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STS-93

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Missionsemblem
Missionsemblem STS-93
Missionsdaten
MissionSTS-93
NSSDCA ID1999-040A
Besatzung5
Start23. Juli 1999, 4:31:00 UTC
StartplatzKennedy Space Center, LC-39B
Landung28. Juli 1999, 3:20:37 UTC
LandeplatzKennedy Space Center, Bahn 33
Flugdauer4d 22h 49min 37s
Erdumkreisungen80
Umlaufzeit90,0 min
Bahnneigung28,5°
Apogäum280 km
Perigäum260 km
Zurückgelegte Strecke2,8 Mio. km
NutzlastChandra-Teleskop
Mannschaftsfoto
v. l. n. r. Eileen Collins, Steven Hawley, Jeffrey Ashby, Michel Tognini, Catherine Coleman
v. l. n. r. Eileen Collins, Steven Hawley, Jeffrey Ashby, Michel Tognini, Catherine Coleman
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STS-96STS-103

STS-93 (englischSpaceTransportationSystem) ist die Missionsbezeichnung für einen Flug des US-amerikanischenSpace ShuttlesColumbia (OV-102) derNASA. Der Start erfolgte am 23. Juli 1999. Es war die 95. Space-Shuttle-Mission und der 26. Flug der Raumfähre Columbia.

Beim Start kam es durch eine gelöste Sauerstoffdüse zu einem Wasserstoffleck in einem der Triebwerke, so dass das Triebwerk automatisch vorzeitig abschaltete. Dadurch wurde die vorgesehene Orbithöhe nicht vollständig erreicht. Die Mission konnte trotzdem erfolgreich durchgeführt werden.

Mannschaft

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Bei diesem Flug wurde das Space Shuttle erstmals von einer Frau kommandiert.

Missionsbeschreibung

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Mit der Columbia wurde dasRöntgenteleskopChandra in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Bereits wenige Stunden nach dem Start wurde es nach einem kurzen Systemcheck aus der Ladebucht katapultiert. Die zweistufigeInertial Upper Stage brachte den Satelliten später auf eine elliptische Umlaufbahn zwischen 1.200 und 72.000 Kilometern Höhe.

An Bord derRaumfähre wurden anschließend Experimente auf den Gebieten Biologie, Astronomie, Atmosphärenforschung und Raumfahrttechnologie durchgeführt. So wurden Triebwerkszündungen dafür benutzt, die Sensoren des bereits1996 gestarteten Satelliten MSX (Midcourse Space Experiment) zu kalibrieren. Er überflog die Raumfähre in etwa 600 Kilometern Entfernung. Der Einfluss der Triebwerksabgase auf die umgebendeIonosphäre wurde beim ExperimentSIMPLEX erforscht. Dabei sollte die Quelle hochfrequenter Radarechos, durch den Orbiter verursacht, angepeilt werden. Die Daten werden benötigt, um Turbulenzen in der Ionosphäre feststellen zu können. Auf dem Mitteldeck der Columbia befand sich eine an ein UV-Teleskop gekoppelteCCD-Kamera (South West Ultraviolet Imaging System). Mit ihr können in schneller Folge Bilder von Himmelskörpern in unserem Sonnensystem gemacht werden. Beobachtungsobjekte waren die PlanetenMerkur,Venus undJupiter sowie der Mond und einKomet. Vom Mitteldeck aus wurden außerdem Bilder der Erde mit einer elektronischen Kamera gemacht (Earth KAM).

Erforscht wurde auch der Einfluss derMikrogravitation auf die Herstellung gallertartiger Gemische. Damit sollte bewiesen werden, dass Vorstufen vonCompositkeramiken in der Schwerelosigkeit eine gleichmäßigere Struktur bekommen. Technologische Forschungen beinhalteten die Erprobung von Formgedächtnismetallen zum Ausklappen einzelnerSolarzellenpanele (Light Weight Flexible Solar Array Hinge) und die Prüfung der Leistungsfähigkeit von Beschleunigungsmessern, Kreiselsystemen und Sensoren bei Start, Landung und während des Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit (Micro-Electrical Mechanical Systems).

Bei den biologischen Untersuchungen ging es zum einen um die Bestätigung von Modellen für den Gewebe- und Funktionsverlust von Muskel-, Knochen- und Hautzellen durch die Stressfaktoren Schwerelosigkeit und erhöhte Strahlung (Cell Culture Module). Auf zellularer Ebene wurdenZellskelett,Stoffwechsel,Membranintegrität undProteaseaktivität untersucht. Außerdem wurden pharmazeutische Präparate getestet, die den Gewebeverlust bremsen sollen. Beim Experiment Space Tissue Loss wurdenZellkulturen mit einem Mikroskopsystem überwacht, um ihre unmittelbaren Reaktionen auf Veränderungen der Umwelt aufzeichnen zu können. Zum anderen wurde erforscht, ob sich Pflanzen dazu eignen, durch direkte physiologische Reaktionen Veränderungen in der Umwelt anzuzeigen (Plant Growth Investigations in Microgravity). Ebenfalls an Bord waren die Experimente Commercial Generic Bioprocessing Apparatus und Biological Research In a Canister.

Während der Mission wurde mehrfach über dasSAREX-Experiment Amateurfunkkontakt zu Schulklassen aufgenommen. Das Fahrradtraining diente nicht nur der körperlichen Ertüchtigung, sondern auch der Untersuchung der dadurch verursachten Vibrationen und Möglichkeiten, diese zu dämpfen. Beim Start der Columbia waren mehrere Probleme aufgetreten. Offenbar trat aus einem TriebwerkWasserstoff aus. Die Überhitzung des Triebwerkes hätte zu seiner automatischen Abschaltung führen können. Dann hätte die Raumfähre den Orbit nicht erreicht. Außerdem war während der Startphase ein Kurzschluss aufgetreten. Auf die Nachtlandung in Florida hatten beide Defekte keinen Einfluss.

Siehe auch

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Weblinks

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Commons: STS-93 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Space-Shuttle-Missionen

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Geplante, aber nicht durchgeführte Rettungsmissionen:3xx · 400

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