Sando (Luckau)

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Sando
StadtLuckau
Koordinaten:51° 51′ N,13° 42′ O51.84913.704766Koordinaten:51° 50′ 56″ N,13° 42′ 17″ O
Höhe: 66 m ü. NHN
Eingemeindung:1. Juli 1950
Postleitzahl:15926
Vorwahl:03544
Sandoer Straße mit Blick in Richtung Sando
Sandoer Straße mit Blick in Richtung Sando

Sando (niedersorbischŽandow)[1] ist einWohnplatz der StadtLuckau imLandkreis Dahme-Spreewald inBrandenburg. Bis zur Eingemeindung nach Luckau am 1. Juli 1950 war Sando eine eigenständige Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Lage

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Sando liegt im Nordosten derNiederlausitz, unmittelbar südwestlich vonLuckau. Umliegende Ortschaften sind Luckau-Sandoer Vorstadt im Norden, Luckau im Nordosten und Osten,Wittmannsdorf im Süden undZöllmersdorf im Westen. Das Gebiet von Sando ist heute mit der Stadt Luckau baulich zusammengewachsen. Das historische Gemeindegebiet lässt sich etwa durch dieSandoer Straße eingrenzen.

Geschichte

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Das Dorf wurde 1358 mit der BezeichnungSandowe erstmals urkundlich erwähnt. Der aus dem Sorbischen stammende Ortsname bedeutet „Ort an der Sandaue“.[2] Zum Zeitpunkt der Ersterwähnung gehörte Sando zumMarkgraftum Niederlausitz und somit zu denböhmischen Kronländern. Mit demFrieden von Prag kam die Niederlausitz 1635 an dasKurfürstentum Sachsen. ImSchmettauschen Kartenwerk von 1767/87 ist das Dorf mit dem NamenSandow verzeichnet. Ab 1806 gehörte der Ort zumKönigreich Sachsen. BeimGefecht bei Luckau am 4. Juni 1813 wurden Teile von Sando und der angrenzenden Sandoer Vorstadt zerstört.[3]

Nach der auf demWiener Kongress beschlossenenTeilung des Königreiches Sachsen wurde Sando im Jahr 1815 mit der Niederlausitz Teil desKönigreiches Preußen. Im folgenden Jahr wurde in Preußen eine umfangreiche Gebietsreform durchgeführt, bei der die Gemeinde zumKreis Luckau in derProvinz Brandenburg kam, vorher gehörte Sando zum sächsischenLuckauischen Kreis. Laut derTopografisch-statistischen Übersicht des Regierungsbezirkes Frankfurt a.d.O. aus dem Jahr 1844 hatte Sando zu dieser Zeit 30 Wohngebäude und 159 Einwohner.[4] Der Ort war ein Ratsdorf der Stadt Luckau und gehörte auch kirchlich zu der Stadt. 1867 gab es in Sando 29 Wohngebäude und der Ort hatte 174 Einwohner.[5] Bei der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 hatte die Landgemeinde Sando 152 Einwohner.[6]

Nach dem Ende desZweiten Weltkrieges gehörte Sando zunächst zurSowjetischen Besatzungszone und ab dem 7. Oktober 1949 zurDDR. Am 1. Juli 1950 wurde Sando nach Luckau eingemeindet. Bei der DDR-Kreisreform im Juli 1952 kam Sando somit zum neu gebildetenKreis Luckau imBezirk Cottbus. Nach derWiedervereinigung lag Sando zunächst imLandkreis Luckau und kam am 6. Dezember 1993 bei derbrandenburgischen Kreisreform zum neu gebildeten Landkreis Dahme-Spreewald.

Bevölkerungsentwicklung

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JahrEinwohner
1875171
1890144
1925137
JahrEinwohner
1933156
1939159
1946232

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[7]

Einzelnachweise

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  1. Arnošt Muka:Serbski zemjepisny słowničk. Budyšin 1927, S. 82 (Digitalisat).
  2. Reinhard E. Fischer:Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. Alter – Herkunft – Bedeutung. be.bra Wissenschaft, Berlin 2005,S. 148. 
  3. Napoleon Rundweg – Station 5. Stadt LuckauAudiodatei, abgerufen am 29. Mai 2020.
  4. Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Frankfurt a. d. O. Gustav Harnecker’s Buchhandlung, Frankfurt a. O. 1844Online bei Google Books, S. 161.
  5. Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Frankfurt a. O. Verlag von Gustav Harnecker u. Co., 1867Online bei Google Books, S. 185.
  6. Gemeindeverzeichnis Landkreis Oststernberg 1900. In:gemeindeverzeichnis.de, abgerufen am 29. Mai 2020.
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 KB) Landkreis Dahme-Spreewald. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 29. Mai 2020. 
Ortsteile vonLuckau
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