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Schacholympiade

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Spielsaal bei der Schacholympiade in Dresden 2008

DieSchacholympiade ist der bedeutendsteMannschaftswettbewerb imSchach. Es spielenNationalmannschaften an vier Brettern. Anfangs wurde in Vor- und Finalrunden gespielt, seit 1976 nachSchweizer System, bei dem möglichst punktgleiche Mannschaften gegeneinander spielen.

Übersicht

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Die Schacholympiade wurde von der WeltschachorganisationFIDE 1926 alsTournament of Nations (dt. Nationenturnier) ins Leben gerufen und ein Jahr später zum ersten Mal inLondon ausgetragen. War der Austragungsrhythmus zuerst noch unregelmäßig, findet das Turnier seit 1950 alle zwei Jahre statt. Seit 1957 gibt es zusätzlich zu dem offenen Turnier (zugelassen für Männer und Frauen,de facto fast ein reines Männerturnier) auch eine Schacholympiade für Frauen. Die Siegermannschaft der Olympiade imFrauenschach erhält seit 1957 den sogenannten Vera-Menchik-Cup als Trophäe (benannt nach der ersten SchachweltmeisterinVera Menchik), im offenen Turnier wird seit 1927 der von FrederickHamilton-Russell gestiftete Hamilton-Russell-Cup alsWanderpokal vergeben.[1][2] Seit 1976 findet die Frauen-Schacholympiade gemeinsam mit dem offenen Turnier statt. Außerdem werden seit 1979 sogenannte Kinder-Schacholympiaden (U16-Schacholympiaden) ausgetragen.[3]

Von 1952 bis 2002 wurde der Wettbewerb von derUdSSR beziehungsweiseRussland dominiert, die bei 26 Olympiaden insgesamt 24 Siege erreichten. Nur 1978 wurden die sowjetische Mannschaft Zweiter; an der Olympiade 1976 nahm sie aus politischen Gründen nicht teil.

Die größten Erfolge einer Mannschaft aus den deutschsprachigen Staaten waren bisher der deutsche Olympiasieg inBuenos Aires 1939, der 3. Platz in Tel Aviv 1964 sowie die Silbermedaille 2000 inIstanbul. Die Olympiade fand bislang sechs Mal in Deutschland statt, zuletzt2008 in Dresden (die Veranstaltung inMünchen 1936 wird nicht als offizielle Olympiade gezählt, da Deutschland damals kein Mitglied der FIDE war), und zwei Mal in der Schweiz.

Wiederholte Bestrebungen der FIDE, Schach in dieOlympischen Spiele zu integrieren, sind bislang gescheitert. Zuletzt hatte dasIOC die Aufnahme von Schach in das Programm der Olympischen Spiele 2024 in Paris abgelehnt.[4] Die Bemühungen waren auch vomDeutschen Schachbund unterstützt worden.[5]

Rekorde

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Erfolgreichstes Land im offenen Turnier ist die Sowjetunion (ab 1992 Russland) mit 24 Titeln in zwei zwölfmaligen Siegesserien in den Jahren 1952 bis 1974 und 1980 bis 2002.Der Spieler mit den meisten Teilnahmen an Schacholympiaden ist der philippinische GroßmeisterEugenio Torre, der 23-mal teilnahm (zuletzt 2016 in Baku) und dabei in 270 Wettkämpfen zum Einsatz kam.[6]

Insgesamt 18 Spieler gewannen alle ihre Partien bei Schacholympiaden, von diesen wurde der Tunesier Elies Imed mit vier Partien am häufigsten eingesetzt. Berücksichtigt man nur Spieler, die an mindestens drei Schacholympiaden teilgenommen haben, warMichail Tal mit 82 Punkten aus 101 Partien erfolgreichster Einzelspieler nach Gewinnprozenten. Die meisten Medaillen erreichtenSvetozar Gligorić in der Mannschaftswertung (1 Gold, 6 Silber, 5 Bronze) undGarri Kasparow in der Einzelwertung (7 Gold, 2 Silber, 2 Bronze).[7]

Die längste Partie war einRemis nach 190 Zügen zwischenYasser Seirawan undXu Jun in Thessaloniki 1988.[8]

Die kürzeste Gewinnpartie im offenen bzw. Männer-Turnier dauerte nur vier Züge: 1. e4 c5 2. d4 cxd4 3. Sf3 e5 4. Sxe5 Da5+ 0:1 (Combe – Hasenfuss, Folkestone 1933). Im Turnier der Frauen 2022 in Chennai unterlag Marie-Ange Moustache von den Seychellen gegen Merveille Gloria Gamba aus der Zentralafrikanischen Republik nach drei Zügen: 1. e4 e5 2. f3 Lc5 3. Sh3 Dh4+ 0:1[9]

Wertungen zur Bestimmung der Platzierung

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Während bis zur Schacholympiade 2006 in Turin die Summe der Brettpunkte (1 Punkt für jede gewonnene Partie, ein halber für ein Remis, 0 für eine Niederlage) für die Platzierung der Mannschaften ausschlaggebend war, entschied ab der Olympiade 2008 in Dresden zunächst die Zahl der Matchpunkte (2 Punkte für den Sieg gegen ein Team, 1 für ein Unentschieden, 0 für eine Niederlage). Bei dem dann häufig auftretenden Matchpunkt-Gleichstand entscheidet als Wertung 2 die sog.Olympiade-Sonneborn-Berger-Wertung[10] (Olympiad Pairing Rules[11], Abschnitt G. Tie Breaking). Hier werden die in jedem Match erzielten Brettpunkte mit den Matchpunkten, die der jeweilige Gegner während des gesamten Turniers erzielt, multipliziert und dann addiert; der Gegner mit den wenigsten Matchpunkten geht jedoch nicht in diese Wertung 2 ein. Nach deren Anwendung ist die Platzierung fast immer entschieden. Sollte dennoch Gleichstand vorliegen, entscheidet die Summe der Matchpunkte aller Gegner bis auf den mit den wenigsten Matchpunkten. Diese Wertung 3 kann man entsprechendOlympiade-Buchholz-Wertung nennen. Erst wenn es danach immer noch unentschieden stehen sollte, entscheidet die Wertung, die bis 2006 an erster Stelle stand, nämlich, wer die meisten Brettpunkte erzielt hat (Wertung 4).

Endstände Offenes Turnier

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Platz 1–6

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JahrStadtPlatz 1Pkt.Platz 2Pkt.Platz 3Pkt.Platz 4Pkt.Platz 5Pkt.Platz 6Pkt.
(1924)Dritte Französische RepublikParisČSR31.0Ungarn30.0Schweiz29.0Argentinien27.5Lettland27.5Italien26.5
(1926)Ungarn 1918BudapestUngarn9.0Jugoslawien8.0Rumänien5.0Deutschland2.0----
1927Vereinigtes KonigreichVereinigtes KönigreichLondonUngarn40.0Dänemark38.5England36.5Niederlande35.0ČSR34.5Österreich34.0
1928NiederlandeNiederlandeDen HaagUngarn44.0USA39.5Polen37.0Österreich36.5ČSR34.0Schweiz34.0
1930Deutsches ReichHamburgPolen48.5Ungarn47.0Deutschland44.5Österreich43.5ČSR42.5USA41.5
1931Tschechoslowakei 1920PragUSA48.0Polen47.0ČSR46.5Jugoslawien46.0Deutschland45.5Lettland45.5
1933Vereinigtes KonigreichVereinigtes KönigreichFolkestoneUSA39.0ČSR37.5Schweden34.0Polen34.0Ungarn34.0Österreich33.5
1935Polen 1928WarschauUSA54.0Schweden52.5Polen52.0Ungarn51.0ČSR49.0Jugoslawien45.0
(1936)Deutsches Reich NSMünchenUngarn110.5Polen108.0Deutschland106.5Jugoslawien104.5ČSR104.0Lettland96.5
1937SchwedenSchwedenStockholmUSA54.5Ungarn48.5Polen47.0Argentinien47.0ČSR45.0Niederlande44.0
1939ArgentinienBuenos AiresDeutschland36.0Polen35.5Estland33.5Schweden33.0Argentinien32.5Böhmen und Mähren32.0
1950JugoslawienDubrovnikJugoslawien45.5Argentinien43.5Deutschland (BRD)40.5USA40.0Niederlande37.0Belgien32.0
1952FinnlandHelsinkiUdSSR21.0Argentinien19.5Jugoslawien19.0ČSR18.0USA17.0Ungarn16.0
1954NiederlandeNiederlandeAmsterdamUdSSR34.0Argentinien27.0Jugoslawien26.5ČSR24.5Deutschland (BRD)23.5Ungarn23.5
1956Sowjetunion 1955MoskauUdSSR31.0Jugoslawien26.5Ungarn26.5Argentinien23.0Deutschland (BRD)22.0Bulgarien22.0
1958Deutschland BundesrepublikMünchenUdSSR34.5Jugoslawien29.0Argentinien25.5USA24.0ČSR22.0DDR22.0
1960Deutschland Demokratische Republik 1949LeipzigUdSSR34.0USA29.0Jugoslawien27.0Ungarn22.5ČSSR21.5Bulgarien21.0
1962Bulgarien 1948WarnaUdSSR31.5Jugoslawien28.0Argentinien26.0USA25.0Ungarn23.0Bulgarien21.5
1964IsraelTel AvivUdSSR36.5Jugoslawien32.0Deutschland (BRD)30.5Ungarn30.0ČSSR28.5USA27.5
1966KubaHavannaUdSSR39.5USA34.5Ungarn33.5Jugoslawien33.5Argentinien30.0ČSSR29.5
1968SchweizLuganoUdSSR39.5Jugoslawien31.0Bulgarien30.0USA29.5Deutschland (BRD)29.0Ungarn27.5
1970Deutschland BundesrepublikSiegenUdSSR27.5Ungarn26.5Jugoslawien26.0USA24.5ČSSR23.5Deutschland (BRD)22.0
1972JugoslawienSkopjeUdSSR42.0Ungarn40.5Jugoslawien38.0ČSSR35.0Deutschland (BRD)35.0Bulgarien32.0
1974FrankreichFrankreichNizzaUdSSR46.0Jugoslawien37.5USA36.5Bulgarien36.5Niederlande35.5Ungarn35.0
1976IsraelHaifaUSA37.0Niederlande36.5England35.5Argentinien33.0Deutschland (BRD)31.0Israel29.5
(1976)Libyen 1972TripolisEl Salvador38.5Tunesien36Pakistan34.5Irak33.5Italien32.5Türkei32.5
1978ArgentinienBuenos AiresUngarn37.0UdSSR36.0USA35.0Deutschland (BRD)33.0Israel32.5Rumänien32.5
1980MaltaVallettaUdSSR39.0Ungarn39.0Jugoslawien35.0USA34.0ČSSR33.0England32.5
1982SchweizLuzernUdSSR42.5ČSSR36.0USA35.5Jugoslawien35.0Ungarn33.5Bulgarien33.5
1984GriechenlandThessalonikiUdSSR41.0England37.0USA35.0Ungarn34.5Rumänien33.0Deutschland (BRD)32.5
1986Vereinigte Arabische EmirateDubaiUdSSR40.0England39.5USA38.5Ungarn34.5Island34.0Bulgarien34.0
1988GriechenlandThessalonikiUdSSR40.5England34.5Niederlande34.5USA34.0Ungarn34.0Jugoslawien33.5
1990JugoslawienNovi SadUdSSR39.0USA35.5England35.5ČSFR34.5Jugoslawien33.0VR China33.0
1992PhilippinenManilaRussland39.0Usbekistan35.0Armenien34.5USA34.0Lettland33.5Island33.5
1994RusslandRusslandMoskauRussland37.5Bosnien-H.35.0Russland II34.5England34.5Bulgarien34.0Niederlande34.0
1996ArmenienJerewanRussland38.5Ukraine35.0USA34.0England34.0Armenien33.5Spanien33.5
1998RusslandRusslandElistaRussland35.5USA34.5Ukraine32.5Israel32.5VR China31.5Deutschland31.5
2000TurkeiIstanbulRussland38.0Deutschland37.0Ukraine35.5Ungarn35.5Israel34.5Georgien34.0
2002SlowenienBledRussland38.5Ungarn37.5Armenien35.0Georgien34.0VR China33.5Niederlande33.5
2004SpanienSpanienCalviàUkraine39.5Russland36.5Armenien36.5USA35.0Israel34.5Indien34.0
2006ItalienTurinArmenien36.0VR China34.0USA33.0Israel33.0Ungarn32.5Russland32.0
2008DeutschlandDeutschlandDresdenArmenien19 / 400,5Israel18 / 377,5USA17 / 362,0Ukraine17 / 348,5Russland16 / 375,0Aserbai­dschan16 / 359,5
2010RusslandRusslandChanty-MansijskUkraine19 / 380,5Russland18 / 379,5Israel17 / 367,5Ungarn17 / 355,5VR China16 / 362,0Russland II16 / 355,0
2012TurkeiIstanbulArmenien19 / 397,0Russland19 / 388,5Ukraine18 / 363,0VR China17 / 390,5USA17 / 361,0Niederlande16 / 329,0
2014NorwegenTromsøVR China19 / 422,5Ungarn17 / 372,0Indien17 / 371,5Russland17 / 352,0Aserbai­dschan17 / 345,0Ukraine16 / 377,5
2016AserbaidschanBakuUSA20 / 413,5Ukraine20 / 404,5Russland18 / 419Indien16 / 350,5Norwegen16 / 344,5Türkei16 / 341,5
2018GeorgienBatumiVR China18 / 372,5USA18 / 360,5Russland18 / 354,5Polen17 / 390,0England17 / 340,0Indien16 / 388,0
2022IndienChennaiUsbekistan19 / 435Armenien19 / 382,5Indien 218 / 427,5Indien17 / 409USA17 / 352Moldau17 / 316,5
2024UngarnBudapestIndien21 / 476,5USA17 / 395Usbekistan17 / 387VR China17 / 379,5Serbien17 / 360,6Armenien17 / 335

Medaillenspiegel

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Die folgende Tabelle zeigt den Medaillenspiegel aller offiziellen Schacholympiaden bis einschließlich 2024.

Medaillenspiegel offenes Turnier
PlatzLandGoldSilberBronze
1Sowjetunion Sowjetunion181
2Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten768
3Russland Russland633a
4Ungarn Ungarn372
5Armenien Armenien313
6Ukraine Ukraine223
7China Volksrepublik Volksrepublik China21
8Jugoslawien Jugoslawien166
9Polen Polen122
10Deutschland Deutschland  b113
11Usbekistan Usbekistan111
12Indien Indien12a
13England England33
14Argentinien Argentinien32
15Tschechoslowakei Tschechoslowakei21
16Israel Israel11
Niederlande Niederlande11
Schweden Schweden11
19Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina1
Danemark Dänemark1
21Bulgarien Bulgarien1
Estland Estland1
a 
einschließlich einer Medaille für die 2. Mannschaft
b 
1950–1990: Bundesrepublik Deutschland

Platzierungen der deutschsprachigen Staaten

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Siehe auch:Liste der Teilnehmer an Schacholympiaden für Deutschland
192719281930193119331935193719391950195219541956195819601962196419661968197019721974197619781980
Mannschaften161718191520192716252634364037505253606375486682
Deutschland7.10.3.5.///1.////////////////
BR Deutschland////////3.8.5.5.7.8.7.3./5.6.5.7.5.4.25.
DDR/////////13./20.6.9.9.15.9.10.9.10.////
Österreich6.4.4.8.6.7.//7.17.15.13.12.15.12.20.17.17.22.23.18.19.19.21.
Schweiz8.7./12./19.///22.13.9.8./22.30.18.21.37.16.27.7.10.31.
Belgien15.12.//13./17./6./19.16.24.33.19./25.26.33.30.30.24.47.40.
Luxemburg/////////25.26.34.//34.48.42.39.46.53.51.36.45.54.
Saarland/////////24.22.26.////////////
Böhmen und Mähren///////6.////////////////


198219841986198819901992199419961998200020022004200620082010201220142016201820222024202620282030
Mannschaften9288108107107102124116110126135129148147149157177170184186188
Deutschland/////13.16.10.6.2.16.17.15.13.64.12.30.37.13.17.7.
BR Deutschland15.6.13.18.9.////////////////
DDR///17.25.////////////////
Österreich14.39.14.28.38.47.59.48.50.60.64.62.77.45.38.41.62.43.14.23.32.
Schweiz26.49.29.20.35.15.31.58.31.10.12.13.27.51.65.70.51.40.34.51.44.
Belgien50.40.30.34.53.50.46.54.54.54.44.58.70.70.60.89.67.53.71.54.71.
Luxemburg76.68.71.53.60.71.63.63.60.74.68.81.81.75.97.112.100.96.88.99.81.
Liechtenstein///93.102.90.91.86./100.98.109.120.139./122.119.155.131.165.95.

Im Jahre 1982 durfte die Schweiz als Gastgeber zwei Mannschaften stellen. Die entsprechende Spalte gibt nur den 26. Platz der ersten Mannschaft an. Die zweite Mannschaft spielte außer Konkurrenz, hätte aber den 32. Platz belegt.[12]

Im Jahre 2008 durfte Deutschland als Gastgeber drei Mannschaften stellen. Die entsprechende Spalte gibt nur den 13. Platz von Deutschland 1 an. Deutschland 2 kam auf den 42. und Deutschland 3 auf den 35. Platz.

Endstände Frauen

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Platz 1–6

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JahrStadtPlatz 1Pkt.Platz 2Pkt.Platz 3Pkt.Platz 4Pkt.Platz 5Pkt.Platz 6Pkt.
1957NiederlandeNiederlandeEmmenUdSSR10.5Rumänien10.5DDR10.0Ungarn8.5Bulgarien8.0Jugoslawien7.5
1963JugoslawienSplitUdSSR25.0Jugoslawien24.5DDR21.0Rumänien18.5Bulgarien17.5Ungarn17.0
1966Deutschland BundesrepublikOberhausenUdSSR22.0Rumänien20.5DDR17.0Jugoslawien16.5Niederlande16.0Ungarn15.0
1969Polen 1944LublinUdSSR26.0Ungarn20.5ČSSR19.0Jugoslawien18.5Bulgarien17.5DDR17.0
1972JugoslawienSkopjeUdSSR11.5Rumänien8.0Ungarn8.0Bulgarien7.5ČSSR7.0Bundesrepublik Deutschland5.5
1974KolumbienMedellínUdSSR13.5Rumänien13.5Bulgarien13.0Ungarn13.0Niederlande9.5ČSSR9.0
1976IsraelHaifaIsrael17.0England11.5Spanien11.5USA10.5Niederlande9.5Bundesrepublik Deutschland9.0
1978ArgentinienBuenos AiresUdSSR16.0Ungarn11.0Bundesrepublik Deutschland11.0Jugoslawien11.0Polen10.5Spanien8.5
1980MaltaVallettaUdSSR32.5Ungarn32.0Polen26.5Rumänien26.0VR China24.0Bundesrepublik Deutschland24.0
1982SchweizLuzernUdSSR33.0Rumänien30.0Ungarn26.0Polen25.5VR China24.5Bundesrepublik Deutschland24.5
1984GriechenlandThessalonikiUdSSR32.0Bulgarien27.5Rumänien27.0Bundesrepublik Deutschland26.0VR China26.0Ungarn25.0
1986Vereinigte Arabische EmirateDubaiUdSSR33.5Ungarn29.0Rumänien28.0VR China28.0Jugoslawien25.5Bundesrepublik Deutschland25.0
1988GriechenlandThessalonikiUngarn33.0UdSSR32.5Jugoslawien28.0VR China27.0Bulgarien25.0Griechenland24.0
1990JugoslawienNovi SadUngarn35.0UdSSR35.0VR China29.0Bulgarien26.0Jugoslawien25.0USA24.5
1992PhilippinenManilaGeorgien30.5Ukraine29.0VR China28.5Ungarn26.5Russland26.0Rumänien25.0
1994RusslandRusslandMoskauGeorgien32.0Ungarn31.0VR China27.0Rumänien27.0Ukraine25.0Estland24.5
1996ArmenienJerewanGeorgien30.0VR China28.5Russland28.5Ukraine26.5Ungarn26.0Rumänien25.5
1998RusslandRusslandElistaVR China29.0Russland27.0Georgien27.0Niederlande23.5Bulgarien23.5Rumänien23.0
2000TurkeiIstanbulVR China32.0Georgien31.0Russland28.5Ukraine27.0Jugoslawien26.0Niederlande25.5
2002SlowenienBledVR China29.5Russland29.0Polen28.0Georgien27.5Ungarn25.5Ukraine25.5
2004SpanienSpanienCalviàVR China31.0USA28.0Russland27.5Georgien27.5Frankreich25.5Ungarn25.0
2006ItalienTurinUkraine29.5Russland28.0VR China27.5USA24.5Ungarn24.5Georgien24.5
2008DeutschlandDeutschlandDresden(1)Georgien18 / 411,5Ukraine18 / 406,5USA17 / 390,5Russland17 / 367,0Polen17 / 364,5Armenien16 / 353,0
2010RusslandRusslandChanty-MansijskRussland22 / 439,5VR China18 / 386,5Georgien16 / 384,0Kuba16 / 348,5USA16 / 336,5Polen16 / 336,0
2012TurkeiIstanbulRussland19 / 450,0VR China19 / 416,0Ukraine18 / 408,5Indien17 / 336,0Rumänien16 / 313,5Armenien16 / 313,0
2014NorwegenTromsøRussland20 / 420,5VR China18 / 406,0Ukraine18 / 383,0Georgien17 / 390,0Armenien17 / 350,5Kasachstan17 / 320,0
2016AserbaidschanBakuVR China20 / 416,0Polen17 / 427,5Ukraine17 / 404,5Russland16 / 380,5Indien16 / 342,5USA16 / 332,5
2018GeorgienBatumiVR China18 / 407,0Ukraine18 / 395,5Georgien17 / 375,0Russland16 / 379,5Ungarn16 / 372,0Armenien16 / 366,0
2022Indien ChennaiUkraine18 / 413,5Georgien18 / 392Indien17 / 396,5USA17 / 390Kasachstan17 / 252Polen16 / 396
2024UngarnBudapest[13]Indien19 / 432Kasachstan18 / 351USA17 / 418Spanien17 / 402Armenien17 / 391Georgien17 / 388

(1)ab 2008 Dresden: Matchpunkte / bei Gleichstand entscheidet dieOlympiade-Sonneborn-Berger-Wertung

Medaillenspiegel

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Die folgende Tabelle zeigt den Medaillenspiegel aller offiziellen Schacholympiaden bis einschließlich 2024.

Medaillenspiegel Frauen
PlatzLandGoldSilberBronze
1Sowjetunion Sowjetunion112
2China Volksrepublik Volksrepublik China644
3Georgien Georgien423
4Russland Russland333
5Ungarn Ungarn252
6Ukraine Ukraine233
7Indien Indien11
8Israel Israel1
9Rumänien Rumänien52
10Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten12
Polen Polen12
12Bulgarien Bulgarien11
Jugoslawien Jugoslawien11
14England England1
Kasachstan Kasachstan1
16Deutschland Deutschland (bis 1990: BRD und DDR)4
17Spanien Spanien1
Tschechoslowakei Tschechoslowakei1

Platzierungen der deutschsprachigen Staaten

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19571963196619691972197419761978198019821984198619881990199219941996199820002002
Mannschaften2115141523262332424551495665628174728690
Deutschland8.11.12.11.6.9.6.3.6.6.4.6.15.17.36.8.15.16.8.16.
DDR3.3.3.6.7.////////11.//////
Österreich17.12.14.13.11.16.17./33.29.28.12.32.28.40.54.40.44.41.39.
Schweiz////17./18./32.26.14.23.21.27.19.37.53.53.44.37.
Belgien20.14./14.////37.34.37.27.35.42./70.////
Luxemburg21.//////////////////79.


20042006200820102012201420162018202220242026
Mannschaften87103111115127136134149159169
Deutschland17.11.21.25.11.9.31.28.10.22.
Österreich55.58.27.55.37.42.29.40.36.42.
Schweiz31.38.40.52.60.24.41.32.48.19.
Belgien////47.43.43.98.43.44.
Luxemburg74.62.//68.94.57.46./64.
Liechtenstein/////////151.

1982 durfte die Schweiz als Gastgeber zwei Frauen-Teams stellen. Die entsprechende Spalte zeigt den 26. Platz der ersten Mannschaft. Die zweite Mannschaft spielte außer Konkurrenz, hätte aber den 36. Platz belegt.[14]
Als Gastgeber durfte Deutschland 2008 drei Frauen-Teams stellen. Die entsprechende Spalte zeigt den 21. Platz von Deutschland 1; Deutschland 2 kam auf den 34. und Deutschland 3 auf den 47. Platz.

Wissenswertes

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Fischer und Tal bei derSchacholympiade 1960 in Leipzig
  • Bei der Olympiade 1930 in Hamburg wurden erstmals offiziell Berufsspieler zugelassen.
  • Zwischen 1933 und 1937 nahm Deutschland, dessen Schachverband aus der FIDE ausgetreten war, nicht an den offiziellen Schacholympiaden teil. Stattdessen veranstaltete Deutschland 1936 ein „Schach-Olympia“.
  • Während der Olympiade 1939 in Buenos Aires brach derZweite Weltkrieg aus. Die englische Mannschaft reiste daher vorzeitig zurück, mehrere Spieler der deutschen Mannschaft, aber auch andere europäische Spieler, blieben nach Turnierende in Südamerika. Deutschland trat mit einer „Großdeutschen Mannschaft“ an, in die Spieler aus Österreich integriert waren. Mehrere Staaten weigerten sich, gegen die deutsche Mannschaft anzutreten. Die Mannschaftskämpfe Deutschlands gegen Polen, Palästina und Frankreich wurden deshalb kampflos 2:2 gegeben.
  • 1950 nahm mitChantal Chaudé de Silans zum ersten Mal eine Frau an einer Schacholympiade teil.
  • Aus politischen Gründen nahmen 1976 die UdSSR und andere Nationen nicht teil. Tripolis richtete eineGegenolympiade (Against Israel Olympiad) aus, die zur gleichen Zeit wie die offizielle FIDE-Olympiade stattfand. Dennoch waren auch Mitglieder der FIDE dort zugelassen. Italien und die Philippinen nahmen an beiden Meisterschaften teil, die UdSSR und andereOstblock-Staaten an keiner von beiden. Uruguay verlor drei Matches (insgesamt zwölf Partien) dadurch, dass die Mannschaft jeweils zu spät kam.
  • Bis einschließlich 2024 nahmen etwas mehr als 50 Frauen an offenen Wettbewerben der Schacholympiade teil. Am häufigsten eingesetzt wurde dabeiJudit Polgár (85 Partien bei acht Austragungen).
  • Die 44. Schacholympiade fand vom 29. Juli bis 10. August 2022 inChennai statt und damit erstmals in Indien. Wegen desRussisch-Ukrainischen Kriegs hatte die FIDE beschlossen, die Veranstaltung nicht wie ursprünglich geplant in Russland durchzuführen. Erstmals ging einFackelzug – durch Indien – voraus. Angestrebt wird ein Fackelzug, der alle Kontinente berührt. Vorbild ist dasolympische Feuer.[15]
  • Zeitweise starteten bei Schacholympiaden internationale Auswahlmannschaften für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Seit 2023 finden für diese Personengruppe eigenständige Olympiaden statt.
    • IBCA (Blinde und Sehbehinderte) von 1994 bis 2018
    • ICCD (Hörgeschädigte, früher ICSC) von 2002 bis 2018, außer 2004
    • IPCA (Körperbehinderte) von 2002 bis 2018

Literatur

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  • Árpád Földeák:Schach-Olympiaden, Corvina Verlag und Ten Have Verlag, Budapest und Amsterdam 1971.
  • Mario Tal:Bruderküsse und Freudentränen. Eine Kulturgeschichte der Schach-Olympiaden. PapyRossa Verlag, Köln 2008.ISBN 978-3-89438-393-0.
  • Raj Tischbierek:Sternstunden des Schachs: 30 x Schacholympia. Sportverlag, Berlin 1993,ISBN 3-328-00554-4.

Weblinks

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Commons: Schacholympiaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Schacholympiade – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Aus der Biographie von Vera Menchik nach www.koenig-plauen.de, eingesehen am 30. August 2018.
  2. Chess Olympiad bei Chessbatumi.ge, abgerufen am 24. September 2018.
  3. Weblinks und Nachweise zu früheren Kinder-Schacholympiaden (U16-Schacholympiaden) aufTeleSchach
  4. Schach als olympische Disziplin? In: schachmatt.net. Abgerufen am 3. Januar 2021. 
  5. Schach soll olympisch werden: DSB unterstützt FIDE-Kampagne für Olympia 2024 in Paris - Deutscher Schachbund - Schach in Deutschland. Abgerufen am 4. Januar 2021. 
  6. Torre, Fronda emerge as Philippine team top scorers in World Chess Olympiad auf manilatimes.net, 8. August 2014 (englisch)
  7. Individuelle Statistiken bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  8. Seirawan–Xu (1988) auf chessgames.com
  9. https://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=2347326
  10. Endergebnisse der Schacholympiade in Dresden; am Ende ist die Rangordnung der Wertungen angegeben. In: chess-results.com. Abgerufen am 25. Juli 2025. 
  11. Actual Handbook, Olympiad Pairing Rules
  12. Endstand der Schacholympiade 1982 bei olimpbase.org (englisch)
  13. Chess Olympiads: Moscow 2022, Budapest 2024
  14. Endstand der Schacholympiade der Frauen 1982 bei olimpbase.org (englisch)
  15. Schach : Olympiade steigt in schachverrückter Stadt orf.at, 29. Juli 2022, abgerufen am 29. Juli 2022.
Schacholympiaden

London 1927 |Den Haag 1928 |Hamburg 1930 |Prag 1931 |Folkestone 1933 |Warschau 1935 |Stockholm 1937 |Buenos Aires 1939 |Dubrovnik 1950 |Helsinki 1952 |Amsterdam 1954 |Moskau 1956 |München 1958 |Leipzig 1960 |Warna 1962 |Tel Aviv 1964 |Havanna 1966 |Lugano 1968 |Siegen 1970 |Skopje 1972 |Nizza 1974 |Haifa 1976 |Buenos Aires 1978 |Valletta 1980 |Luzern 1982 |Thessaloniki 1984 |Dubai 1986 |Thessaloniki 1988 |Novi Sad 1990 |Manila 1992 |Moskau 1994 |Jerewan 1996 |Elista 1998 |Istanbul 2000 |Bled 2002 |Calvià 2004 |Turin 2006 |Dresden 2008 |Chanty-Mansijsk 2010 |Istanbul 2012 |Tromsø 2014 |Baku 2016 |Batumi 2018 |Chennai 2022 |Budapest 2024 |Samarqand 2026 |Abu Dhabi 2028

Frauen:Emmen 1957 |Split 1963 |Oberhausen 1966 |Lublin 1969 |Skopje 1972 |Medellín 1974 |ab 1976 gemeinsam veranstaltet

Inoffizielle Veranstaltungen:Paris 1924 |Budapest 1926 |Schach-Olympia 1936 |Gegenolympiade 1976

Online-Olympiaden:2020 |2021

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