Schloss Pragstein

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Schloss bzw. Burg Pragstein
Pragstein auf dem Wappen von Mauthausen

Pragstein auf dem Wappen von Mauthausen

StaatÖsterreich
Entstehungszeit1491/1494
BurgentypTurmburg, Insellage
Erhaltungszustandweitgehend erhalten
Geographische Lage48° 14′ N,14° 31′ O48.2405214.51555243Koordinaten:48° 14′ 25,9″ N,14° 30′ 56″ O
Höhenlage243 m
Schloss Pragstein (Oberösterreich)
Schloss Pragstein (Oberösterreich)

Schloss Pragstein ist ein Schloss, oft auch als Burg bezeichnet, inMauthausen inOberösterreich und an derDonau gelegen. Es bildet das Motiv des Mauthausener Marktwappens.

Das nach seinem ErbauerLadislaus Prager († 1514), auch „Laßla von Prag“ genannt, benannte Schloss wurde Ende des 20. Jahrhunderts umfangreich renoviert und beinhaltet neben derLandesmusikschule, demStandesamt und einigen Veranstaltungsräumen auch zwei Museen: das Mauthausener Heimatmuseum[1] mitHans-Gerstmayr-Ausstellung (Stahlschnitt) und Jagdtrophäen-Sammlung sowie einApothekenmuseum[2], das überwiegend aus Beständen des Mauthausner Apothekers Norbert Aichberger eingerichtet wurde.

Schloss Pragstein hat ein Pendant:Schloss Pragtal in der GemeindeWindhaag bei Perg (1564 erbaut von Andreas Prager, 1680 abgetragen um Bausteine für dasKloster Windhaag zu gewinnen).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

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Das Schloss wurde auf einer dem linken Ufer vorgelagerten Felseninsel in derDonau errichtet. Der Zugang zu dem von der Donau umspülten Wasserschloss war nur über eine Brücke möglich.

Da KaiserLeopold I. im Jahr 1680 kurzzeitig im Schloss wohnte, dürfte Pragstein damals in gutem Zustand gewesen sein. Imösterreichisch-bayrischen Erbfolgekrieg war die Burg von 66 französischen Soldaten besetzt, die jedoch am 5. Jänner 1742 in die Gefangenschaft gerieten.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Donauarm, der das Schloss vom Festland trennte, aufgeschüttet, und zwischen Schloss und Donau führt seit den 1960er-Jahren dieDonau Straße B3.

Besitzer

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Das Schloss wurde mit Erlaubnis KaiserFriedrichs III. in der Zeit von 1491 bis 1506 vom Pfandherrn der Herrschaft Mauthausen,Ladislaus Prager, errichtet. Nach dem Tod Kaiser Friedrichs löste dessen Nachfolger, derrömisch deutsche KönigMaximilian I. das Pfand ein, Prager Familienmitglieder durften danach noch jahrelang darin wohnen. 1530 galt die Anlage als öde, wurde aber wegen derTürkenbedrohung renoviert und mit Söldnern besetzt. Danach wurde das Gebäude mehrmals verpfändet und stand 1599 neuerlich leer.Georg Erasmus von Tschernembl modernisierte das Gebäude 1603 und KaiserFerdinand II. übergab es 1612 an den kaiserlichenSalzamtmann Veit Spindler und verkaufte es 1633 anLeonhard Helfried von Meggau. 1644 wurde der Besitz an die FamilieCavriani vererbt, die zahlreiche Fenster, Türen und Böden erneuerte. 1770 kaufteJosef Gundaker Graf Thürheim die Herrschaft.

Im Jahr 1894 erwarb der Bürgermeister von Mauthausen, Leopold Heindl, das Schloss, und verkaufte es 1901 an die Marktgemeinde Mauthausen. Seit 1910 ist dort das Heimatmuseum untergebracht.[1] 1984 wurde darin die Landesmusikschule eröffnet und 2007 dasApothekenmuseum Mauthausen eingerichtet.[2]

Beschreibung

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Das Gebäude ist an der Westseite zugespitzt. Dadurch wurde bei Hochwasser der Druck auf das Schloss gebrochen und Wasser und Eis glitten seitlich vorbei. Beim Schloss Pragstein handelt es sich um einen bügeleisenförmigen, fünfeckigen und viergeschoßigen Bau, der eine Grundfläche von 19 mal 35 Meter belegt. Die Außenansicht hat sich mehrmals verändert, unter anderem waren in früheren Jahren an den EckenScharwachtürmchen angebracht. Der Mittelflur enthält die Treppenanlage. Das Schloss verfügte über Nordtor und Südtor zur Donau hin. Am Nordtor des Schlosses sind Hochwasserstandsmarken, an der Gebäudesüdseite das Wappen des „Laßla von Prag“ aus dem Jahr 1507 zu sehen.[3]

  • Pragstein um 1674. Stich von Georg Matthäus Vischer[4]
    Pragstein um 1674. Stich vonGeorg Matthäus Vischer[4]
  • Pragstein um 1679. Stich von Martin Zeiler
    Pragstein um 1679. Stich von Martin Zeiler
  • Pragstein von Westen. Foto 2011
    Pragstein von Westen. Foto 2011
  • Prager-Wappen aus 1507. Südseite des Schlosses
    Prager-Wappen aus 1507. Südseite des Schlosses

Literatur

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Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. abHeimatmuseum Mauthausen. In: ooemuseen.at.
  2. abApothekenmuseum Mauthausen. In: ooemuseen.at.
  3. die Burg Pragstein in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts, abgefragt am 22. März 2010.
  4. Topographia Austriae superioris modernae. Augsburg 1674,S. 149, Nr. 136 (landesbibliothek.at – „Mautthausen“). 
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