| Schwarzbraune Taschenratte | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Thomomys atrovarius | ||||||||||||
| J. A. Allen, 1898 |
DieSchwarzbraune Taschenratte (Thomomys atrovarius) ist ein inMexikoendemisches Nagetier in der Familie derTaschenratten. Sie zählt zu einemTaxon das mit dem wissenschaftlichen NamenMegascapheus beschrieben ist. Es gilt je nach Sichtweise als Untergattung derGebirgs-Taschenratten (Thomomys) oder als eigenständigeGattung. Die Populationen wurden noch bis zum Jahr 2011 als Unterart in dieZwergtaschenratte (Thomomys umbrinus) eingeordnet. DasTypusexemplar stammt aus der Umgebung vonEl Rosario im BundesstaatSinaloa.[1][2]
Es werden zwei Unterarten gelistet[1]:
Auch bei dieser mittelgroßen Taschenratte sind die gedrungene Körperform und die innen behaartenBackentaschen vorhanden. Sie erreicht eineKopf-Rumpf-Länge von 110 bis 165 mm, eine Schwanzlänge von 55 bis 80 mm und ein Gewicht von 75 bis 150 g. Es kommen 23 bis 30 mm lange Hinterfüße vor. Abhängig vom Exemplar oder der Körperstelle ist dichtes oder kein Fell (meist am Bauch) vorhanden. Es hat eine schwarzbraune bis graubraune Farbe, gelegentlich mit hellbraunen Tönen unterseits. Von den sechs paarig angeordnetenZitzen der Weibchen liegen zwei auf der Brust und vier im Leistenbereich. Männchen besitzen einenPenisknochen dessen Länge 11 mm nicht überschreitet. Derdiploide Chromosomensatz besteht aus 76Chromosomen (2n=76).
Das Tier hält sich im Flachland, auf Hochebenen und in Gebirgen bis 2400 Meter Höhe auf. Es bewohnt trockene Buschflächen mit dornigen Sträuchern und meidet, im Gegensatz zu nahen Verwandten Ackerland. Wie bei anderen Taschenratten wird ein Netzwerk aus Tunneln angelegt, die zu einem tieferen Bereich mit der oder den Wohnkammern, den Vorratslagern und Latrinen führen. Vermutlich besteht die Nahrung, wie bei anderen Gattungsmitgliedern, aus Wurzeln, Knollen und wenigen grünen Pflanzenteilen aus der Nähe der Eingänge. Die Schwarzbraune Taschenratte kann zu jeder Tages- und Nachtzeit aktiv sein. Sie verfällt nicht inWinterschlaf oderTorpor. Es wird angenommen, dass die meisten Nachkommen während der Regenzeit von Juni bis August geboren werden.[1]
Es liegen keine Einschätzungen zum Gefährdungsgrad der Art vor.[1]