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Saint-Goin

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Saint-Goin
Saint-Goin (Frankreich)
Saint-Goin (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Pyrénées-Atlantiques (64)
ArrondissementOloron-Sainte-Marie
KantonOloron-Sainte-Marie-1
GemeindeverbandHaut Béarn
Koordinaten43° 15′ N,0° 42′ W43.2478-0.7Koordinaten:43° 15′ N,0° 42′ W
Höhe173–291 m
Fläche5,54 km²
Einwohner219(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte40 Einw./km²
Postleitzahl64400
INSEE-Code64481

Rathaus von Saint-Goin

Saint-Goin ist einefranzösischeGemeinde mit 219 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementPyrénées-Atlantiques in derRegionNouvelle-Aquitaine (vor 2016:Aquitanien). Sie gehört zumArrondissementOloron-Sainte-Marie und zumKantonOloron-Sainte-Marie-1 (bis 2015:Kanton Oloron-Sainte-Marie-Ouest).

Der Name der Gemeinde ist vom heiligen Gaudentius abgeleitet, einemMärtyrer um 475 in der RegionToulouse.[1]

Die Einwohner werdenSaint-Goinars genannt.[2]

Geographie

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Saint-Goin liegt ca. 10 km nordwestlich vonOloron-Sainte-Marie im Tal von Josbaig in der historischen ProvinzBéarn.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Geüs-d’OloronAren
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
BarcusGéronce

Saint-Goin liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour.

Ein Nebenfluss desGave d’Oloron, derJoos, durchströmt das Gemeindegebiet mit seinem Zufluss Ruisseau Espondics ebenso wie der Ruisseau l’Ibarle, Zufluss desLausset.[3]

Geschichte

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Während des gesamtenMittelalters war Saint-Goin mit seinen Nachbarorten im Streit über das Eigentum des Bodens und des Waldes von Josbaig. Saint-Goin gehörte 1385 zu Geüs-d’Oloron und zurBailliage vonOloron. Bei derVolkszählung des Béarn wurden in beiden Dörfern insgesamt 29 Haushalte gezählt. DieGrundherrschaft gehörte der Familie Aignan, ab 1544 der Familie Fréchou. In der Folgezeit wurde Saint-Goin in zweiLehen aufgeteilt, mit je einem Sitz in derStändeversammlung des Béarn.[1][4]

Toponyme und Erwähnungen von Saint-Goin waren:

  • Sent-Goenh (1402, Volkszählung des Béarn),
  • Sengoenh,Sangoenh undSanct-Guoenh (1536, 1538 bzw. 1546,réformation de Béarn,Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),
  • Sent-Jayme de Sent-Goenh (1608, Veröffentlichungen desBistums Oloron),
  • Saint Goen (1750,Karte von Cassini),
  • Saint Goin (1793,Notice Communale) und
  • Saint-Goin (1801,Bulletin des lois).[4][5][6]

Einwohnerentwicklung

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Nach dem Beginn der Aufzeichnungen erlangte die Gemeinde einem Höchststand der Einwohnerzahl von rund 390 in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Es folgte eine Phase der Stagnation, bei der sich die Zahl bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1950er Jahren auf rund 160 reduzierte. In der Folgezeit ist eine kurze Erholung in den 1960er Jahren, eine Stagnation in den 1970er Jahren und ab den 1980er Jahren eine einsetzende Wachstumsphase zu verzeichnen.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner190200164173182188214227219
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Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen:EHESS/Cassini bis 1999,[6]INSEE ab 2006[7][8]

Sehenswürdigkeiten

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PfarrkircheSaint-Jacques-le-Majeur
  • Pfarrkirche, geweihtJakobus dem Älteren. Die frühereromanische Kirche war zu klein geworden und drohte zu verfallen. Sie lag vor dem Schloss auf dem Anwesen des Adelshauses von Anahanh und hatte wahrscheinlich ursprünglich die Funktion einerPrivatkapelle derGrundherren. Auf Initiative des Bürgermeisters Lahargouette und des Schlossherrn Lagarde erfolgte ein Neubau, der im Dezember 1844 fertiggestellt wurde, wie das Datum belegt, das auf demSturz des Vorbaus eingraviert wurde. Nur wenigeAusstattungsgegenstände der alten Kirche sind in das neue Gotteshaus übernommen worden. Dies trifft auf ein Gemälde des Malers René-Marie Castaing aus dem Jahre 1940 zu. Es war Teil desAltarretabels und zeigt, wieMaria, die MutterJesu Christi demApostel Jakobus dem Älteren auf einerSäule erscheint. Weitere Gegenstände aus der früheren Kirche sind zweiStatuen, eine mit einer Darstellung Marias, eine mit der heiligenKatharina von Alexandrien, einBeichtstuhl sowie ein Gemälde, das die Szene illustriert, in der Maria und dasJesuskind denRosenkranz an die HeiligenDominikus undVinzenz Ferrer überreichen. Letzteres ist seit dem 5. September 1984 alsMonument historique klassifiziert.[9][10]
  • Schloss Mesplès. Es war im Mittelalter im Besitz der Familie Aignan und unter dem Namen „Anhanh“ bekannt. Die Familie Aignan wurde seit dem 12. Jahrhundert imKopialbuch vonLucq erwähnt. Sie behielten das Schloss bis zum 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert ging es an die Familie Fréchou, im 17. Jahrhundert an die Familie Barber. Es war gleichzeitigLaienkloster und Adelssitz. DerBaron César de Mesplès erstand am 2. April 1646 das Schloss. Der französische KönigLudwig XIII. ernannte César de Mesplès im Jahre 1633 zum Baron als Anerkennung für die Verdienste seines Vaters, Anchot de Mesplès, in denHugenottenkriegen. In den Jahren 1715 bis 1720 wurde das Schloss von Jean-Anchot de Mesplès anlässlich seiner Hochzeit mit Madeleine d’Arros vollständig umgestaltet. Es besteht nun aus einem rechteckigen, zweistöckigen Wohntrakt der Ausmaße 34 m × 15 m mit einem mitSchiefer gedecktemSparrendach. Das Schloss diente als Sommerresidenz, und im Innern gibt es Zeugen des luxuriösen Lebens seiner Bewohner, eine große Empfangshalle, eine große gerade Treppe, eine lange Reihe von Empfangszimmern, Gemächer, die in Suiten aufgeteilt sind mit Empfangszimmer, Schlafzimmer, Vorzimmer und Garderoben, separate Nebenräume. Die Innenausstattung ist entsprechend, mit vier Meter hohen Decken mitStuck, Wandtäfelungen,Marmorkaminen mitTrumeaus und mit Stuck versehenen pflanzlichen Verzierungen in jedem Raum, doppelflügeligen,gesickten Türen, innenliegenden Läden an allen Fenstern,Parkett- oder Marmorfußböden. Der im frühen 18. Jahrhundert aufkommenden Mode, eine Verbindung zu den Außenanlagen und den Gärten herzustellen, wurde entsprochen, indem die Fassaden weitgehend mit großen Fenstern ohne Sprossen geöffnet wurden, um Licht hereinzulassen und von den Nutz- und Ziergärten zu profitieren. Im April 1732 erhob der KönigLudwig XV. alle seine Grundherrschaften zumMarquisat. Bis zum Ende desAncien Régime stieg der Marquis de Mesplès unter den höchsten Würdenträgern der Region auf. Während derFranzösischen Revolution konnte die Familie de Mesplès mit Glück demSchafott entgehen. Das Schloss wurde vernachlässigt, bis Jean Emmanuel Lagarde es im Jahre 1822 kaufte. Er war ein Händler aus Oloron-Sainte-Marie, der seinen Reichtum inCádiz inAndalusien erlangte. Marquise Marie Angélique de Vertamont, geborene de Mesplès, und ohne Nachkommen verkaufte neben dem Schloss alle ihre sonstigen Besitztümer. Jean Emmanuel und später seine Tochter Marie Anne vermehrten den Glanz des Anwesens durch Innenarbeiten, Gärten, Anpflanzungen neuer Bäume, Errichten einer zweitenOrangerie, Vergrößerung von Nebengebäuden, Umgestaltung des großenEingangsportals und des Nebeneingangs sowie Anbringen von Gitter und Pfeilern mit Kugeln. Mit ihrem Weggang wurde das Schloss am Ende des 19. Jahrhunderts schnell in ein Luxushotel mit Tennis und Golf umgewandelt. Zu der Klientel zählten reiche Briten und Amerikaner, die der Jagd auf Rehe oder dem Fischen von Lachsen nachgingen. Das große Ansehen des Hotels führte zur Erweiterung von sechs Zimmern in einem neuenPavillon mitMansarde und einerLoggia auf Erdgeschossebene. Aber dieWeltwirtschaftskrise in den frühen Dreißigerjahren läutete das allmähliche Ende des Hotelbetriebes ein. Der Geschäftsführer musste zu Beginn desZweiten Weltkriegs nach Großbritannien zurückgehen. In der Folge diente das Schloss als Zufluchtsort von 1939 bis 1945, von 1948 bis 1952 unter der Leitung desUnitarian Service Committee als Unterkunft für spanische Waisenkinder, Opfer derFranco-Diktatur, als Ferienlager für Jugendliche und schließlich in den 1980er Jahren als Entzugsklinik der OrganisationNarconon. In der Folgezeit blieb das Schloss unbewohnt, geschlossen und herrenlos. Es wurde nicht gepflegt und litt unter Verwüstungen, Raub und Zerstörungen. Heute ist wieder Leben in das Schloss eingekehrt, die Dächer sind restauriert und Instandsetzungsarbeiten sind geplant. Es befindet sich in Privatbesitz und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.[11]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Ossau-Iraty

Handel und Dienstleistungen sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde. Saint-Goin liegt in den ZonenAOC desOssau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[12]

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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[13]
Gesamt = 25

Bildung

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Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vorschule mit 25 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.[14]

Verkehr

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Saint-Goin wird durchquert von denRoutes départementales 59, 836 und 936 (ehemaligeRoute nationale 636) und ist mit einer Linie des BusnetzesTransports 64 über Oloron-Sainte-Marie undMauléon-Licharre mit anderen Gemeinden des Départements verbunden.

Weblinks

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Commons: Saint-Goin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. abSaint-Goin. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 1. Dezember 2017; abgerufen am 28. November 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  2. Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitants.fr, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  3. Ma commune : Saint-Goin. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  4. abPaul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 148, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  5. David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 28. November 2017 (englisch). 
  6. abNotice Communale Saint-Goin. EHESS, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  7. Populations légales 2006 Commune de Saint-Goin (64481). INSEE, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  8. Populations légales 2014 Commune de Saint-Goin (64481). INSEE, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  9. Église Saint-Jacques-le-Majeur. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 1. Dezember 2017; abgerufen am 28. November 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  10. tableau, cadre : saint Vincent Ferrier et saint Dominique recevant le rosaire. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  11. Château de Mesplès. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 1. Dezember 2017; abgerufen am 28. November 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr 
  12. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  13. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Saint-Goin (64481). INSEE, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
  14. École maternelle. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 28. November 2017 (französisch). 
Gemeinden imArrondissement Oloron-Sainte-Marie

Abitain |Accous |Agnos |Ainharp |Alçay-Alçabéhéty-Sunharette |Alos-Sibas-Abense |Ance Féas |Andrein |Angous |Aramits |Araujuzon |Araux |Aren |Arette |Arrast-Larrebieu |Arudy |Asasp-Arros |Aste-Béon |Athos-Aspis |Audaux |Aussurucq |Auterrive |Autevielle-Saint-Martin-Bideren |Aydius |Barcus |Barraute-Camu |Bastanès |Bedous |Béost |Bérenx |Berrogain-Laruns |Bescat |Bidos |Bielle |Bilhères |Borce |Bugnein |Burgaronne |Buziet |Buzy |Camou-Cihigue |Carresse-Cassaber |Castagnède |Castet |Castetbon |Castetnau-Camblong |Cette-Eygun |Charre |Charritte-de-Bas |Chéraute |Dognen |Eaux-Bonnes |Escos |Escot |Escou |Escout |Espès-Undurein |Espiute |Esquiule |Estialescq |Estos |Etchebar |Etsaut |Eysus |Garindein |Gère-Bélesten |Géronce |Gestas |Geüs-d’Oloron |Gotein-Libarrenx |Goès |Guinarthe-Parenties |Gurmençon |Gurs |Haux |Herrère |Idaux-Mendy |Issor |Izeste |Jasses |Laàs |Labastide-Villefranche |Lacarry-Arhan-Charritte-de-Haut |Laguinge-Restoue |Lahontan |Lanne-en-Barétous |Larrau |Laruns |Lasseube |Lasseubetat |Lay-Lamidou |Ledeuix |Lées-Athas |Léren |Lescun |L’Hôpital-Saint-Blaise |L’Hôpital-d’Orion |Lichans-Sunhar |Lichos |Licq-Athérey |Lourdios-Ichère |Louvie-Juzon |Louvie-Soubiron |Lurbe-Saint-Christau |Lys |Mauléon-Licharre |Menditte |Méritein |Moncayolle-Larrory-Mendibieu |Montfort |Montory |Moumour |Musculdy |Nabas |Narp |Navarrenx |Ogenne-Camptort |Ogeu-les-Bains |Oloron-Sainte-Marie |Oraàs |Ordiarp |Orin |Orion |Orriule |Ossas-Suhare |Osse-en-Aspe |Ossenx |Poey-d’Oloron |Préchacq-Josbaig |Préchacq-Navarrenx |Précilhon |Rébénacq |Rivehaute |Roquiague |Saint-Dos |Sainte-Colome |Sainte-Engrâce |Saint-Gladie-Arrive-Munein |Saint-Goin |Saint-Pé-de-Léren |Salies-de-Béarn |Sarrance |Saucède |Sauguis-Saint-Étienne |Sauveterre-de-Béarn |Sévignacq-Meyracq |Sus |Susmiou |Tabaille-Usquain |Tardets-Sorholus |Trois-Villes |Urdos |Verdets |Viellenave-de-Navarrenx |Viodos-Abense-de-Bas

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