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Südossetien

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Хуссар Ирыстон

Южная Осетия
სამხრეთი ოსეთი
Südossetien

Flagge Südossetiens
Wappen Südossetiens
FlaggeWappen
De‑facto‑Regime, Gebiet
ist völkerrechtlich Teil von
Georgien Georgien
AmtsspracheOssetisch,Russisch,Georgisch (regional)
HauptstadtZchinwali
RegierungsformPräsidentielles Regierungssystem (strittig)
OberhauptPräsidentAlan Gaglojew
RegierungschefPremierministerKonstantin Dschussojew
Fläche3885 km²
Einwohnerzahl53.532 (2015)
Bevölkerungsdichte14 Einwohner pro km²
WährungRussischer Rubel
Gründung20. September 1990
NationalhymneUarson Iryston!
ZeitzoneUTC+3
ISO 3166nicht zugeteilt
manchmal ersatzweise: SOS[1]
Telefonvorwahl+7
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Südossetien (ossetischХуссар ИрыстонChussar Iryston;russischЮжная Осетия/?Juschnaja Ossetija;georgischსამხრეთი ოსეთიSamchreti Osseti) ist eine gebirgige Region unmittelbar südlich des Kamms desGroßen Kaukasus. Das nach offiziellen Angaben 51.547 Einwohner zählende und rund 3885 km² große Gebiet ist völkerrechtlich TeilGeorgiens, entzieht sich aber seit 1990 mit Hilferussischer Truppen der Kontrolle der Zentralregierung inTiflis.[2]

Südossetien ist seither alsRepublik Südossetiende facto unabhängig. Seine Souveränität wird international lediglich von fünf Staaten anerkannt:Russland,Nicaragua,Venezuela,Nauru undSyrien. Zusammen mit den ebenfalls von Russland protegierten RegionenTransnistrien undAbchasien sowie bis 2023 auchArzach, die alle zur früherenSowjetunion gehörten, bildet Südossetien dieGemeinschaft nicht-anerkannter Staaten, die ihre Souveränitätsbestrebungen gegenseitig unterstützen. Georgien beansprucht Südossetien weiterhin als Bestandteil seines Staatsgebiets.

Geographie

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Die Hauptstadt istZchinwali. Das Gebiet grenzt im Norden an die zu Russland gehörende RepublikNordossetien-Alanien und liegt überwiegend auf dem Gebiet der georgischen RegionInnerkartlien(Schida Kartli). Es umfasst eine Fläche von 3885 Quadratkilometern.

Das auf der Südseite desKaukasus-Hauptkamms gelegene, gebirgige Land liegt auf einer Höhe von 1000 bis fast 4000 Metern über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt ist der Chalaza (oder Chalaschoch) mit 3938 m, der im Nordwesten nahe der russischen Grenze liegt.[3] Der Kaukasus-Kamm bildet die Nordgrenze. Im Westen wird Südossetien vom in Nord-Süd-Richtung verlaufendenLichi-Gebirge und demRatscha-Gebirge begrenzt.

Südossetien entwässert fast vollständig in denKura, der demKaspischen Meer zufließt. Im Süden erreicht das Territorium fast den Georgien in West-Ost-Richtung durchfließenden Fluss, der aber nirgends durch Südossetien selbst verläuft. Der in den Kura mündendeGroße Liachwi ist der größte Fluss der Region. Im Osten des Landes fließt derKsani. Der nordwestliche Landesteil hinter dem Kamm des Lichi-Gebirges und Ratscha-Gebirges entwässert über denRioni in dasSchwarze Meer. Zu dessen wichtigen Zuflüssen aus Südossetien gehörenDschedschora undQwirila.

Schlucht in Südossetien

Bevölkerung

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Palmsonntagsprozession inZchinwali
SüdossetischeLesginka, ossetisch: silgä kaft/tymbyl kaft
Sprachenkarte des Gouvernement Tiflis im Jahre 1886 – Die ossetische Sprache ist hier als lachsfarben verzeichnet

Ethnien

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Südossetien ist eine äußerst dünn besiedelte Region. Bei der Volkszählung 1989 waren etwa zwei Drittel der Bevölkerung Südossetiens ethnischeOsseten, 29 % warenGeorgier, die restlichen knapp 5 % setzten sich aus anderen Minderheiten zusammen, insbesondere ausRussen undArmeniern.[4] Die Gemeinde der südossetischenJuden (meistensgeorgische Juden, seltenAschkenasim) war bereits vor 1989 auf weniger als 700 Personen geschrumpft.

Seit Südossetien 1922 an dieGeorgische SSR angeschlossen worden war, hatten sich die Bevölkerungsverhältnisse leicht zugunsten der Georgier verändert, der Anteil der Osseten sank von über 70 % im Jahr 1922 auf 66,1 % im Jahr 1989. Zwischen 1918 und 1921 wurden tausende Osseten durch Truppen derDemokratischen Republik Georgien getötet oder vertrieben, weshalb der Anteil der Osseten vor 1918 noch einmal deutlich höher gewesen sein könnte.[5]

95 % der Einwohner haben inzwischen zusätzlich die russischeStaatsbürgerschaft angenommen und sind dadurch von der Visumsregelung Russlands ausgenommen, die etwa für georgische Staatsangehörige gilt. Im Zusammenhang mit dem Konflikt um Südossetien und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Niedergang nahm die Einwohnerzahl nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stetig ab. Die genaue Bevölkerungszahl ist heute nicht bekannt. Eine Schätzung aus dem Jahr 2010 vermutete nur noch etwa 30.000 Menschen in Südossetien, davon etwa 2.500 Georgier.[6] Die südossetische Regierung gibt die Bevölkerungszahl dagegen mit etwa 72.000 an, die NachrichtenagenturRIA Novosti schätzte die Einwohnerzahl auf etwa 80.000.[7]

Die Mehrheit der Bevölkerung istchristlich-orthodox, es gibt jedoch auch einige muslimische Osseten.

Quelle: Russisches Staatsarchiv für Wirtschaft[8]
Zensus 1926Zensus 1939Zensus 1959Zensus 1970Zensus 1979Zensus 1989Zensus 2007Zensus 2012Zensus 2015
Osseten60.351 (69,1 %)72.266 (68,1 %)63.698 (65,8 %)66.073 (66,5 %)65.077 (66,4 %)65.223 (66,2 %)47.000 (67,1 %)45.950 (89,1 %)48.146 (89,9 %)
Georgier23.538 (26,9 %)27,525 (25,9 %)26.584 (27,5 %)28.125 (28,3 %)28.187 (28,8 %)28.544 (29,0 %)17.500 (25,0 %)4.590 (8,9 %)3.966 (7,4 %)
Russen157 (0,2 %)2.111 (2,0 %)2.380 (2,5 %)1.574 (1,6 %)2.046 (2,1 %)2.128 (2,2 %)2.100 (3,0 %)515 (1,0 %)610 (1,1 %)
Armenier1.374 (1,6 %)1.537 (1,4 %)1.555 (1,6 %)1.254 (1,3 %)953 (1,0 %)984 (1,0 %)900 (1,3 %)
Juden1.739 (2,0 %)1.979 (1,9 %)1.723 (1,8 %)1.485 (1,5 %)654 (0,7 %)396 (0,4 %)650 (0,9 %)
Andere216 (0,2 %)700 (0,7 %)867 (0,9 %)910 (0,9 %)1.071 (1,1 %)1.243 (1,3 %)1.850 (2,6 %)515 (1,0 %)810 (1,5 %)
Gesamt87.375106.11896.80799.42197.98898.52770.00051.57253.532

Sprachen

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Zweisprachiges Straßenschild inKwaissa (Ossetisch: Къостайы уынг, „Kosta-Straße“, Russisch: ул. К. Хетагурова, „K.-Chetagurow-Straße“, beide mit Bezug auf den osset. DichterKosta Chetagurow)

Die offiziellen Sprachen Südossetiens sindOssetisch undRussisch. Bei einem Referendum aus dem Jahr 2011 stimmten etwa 83,5 % der Bevölkerung dafür, Russisch neben Ossetisch zur zweiten Staatssprache zu machen. Russisch war bereits zuvor eine offizielle Sprache, wurde durch diesen Schritt aber dem Ossetischen rechtlich gleichgestellt.[9] DemGeorgischen wird in einigen Regionen ebenfalls eine offizielle Stellung zugestanden. Die lokale Variante des Ossetischen ist dasIronische. Am verbreitetsten ist dabei derkudarische Dialekt, weiter auch die DialekteKsanisch undUrstualisch. Die ironischen Dialekte Südossetiens weisen – im Gegensatz zum Ironischen Nordossetiens – zahlreiche Entlehnungen aus dem Georgischen auf. Nahezu die gesamte Bevölkerung beherrscht darüber hinaus das Russische, das eine Sonderrolle im öffentlichen Leben und in der Wirtschaft einnimmt. Die georgische Sprache ist hauptsächlich unter der georgischstämmigen Bevölkerung verbreitet und wird von Osseten meist nicht beherrscht.

Geschichte

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Ruine inSgubiri

DieiranischsprachigenOsseten, wohl direkte Nachfahren derAlanen, wanderten in derAntike aus Gebieten südlich desDon in den Kaukasus ein. Im Mittelalter hieß das heute unter anderem von Osseten besiedelte Gebiet südlich des Kaukasus-HauptkammsSamatschablo und war im Besitz der georgischen Fürsten Matschabeli. Samatschablo gehörte zunächst zumKönigreich Georgien, später zum georgischen KönigreichKachetien, dann zum Königreich Kartli-Kachetien.[10] Im 17./ 18. Jahrhundert wurden die heutigen Südosseten aus demNordkaukasus vertrieben und wanderten nach Georgien aus, häufig wurden sie von georgischen Adligen aus den Bergen heraus südlicher angesiedelt. Im Laufe der Zeit wurden sie die Mehrheit in der Region. Nach derAnnexionKartlien-Kachetiens durch Russland wurde es 1801 Teil des russischen Gouvernements Tiflis (russisch:Tiflisskaja Gubernija). 1842 wurde die russische VerwaltungseinheitOkrug Ossetien (Kreis Ossetien) gegründet, in der damals etwa 60.000 Osseten lebten.

Georgisch-Südossetischer Konflikt 1918–1920

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Hauptartikel:Georgisch-Südossetischer Konflikt (1918–1920)
Landschaft in Südossetien
Gebäude derSüdossetischen Staatlichen Universität

Nachdem das Russische Reich zerfallen war, entstand dieDemokratische Republik Georgien und ihre Regierung beanspruchte Gebiete, die vor der russischen Annexion jahrhundertelang mehrheitlich von Georgiern bewohnt waren, darunter das heutige Südossetien. 1918 brachen durch Bolschewiki angestiftete Aufstände gegen die georgische Verwaltung aus. Die Selbstverwaltung der Region aus russischen Zeiten wurde daraufhin aufgehoben, weshalb es zu größeren Aufständen und schließlich zum sogenanntengeorgisch-südossetischen Konflikt von 1918–1920 kam. Bis 1920 kamen tausende Menschen, darunter etwa 5000 Osseten ums Leben. Die meisten von ihnen starben infolge von Hungersnot und Krankheiten.[5] Anschließend ließen sich vieleGeorgier in verlassenen Orten der Region nieder.[11] Südossetien wurde in Georgien eingegliedert. Das Ereignis wurde 2006 von der Regierung Abchasiens, einer weiteren umstrittenen Region in Georgien, als durch Georgier verübterGenozid deklariert.[12] Die Behauptungen der separatistischen Regierungen und Russlands werden von Georgien als verzerrte und übertriebene Darstellung eines zudem durch Bolschewiki aufgewiegelten und angestifteten Konfliktes verworfen. Ihre Schwere wird von georgischer Seite jedoch anerkannt.

Zugehörigkeit zur Sowjetunion

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Schon 1921 wurde dieDemokratische Republik Georgien durch dieSowjetunion annektiert. Das Gebiet des heutigen Südossetiens wurde alsSüdossetisches Autonomes Gebiet am 20. April 1922 ein Teil derGeorgischen SSR innerhalb der Sowjetunion. Im Autonomen Gebiet waren weitreichende kulturelle Sonderrechte für die ossetische Bevölkerung vorgesehen.

Insbesondere während der Zeit desStalinismus kam es zu scharfen Repressionen gegen Osseten in Südossetien, so wurde dort etwa dieOssetische Sprache zwangsweise bis 1954 imgeorgischen Alphabet geschrieben,[13] während in Nordossetien weiterhin daskyrillische Alphabet verwendet wurde. Im Zuge derTauwetterperiode wurden viele Autonomierechte für Südossetien erneut wieder eingeführt.

Georgisch-südossetischer Krieg 1991–1992

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Hauptartikel:Georgisch-Südossetischer Krieg (1991–1992)
Bergdorf Edisa

Im August 1989 wurde in der Georgischen Sowjetrepublik ein „Programm für die georgische Sprache“ beschlossen, das nicht nur die Förderung der georgischen Sprache zum Ziel hatte, sondern auch die Umsiedlung ethnischer Georgier in von Minderheiten bewohnte Gebiete und die Aufstellung militärischer Einheiten, in die ausschließlich Georgier aufgenommen werden durften.[14] Die ethnischen Minderheiten des Landes fühlten sich von dieser nationalistischen Politik bedroht und in Teilen Georgiens, darunter Südossetien und Abchasien, kam es zu ersten Unruhen.

Am 10. November 1989 beschloss der Oberste Sowjet des Autonomen Gebiets Südossetien die Gründung einerSüdossetischen Autonomen Sowjetrepublik, was deutlich erweiterte Autonomierechte zur Folge gehabt hätte. Die Entscheidung wurde am 16. November vom Präsidium des Obersten Sowjets der Georgischen SSR für unwirksam erklärt.[15] Es kam zumGeorgisch-Südossetischen Krieg. Georgische Nationalisten belagerten Zchinwali. Truppen des sowjetischen Innenministeriums versuchten, die verfeindeten Seiten zu trennen.

Am 20. September 1990 erklärte sich Südossetien alsDemokratische Sowjetrepublik für unabhängig. GeorgischeMilizen marschierten in das Gebiet ein. In Zchinwali wurden von Georgiern Häuser angezündet. Russland entsandte Truppen. Die Kämpfe forderten etwa 2000 Tote auf beiden Seiten. Etwa 100.000 Osseten flohen aus Georgien und Südossetien nach Russland, 20.000 Georgier flohen nach Georgien, zumeist nachTiflis. Im Dezember 1990 wurde derAusnahmezustand über Südossetien verhängt. Am 1. September 1991 benannte sich das Gebiet inRepublik Südossetien um. Am 6. September 1991 brach Georgien unter PräsidentSwiad Gamsachurdia die offiziellen Beziehungen zur Sowjetunion ab. Am 25. November 1991 hob der georgische Oberste Sowjet den Ausnahmezustand über Südossetien wieder auf und drei Tage später erklärte sich Südossetien erneut für unabhängig.Snaur Gassijew wurde vom südossetischen Obersten Sowjet zum Parlaments- und Ministerpräsidenten gewählt. Regierungschef wurde Oleg Tesejew. Südossetien umfasste 1991 rund 125.000 Einwohner, davon 66 Prozent Osseten und 29 Prozent Georgier. In einemReferendum über das Autonome Gebiet Südossetien sprachen sich am 19. Januar 1992 über 90 Prozent der Teilnehmer für die Unabhängigkeit von Georgien und den Anschluss an das zu Russland gehörendeNordossetien aus. Am 25. April 1992 wurden die ehemaligen Sondertruppen des sowjetischen Innenministeriums abgezogen, was zu heftigen Kämpfen zwischen südossetischen undgeorgischen Einheiten führte.[16]

Einsatz einer Friedenstruppe 1992

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Denkmal für die Opfer des georgisch-ossetischen Krieges 1992 in Zchinwali

Seit dem Zerfall der Sowjetunion zum 1. Januar 1992 und dem Abzug der sowjetischen Truppen eskalierte der Konflikt erneut. Am 24. Juni 1992 unterzeichneten der russische PräsidentBoris Jelzin und Georgiens PräsidentEduard Schewardnadse inDagomys ein Waffenstillstandsabkommen und die Aufstellung einer 1500 Soldaten umfassenden Friedenstruppe, die aus Russen, Osseten und Georgiern besteht. Sie wurde von einerGemischten Kontrollkommission, in der Georgien, Russland, Süd- und Nordossetien vertreten sind, beaufsichtigt. Georgien zog daraufhin seine Truppen aus Südossetien ab. Im Unterschied zur ersten Anwesenheit sowjetischer Friedenstruppen in Südossetien von 1990 bis Januar 1992, als diese noch per Auftrag neutral, vor Ort aber teilweise widersprüchlich agierten, beobachteten diesmal georgische und internationale Experten, dass russische Kontingente der Friedenstruppe (ähnlich wie in Abchasien) zunehmend auf separatistisch-südossetischer Seite eingriffen. Umstritten ist, ob die Ursache in einer Teilungsstrategie russischer Militärstrategen oder eher in anarchischen Situationsentscheidungen einiger Befehlshaber vor Ort liegt.[17]

Nach einer Verbesserung der georgisch-russischen Beziehungen unter dem georgischen PräsidentenEduard Schewardnadse unterzeichneten am 15. Mai 1993 der russische VerteidigungsministerGratschow und sein georgischer Amtskollege Karkaraschwili ein Abkommen über den vollständigen Abzug der russischen Truppen aus Georgien bis Ende 1995. Allerdings sicherten russische Truppen auf Bitten der georgischen Regierung unter Schewardnadse wichtige Bahn- und Hafenanlagen gegen Anhänger des ehemaligen Präsidenten Gamsachurdia in Westgeorgien und erhielten am 3. Februar 1994 die Erlaubnis, in Georgien drei Militärstützpunkten mit rund 20.000 Soldaten zu errichten, die nach dem auslaufenden Abkommen für 25 Jahre stationiert bleiben konnten.

Am 27. August 1996 unterzeichneten Georgiens Präsident Schewardnadse und der Parlamentspräsident und spätere Präsident SüdossetiensLudwig Tschibirow nach einem Treffen inWladikawkas eine Erklärung, nach welcher von beiden Seiten eine Lösung des Konflikts gemäß den„Prinzipien der territorialen Integrität und des Rechtes der Völker auf Selbstbestimmung“ angestrebt werde.[18]

Drei-Stufen-Plan Saakaschwilis 2004

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Von Sezessionisten und Regierungstruppen kontrollierte Gebiete 2004

Die Regierung inTiflis beabsichtigte nach offiziellen Angaben, Südossetien nach dem Modell desMachtwechsels in Adscharien wieder in Georgien einzugliedern. PräsidentMicheil Saakaschwili legte am 22. September 2004 vor derUN-Generalversammlung einenDrei-Stufen-Plan zur Beilegung der Konflikte in Südossetien und Abchasien und Rückführung der Gebiete unter georgische Herrschaft vor. Die Regierungen von Südossetien und Abchasien wiesen den georgischen Plan zurück.

Im Mai 2004 errichtete Georgiens Regierung zehn Kilometer von Zchinwali entfernt an der von Russland kommendenTranskaukasischen Fernstraße einen Polizeikontrollpunkt und verlegte Spezialeinheiten und Truppen des Innenministeriums an den Kontrollpunkt, um das Gebiet zu isolieren. Südossetiens Regierung reagierte mit der Verhaftung von 50 georgischen Soldaten, die später wieder freigelassen wurden. Immer wieder kam es zu Schusswechseln zwischen georgischen und südossetischen Verbänden.

Waffenstillstandsbrüche

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Georgische Soldaten (2004)

Am 11. Juli 2004 verständigten sich Georgien und Südossetien auf einen Waffenstillstand, unterzeichneten vier Tage später inMoskau ein Protokoll, das eineEntmilitarisierung Südossetiens vorsah. Georgien sollte außer 500 Friedenssoldaten alle Einheiten abziehen, Südossetien abchasische und russische Truppen aus dem Land weisen. Am 5. November 2004 wurde die Entmilitarisierung vertraglich vereinbart.

Zu einem Ende der gewalttätigen Auseinandersetzungen kam es aber nicht. Am 20. September 2005 wurde die südossetische Hauptstadt Zchinwali von der georgischen Armee mitMörsern beschossen. Georgiens ParlamentspräsidentinNino Burdschanadse drohte gleichzeitig das im Juni 1992 geschlossene Waffenstillstandsabkommen vonDagomys zu kündigen. Sie machte dies von der Beendigung der Unterstützung der russischen Friedenstruppen in Südossetien nach dem 15. Juni 2006 abhängig. DieUSA forderten von Russland, die südossetische Regierung nicht länger zu unterstützen. Andererseits verdeutlichten sie der georgischen Regierung zugleich, dass sie eine Gewalteskalation nicht mittragen würden.

Referendum im November 2006

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Am 12. November 2006 wurden in SüdossetienPräsidentschaftswahlen und ein Referendum über die Unabhängigkeit von Georgien durchgeführt. Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission nahmen 52.000 Südosseten am Referendum teil. Als Ergebnis wurde eine 99-prozentige Zustimmung zur Unabhängigkeit und 96 Prozent Zustimmung für die Wiederwahl Präsident Kokoitys verkündet. Ethnischen Georgiern war die Teilnahme an der Wahl verwehrt worden.[19]

DieEU, derEuroparat, dieOSZE, dieUSA und dieNATO verurteilten das Referendum, weil es die Spannungen in der Region steigere, statt sie zu verringern.[19] Lediglich Abchasien und die russischen RepublikenNordossetien-Alanien undKaratschai-Tscherkessien haben das Referendum vorbehaltlos unterstützt.[20] Russland bezeichnete das Referendum als „Ausdruck freien Willens“, das „berücksichtigt“ werden müsse.[21] Zwar betonten russische Politiker, Südossetien werde auch nach der Abstimmung nicht anerkannt oder aufgenommen,[22] allerdings hieß es gleichzeitig, dass die russische Position diesbezüglich von der Entwicklung der Situation imKosovo abhängen würde. Falls die Weltgemeinschaft irgendwann die volle Unabhängigkeit des Kosovos akzeptiere, müssten auch die gleichen Maßstäbe für die nach Unabhängigkeit strebenden georgischen Regionen angelegt werden. Die Vereinigten Staaten unterstützten dagegen „die territoriale Integrität Georgiens und die friedliche Beilegung des separatistischen Konflikts in Südossetien“.[23]

Als Reaktion auf das Referendum wurden gleichzeitig in den von Georgien kontrollierten Teilen Südossetiens einalternatives Referendum und Präsidentschaftswahlen abgehalten. Dabei ging es um die Frage, ob Südossetien mit Georgien in einerFöderation wiedervereint werden solle.[24] Nach Angaben der dortigen Wahlkommission nahmen 42.000 Südosseten an den Wahlen teil.[25] Über 94 % der dort lebenden Einwohner stimmten für eine Wiedervereinigung mit Georgien, ebenfalls über 94 % für den früheren südossetischen PremierministerDmitri Sanakojew als Präsidenten.

Provisorische Verwaltung durch Georgien

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Südossetien mit Kennzeichnung der nachgeorgischen Angaben vor August 2008 von Georgien kontrollierten Gebiete

Als Konsequenz aus dem alternativen Referendum wurde für die unter georgischer Kontrolle stehenden Teile Südossetiens eineAlternative Regierung von Südossetien gebildet, die zunächst keinen offiziellen Status hatte. Am 13. April 2007 beschloss das georgische Parlament die Einrichtung derProvisorischen Verwaltung von Südossetien[26] mit Sitz inKurta. Am 10. Mai 2007 wurdeDmitri Sanakojew zum Oberhaupt der Provisorischen Verwaltung von Südossetien ernannt.[27]

Kaukasuskrieg 2008

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Südossetien mit Kennzeichnung der nachrussischen Angaben vor August 2008 von Georgien kontrollierten Gebiete
Hauptartikel:Kaukasuskrieg 2008

Bereits im Mai 2008 hatte Georgien seine Streitkräfte in erhöhte Gefechtsbereitschaft versetzt, als RusslandEisenbahntruppen in die abtrünnige Region Abchasien schickte. Am 3. Juli 2008 wurde ein südossetischer Milizenführer bei Explosionen getötet, am gleichen Tag wurde ein Anschlag aufDimitri Sanakojew,[28] Chef der gegenüber Georgien loyalen „Gegenregierung“ in Südossetien verübt.[29] Daraufhin kündigte diesüdossetische Regierung unterJuri Morosow dieGeneralmobilmachung an.

In der Nacht auf den 5. Juli verkündete Georgiens stellvertretender Verteidigungsminister Batu Kutelia, diegeorgischen Streitkräfte würden nach der Drohung Südossetiens von erhöhter Gefechtsbereitschaft in erhöhte Gefechtsbereitschaft mit Mobilisierung derReserve und der Nationalgarde versetzt. Bis zum 7. August 2008 stationierte Georgien 12.000 Soldaten und 75 Panzer an der Grenze zu Südossetien[30]. In Südossetien waren zu diesem Zeitpunkt etwa 1000 Soldaten russischer so genannter Friedenstruppen sowie etwa 500 weitere südossetischer Milizen stationiert.[31]

Ab dem 3. August wurdeZchinwali evakuiert; anstatt einer Bevölkerung waren dort fortan Freiwillige, welche die „georgische Aggression“ abwehren wollten, anwesend. Die angeblich am 7. Juli von Georgien angegriffenen Dörfer Dmenis und Khetagurovo waren unberührt, aber das georgische Zuli nebenan stand tatsächlich in Flammen.[32] Der georgische Präsident versuchte, durch einen einseitigen Waffenstillstand den begonnenen Krieg zu entschärfen. Je nach Quelle begann damals der Beschuss des später komplett zerstörten Tamarasheni, gelegen in einer georgischen Enklave an der Straße nach Zchinwali.[32][33]

Am 8. August begannen georgische Truppen mit einem Vormarsch zur Besetzung Südossetiens. Georgien ordnete die Generalmobilmachung an und berichtete noch am selben Tag, bereits größere Teile Südossetiens unter seine Kontrolle gebracht zu haben.[34] In Zchinwali kam es zu schweren Gefechten zwischen der georgischen Armee auf der einen sowie ossetischen Milizen und russischen Friedenstruppen auf der anderen Seite.

Luftlande- und Bodentruppen derrussische Armee rückten mit schwerem Gerät in Südossetien ein und stoppten die georgische Offensive. Die georgischen Truppen zogen sich daraufhin wieder aus der teilweise besetzten Hauptstadt zurück[35] und wurden wenig später vollständig aus Südossetien vertrieben.

Russlands PräsidentDmitri Medwedew drohte mit Vergeltung, nachdem russische Medien bereits am 8. August den Tod zahlreicher russischer Friedenstruppenangehöriger gemeldet hatten. Bald darauf bombardierte dierussische Luftwaffe die militärischen Stellungen in den nahegelegenen georgischen StädtenPoti undGori, wobei jedoch auch zivile Ziele getroffen wurden. Auch einMilitärflugplatz und eine Flugzeugfabrik nahe der georgischen HauptstadtTiflis wurden zerstört.[36] Ferner entsandte Russland Flotteneinheiten und weitere Truppen nach Abchasien, an dessen Grenze zum georgischen Kerngebiet ebenfallsKämpfe ausbrachen. Trotz des andauernden russischen Aufmarsches rief Georgien eine einseitige Waffenruhe aus und zog seine Truppen bis zum 10. August vollständig aus Zchinwali zurück.[37]

Im Gegenzug verkündete der russische Präsident, dass die Kampfhandlungen bald beendet sein würden. Dennoch rückten russische Truppen auch auf georgisches Territorium außerhalb von Südossetien und Abchasien vor und zerstörten dort weiteres militärisches Gerät. Am 12. August gab Medwedew den Abschluss der Militäraktionen in Georgien bekannt.

Südossetische Zivilisten feiern das Ende desKaukasuskriegs 2008

UNOSAT dokumentierte mit hochauflösenden Satellitenbildern ab dem 22. August 2008 die Situation um die südossetische Hauptstadt Zchinwali nach dem Waffenstillstand vom 10. August 2008.[38]Human Rights Watch interpretierte auf den Bildern zu sehende brennende Gebäude in mehreren bislang von Georgiern bewohnten Dörfern alsethnische Säuberungen.[39] Der Zerstörungsgrad zwischenZchinwali und Kechwi lag damals bei fünf Ortschaften zwischen 40 % und 50 %.[40] DerInternationale Gerichtshof in Den Haag ermahnte in einem Urteil vom 15. Oktober 2008 alle Seiten zur Mäßigung im Zusammenhang der ethnischen Vertreibungen.[41][42]

Anerkennung der Unabhängigkeit

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Botschaft Südossetiens in Moskau

Am 26. August 2008 erklärte der russische Präsident Medwedew in einer Fernsehansprache, er erkenne – einem Beschluss des russischen Parlaments folgend – die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens an. Russland war somit der erste Mitgliedsstaat derVereinten Nationen, der offiziell diplomatische Beziehungen mit den beiden Gebieten aufgenommen hat. Medwedew bezeichnete seine Entscheidung als direkte Folge des vorangegangenen militärischen Konflikts, der es Südosseten und Abchasen unmöglich gemacht habe, weiterhin gemeinsam mit den Georgiern in einem Staat zu leben. Zugleich rief er andere Staaten auf, diesem Beispiel zu folgen.[43] Neben Russland hatten zuvor bereits die ebenfalls international nicht anerkannten Republiken Abchasien,Transnistrien undArzach die Unabhängigkeit Südossetiens anerkannt. Am 29. August 2008 erklärten der südossetische ParlamentspräsidentSnaur Gassijew und andere führende Politiker Südossetiens, es sei mit Moskau eine Aufnahme ihres Gebietes in die Russische Föderation vereinbart worden, die in einigen Jahren vollzogen werden solle. Russland verneinte die Existenz einer solchen Abmachung.[44] Der südossetische Präsident Eduard Kokoity äußerte sich am 11. September 2008 widersprüchlich zu einer beabsichtigten Angliederung seines Landes an die Russische Föderation.[45]

Als zweites Land nach Russland erkannteNicaragua am 5. September 2008 durch ein Präsidentendekret die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens an, nachdem StaatspräsidentDaniel Ortega die Anerkennung auf einer offiziellen Veranstaltung vor der Armeeführung seines Landes am 2. September angekündigt hatte.[46] Ein Jahr später folgtenVenezuela undNauru. Tuvalu nahm vorerst 2011 diplomatische Beziehungen zu Südossetien auf, unterzeichnete jedoch am 31. März 2014 ein Abkommen mit Georgien, in dem es dessen territoriale Integrität anerkannte.[47] Ende Mai 2018 erweiterte sich mitSyrien die Anzahl der anerkennenden Staaten auf mittlerweile fünf.[48] Weitereinternationale Anerkennungen von Abchasien und Südossetien blieben aus.

Seit 2010 wird das Land durch den Bau vonGrenzzäunen zu Georgien durch die russischen Dienste zunehmend isoliert.[49] Russland möchte Südossetien in dieEurasische Union aufnehmen. Dazu wäre es nötig, dass Belarus, Kasachstan und Armenien die Unabhängigkeit dieser Gebiete ebenfalls anerkennen, was sie in eine offene Konfrontation mit Georgien brächte. „Deshalb hat Moskau nun den Plan ausgeheckt, die beiden Gebiete stärker zu ‚integrieren‘“, sagteDawit Ussupaschwili im Oktober 2014, für Georgien „ein weiterer Schritt hin zur definitiven Annexion“.[50] 2014 bekundete das Parlament in Zchinwali seine Absicht, das südossetische Volk über den Beitritt der Russischen Föderation abstimmen zu lassen. Der Plan musste jedoch verschoben werden.[51]

Am 18. Februar 2015 wurde ein Freundschaftsabkommen unterzeichnet[52] und am 18. März 2015 ein Bündnis- und Integrationsabkommen, welches für 25 Jahre eine „kohärente Außenpolitik“ sowie den Schutz der Grenzen durch Russland vorsieht, da dies „wichtig sei für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes“. Das Bündnis- und Integrationsabkommen wurde am 19. Mai von der russischen Duma verabschiedet und am 24. Mai vom Föderationsrat gebilligt.[53][54][55]

Beitrittspläne zu Russland

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Im Juni 2017 erklärteAnatoli Bibilow, Präsident des De-facto-Staates, in einem Interview mitRIA Novosti, man arbeite weiterhin am Eingliederungsvorhaben mit russischen Offiziellen, und die längst anvisierte Volksabstimmung werde früher oder später stattfinden.[56] Dies bekräftigte er erneut am 30. März 2022 während des Wahlkampfs zurPräsidentschaftswahl am 10. April 2022.[57] Zugleich fand dierussische Invasion der Ukraine statt, in der fünf Tage zuvorLeonid Passetschnik, der Separatistenführer in der international nicht anerkanntenVolksrepublik Lugansk, ein Referendum über die Vereinigung mit Russland angekündigt hatte.[58][59] Die erneute Ankündigung eines Referendums wurde von politischen Analysten als bloßes Wahlkampfmanöver eingeordnet.[60] Von russischer Seite hieß es, dass es keine Aktivitäten in dieser Hinsicht gäbe.[57] Nach seinem Wahlsieg sprach der Oppositionskandidat Alan Gaglojew davon, dass für ein Referendum noch nicht die richtige Zeit sei. Das begründete er vor allem damit, dass Russland in der Ukraine beschäftigt sei und keine Signale der Zustimmung zu einer Aufnahme Südossetiens gegeben habe.[61] Am 13. Mai 2022 unterzeichnete der scheidende Präsident Bibilow dennoch auf Grundlage mehrerer vom südossetischen Parlament verabschiedeter Gesetze ein Dekret, nach dem ein Referendum über den Beitritt zu Russland am 17. Juli 2022 stattfinden soll.[62][63] Kreml-Sprecher Peskow wies zurück, dass Moskau an einer Annexion arbeite. Die weitere Entwicklung in dieser Sache läge allein bei der Regierung und der Bevölkerung von Südossetien.[64] Einige Tage darauf sprach Grigori Karasin, Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten des Föderationsrates, mit dem Sondergesandten des georgischen Premierministers Surab Abaschidse über das Referendum und nahm es als „größte Sorge der georgischen Partner“ zur Kenntnis. Der stellvertretende russische Außenminister Andrej Rudenko sagte, eine mögliche Annexion müsse auf Grund mehrerer Faktoren entschieden werden, nicht nur des Referendums. Zugleich billigte die russische Duma die Erleichterung einer doppelten Staatsbürgerschaft für Bewohner Südossetiens.[65] Das für den 17. Juli 2022 geplante Referendum wurde am 30. Mai 2022 von Präsident Gaglojew abgesagt.[66] Das russische Außenministerium begrüßte diese Entscheidung und hob hervor, dass das Referendum von Russland nicht erwünscht wäre. Die russische Regierung sei erfreut über das Verlangen nach stärkerer Integration und man wolle weitere Gespräche dazu führen, aber die aktuelle weltpolitische Situation lasse dies nicht zu.[67]

Politik

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Verfassung und Regierungsstrukturen

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Für Südossetien gibt es zwei konkurrierende Verwaltungs- und Regierungsstrukturen, die der Republik Südossetien sowie die der gegenüber Georgien loyalenSüdossetischen Provisorischen Verwaltungsentität. Seit dem August 2008 kontrolliert jedoch die von Russland gestützte Republik Südossetien die gesamte Region und übt dieSouveränität über das Land aus, zuvor waren kleinere Teile des Gebiets unter Kontrolle Georgiens.

Die Republik Südossetien hat eine eigene Verfassung, dieSüdossetische Verfassung, eigene Verwaltungsstrukturen und eineigenes Militär. Die politische Einordnung Südossetiens schwankt zwischensemipräsidentieller Republik undpräsidentieller Republik. Es gibt mehrere größere Parteien, darunter die nationalistischeNychaz, die rechtskonservativePartei „Einheit“, dieKommunistische Partei Südossetiens und dielinksliberaleVolkspartei Südossetiens. Letztere vier Parteien sind auch im 34 Sitze umfassendenSüdossetischen Parlament vertreten.

Staatschef der Republik war von 1993 bis 2001 der GeschichtsprofessorLudwig Tschibirow (bis 1996 Parlamentspräsident, danach Präsident). 2002 und 2006 wurdeEduard Kokoity zum Präsidenten gewählt. Von 2008 bis 2009 war der ehemalige Präsident der russischen Bundessteuerbehörde in Nordossetien,Aslanbek Bulazew, Ministerpräsident der Republik, nachdem Kokoity das gesamte Kabinett unter dem VorgängerJuri Morosow bereits im August 2008 entlassen hatte. DiePräsidentschaftswahlen 2011 fanden am 13. November 2011 statt, die unabhängige KandidatinAlla Dschiojewa konnte sich dabei überraschend durchsetzen. Nachdem die Wahlen durch das Oberste Gericht Südossetiens für ungültig erklärt wurden, gab es im April 2012 Neuwahlen. In diesen wurde in einer abschließenden Stichwahl der ebenfalls unabhängige KandidatLeonid Tibilow zum neuen Präsidenten Südossetiens gewählt,[68]Rostislaw Chugajew wurde Premierminister. Bei denPräsidentschaftswahlen am 9. April 2017 wurdeAnatoli Bibilow, der von Russland bereits bei den Präsidentschaftswahlen 2011 als Präsident Südossetiens vorgesehen war, aber überraschend an Alla Dschiojewa scheiterte, als Nachfolger von Leonid Tibilow zum Präsidenten gewählt.[69] Gleichzeitig mit den Präsidentschaftswahlen 2017 wurde über die Umbenennung von Südossetien inAlania (Alanien) abgestimmt; dieser Vorschlag wurde mit 80 % der Stimmen angenommen und trat sofort in Kraft.[69] Leonid Tibilow hatte sich maßgeblich für die Namensänderung eingesetzt und diese als einen wichtigen Schritt für die „Wiedervereinigung mit Nordossetien innerhalb der Russischen Föderation“ bezeichnet. Für das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Russland und Georgien wurde die einseitige Volksabstimmung zu einer weiteren Belastung, da die Umbenennung aus georgischer Sicht erneut die Souveränität Georgiens verletze.[70]

Verwaltungseinheiten

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Die Republik Südossetien ist in vierRajone (Bezirke) und eine Stadt geteilt:[71]

BezirkBevölkerung
1989[72]2002[72]
Rajon Leningor12.10007.700
Rajon Zchinwal23.50018.700
Rajon Dsau10.40007.000
Rajon Snaur10.20008.000
Stadt Zchinwali42.900

Außenpolitik

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Südossetien unterhält nach eigenen Angaben diplomatische Beziehungen mitRussland,Nicaragua,Venezuela,Nauru,Tuvalu sowie mit Abchasien undTransnistrien.[73] Botschaften betreibt das Land in Russland und Abchasien, des Weiteren existiert eine diplomatische Vertretung in der abtrünnigen Moldauregion Transnistrien. Der PräsidentAnatoli Bibilow der abtrünnigen Region entsandte im März 2022 südossetische Truppen zum russischenKrieg in der Ukraine; dort kam es zu einer Massenmeuterei von 300 südossetischen Soldaten und Bibilow wurde bei den folgenden Wahlen im Mai 2022 abgewählt.[74]

Umfrage unter ethnischen Osseten

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Unabhängige Studien derUniversity of Colorado Boulder haben 2015 ergeben, dass eine Mehrheit von über 80 % der Bewohner Südossetiens einen Beitritt zur Russischen Föderation wünscht und die aktuelle Unabhängigkeit nur als Zwischenschritt dazu sieht. Weniger als 20 % wünschen sich eine dauerhafte Unabhängigkeit des Landes.[75] Eine Wiedervereinigung mit Georgien unterstützten der Studie zufolge weniger als ein Prozent, es wurden jedoch ausschließlich ethnische Osseten befragt. Drei Viertel der Bevölkerung unterstützen einen dauerhaften Verbleib der russischen Truppen im Land.[75]

Infrastruktur

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Straßennetz

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Das südossetische Straßennetz spiegelt die lange Zeit der engen Verbindungen mit Georgien wider. So sind in vielen Gebieten des Landes (so etwa imKsanital) die Straßenverbindungen ins georgische Kernland besser als die in die Hauptstadt Zchinwali oder andere Teile Südossetiens. Einige Orte sind auf größeren Straßen ausschließlich über georgisches Kerngebiet zu erreichen (z. B. die Orte imKwirilital im Westen Südossetiens). Erst seit Eröffnung desRoki-Tunnels im Jahre 1984 besteht eine direkte Verkehrsverbindung nach Russland. Als Transitland im Nord-Süd-Verkehr hatte und hat Südossetien, nicht zuletzt wegen der anhaltenden Konfliktsituation, geringe bis keine Bedeutung.

Eisenbahn

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Südossetien verfügt über kein eigenes Eisenbahnnetz. In der Hauptstadt Zchinwali endet eine Bahnstrecke aus dem georgischenGori, auf der seit Jahren kein Verkehr mehr stattfindet. Jedoch gibt es Pläne, Zchinwali an das Netz derRussischen Eisenbahnen anzubinden. Hierzu wäre eine 149 km lange, gänzlich neue Strecke von Zchinwali nachWladikawkas in Nordossetien mit vier Tunneln zu bauen.[76]

Gasversorgung

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Nach dem Krieg im August 2008 wurde der Gastransport vom georgischen Kernland nach Südossetien eingestellt. Russland kritisierte das Vorgehen Georgiens mit dem Hinweis, dass Russland selbst während des Kriegs seine Gaslieferungen nach Georgien aufrechterhalten habe.[77] Seitens des russischen StaatsunternehmensGazprom wurden daraufhin Anstrengungen unternommen, eine neue Gasleitung vom russischenWladikawkas inNordossetien nach Südossetien zu bauen, um diese Region vom georgischen Kernland unabhängig mit Gas beliefern zu können.[78] Die neue 162,3 Kilometer lange Leitung, deren Aufbau 15 Milliarden Rubel (476 Millionen US-Dollar) kostete, wurde 2009 geöffnet.[79] Sie wird durch die Gazprom-Tochtergesellschaft Gazprom Transgaz Stavropol betrieben.

Wirtschaft

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Südossetiens wichtigste Wirtschaftsfaktoren sind der Anbau von Getreide, Obst und Wein sowie der Gütertransport nach Russland. Währung ist derRussische Rubel. Die Ereignisse seit den 1990er-Jahren haben die Region wirtschaftlich stark geschwächt, so dass die Region bis heute eine hohe Arbeitslosenquote hat und das Produktionsniveau der lokalen Industrie weit unter dem Wert von 1989 liegt. In den letzten Jahren hat sich die wirtschaftliche Lage, auch durch russische Finanzhilfen, etwas verbessert.[80] Laut der russischen oppositionellen ZeitungNowaja gaseta sind „über 70 Prozent der Beschäftigten“ im öffentlichen Dienst der Republik tätig. Die übrigen „30 Prozent sind Taxifahrer und Kleinunternehmer, die mit Produkten aus Russland und Georgien handeln.“[81]

Transithandel

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Südossetien ist ein wichtiger Marktplatz für denTransithandel von Gütern von Georgien nach Russland geworden. AmRoki-Tunnel, der die Grenze zu Russland bildet, werden lediglich 3 %Zoll erhoben, während es sonst an der georgisch-russischen Grenze 25 % sind.

Finanzhilfen aus dem Ausland

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DieEuropäische Union finanzierte zwischen 1998 und 2008 verschiedene Projekte zum Wiederaufbau und zur Verbesserung der Infrastruktur in Südossetien.[82] Nach dem Krieg 2008, der umfangreiche Zerstörungen mit sich brachte, begann Russland mit dem Transfer größerer Summen zum Zwecke des Wiederaufbaus. Von August 2008 bis Mai 2010 sind nach Angaben der russischen Regierung mehr als 26 Milliarden Rubel (etwa 700 Millionen Euro) russischer Finanzhilfe nach Südossetien geflossen.[83]

Tourismus

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Der Tourismus ist in Südossetien bislang nicht entwickelt, insbesondere gibt es kaum ausländische Gäste. Jedoch wurde ein staatliches Unternehmen zur Förderung des Tourismus in Südossetien eingerichtet, welches 15 Mitarbeiter hat und individuelle touristische Exkursionen anbietet.[84] Gemäß der Aussage der Leiterin des staatlichen Unternehmens, Eleonora Bedojewa, zählt die Entwicklung der Tourismusindustrie zu den „strategischen Zielen der wirtschaftlichen Entwicklung“ der Republik.[85]

Die Einreise nach Südossetien aus Georgien ist – jenseits des kleinen Grenzverkehrs – nicht möglich. Die Einreise nach Südossetien aus der Russischen Föderation ist zwar – ein russisches Mehrfachvisum vorausgesetzt – problemlos möglich, wird von Georgien jedoch als illegaler Grenzübertritt betrachtet und mit Buße oder Haft bis zu 5 Jahren geahndet. Zwar besteht für Südossetien de facto keine Visumpflicht und es existiert kein südossetischer Stempel beim Grenzübertritt, jedoch kann der Aufenthalt in Südossetien durch die Stempel derGrenzwache der Russischen Föderation bei der Ein- und Wiederausreise nachgewiesen werden.

Literatur

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  • Nikola Cvetkovski:The Georgian-South-Ossetian Conflict. (link beiInternet Archive); Danish Association for Research on the Caucasus 2009.
  • Silke Kleinhanß:Die Außenpolitik Georgiens. LIT, Münster 2008,ISBN 978-3-8258-0817-4. 
  • Mariam Lortkipanidse:Georgien und seine Autonomien. Kurzer Abriß der Geschichte Abchasiens, Atscharas und Südossetiens. In:Georgica.Band 15. Shaker, 1992,ISSN 0232-4490,S. 34–37. 
  • L.A. Karbelasvili:Jugo-Osetija. Tiflis 1962. 
  • Tamaz Diasamidze:Regional Conflicts in Georgia – the Autonomous Oblast of South Ossetia, the Autonomous Republic of Abkhazia (1989–2002). The Collection of Political-Legal Acts. Regionalism Research Center, Tiflis 2003. 
  • Helsinki Watch (Hrsg.):Bloodshed in the Caucasus: violations of humanitarian law and human rights in the Georgia-South Ossetia conflict. Human Rights Watch, New York 1992,ISBN 1-56432-058-8. 
  • Avtandil M. Mentesasvili:Trouble in the Caucasus. Nova Science Publ., New York 1995,ISBN 1-56072-177-4. 
  • Dennis Sammut, Nikola Cvetkovski:The Georgia-South Ossetia conflict. Verification Technology Information Centre, London 1996,ISBN 1-899548-06-8. 
  • Tim Potier:Conflict in Nagorno-Karabakh, Abkhazia and South Ossetia, a legal appraisal. Kluwer Law International, Den Haag 2001,ISBN 90-411-1477-7. 
  • Alexandre Kukhianidze, Alexandre Kupatadze, Roman Gotsiridze:Smuggling Through Abkhazia and Tskhinvali Region of Georgia. Transnational Crime and Corruption Center Georgia Office, Tiflis 2004. 
  • David X. Noack:Jenseits des Blockdenkens – Der Südossetien-Konflikt: Ansätze einer Lösung für den Streit um die abtrünnige Republik. In:multipolar – Zeitschrift für kritische Sicherheitsforschung.Band 1. WeltTrends, 2017,ISSN 2511-6363,S. 93–99. 

Weblinks

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Commons: Südossetien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Südossetien – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Alexander Smoltczyk:Die ABC-Republik. In:Der Spiegel.Nr. 35, 2009,S. 50–54 (online24. August 2009). 
  2. Moskau und Tbilissi im Streit um zwei Zwerg-«Republiken». 29. November 2023, abgerufen am 29. November 2023. 
  3. Любители альпинизма и туризма зафиксировали рост Халацы. In: south-ossetia.info. 20. September 2015, abgerufen am 28. Mai 2022 (russisch). 
  4. ThePermanent Committee on Geographical Names for British Official Use.Georgia: a toponymic note concerning South Ossetia (Memento vom 20. März 2009 imInternet Archive) (PDF; 254 kB)
  5. abGeorgia: Avoiding War in South Ossetia. (PDF; 850 kB) International Crisis Group, 26. November 2004, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juni 2007; abgerufen am 13. August 2008 (ICG Europe Report 159). 
  6. NEWSru.com:Доклад о положении в Южной Осетии: Россия выделила на каждого жителя 28 тысяч долларов
  7. Russia to provide $ 200 mio in urgent aid for S. Ossetia
  8. Russisches Staatsarchiv für Wirtschaft Webseite ethno-kavkaz.ru / «РГАЭ: Российский государственный архив экономики» Сайт Этнокавказ
  9. DFWatch.net:South Ossetia makes Russian a second state language
  10. Tim Potier:Conflict in Nagorno-Karabakh, Abkhazia, and South Ossetia: A Legal Appraisal. Kluwer Law International, Den Haag 2001, S. 139
  11. Cornell, Svante E, Autonomy and Conflict: Ethnoterritoriality and Separatism in the South Caucasus – Case in Georgia. Department of Peace and Conflict Research, Report No. 61. 258 pp. Uppsala.ISBN 91-506-1600-5.
  12. Абхазия признала “грузинский геноцид” в отношении осетин. „Abchasien erkennt ‚georgischen Völkermord‘ an den Osseten an“. In: newsru.com. 2. November 2006, abgerufen am 1. April 2022 (russisch). 
  13. История письменности – Осетинский алфавит на грузинской основе
  14. Dennis Sammut, Nikola Cvetkovski:The Georgian-South Ossetia Conflict (= Confidence-Building Matters.Nr. 6). VERTIC, London 1996,ISBN 1-899548-06-8,S. 10 (englisch,vertic.org [PDF;1,6 MB; abgerufen am 6. April 2022]). 
  15. Chronik der Ereignisse des georgisch-ossetischen Konflikts 1988–1994. RIA Novosti, 11. August 2008 (russisch)
  16. Der Fischer Weltalmanach 1993.ISBN 3-596-19093-2,S. 64–66. 
  17. Nikola Cvetkovski:The Georgian-South-Ossetian Conflict. (link beiInternet Archive); Danish Association for Research on the Caucasus 2009, Kapitel 4.4 „Combatants and the Natur of Warfare.“
  18. Erklärung zu den Ergebnissen des Treffens <…> vom 27. August 1996. In: Webseite des Südossetischen Teils der Gemischten Kontrollkommission. 27. August 1996, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juli 2010; abgerufen am 16. September 2008 (russisch): „‹…› принципов территориальной целостности государств и права народов на самоопределение‹…›“ 
  19. abCoE Secretary General Condemns South Ossetia Polls. In: civil.ge. 13. November 2006, abgerufen am 9. November 2022 (englisch). 
  20. North Ossetian Leader Hails S.Ossetia Polls. In: Civil.Ge. 13. November 2006, abgerufen am 11. August 2008 (englisch). 
  21. Russian MFA: S.Ossetia Polls Expression of Free Will. In: Civil.Ge. 14. November 2006, abgerufen am 11. August 2008 (englisch). 
  22. Russian Press Skeptical about S.Ossetia Polls. In: Civil.Ge. 14. November 2006, abgerufen am 11. August 2008 (englisch). 
  23. Bureau of European and Eurasian Affairs: The United States and the South Ossetian Conflict. In: U.S. Department of State. 31. März 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. August 2008; abgerufen am 11. August 2008 (englisch): „The United States supports the territorial integrity of Georgia and a peaceful resolution of the separatist conflict in South Ossetia.“ 
  24. Simultaneous Polls in S.Ossetia. In: Civil.Ge. 12. November 2006, abgerufen am 11. August 2008 (englisch). 
  25. S.Ossetia Quiet After Rival Polls. In: Civil.Ge. 12. November 2006, abgerufen am 11. August 2008 (englisch). 
  26. MPs Pass Draft Law on S. Ossetia with Final Hearing. In: Civil Georgia. Daily News Online, 13. April 2007, abgerufen am 17. Oktober 2012 (englisch). 
  27. Sanakoev Appointed as Head of S.Ossetia Administration. In: Civil Georgia. Daily News Online, 10. Mai 2007, abgerufen am 17. Oktober 2012 (englisch). 
  28. Three Injured in Attack on Georgian Convoy in S.Ossetia.Civil Georgia. 3. Juli 2008
  29. Südossetien ordnet nach Angriff Georgiens Mobilmachung an. In: tagesanzeiger.ch. 4. Juli 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. August 2008; abgerufen am 1. Januar 2009. 
  30. Russia's rapid reaction International Institute for Strategic Studies (Memento vom 9. August 2011 imInternet Archive)
  31. Uwe Klussman aufSpiegel Online:Georgia's Murky Motives: Saakashvili under Pressure from EU Probe
  32. abJulija Latynina:Wie man Georgien besiegt, Nowaja gaseta, 7. August 2018
  33. Die Osseten eröffneten ein gewaltiges Feuer auf das Dorf Tamarascheni (Memento vom 4. März 2016 imInternet Archive) — Georgia Online, 7. August 2008 23:02
  34. Georgien bringt Südossetien unter Kontrolle (Memento vom 8. August 2008 imInternet Archive), Süddeutsche Zeitung vom 8. August 2008
  35. Russland marschiert in Südossetien ein, Spiegel Online, 8. August 2008
  36. Georgien erklärt einseitigen Waffenstillstand, FAZ, 9. August 2008
  37. Südossetien: Georgische Armee weicht zurück, Focus, 10. August 2008
  38. Satellitenbilder
  39. Satellite Images Show Destruction, Ethnic Attacks. Human Rights Watch, abgerufen am 19. März 2015 (englisch). 
  40. Village Damage Summary: Vaneti, South Ossetia, Georgia. (PDF; 1,8 MB) Zerstörungen in Zchinwali. In: unosat-maps.web.cern.ch. 10. Oktober 2008, abgerufen am 10. März 2023 (englisch). 
  41. Pressemitteilung vom 15. Oktober 2008 (Memento vom 26. Dezember 2016 imInternet Archive) (PDF; 93 kB), IGH
  42. Konferenz gescheitert (Memento vom 19. Oktober 2008 imInternet Archive), SZ abgerufen am 15. Oktober 2008
  43. Медведев признал независимость Южной Осетии и Абхазии. In: newsru.com. 26. August 2008, abgerufen am 25. Januar 2023 (russisch). 
  44. NEWSru.com:Спикер парламента ЮО раскрыл соглашение Медведева и Кокойты: РФ присоединит ЮО „в течение нескольких лет“ (29. August 2008)
  45. NEWSru.com:Скандал в Сочи: Южная Осетия не может определиться, входить ли в состав РФ, Абхазия более последовательна (11. September 2008)
  46. The Earth Times, 3. September 2008,Nicaragua recognizes South Ossetia, Abkhazia (Memento vom 29. September 2012 imInternet Archive) 3. September 2008
  47. Interpressnews:Tuvalu takes back recognition of independence of Abkhazia and so-called South Ossetia (Memento vom 3. September 2014 imInternet Archive) (31. März 2014)
  48. Syrien hat diplomatische Beziehungen mit Südossetien aufgenommen, Nowaja gaseta, 22. Juli 2018
  49. Sicherheitspolitik ohne Rücksicht – Russischer Geheimdienst kappt die letzten Verbindungen (Memento vom 4. März 2014 imInternet Archive), ARD, 3. März 2014
  50. Wendet euch von Russland ab, Basler Zeitung, 18. Oktober 2014
  51. Референдум о вхождении Южной Осетии в Россию пройдет в 2017 году. In: lenta.ru. 26. Mai 2016, abgerufen am 24. Januar 2018 (russisch). 
  52. Tagesschau des SRF, 18. Februar 2015
  53. Putin ratifiziert die Integration von Südossetien, Slon.ru, 30. Juni 2015
  54. Russland und Südossetien unterzeichnen ein Bündnis- und Integrationsabkommen (Memento vom 1. Juli 2015 im Webarchivarchive.today), RBTH, 18. März 2015
  55. Федеральный закон от 29.06.2015 № 164-ФЗ “О ратификации Договора между Российской Федерацией и Республикой Южная Осетия о союзничестве и интеграции”. Gesetz zur Ratifizierung des Vertrags zwischen der Russischen Föderation und der Republik Südossetien über Unionismus und Integration. In: pravo.gov.ru. 29. Juni 2015, abgerufen am 5. Mai 2022 (russisch). 
  56. Риа Новости: Анатолий Бибилов: референдум о присоединении к России рано или поздно будет. 2. Juni 2017, abgerufen am 24. Januar 2018 (russisch). 
  57. abAbtrünniges Südossetien wird Referendum über Beitritt zu Russland abhalten. In: caucasuswatch.de. 4. April 2022, abgerufen am 4. April 2022. 
  58. Südossetien will über Beitritt zu Russland abstimmen. Tagesspiegel, 31. März 2022, abgerufen am 31. März 2022. 
  59. Südossetien will über Beitritt zu Russland abstimmen. In: Deutsche Welle. 31. März 2022, abgerufen am 31. März 2022. 
  60. Analysts are sceptical on South-Ossetian initiative to join Russia. In: Kawkasski Usel. Abgerufen am 4. April 2022. 
  61. Gagloev: not right time for referendum on joining Russia. In: Kawkasski Usel. 11. Mai 2022, abgerufen am 15. Mai 2022 (englisch). 
  62. Kawkasski Usel:Bibilov appoints referendum on joining Russia on July 17. (Meldung vom 14. Mai 2022).
  63. Die Zeit:Südossetien setzt Referendum über Beitritt zu Russland an. (Nachricht vom 13. Mai 2022).
  64. Russia's response to de-facto referendum on separatist Tskhinvali region’s annexation. In: Caucasus Watch. 18. Mai 2022, abgerufen am 22. Mai 2022. 
  65. Jüngste Entwicklungen in den Beziehungen zwischen der separatistischen Region Zchinwali und Russland. In: Caucasus Watch. 24. Mai 2022, abgerufen am 28. Mai 2022. 
  66. Südossetien sagt Referendum zu Russland-Beitritt ab. In: FAZ.net. 31. Mai 2022, abgerufen am 31. Mai 2022. 
  67. Additional responses to the canceled referendum in Tskhinvali. In: Caucasus Watch. 5. Juni 2022, abgerufen am 7. Juni 2022. 
  68. South Ossetian Election Marathon: All’s Well That Ends Well? In: rferl.org. 9. April 2012, abgerufen am 11. Mai 2022 (englisch). 
  69. abИдею переименования Южной Осетии поддержали 80 % избирателей. In: kavkaz-uzel.eu. 13. April 2017, abgerufen am 16. Mai 2022 (russisch). 
  70. Georgien: Referendum in Südossetien lässt Konflikt mit Russland hochkochen. In: derstandard.at. 10. Februar 2017, abgerufen am 29. Mai 2022. 
  71. РЕСПУБЛИКА ЮЖНАЯ ОСЕТИЯ (russisch) (Memento vom 28. April 2015 imInternet Archive)
  72. abOsteuropa, Band 58, Ausgaben 11–12, 2008, S. 104Online
  73. Stimme Russlands:Leonid Tibilow: „Russland hat Südossetiens Volk vor dem Tod gerettet“
  74. Maximilian Hess:Restive Caucasus Sees Signs of Discontent with Putin’s War. Foreign Policy, 25. Mai 2022, abgerufen am 4. Juni 2022.
  75. abHow people in South Ossetia, Abkhazia and Transnistria feel about annexation by Russia. The Washington Post, abgerufen am 19. März 2015. 
  76. Wedomosti:Грузия грозит РФ судом за строительство железной дороги Владикавказ-Цхинвали
  77. Russland-AktuellLawrow: Georgien soll Südossetien wieder Gas liefern
  78. Gasprom: Georgien verhindert Gaslieferung an Südossetien
  79. New gas pipeline for S.Ossetia costs $476 mln – Gazprom
  80. Delyagin, Mikhail (2009-03).A Testing Ground for Modernization and a Showcase of Success. Russia in Global Affairsy
  81. Ирина Гордиенко:Гибридная свобода - Как Южная Осетия уже 8 лет живет под крылом России, novayagazeta.ru vom 8. Juni 2016. Deutsche (gekürzte) Übersetzung:Irina Gordijenko:Im Schwebezustand – Südossetien, dekoder.org vom 14. Juni 2016 (Übersetzerin: Ruth Altenhofer).
  82. Delgeo — Delegation of the European Union to Georgia, Liste von EU-Projekten (englisch/georgisch)
  83. NEWSru.com:Путин потребовал от президента Южной Осетии прекратить попытки убрать из республики присланного Москвой премьера
  84. Tourismusagentur Südossetiens (Memento vom 13. Mai 2010 imInternet Archive)
  85. Туризм входит в число стратегических направлений развития экономики республики. Interview mit Eleonora Bedojewa. In: alaniainform.org. 17. Februar 2010, abgerufen am 12. April 2023 (russisch). 

42.347634444.0979465Koordinaten:42° 21′ N,44° 6′ O

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Mitgliedstaaten der
Vereinten Nationen:

Afghanistan |Ägypten 1 |Armenien |Aserbaidschan |Bahrain |Bangladesch |Bhutan |Brunei |China, Volksrepublik |Georgien |Indien |Indonesien 2 |Irak |Iran |Israel |Japan |Jemen 3 |Jordanien |Kambodscha |Kasachstan 4 |Katar |Kirgisistan |Kuwait |Laos |Libanon |Malaysia |Malediven |Mongolei |Myanmar |Nepal |Nordkorea |Oman |Osttimor |Pakistan |Philippinen |Russland 4 |Saudi-Arabien |Singapur |Sri Lanka |Südkorea |Syrien |Tadschikistan |Thailand |Türkei 4 |Turkmenistan |Usbekistan |Vereinigte Arabische Emirate |Vietnam |Zypern

Abhängige Gebiete:

Akrotiri und Dekelia |Britisches Territorium im Indischen Ozean |Hongkong |Kokosinseln |Macau |Weihnachtsinsel

Umstrittene Gebiete:

Abchasien |China, Republik (Taiwan) |Nordzypern |Palästina |Südossetien

1 
Liegt größtenteils inAfrika.
2 
Liegt zum Teil auch inOzeanien.
3 
Liegt zum Teil auch in Afrika.
4 
Liegt zum Teil auch inEuropa.
Normdaten (Geografikum):GND:4352213-0 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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