| VS ist das Kürzel für denKanton Wallis in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des NamensSaint-Mauricef zu vermeiden. |
| Saint-Maurice | |
|---|---|
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Kanton Wallis |
| Bezirk: | Saint-Maurice |
| BFS-Nr.: | 6217i1f3f4 |
| Postleitzahl: | 1890 |
| UN/LOCODE: | CH SMA |
| Koordinaten: | 566493 / 11848246.2169517.004429414Koordinaten:46° 13′ 1″ N,7° 0′ 16″ O; CH1903: 566493 / 118482 |
| Höhe: | 414 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 400–3180m ü. M.[1] |
| Fläche: | 14,92 km²[2] |
| Einwohner: | 4623(31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 310 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 27,5 % (31. Dezember 2023)[4] |
| Website: | www.st-maurice.ch |
Saint-Maurice | |
| Lage der Gemeinde | |
Saint-Maurice[sɛ̃ mɔ.ʁis] ⓘ ist eineMunizipalgemeinde, eineBurgergemeinde mit einem Burgerrat und Hauptort desgleichnamigen Bezirks im französischsprachigen Teil desKantonsWallis in derSchweiz. Die nordöstliche Gemeindegrenze bildet dieRhone, die hier auch die Kantonsgrenze zumKanton Waadt ist. Der deutsche NameSankt Moritz wird heute nicht mehr verwendet.
In Saint-Maurice befindet sich neben derAbtei Saint-Maurice auch ein Konvent derKapuziner sowie das 1906 gegründete Kloster mitAugustinerinnen.
Blasonierung:WeissesKleeblattkreuz auf blau-rot gespaltenem Wappenschild.

Saint-Maurice war zunächst der keltische OrtAcauno,[5] der wegen seiner strategischen Lage am Eingang zum oberen Rhonetal die Aufmerksamkeit derRömer auf sich zog. Nach der Eroberung richteten sie dort einen Militärposten und eineZollstation ein, um Abgaben von den Händlern zwischen Italien undGallien zu erheben, denn der Ort lag an einer der grossenHandelsstrassen, die über denMont-Joux-Pass[6] von Italien nachGermanien und Gallien führte.
Zahlreicherömische Legionen waren hier stationiert, von denen die sog.Thebaische Legion besonders bekannt wurde.Mauritius, der Hauptmann einer Abteilung dieser Legion, erlitt dort angeblich mit allen seinen Soldaten gegen Ende des 3. Jahrhunderts denMärtyrertod. Die Überreste von Mauritius und seinen Gefährten wurden von BischofTheodor (auch: Theodul), dem ersten Bischof des Wallis, in ein Heiligtum an der Basis des Felsens beim heutigen Ort Saint-Maurice überführt.
Wenn die Stadt auch am Ruf der Abtei Anteil hatte, so war sie sich auch der durch ihre strategische Lage bedingten Gefährdungen bewusst. So gab es Plünderungen durch dieLangobarden im Jahr 574 und durch dieSarazenen Mitte des 10. Jahrhunderts. Der Ort wurde auch Zeuge der Gründung des 2.Burgunderreiches: Rudolf I. wurde 888 in der Abtei gekrönt. Nach 1032 kam der Ort unter die Herrschaft der Grafen vonSavoyen und erhielt im 13. Jahrhundert von ihnen Freiheitsbriefe. Seit Ende des 15. Jahrhunderts die Walliser dasChablais eroberten, ist Saint-Maurice Verwaltungssitz des Unterwallis.
1798 wurde die Unabhängigkeit des Wallis proklamiert: Die Repräsentanten des Ober- und Unterwallis vereinigten sich in Saint-Maurice und beschlossen, dieRepublik Wallis auszurufen. Saint-Maurice wurde Distrikt-Hauptort. Durch die Intervention des französischenDirektoriums (1795–1798) wurde das Wallis der von Frankreich geschaffenenHelvetischen Republik eingegliedert. Die Rebellion des Oberwallis gegen die neue Ordnung wurde gewaltsam durch französische Truppen gebrochen.
Während derMediationszeit wurde das Wallis zunächst eine unabhängige Republik, dann ein Teil Frankreichs. Bis 1814 war Saint-Maurice eine Unterpräfektur desDépartements Simplon. 1815 schloss sich das Wallis wieder der Schweizerischen Eidgenossenschaft an, und Saint-Maurice wurde der Hauptort eines der 13 Distrikte des neuenKantons Wallis.
DieFestung Saint-Maurice gehörte zusammen mitSargans undGotthard zu den drei grossen Festungsgebieten derSchweizer Armee imRéduit-Verteidigungsdispositiv desZweiten Weltkriegs und während des Kalten Krieges.
Auch heute ist Saint-Maurice Sitz mehrerer religiöser Institutionen und von Bildungseinrichtungen. Der Ort ist bekannt durch die Mauritius-Verehrung, die Basilika und ihren Schatz, die Naturgrotten und dasSchloss Saint-Maurice[7] mit Museum.


Seit dem 1. Januar 2013 gehört auch die ehemals selbständige GemeindeMex zum Gebiet der Gemeinde Saint-Maurice.
Im Jahr 515 beauftragte KönigSigismund von Burgund Mönche, hier einKloster zu errichten. Dieses Datum gilt als Gründung derAbtei Saint-Maurice, die damit als eine der ältesten Abteien der Schweiz anzusehen ist.
Von Anfang an war die Abtei ein grosser Anziehungspunkt fürPilger aus Germanien, Gallien und Italien. Diemerowingischen undkarolingischen Könige zeigten grosses Interesse an diesem Ort, bildete er doch den Zugang zu denAlpenpässen nach Italien. Die Ausstrahlung der Abtei zog nicht nur viele Pilger, sondern auch ständige Bewohner an. Daher ist die Geschichte des Ortes aufs Engste mit der des Klosters verbunden. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts hiess der Ort Agaune. Im 9. Jahrhundert fügte man den Namen von Mauritius hinzu, und so nannten Ort und Abtei sich von da an Saint-Maurice d’Agaune.
In Saint-Maurice gab es eineMünzstätte. Bis 1850 waren deren Münzen ein imWallis gängiges Geldmass unter dem NamenSt. Moritzer Pfund, auchMörsiger Pfund undlateinisch:Libra Mauriensis bzw.Libra Mauriciensis.[8]
| Bevölkerungsentwicklung | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1798 | 1850 | 1900 | 1950 | 2000 | 2010 | 2012 | 2014 | 2016 | 2023 |
| Einwohner | 830 | 1224 | 2162 | 2728 | 3596 | 4345 | 4488 | 4500 | 4566 | 4574 |
Die Paroisse des Deux Rives ist eine reformierte Pfarrei, die 2011 gegründet wurde, um diereformierte Kirche in den Gemeinden St-Maurice,Lavey-Morcles,Evionnaz,Mex undVérossaz zu repräsentieren. Ihr Sitz ist in der Avenue Gare 10 imTemple de Chavornay.[10]
Saint-Maurice istpartnerschaftlich verbunden mit
← Vorhergehender Ort:Aigle 18 km |Saint-Maurice VS | Nächster Ort:Martigny 17 km →
Canterbury |Dover |
Calais |Wissant |Guînes |Licques |Wisques |Thérouanne |Auchy-au-Bois |Bruay-la-Buissière |Arras |Bapaume |Péronne |Doingt |Seraucourt-le-Grand |Tergnier |Laon |Bouconville-Vauclair |Corbeny |Hermonville |Reims |Trépail |Châlons-en-Champagne |Coole |Brienne-le-Château |Bar-sur-Aube |Châteauvillain |Blessonville |Langres |Humes-Jorquenay |Coublanc |Grenant |Dampierre-sur-Salon |Savoyeux |Seveux |Gy |Cussey-sur-l’Ognon |Besançon |Étalans |Chasnans |Nods |Ouhans |Pontarlier |
Yverdon-les-Bains |Orbe |Lausanne |Cully |Vevey |Montreux |Villeneuve |Aigle |Saint-Maurice |Martigny |Orsières |Bourg-Saint-Pierre |Grosser St. Bernhard |
Saint-Rhémy-en-Bosses |Saint-Oyen |Étroubles |Gignod |Aosta |Saint-Christophe |Quart |Nus |Verrayes |Chambave |Saint-Denis |Châtillon |Saint-Vincent |Montjovet |Issogne |Verrès |Arnad |Hône |Bard |Donnas |Pont-Saint-Martin |Carema |Settimo Vittone |Borgofranco d’Ivrea |Montalto Dora |Ivrea |Cascinette d’Ivrea |Burolo |Bollengo |Palazzo Canavese |Piverone |Azeglio |Viverone |Roppolo |Cavaglià |Santhià |San Germano Vercellese |Olcenengo |Salasco |Sali Vercellese |Vercelli |Palestro |Robbio |Nicorvo |Castelnovetto |Albonese |Mortara |Cergnago |Tromello |Garlasco |Gropello Cairoli |Villanova d’Ardenghi |Zerbolò |Carbonara al Ticino |Pavia |Valle Salimbene |Linarolo |Belgioioso |Torre de’ Negri |Costa de’ Nobili |Santa Cristina e Bissone |Miradolo Terme |Chignolo Po |San Colombano al Lambro |Orio Litta |Senna Lodigiana |Calendasco |Rottofreno |Piacenza |Podenzano |San Giorgio Piacentino |Pontenure |Carpaneto Piacentino |Cadeo |Fiorenzuola d’Arda |Chiaravalle della Colomba |Alseno |Busseto |Fidenza |Costamezzana |Noceto |Medesano |Fornovo di Taro |Terenzo |Berceto |Pontremoli |Filattiera |Villafranca in Lunigiana |Bagnone |Licciana Nardi |Aulla |Santo Stefano di Magra |Sarzana |Castelnuovo Magra |Ortonovo |Luni |Fosdinovo |Carrara |Massa |Montignoso |Seravezza |Pietrasanta |Camaiore |Lucca |Capannori |Porcari |Montecarlo |Altopascio |Castelfranco di Sotto |Santa Croce sull’Arno |Ponte a Cappiano |Fucecchio |San Miniato |Castelfiorentino |Coiano |Montaione |Gambassi Terme |San Gimignano |Colle di Val d’Elsa |Badia a Isola |Monteriggioni |Siena |Monteroni d’Arbia |Ponte d’Arbia |Buonconvento |Montalcino |Torrenieri |San Quirico d’Orcia |Bagno Vignoni |Castiglione d’Orcia |Radicofani |San Casciano dei Bagni |Abbadia San Salvatore |Piancastagnaio |Ponte a Rigo |Proceno |Acquapendente |Grotte di Castro |San Lorenzo Nuovo |Bolsena |Montefiascone |Viterbo |Ronciglione |Vetralla |Capranica |Sutri |Monterosi |Nepi |Mazzano Romano |Campagnano di Roma |Formello |La Storta |Rom