| Salzgebirge | ||
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| Höchster Gipfel | Sakaser (1522 m) | |
| Lage | Pakistan | |
| Koordinaten | 32° 40′ N,72° 35′ O32.66666666666772.5833333333331522Koordinaten:32° 40′ N,72° 35′ O | |
| Typ | Überschiebungs-Pultscholle mitSchichtstufen | |
DasSalzgebirge ist ein Mittelgebirgszug inPunjab inPakistan. Er ist Bestandteil desKleinen Himalaya[1] und erstreckt sich bei maximal 30 Kilometern Breite in einem nach Norden geöffneten Bogen über rund 200 Kilometer zwischen demIndus im Westen und demJhelam im Osten und Südosten. Im Norden grenzt er an die HochebenePotwar, im Süden an die Tiefebene von Punjab. Jenseits des Indus setzt das Salzgebirge sich im Surghargebirge fort, das früher als zum Salzgebirge gehörend betrachtet wurde. Der Name des Salzgebirges leitet sich von den teilweise mehrere hundert MetermächtigenSteinsalzvorkommen an der Südflanke des Gebirges ab, aus deren Abbau der überwiegende Teil des pakistanischenSalzverbrauchs gedeckt wird. Darüber hinaus wird dieses Salz als sogenanntes „Himalayasalz“ alsLecksteine und als Salzbausteine vor allem nach Europa exportiert. Neben Salz werden weitere Bodenschätze abgebaut, unter anderemKalkstein,Steinkohle undGips. Das Gebirge wird im Osten von derAutobahn M2 überquert, dieIslamabad undLahore verbindet.
Das Salzgebirge entsteht am Nordzipfel derIndischen Platte durchÜberschiebung eines Bruchstückes, das an der Oberfläche dieSiwaliks bildet und hier als Potwar-Plateau erscheint, über den Hauptteil der Platte. Die Überschiebung an dieser Stelle ist die jüngste und am weitesten außen gelegene Folge derKonvergenz von Indischer und Eurasischer Platte und hat vor 10 bis 11 Mio. Jahren begonnen. Sie erfolgt im Untergrund entlang der nur wenig ansteigendenduktilen salzhaltigenEvaporitschicht der Billianwala-Subformation, Teil der Salt-Range-Formation, welche dem Gebirge den Namen gegeben hat. Wegen der Duktilität der Schicht, in der die Scherung stattfindet, sind Erdbeben in diesem Gebiet im Verhältnis zu anderen Bereichen derSuturen nördlich der indischen Platte selten. Gleichzeitig bestimmt die Ausdehnung der reibungsmindernden Evaporitschicht die Breite der Überschiebungsfront und damit die Länge des Gebirges. Die Salt-Range-Überschiebung bildet somit einen zungenförmigen Ausläufer desMain Frontal Thrust (etwa:Vordere Hauptüberschiebung), der entlang des Südrands des gesamtenHimalaya verläuft. Die Geschwindigkeit der Überschiebung wird mit 9 bis 14 Millimeter pro Jahr auf 20 % bis 35 % der Konvergenzgeschwindigkeit der beiden Kontinentalplatten geschätzt,[2] weitere, nördlich gelegene Suturen nehmen den Rest auf. Am Südrand der sich in Bewegungsrichtung über mehr als 100 Kilometer erstreckenden Überschiebung steigt diese aufgrund einer 1 Kilometer hohen stufenförmigen Störung im Untergrund steiler an und dieVerwerfung erreicht die Oberfläche. Dort entstehen durch Erosion die beidenSchichtstufen, die das Salzgebirge darstellen. Somit werden hier sämtlicheSchichten bis zum Billianwala aus dem spätenPräkambrium/frühenKambrium freigelegt, also das gesamtePhanerozoikum. Dadurch ist das Salzgebirge für Geologie und Paläontologie, aber auch für den Bergbau von großem Interesse. Im Untergrund sammelt sich im Bereich der Störung Material der Schicht, in der die Scherung stattfindet. Durch die wegen der Erosion abnehmende Masse der Überdeckung verlangsamt sich hier der Transport der Evaporite. Dies führt innerhalb eines schmalen Streifens zu den genannten Salzlagerstätten von ungewöhnlich großer Mächtigkeit.

Der höchste Berg des Gebirges ist mit1522 m derSakaser. Weitere Berge:
Seen:
Salz wird in der Salt Range bereits seit vorchristlicher Zeit abgebaut. Einer Legende zufolge sollen Pferde im HeerAlexanders des Großen während dessen Indienfeldzug 326 v. Chr. Salz geleckt haben, was zur Entdeckung der Vorkommen führte. Archäologische Hinweise deuten jedoch auf eine noch frühere Nutzung.
Im Salzgebirge gibt es einige Tempel, die auf das 6. Jahrhundert zurückgehen.[3]