am 14. Januar 2023. 
    25. abStadt Schweinfurt/Zahlen, Daten und Fakten. Abgerufen am 31. Dezember 2019. 
    26. mainpost.de: Bäume am Straßenrand für ein besseres Klima in der Stadt, 2. Juli 2019. Abgerufen am 14. Januar 2023. 
    27. Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/Wehranlagen und Zoo. Abgerufen am 8. Juni 2020. 
    28. abmainpost.de: Zurück zum Wein, 26. September 2014. Abgerufen am 14. Januar 2023. 
    29. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau: Geschichte des Fränkischen Weinbaus.
    30. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim: Bestockte Rebflächen in der Weinbaukartei am Stichtag 31. Juli 2017.
    31. Süddeutsche Zeitung, Online-Ausgabe vom 26. Juli 2016: Deutschlands Blitzhauptstadt, Angaben des Blitzinformationsdienstes
    32. mainpost.de: Die Energie vom Dach in der Sonnenstadt, 15. Januar 2019. Abgerufen am 1. November 2020. 
    33. mainpost.de: Ohne Kugellager rollt kein Panzer: Ins Schweinfurt um 1943, 10. August 2020. Abgerufen am 15. Januar 2025. 
    34. mainpost.de: Sanierung: Zehn Millionen fürs SKF-Hochhaus, 17. Januar 2014. Abgerufen am 15. Januar 2023. 
    35. Tourist-Information Schweinfurt 360°:Schweinfurt-Stadtplan. Sehenswürdigkeiten und Rundgang. September 2009.
    36. BDA-Preis Bayern 2001 undArchitekturpreis Beton 2001
    37. Schweinfurt Stadt|Kultur|Themen. Sonderausgabe des Schweinfurter Tagblatts für das Handelsblatt und Die Zeit:Das schönste Entrée. S. 3, 20. Mai 2009.
    38. Zeitmaschine Architektur, Vierte Architekturwoche des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in Schweinfurt 2008, S. 2.
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    63. Heinrich Christian Beck:Chronik der Stadt Schweinfurt. Schweinfurt 1836–1841, Band 1, Abteil. 2, Spalten 23–27.
    64. Heinrich Christian Beck:Chronik der Stadt Schweinfurt. Schweinfurt 1836–1841, Band 1, Abteil. 2, Spalte 38–39.
    65. Paul Ultsch:Damals in Schweinfurt. Buch- und Idee-Verlags-GmbH, Schweinfurt 1982,ISBN 3-9800480-1-2, S. 10.
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    72. Die Initiative gegen das Vergessen. (PDF) Abgerufen am 22. Dezember 2024. 
    73. dailymotion.com: The History Channel/11-The Schweinfurt Raid
    74. Michael Bucher, Rolf Schamberger, Karl-Heinz Weppert:Wie lange müssen wir noch in diesen Ängsten leben? Druck- und Verlagshaus Weppert, Schweinfurt 1995,ISBN 3-926879-23-8, S. 42 f.
    75. Sven-Felix Kellerhoff: Der Untergang der US Air Force über Schweinfurt. In: Welt.de. 17. August 2013, abgerufen am 15. April 2016. 
    76. Second Schweinfurt Memorial Association. Black Thursday 10/14/1943. Abgerufen am 15. April 2016. 
    77. Gerd Landgraf: 14. Oktober 1943: Der schwarze Donnerstag für die US-Luftwaffe. In: Mainpost.de. 14. Oktober 2021, abgerufen am 21. Oktober 2021. 
    78. Wilhelm Böhm:Schweinfurt soll solange wie möglich gehalten werden. Veröffentlichungen des Historischen Vereins Schweinfurt e. V., Neue Folge, Band 3, Schweinfurt 1996, S. 131f.
    79. Ron Mihalko,Forst: Geschichte der U.S. Kasernen in Schweinfurt
    80. TNS Frankfurt Forum. Abgerufen am 8. Januar 2020. 
    81. mainpost.de: Kurt Petzold hat der Stadt ein modernes Gesicht gegeben, 4. Dezember 2020. Abgerufen am 5. Dezember 2020. 
    82. mainpost.de: Verwalten statt Gestalten: Verspielt Schweinfurt seine Zukunft? 31. Dezember 2021. Abgerufen am 14. Januar 2023. 
    83. mainpost.de: Geld veruntreut? Vorwürfe gegen eine Führungskraft der Stadt Schweinfurt, 27. Juli 2022. Abgerufen am 14. Januar 2023. 
    84. mainpost.de: Dramatische Finanznot in Schweinfurt: OB schwört bei der Bürgerversammlung auf den Gemeinschaftsgeist ein, 3. Oktober 2025. Abgerufen am 30. Dezember 2025. 
    85. Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983,ISBN 3-406-09669-7,S. 569. 
    86. Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/1919 – Oberndorf wird Teil von Schweinfurt – Oberndorf im 20. Jahrhundert. Abgerufen am 1. Dezember 2019. 
    87. Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/Der Wasserturm Oberndorfs steht heute am Bergl. Abgerufen am 2. Dezember 2019. 
    88. mainpost.de: Schweinfurt ging bei der Gebietsreform leer aus, 22. Februar 2012. Abgerufen am 11. Juni 2024. 
    89. abmainpost.de: 1972: Warum Schweinfurt bei der Gebietsreform fast leer ausging, 4. Mai 2020. Abgerufen am 15. Januar 2023. 
    90. Das Grundstück Sennfelder Bahnhof 2 des einstigenWertstoffhofs (bis 2025) der Stadt Schweinfurt; siehe:BayernAtlas/Topografische Karte
    91. Jugendhilfeplan der Stadt Schweinfurt/Übersichtskarte der Stadtteile und statistischen Bezirke. Abgerufen am 6. Juli 2023. 
    92. abcdMelderegisterbasierte Bevölkerung (mit Zweitwohnsitzen) und Bevölkerungsstruktur nach Angaben der Stadt Schweinfurt, Stand 31. Dezember 2022. Abgerufen am 18. Januar 2024. 
    93. In der Bevölkerungsstatistik der Stadtverwaltung als „Schweinfurt-Süd“ bezeichnet.
    94. In der Bevölkerungsstatistik der Stadtverwaltung als „Schweinfurt-Süd-Hafen“ bezeichnet.
    95. ZDF: „Berlin direkt“, 4. Oktober 2020.
    96. mainpost.de: Warum Menschen aus 128 Ländern gerne in Schweinfurt daheim sind, 19. September 2020. Abgerufen am 19. September 2020. 
    97. mainpost.de: US-Wahl: Trump oder Biden – was denken Amerikaner in Schweinfurt? 1. November 2020. Abgerufen am 27. November 2020. 
    98. Bevölkerung kompakt (Gebietsstand 09.05.2011, Religion) Tabelle 1000X-1014 Personen: Religion, abgerufen am 21. September 2024
    99. Stadt Schweinfurt Zahlen Daten Fakten Bevölkerung, abgerufen am 8. Mai 2025
    100. Im Katasterplan von 1868 ist dieHalle der ehemaligen Freien Christlichen Gemeinde, jetzt Theater „Concert Halle“ eingezeichnet
    101. Uwe Müller:Dokumente jüdischen Lebens in Schweinfurt. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schweinfurt 4, 1990.
    102. Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum/Schweinfurt. Abgerufen am 12. August 2020. 
    103. Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/Geschichte des jüdischen Lebens in Schweinfurt. Abgerufen am 12. August 2020. 
    104. TV Mainfranken: „Der Islam in Schweinfurt“, 23. Januar 2015.
    105. IG Metall Schweinfurt/Über uns. Abgerufen am 24. Oktober 2023. 
    106. abStadt Schweinfurt: Partnerstädte. Abgerufen am 24. Oktober 2025. 
    107. Stadt Schweinfurt: North Lanarkshire (vormals Motherwell, Schottland). Abgerufen am 26. Dezember 2019. 
    108. Wappen vonSchweinfurt in der Datenbank desHauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 6. September 2017.
    109. abHubert Gutermann:Alt-Schweinfurt. 9. Auflage, S. 1.
    110. Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/Stadtwappen. Abgerufen am 11. Januar 2019. 
    111. Heraldry of the world: Schweinfurt. Abgerufen am 21. Juli 2015. 
    112. Guide to Bavaria: Informationen zum Theater der Stadt Schweinfurt
    113. Angaben der Stadt Schweinfurt
    114. Theater der Stadt Schweinfurt: Spielplan 2010/2011
    115. Main-Post:Museum Georg Schäfer eines von 200 Kulturhighlights, 14. Juni 2011
    116. Schweinfurt (offizielle Seite) mit(unscharfer/verzerrter) Abbildung eines Blattes (Memento vom 29. November 2014 imInternet Archive) aus der sog.B 42; es handelt sich um das Blatt 102r (cII recto) mit dem Anfang des BuchesJosua (AT)
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    Territorien und Stände desFränkischen Reichskreises (HRR)

    Bank der geistlichen Fürsten:Hochstift Bamberg |Hochstift Würzburg |Hochstift Eichstätt |Ballei Franken des Deutschen Ordens.Bank der weltlichen Fürsten:Markgraftum Brandenburg-Ansbach |Markgraftum Brandenburg-Kulmbach (bzw. nach 1604 Brandenburg-Bayreuth) |Gefürstete Grafschaft Henneberg |bis 1792 dazu:Herzogtum Sachsen-Meiningen |Gefürstete Grafschaft Löwenstein-Wertheim |Gefürstete Grafschaft Hohenlohe-Waldenburg.Bank der Grafen und Herren:Grafschaft Castell |Grafschaft Erbach |Grafschaft Hohenlohe |Herrschaft Limpurg |Herrschaft Reichelsberg |Grafschaft Rieneck |Herrschaft Schwarzenberg |Grafschaft Wertheim |bis 1792 dazu:Herrschaft Hausen |Herrschaft Seinsheim |Herrschaft Welzheim |Herrschaft Wiesentheid.Bank der Städte: Nürnberg |Rothenburg |Schweinfurt |Weißenburg |Windsheim

    Landkreise:

    Aichach-Friedberg |Altötting |Amberg-Sulzbach |Ansbach |Aschaffenburg |Augsburg |Bad Kissingen |Bad Tölz-Wolfratshausen |Bamberg |Bayreuth |Berchtesgadener Land |Cham |Coburg |Dachau |Deggendorf |Dillingen an der Donau |Dingolfing-Landau |Donau-Ries |Ebersberg |Eichstätt |Erding |Erlangen-Höchstadt |Forchheim |Freising |Freyung-Grafenau |Fürstenfeldbruck |Fürth |Garmisch-Partenkirchen |Günzburg |Haßberge |Hof |Kelheim |Kitzingen |Kronach |Kulmbach |Landsberg am Lech |Landshut |Lichtenfels |Lindau (Bodensee) |Main-Spessart |Miesbach |Miltenberg |Mühldorf am Inn |München |Neuburg-Schrobenhausen |Neumarkt in der Oberpfalz |Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim |Neustadt an der Waldnaab |Neu-Ulm |Nürnberger Land |Oberallgäu |Ostallgäu |Passau |Pfaffenhofen an der Ilm |Regen |Regensburg |Rhön-Grabfeld |Rosenheim |Roth |Rottal-Inn |Schwandorf |Schweinfurt |Starnberg |Straubing-Bogen |Tirschenreuth |Traunstein |Unterallgäu |Weilheim-Schongau |Weißenburg-Gunzenhausen |Wunsiedel im Fichtelgebirge |Würzburg

    Kreisfreie Städte:

    Amberg |Ansbach |Aschaffenburg |Augsburg |Bamberg |Bayreuth |Coburg |Erlangen |Fürth |Hof |Ingolstadt |Kaufbeuren |Kempten (Allgäu) |Landshut |Memmingen |München |Nürnberg |Passau |Regensburg |Rosenheim |Schwabach |Schweinfurt |Straubing |Weiden in der Oberpfalz |Würzburg

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