| Savignac-Lédrier | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Nontron | |
| Kanton | Isle-Loue-Auvézère | |
| Gemeindeverband | Isle-Loue-Auvézère en Périgord | |
| Koordinaten | 45° 22′ N,1° 13′ O45.3647222222221.2213888888889Koordinaten:45° 22′ N,1° 13′ O | |
| Höhe | 214–374 m | |
| Fläche | 26,90 km² | |
| Einwohner | 729(1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 27 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24270 | |
| INSEE-Code | 24526 | |
Die alte Schmiede von Savignac-Lédrier wurde als Museum hergerichtet | ||
Savignac-Lédrier,okzitanischSavinhac l'Edrier oderSavinhac Ledrier, ist einefranzösischeGemeinde mit 729 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Dordogne in derRegionNouvelle-Aquitaine. Sie gehört zumArrondissement Nontron und zumKanton Isle-Loue-Auvézère. ZuständigerGemeindeverband ist dieCommunauté de communes Isle-Loue-Auvézère en Périgord. Die Einwohner werdenSavignacois bzw.Savignacoises genannt.
Savignac dürfte sich vomgallorömischen EigennamenSabinius herleiten, welchem derSuffix-acum nachgestellt ist.Sabiniacum bedeutet somit dasAnwesen oderGut des Sabinius.
Der zweite Teil Lédrier stammt laut Bénédicte Fénié vom Okzitanischenledrier (Französischlierre) mit der BedeutungGemeiner Efeu. Laut Chantal Tanet und Tristan Hordé besteht möglicherweise auch eine Verbindung zum französischen Wortladre (Aussätziger, Leprakranker) oder eventuell auch zu denMehlbeeren, die auf Altokzitanischdrulho oderdrulhé hießen.

Savignac-Lédrier liegt in der Landschaft und historischen ProvinzPérigord, genauer imPérigord vert. Im Südwesten fließt dieAuvézère durch die Gemeinde, im Nordwesten dieHaute-Loue, ein Nebenfluss derLoue. Die bewaldeten Täler um die beiden Flüsse wurden in die Inventarliste ökologisch wertvoller Landschaften aufgenommen.
Savignac-Lédrier wird von folgenden Nachbargemeinden umgeben:
| Angoisse | Payzac | Payzac |
| Lanouaille | ||
| Génis | Saint-Mesmin | Saint-Mesmin |
Das Rathaus der Gemeinde befindet sich inLa Chapelle und ist nur 700 Meter vom Rathaus der Nachbargemeinde Payzac entfernt. Die OrtschaftenLa Chapelle,La Croix-Merle undLa Garanne liegen an der Nordgrenze und sind eng mit Payzac assoziiert. Der eigentliche Ortskern von Savignac-Lédrier liegt jedoch nahe der Südgrenze linkerhand oberhalb der Auvézère.
Die Gemeinde besteht aus folgenden Geländepunkten, Weilern, Gehöften, Schlössern, Mühlen und einer Schmiede:
Boisset, Bord, Chaleix, Chambon, Chantalouette, Chatreix, Clos Vivier, Haut Chambon, L’Abbaye, La Chapelle, La Croix-Merle, La Forge, La Garanne, La Jaubertie, La Lande, La Maison Neuve, La Ribière de Chaux, La Roterie, La Roussille, La Serve, La Tuilerie, Lavergne, Las Brugnas, Las Chaumas, Las Ronzeix, Las Ruas, Las Vias, Lassagne, Le Ballardier, le Breuilh, Le Champ Rouge, Le Deveix, Le Fromental, Le Grand Bois, Le Gué, Le Moulin de l’Abbaye, le Pénalou, Le Petit Gué, Les Barrières, Les Basses Brugnas, Les Chaumes de Miremont, Les Ganettes, Les Janissoux, Les Peyssoisants, Les Plantadies, Les Pommerades, Les Quatre Routes de Bord, Les Quatre Routes du Breuilh, Les Riveaux, Malherbaux, Malnoir, Mazat, Miremont, Moulin du Got, Petit Limoges, Prepourtier, Puy Bialy, Puy Coutant, Puy Palard, Rhé undSézelard.
Der topographisch niedrigste Punkt der Gemeinde Savignac-Lédrier liegt auf 214 Meter an der Auvézère im Südosten südlich des Ortskerns von Savignac-Lédrier. Der höchste Punkt nimmt 374 Meter ein und befindet sich beiLes Plantadies im Norden. Die absolute Höhendifferenz beträgt 160 Meter, die durchschnittliche Meerhöhe 294 Meter. Das Rathaus kommt auf 290 Meter zu liegen.
Die Gemeinde nimmt eine Gesamtfläche von 26,90 Quadratkilometer ein.
Die D 75 von Lanouaille nach Payzac durchquert den Norden der Gemeinde, an ihr liegtLa Chapelle. Von ihr zweigt nach Südwesten in Richtung Anlhiac die D 4 ab. Die D 75 E von Lanouaille nach Saint-Mesmin durchzieht den Süden und Südosten der Gemeinde und stellt die Verbindung zum Ortskern von Savignac-Lédrier her. Kommunalstraßen stellen die Verbindung zu den einzelnen Weilern her.

DieBodenbedeckung der Gemeinde Savignac-Lédrier schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen DatenbankCORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:
Die landwirtschaftliche Nutzung steht eindeutig im Vordergrund. Der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen ist von 72,6 % im Jahr 1990 auf 72,0 % im Jahr 2018 leicht zurückgegangen.
Savignac-Lédrier besitzt ein abgeschwächtesozeanisches Klima mit gemäßigtem Sommer (Cfb nachKöppen und Geiger), das sich durch folgende Parameter auszeichnet:
Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
|
Durch denKlimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 33 Kilometer entfernten Wetterstation inBrive das langjährige Jahresmittel von 12,7 °C für 1971–2000 über 12,7 °C für 1981–2010 auf 13,0 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,3 °C innerhalb von 20 Jahren.

Hauptfluter in der Gemeinde Savignac-Lédrier sind die Auvézère und dieHaute-Loue. Die Auvézère durchfließt auf 8,5 Kilometer den Osten und Südosten des Gemeindegebietes, wovon 6,5 Kilometer als Gemeindegrenze zu Payzac und Saint-Mesmin (mit Unterbrechung) fungieren. Sie hat im Gemeindegebiet zwei kleine rechte Nebenarme.
Die Haute-Loue, die in der Gemeinde Payzac entspringt (hier wird sie alsColon bezeichnet) und an der Nordgrenze zum BadeseeLac de Rouffiac-en-Périgord aufgestaut wird, durchquert auf 2,5 Kilometer den Nordwesten der Gemeinde Savignac-Lédrier in südwestlicher Richtung. Auf den letzten 500 Metern bildet sie die Grenze zu Lanouaille. Sie besitzt zwei kleine rechte Seitenarme und zwei wesentlich längere linke.
DerRuisseau de Gabourat entspringt südlich vonLa Chapelle im Norden und durchzieht in südlicher Richtung auf 5 Kilometer in etwa mittig das Gemeindegebiet. Er hat einen rechten Seitenarm, der fast genauso bedeutend ist. Kurz vor Verlassen der Gemeinde wird derRuisseau de Gabourat zu einem Weiher aufgestaut. Die äußerste Südostecke wird über 500 Meter gerade noch vomRuisseau de Porte Étoupe berührt, welcher in südwestlicher Richtung fließt und dann als linker Seitenarm in die Auvézère mündet.
Auvézère und Haute-Loue bilden Teil desFlusssystemsIsle-Dronne.
Die Gesamtlänge des Entwässerungsnetzes der Gemeinde Savignac-Lédrier beträgt 32 Kilometer.

Die Gemeinde Savignac-Lédrier liegt vollständig auf dem metamorphenGrundgebirge des nordwestlichenMassif Central. Die Gesteine des Anstehenden gehören zurThiviers-Payzac-Einheit.
Im nördlichen Drittel erscheint derPayzac-Quarzit (tfρ3Χ), eine höher metamorphe Fazies des rhyodazitischenThiviers-Sandsteins. Eingeschuppt in den Payzac-Quarzit finden sich Ostsüdost-streichendeAmphibolitzüge, die neben Amphibol und Plagioklas auch das MineralEpidot (δ11ep) führen. Ferner findet sich ein kleinerGraphitzug (gra).
Weiter südwärts folgen sodann mittig dieSerizitschiefer desDonzenac-Schiefers (S1-2), die ausPeliten undAreniten hervorgegangen sein dürften und auchGrauwackenlagen enthalten. Eingefaltet in den Donzenac-Schiefer ist derEngastine-Mafit –Grünschiefer (S11δθ), die aus ehemaligenDoleriten undbasaltischenTuffen entstanden sind. Im Donzenac-Schiefer finden sich auch Graphitzüge, weißeQuarzitgänge (χ) und Epidot-haltige Amphibolitzüge. Eine Seltenheit ist ein kleines Vorkommen an felsitischemMetarhyolith (λρ1).
Der gesamte Rest des Gemeindegebietes wird dann vom eigentlichen Thiviers-Sandstein (tfρ3) eingenommen. Der Thiviers-Sandstein enthält einigeDiabasgänge (δΣβ), die Ostsüdost bis Südost, aber auch Nordost streichen. Die Gänge sind maximal bis 700 Meter lang.
Die Gesteine der Thiviers-Payzac-Einheit werden im Norden umLa Chapelle von Lockersedimenten –pliozänen bisaltpleistozänen Flussschottern der FormationFs – überdeckt. Ein kleines Vorkommen findet sich auch im Süden südlich vonLas Brugnas. In den Talungen der Auvézère, entlang der Haute-Loue mitsamt ihres ersten linken Seitenarms sowie imRuisseau de Gabourat und imRuisseau de Porte Étoupe haben sichrezentealluviale Sedimente (FormationK) abgesetzt.

Naturrisiken manifestieren sich in der Gemeinde Savignac-Lédrier als
In den Jahren 1982, 1993, 1999 und 2007 kam es aufgrund erhöhter Niederschläge zu größeren Bodenbewegungen und Rutschungen.
Ein Dürrejahr war 2011. In dieser Periode herrschte erhöhteWaldbrandgefahr.
Ein herausragendes Wintersturmereignis war dasSturmtief Martin im Dezember 1999, das enorme Schäden an den Wäldern und auch an der Infrastruktur hinterließ. Die Zerstörungen in den Wäldern sind selbst im Jahr 2022 noch zu erkennen.
Wie die Risikokarte zeigt, ist Savignac-Lédrier von der Gefahr durch Bodensetzungen betroffen – gering im Bereich des Donzenac-Schiefers.
DieErdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Massif Central sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf derRichterskala bekannt.
Die relativ schwache Radongefahr (Zone 3 mit signifikativem Radonpotential) besteht im Inneren von Gebäuden und geschlossenen Räumen.


Die Gemeinde Savignac-Lédrier besitzt zwei Schutzgebiete des Typus 2 (FranzösischZNIEFF =zone naturel d'interêt faunistique et floristique). Einmal das Tal der Haute-Loue sowie auf 5,5 Kilometer die Schluchten der Auvézère (Gorges de l’Auvézère), die sich über fünf weitere Nachbargemeinden erstrecken.
Die Schluchten der Auvézère werden durch 9 Pflanzenarten charakterisiert. Hierzu gehören:Gänseblümchen-Lochschlund (Anarrhinum bellidifolium),Dünnblättriger Nacktfarn (Anogramma leptophylla), derStreifenfarnAsplenium obovatum, derLippenfarnCheilanthes tinaei,Nordischer Streifenfarn (Asplenium septentrionale),Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum),Türkenbund (Lilium martagon), dasJohanniskrautHypericum linariifolium und derBergfarn (Oreopteris limbosperma).
Im Jahr 1110 oder 1111 gründeteHugues de la Certa dieGrammontenserabteiLa Plaigne, derenCella sich im heutigen WeilerL’Abbaye befand. Von ihr ist jetzt bis auf ein Wohngebäude aus dem18. Jahrhundert nichts mehr erhalten. In etwa zur selben Zeit (im12. Jahrhundert) dürfte in Savignac-Lédrier die romanische Ortskirche errichtet worden sein. Das SchlossChâteau de la Forge geht bis ins15. Jahrhundert zurück.
| Bevölkerungsentwicklung in Savignac-Lédrier | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | ![]() | ||
| 1962 | 952 | |||
| 1968 | 809 | |||
| 1975 | 681 | |||
| 1982 | 738 | |||
| 1990 | 737 | |||
| 1999 | 746 | |||
| 2004 | 754 | |||
| 2006 | 752 | |||
| 2009 | 741 | |||
| 2014 | 720 | |||
| 2019 | 713 | |||
| 2020 | 714 | |||
Quelle: INSEE[1]
Die Bevölkerungszahlen von Savignac-Lédrier waren von 1962 bis 1975 stark rückläufig, zeigten aber bis 2004 einen leichten Anstieg, um dann erneut zurückzugehen.
Im Jahr 2020 betrug die Bevölkerungsdichte 26,5 Einwohner pro Quadratkilometer.
Bürgermeister in Savignac-Lédrier ist seit März 2014 Christian André Laguyonie, der im Mai 2020 wiedergewählt wurde.
| Kandidaten | Parteien | 1. Wahlgang | 2. Wahlgang | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Stimmen | % | ||||
| Emmanuel Macron | En marche ! | EM | 118 | 26,76 % | 205 | 50,87 % | |
| Marine Le Pen | Front national | FN | 115 | 26,08 % | 198 | 49,13 % | |
| Jean-Luc Mélenchon | Front de gauche | FDG | 72 | 16,33 % | |||
| Éric Zemmour | Reconquête | 25 | 5,67 % | ||||
| Valérie Pécresse | Les Républicains | LR | 32 | 7,25 % | |||
| Jean Lassalle | Résistons ! | R | 41 | 9,30 % | |||
| Anne Hidalgo | Parti socialiste | PS | 5 | 1,13 % | |||
| Fabien Roussel | Parti communiste français | PC | 7 | 1,59 % | |||
| Nicolas Dupont-Aignan | Debout la République | DLR | 9 | 2,04 % | |||
| Yannick Jadot | Europe Écologie-Les Verts | EELV | 8 | 1,81 % | |||
| Nathalie Arthaud | Lutte Ouvrière | LO | 5 | 1,13 % | |||
| Philippe Poutou | Nouveau Parti anticapitaliste | NPA | 4 | 0,91 % | |||
| Gesamt | 441 | 100 % | 403 | 100 % | |||
| Gültige Stimmen | 441 | 96,29 % | 403 | 89,36 % | |||
| Ungültige Stimmen | 17 | 3,71 % | 48 | 10,64 % | |||
| Wahlbeteiligung | 458 | 84,50 % | 451 | 83,36 % | |||
| Enthaltungen | 84 | 15,50 % | 90 | 16,64 % | |||
| Registrierte Wähler | 542 | 541 | |||||
Quelle: Ministère de l'Intérieur[2] | |||||||
Die Präsidentschaftswahlen 2022 in Savignac-Lédrier konnte Emmanuel Macron nur knapp für sich entscheiden.
Im Jahr 2015 betrug die erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren 302 Personen bzw. 42,2 % der Gesamtbevölkerung. Im Vergleich zu 2010 hat sich die Zahl der Arbeitslosen von 22 auf 36 erhöht, die Arbeitslosenquote liegt somit jetzt bei 11,8 %.
Am 31. Dezember 2015 waren 62 Unternehmen in Savignac-Lédrier ansässig, davon 27 im Sektor Handel, Transport oder Dienstleistungen, 14 in Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, 11 im Baugewerbe, 5 im Sektor Verwaltung, Bildung, Gesundheit oder Soziales und 5 in der Industrie.