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Schammes

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum Schriftsteller und Chronisten der jüdischen Gemeinde Worms sieheJuspa Schammes.
Schammes inBiała Podlaska, Polen, 1926
Schwarzer Zweispitz für Schammes, getragen inLuzern, heute in der Sammlung desJüdischen Museums der Schweiz.

EinSchammes (jiddischשאמעסSchames, aushebräischשׁמשׁSchammásch, deutsch‚Diener‘) ist ein Synagogendiener, der die unterste Funktion in einerSynagoge erfüllt. Bei denosteuropäischen Juden auchSchulklapper,[1]Schulklepper oderSchulklopfer und Judenmesner genannt,[2] wobei „Schul“ das auf Jiddisch übliche Wort für die Synagoge ist.

Seine Aufgaben entsprechen denen einesKüsters. Der Schammes ist begrifflich vomGabbai nicht immer klar getrennt, zuweilen werden die Bezeichnungen synonym gebraucht.

Der Begriff wird gelegentlich abwertend als „Laufbursche“ gebraucht.

Der Ausdruck „Schammes“ bzw. „Schamasch“ wird auch für die Kerze gebraucht, die zum Anzünden der übrigen Kerzen derChanukkia verwendet wird.

Vorkommen in der Populärkultur

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In mehreren deutschen Filmsynchronisationen tauchen die in genauer Bedeutung und Herkunft unbekannten[3]KompositaSchlattenschammes bzw.Schlappenschammes auf. In der 1967 produzierten Synchronisation vonTote schlafen fest antwortetPhilip Marlowe bei Handlungsbeginn auf die Frage nach seinem Beruf, er sei „Schlattenschammes“ (im Original „shamus“). Zudem wird das Kompositum Schlappenschammes im FilmZwei Asse trumpfen auf und in den SerienEin Käfig voller Helden (Staffel 3, Folgen 12 und 17) undM*A*S*H (Staffel 10, Folge 10) verwendet. Auch im FilmDes Teufels General von 1955 mitCurd Jürgens taucht der Begriff „Schlattenschammes“ auf. In einer Folge der KinderhörspielreiheBibi Blocksberg bezeichnet die Reporterin Karla Kolumna die Position des Sekretärs des Bürgermeisters als „Schlattenschammes“ (Folge 55 aus dem Jahr 1992).

Literatur

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  • Carolin Hilker-Siebenhaar (Red.):Juden in Berlin: 1671–1945. Ein Lesebuch. Nicolai, Berlin 1988,ISBN 3-87584-250-2,S. 191. 

Weblinks

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Wiktionary: Schammes – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Encyclopaedia Judaica: Red-Si. Encyclopaedia Judaica, 1996,ISBN 978-965-07-0242-7,S. 1477 (Shulklapper). 
  2. Albrecht Classen:Urban Space in the Middle Ages and the Early Modern Age. Walter de Gruyter, 2009,ISBN 978-3-11-022389-7,S. 285. 
  3. Claudia Mauelshagen, Jan Seifert:Sprache und Text in Theorie und Empirie. Beiträge zur germanistischen Sprachwissenschaft: Festschrift für Wolfgang Brandt. Franz Steiner Verlag, 2001,ISBN 3-515-07877-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
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