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Schläfenbein

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Schädel in Seitenansicht
Schläfenbein farbig markiert
Schädel eines Schafes
Schläfenbein farbig markiert

DasSchläfenbein (lateinischOs temporale[1]) ist einer derKnochen des Hirnschädels. Es liegt seitlich im hinteren Schädelbereich. Das Schläfenbein beinhaltetMittel- undInnenohr und bildet die Gelenkspfanne desKiefergelenks.

Das Schläfenbein wird in vier Teile untergliedert:

  • Pars squamosa (Schuppenteil)
  • Pars tympanica (Paukenteil, umgibt den Gehörgang und das Mittelohr)
  • Pars mastoidea (Warzenteil)
  • Pars petrosa (Felsenteil,Felsenbein)

Während die Schläfenbeinschuppe (Pars squamosa) mit den benachbarten Schädelknochen durch Nähte (Suturae) verbunden ist, sind die übrigen Anteile des Schläfenbeins zwischen Schläfenbeinschuppe,Hinterhauptsbein,Keilbein undScheitelbein eingekeilt und durch Bindegewebe befestigt (sogenannteGomphosis). Deshalb werden diese Teile bei Tieren auch zusammen alsFelsenbeinpyramide bezeichnet, beim Menschen jedoch nur die eigentlichePars petrosa.

Pars squamosa

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Linkes Schläfenbein des Menschen
Innenseite linkes Schläfenbein des Menschen

DiePars squamosa (Schuppenteil oder Schläfenbeinschuppe),phylogenetisch aus demSchuppenbein (Squamosum) entstanden, ist der größte Abschnitt des Schläfenbeins und bildet einen Teil der seitlichen Wand derSchädelhöhle.

Im vorderen Bereich befindet sich der Jochbeinfortsatz (Processus zygomaticus ossis temporalis), der mit demProcessus temporalis desJochbeins denJochbogen (Arcus zygomaticus) bildet. In Richtung Hinterhaupt setzt sich der Jochbogen als seichte Leiste (Crista supramastoidea) über die gesamte Schläfenbeinschuppe fort.

An der Basis des Jochfortsatzes liegt die Gelenkfläche für das (sekundäre) Kiefergelenk der Säuger, die alsFossa mandibularis bezeichnet wird. Dahinter erhebt sich derProcessus retroarticularis.

Pars tympanica

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DiePars tympanica (Paukenteil) umgibt den äußeren Gehörgang (Porus acusticus externus) und bildet zusammen mit dem Trommelfell die laterale (seitliche) Wand derPaukenhöhle (Cavum tympani) und damit desMittelohrs.

Bei einigen Säugetieren (Mensch,Pferde,Rinder) bildet der Paukenteil eine knöcherne Manschette um denProcessus styloideus (Griffelfortsatz) des Paukenteils (Vagina processus styloidei). Zwischen dem Paukenteil und der Pars petrosa liegt eine Spalte, dieFissura petrotympanica. Durch sie zieht dieChorda tympani (Paukensaite) desNervus facialis nach außen.

Pars mastoidea

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DiePars mastoidea (Warzenteil) trägt den Warzenfortsatz (Processus mastoideus). Er dient dem Ansatz einiger langer Halsmuskeln (Musculus sternocleidomastoideus). Der Warzenfortsatz ist bei den meisten Säugetieren hohl. Die Höhle im Inneren des Warzenfortsatzes (Antrum mastoideum) ist wie das Mittelohr von einer Schleimhaut ausgekleidet und steht mit derPaukenhöhle über eine Öffnung (Aditus ad antrum) in Verbindung. Mit dem Antrum in Verbindung stehen in stark variablem Ausmaß weitere Hohlräume, die Warzenfortsatzzellen (Cellulae mastoideae). Antrum und Cellulae beinhalten Luft, die über das Mittelohr und dieOhrtrompete mit dem Nasenrachenraum in Verbindung steht. Im Jahr 1873 beschriebenHermann Schwartze undAdolf Eysell eine Methode der Aufmeißelung des Processus mastoideus.[2]

Pars petrosa

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Hauptartikel:Felsenbein

Das Felsenbein oder die Felsenbeinpyramide (Pars petrosa [ossis temporalis],Petrosum, veraltet auchPyramis) ist der härteste Knochen des Säugetier- und Menschenschädels und ein Abschnitt des Schläfenbeins (Os temporale).

Siehe auch

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Literatur

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Weblinks

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Commons: Schläfenbein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Federative Committee on Anatomical Terminology (FCAT) (1998).Terminologia Anatomica. Stuttgart: Thieme.
  2. Paul Diepgen,Heinz Goerke:Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 45.
Normdaten (Sachbegriff):GND:4125216-0 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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