Ab 1839 war das Gebiet Teil vonNeu-Helvetien, einer Privatkolonie, die derSchweizer EinwandererJohann August Sutter mit der Erlaubnis dermexikanischen Verwaltung gründete. An der Mündung des American Rivers in den Sacramento River legte erFort Sutter an, aus dem die Stadt hervorging. Nach demMexikanisch-Amerikanischen Krieg von 1846/48 wurde ganz Kalifornien amerikanisch. 1848 brach Sutters Kolonie unter dem Druck deskalifornischen Goldrausches zusammen. Infolge des Goldrausches ist die Siedlung Sacramento alsGoldgräbersiedlung an der Mündung des American River in den Sacramento River entstanden. In dieser Zeit kamen die Goldsucher mit dem Schiff hierher, um dann zu Fuß zu suchen.
Bereits 1850 wurde Sacramento zur Stadt erklärt, 1854 zur Hauptstadt des Bundesstaats Kalifornien. Nachdem 1856 die erste Eisenbahn eröffnet worden war, wuchs Sacramento zu einem Handelszentrum heran und wurde schnell alsBoomtown on the River bekannt. Das weithin sichtbareState Capitol entstand zwischen 1861 und 1869, und durch den Bau eines Kanals im Jahre 1963 wurde die Schifffahrt erheblich erleichtert. 1964 wurde der VorortNorth Sacramento eingemeindet. Sacramento ist bekannt für dieTextil- undLebensmittelindustrie.
Obwohl die Stadt nur 120 Kilometer von der Küste desPazifiks entfernt liegt, ist es im Hochsommer oft sehr heiß. Die geringe Luftfeuchtigkeit und der Wind, der in der Nacht kühle Luft von derSan Francisco Bay heranführt, machen den Aufenthalt jedoch erträglich. Im Raum Sacramento herrscht einmediterranes Klima vor mit milden, meist feuchten Wintern und warmen trockenen Sommern.
Aufgrund seiner geographischen Lage nahe derSan-Andreas-Verwerfung, wo zweitektonische Platten aneinanderstoßen, ist Sacramento immer wieder von Erdbeben betroffen.
Die Bevölkerung bestand laut dem Zensus von 2020 zu 32,3 Prozent aus Weißen und zu 13,2 Prozent aus Afroamerikanern; 18,9 Prozent waren asiatischer Herkunft. 28,9 Prozent der Bevölkerung warenHispanics. DerMedian des Einkommens je Haushalt lag in der Zeitspanne von 2015 bis 2019 bei 62.335US-Dollar, 16,6 Prozent der Bevölkerung lebten unterhalb der Armutsgrenze.[8]
Sacramento ist seit 1947 Sitz der kalifornischenStaatsbibliothek. Sehenswert sind das PioniermuseumFort Sutter und dasKalifornische Eisenbahnmuseum, eines der bestenEisenbahnmuseen der USA. Das Museum ist in der sogenannten „Old Town“ gelegen, einem nachgebauten Teil der Stadt aus dem 19. Jahrhundert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das California State Fair Grounds (Cal Expo) am American River, dieSleep Train Arena (ehemalige Heimspielstätte des NBA-TeamsSacramento Kings) etwas außerhalb direkt an derInterstate 5 in der Nähe des Flughafens gelegen und Sacramentos Zoo nahe der Innenstadt.
Angesichts einer ausgeprägten Musikszene und mit der Stadt assoziierten Bands wie denDeftones,Papa Roach undFar gilt Sacramento ferner auch als Wiege desNu Metal. 1972 wurde die Stadt durchMiddle of the Road in einem Lied musikalisch verewigt.
Eine lebensgroße, bemalte Bronze mit dem TitelBalancing Act Too (1993), des KünstlersAnthony Natsoulas steht seit 2015 auf der Plaza Cervantes in Sacramento.[9]
Der BahnhofSacramento Valley befindet sich in der Nähe der historischen Altstadt von Sacramento und ist der siebtverkehrsreichste Bahnhof der USA.Amtrak California betreibt die in Sacramento haltenden NahverkehrszügeCapitol Corridor (San Francisco Bay Area–Auburn) undGold Runner. Die großen Fernverkehrszüge vonAmtrak,Coast Starlight (Seattle–Los Angeles) undCalifornia Zephyr (San Francisco Bay–Chicago), halten hier ebenfalls. Angeschlossen wird der Bahnhof durch dieGold Line derStraßenbahn Sacramento. Der Bahnhof soll der nördliche Endpunkt der im Bau befindlichen HochgeschwindigkeitsstreckeCalifornia High-Speed Rail werden.
Eine wichtige Stütze desinnerstädtischen Nahverkehrs ist die Straßenbahn Sacramento, einLight-Rail-System des Unternehmens Sacramento Regional Transit District, das alsSacRT bekannt ist.
Sacramento verfügt über zwei Flughäfen, denFlughafen Sacramento im Nordwesten der Stadt und denFlughafen Sacramento Mather, einem ehemaligen Luftwaffenstützpunkt, am südöstlichen Stadtrand.
Christopher J. Castaneda, Lee M. A. Simpson:River City and Valley Life: An Environmental History of the Sacramento Region. University of Pittsburgh Press, Pittsburgh 2013,ISBN 978-0-8229-7918-0.
↑Sacramento’s canning industry canned every imaginable farm product, but tomatoes were the best-known, earning Sacramento the nickname „The Big Tomato.“The Big Tomato – Midtown, Sacramento Monthly