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Sarralbe

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Sarralbe
Sarralbe (Frankreich)
Sarralbe (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionGrand Est
Département (Nr.)Moselle (57)
ArrondissementSarreguemines
KantonSarralbe (Hauptort)
GemeindeverbandSarreguemines Confluences
Koordinaten49° 0′ N,7° 2′ O48.9961111111117.0277777777778Koordinaten:49° 0′ N,7° 2′ O
Höhe206–262 m
Fläche27,29 km²
BürgermeisterPierre-Jean Didiot
Einwohner4.364(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte160 Einw./km²
Postleitzahl57430
INSEE-Code57628
Websitewww.sarralbe.fr

Sarralbe von Westen gesehen

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Solvay-Werk, 1924

Sarralbe [saʁalb] (deutsch Saaralben,lothringischAlwe bzw.Saaralwe) ist einefranzösischeKleinstadt imDépartement Moselle in derRegionGrand Est (bis 2015Lothringen). Der Ort gehört zumArrondissementSarreguemines und ist Hauptort desKantonsSarralbe. Sarralbe hat 4364 Einwohner (Stand 1. Januar 2023) auf 27,29 km² und ist hinterSaargemünd undBitsch die drittgrößte Gemeinde des Arrondissements.

Die Einwohner nennen sich auf FranzösischSarralbigeois bzw.Sarralbenois, auf DeutschSaaralbener undim örtlichen rheinfränkischen DialektAlwener. In dieserdeutsch-lothringischen Regionalsprache werden die Saaralbener auch alsFrösche-plumpser bezeichnet.[1]

Geografie

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Lage

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Sarralbe liegt am rechten Ufer derSaar, an derBahnstrecke Berthelming–Sarreguemines und nur wenige Kilometer entfernt derAutoroute A4 vonParis überMetz (ca. 75 Kilometer) nachStraßburg (ca. 90 Kilometer). Die Kleinstadt liegt an der Grenze zurEuropäischen Gebietskörperschaft Elsass, nur acht Kilometer vonSarre-Union (deutschSaarunion) entfernt. NachSaarbrücken sind es etwa 30 Kilometer. Auf der Gemarkung der Gemeinde befinden sich der Koordinatenschnittpunkt49° 0′ 0″ N,7° 0′ 0″ O497, die Querung desSaarkanals über dieAlbe und die Mündung der Albe in die Saar.[2]

Nachbargemeinden

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Nachbargemeinden von Sarralbe sindHambach im Norden,Willerwald im Nordosten,Herbitzheim undKeskastel im Osten,Harskirchen,Bissert undHinsingen im Süden,Kirviller im Südwesten,Le Val-de-Guéblange undHolving im Westen sowieRicheling im Nordwesten.

Ortsteile

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Zu Sarralbe gehören dieWohnplätze Eich, Rech, Salzbronn und Le Haras (früherDie-Stuterei[3]).

Geschichte

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Der Ort kommt schon 504 zurRömerzeit alsSaravi-Alba vor.[4]

Zwei Schenkungen an das Kloster Weißenburg aus den Jahren 712 und 713 in „Albe“ konnten dem heutigen Sarralbe zugeordnet werden.[5] 1112 bestätigte Kaiser Heinrich V. demKloster Sankt Georgen im Schwarzwald eine frühere Schenkung.[6] Als Stadt wurde Saaralben im 12. Jahrhundert befestigt, sie hieß noch 1200 „Alba“, 1215 „Alban“ und bekam erst ab 1474 den Zusatz „Saar-“. Die Stadtrechte wurden formal erst 1368 von BischofDietrich Bayer von Boppard verliehen.[7] Bis zum 16. Jahrhundert gehörte die Stadt denBischöfen von Metz. Sie befand sich danach inherzoglichem Besitz, bis sie 1766Frankreich einverleibt wurde.

Im seit Mitte des 18. Jahrhunderts von Sarralbe geführten Stadtwappen symbolisieren die blauen Wellenbalken das Zusammentreffen der beiden Flüsse Saar undAlbe, dieLothringerkreuze stehen für die Zugehörigkeit der Stadt zu Lothringen. 1608 trug das Wappen eine antike Lilie ohne Farbangabe.[8]

Durch denFrankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und Saaralben wurde demKreis Forbach im neu gebildetenBezirk Lothringen,Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Beim Ort gab es dreiSalinen.[4] Nach demErsten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen desVersailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Der Bezirk Lothringen blieb in seinem geografischen Ausmaß erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt. Saaralben wurde in Sarralbe umbenannt. ImZweiten Weltkrieg war die Region von der deutschenWehrmacht besetzt. Im Spätherbst 1944 wurde der Ort von denWestalliierten eingenommen, und Saaralben wurde wieder in Sarralbe umbenannt.

Sarralbe war Knotenpunkt der zweigleisigenEisenbahnstreckenSaarburg–Saargemünd undSarralbe–Chambrey. Personenverkehr fand in Sarralbe zuletzt nur noch auf der VerbindungSarre-UnionSarralbe–Kalhausen–Saargemünd statt, die anderen Strecken wurden stillgelegt oder abgebaut.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr19621968197519821990199920072019
Einwohner42104366460045534487453846134485

Sehenswürdigkeiten

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  • Albe-Turm
  • BahnhöfeSarralbe und Rech
  • Forsthaus St. Hubertus, in der Nähe des Arboretums
  • Neumühle
  • Soldatenfriedhof
  • Pfarrkirche St. Martin, auchSaar-Kathedrale genannt
  • Heilige Dreifaltigkeitskirche in Eich
  • Kirche St. Maria Magdalena in Rech
  • Kapelle St. Wendelin in Salzbronn
  • Lutherische Kapelle
Siehe auch:Liste der Monuments historiques in Sarralbe
  • Albe-Turm
    Albe-Turm
  • Forsthaus St. Hubertus
    Forsthaus St. Hubertus
  • Soldatenfriedhof
    Soldatenfriedhof
  • Kirche St. Martin
    Kirche St. Martin
  • Kapelle St. Wendelin
    Kapelle St. Wendelin
  • Lutherische Kapelle
    Lutherische Kapelle
  • Ehemaliges Waschhaus (Lavoir)
    Ehemaliges Waschhaus (Lavoir)

Persönlichkeiten

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Literatur

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Weblinks

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Commons: Sarralbe – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Passé-Présent: La Moselle dévoilée N°7 (Septembre-Octobre-Novembre 2012)
  2. Sarralbe. In:Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 112.
  3. Administration générale des postes,Dictionnaire des postes aux lettres, Paris, Imprimerie Royale, 1845.
  4. abEugen H. Th. Huhn:Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875,S. 390–391.
  5. Trad.Wiz. 225+232.
  6. Böhmer RCD 2020, auch in den Regesta Imperii abgedruckt.
  7. Franz Xaver Kraus:Kunst und Alterthum in Lothringen. Schmidt, Straßburg 1889,S. 889. 
  8. Les Blasons des communes de Lorraine: Sarralbe. In: genealogie-lorraine.fr. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. März 2016; abgerufen am 4. Juni 2023 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/genealogie-lorraine.fr 
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