Rudolf-von-Alt-Platz | |
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Basisdaten | |
Ort | Wien |
Ortsteil | Landstraße |
Angelegt | 1905 |
Einmündende Straßen | Paracelsusgasse |
Nutzung | |
Nutzergruppen | Autoverkehr,Fußverkehr |
DerRudolf-von-Alt-Platz befindet sich im 3.Wiener GemeindebezirkLandstraße. Er wurde 1905 anstelle eines Fabriksgeländes angelegt[1] und nach dem Maler und AquarellistenRudolf von Alt benannt.
Er wurde in den Jahren zwischen 1906 und 1911 in einem einheitlichen Stil erbaut und bildet damit ein späthistoristisches Gebäudeensemble. Orientiert ist er nach der etwa gleichzeitig entstandenen Paracelsusgasse, über die er eine Sichtachse RichtungDonaukanal hat. Über die Paracelsusgasse gibt es auch einen nahtlosen Übergang zum etwas später (nach 1910) entstandenen späthistoristischen Ensemble in derUnteren Weißgerberstraße und an derWeißgerberlände. Zusätzlich befindet sich an der gegenüberliegenden Seite dasPalais des Beaux Arts, das einen deutlichen Akzent setzt. Gegen dieLöwengasse bildet er eineehrenhofartige Ausbuchtung, eine Wirkung die durch das Vorspringen der Häuser Nr. 3 und 5 noch gesteigert wird.
Die Architektur entspricht der letzten Phase des Späthistorismus und ist schon mit secessionistischen Dekorelementen versehen, bzw. auch schon von derHeimatschutzarchitektur inspiriert.[2] Die Schaufronten sind durch Erkerbauten, Giebel und reiche Dachpartien gekennzeichnet. Insgesamt tritt aber die Fassadengestaltung gegenüber der Baukörpergestaltung und der räumlichen Konzeption des Platzes zurück, der trotz unterschiedlicher Fassaden streng symmetrisch konzipiert ist. Für die Autoren derKunsttopographie handelt sich um ein wichtiges Beispiel für die städtebaulichen Konzepte des Späthistorismus, der in einiger Hinsicht dieGemeindebauanlagen der Zwischenkriegszeit vorwegnimmt.[3]
Der gesamte Platz ist ein Teil der von der Stadt Wien definierten baulichen SchutzzoneUntere Weißgerber.[4]
Lage | Adresse | Beschreibung | Bild |
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![]() | Rudolf-von-Alt-Platz 1 (Löwengasse 36) | Das Haus wurde 1908 vonLeopold Fuchs errichtet. Die beiden Eckhäuser zur Löwengasse sind durch Dachtürmchen und Löwenfiguren charakterisiert. | ![]() |
![]() | Rudolf-von-Alt-Platz 2 | Das Haus wurde 1909 vonHans Schimitzek errichtet, Baumeister war der Kompagnonseines Vaters,Franz Anderle. Ein auffälliges Element ist das sich nach oben verjüngende Portal. | ![]() |
![]() | Rudolf-von-Alt-Platz 3 | Das Haus wurde 1909 vonAdolf Oberländer errichtet. Der runde Vorsprung in den Platz ist turmartig überhöht. | ![]() |
![]() | Rudolf-von-Alt-Platz 4 | Das Haus wurde 1910 von den GebrüdernAnton undJosef Drexler errichtet. Das Gebäude wird vonAchleitner für seine pragmatische Grundrisslösung gelobt.[2] | ![]() |
![]() | Rudolf-von-Alt-Platz 5 | Das Haus wurde 1910 von den Gebrüdern Drexler errichtet. In seinem Platzeinsprung mit turmartiger Erhöhung entspricht es Nr. 3. Eine Gedenktafel erinnert anJosef Weinheber, der von 1927 bis 1945 hier wohnte. | ![]() |
![]() | Rudolf-von-Alt-Platz 6 | Das Haus wurde 1909 vonMoritz Feldhendler errichtet. | ![]() |
![]() | Rudolf-von-Alt-Platz 7 (Löwengasse 34) | Das Haus stammt aus dem Jahr 1906 von den Gebrüdern Drexler. Mit seinem Ecktürmchen und der Löwenfigur entspricht es Nr. 1. | ![]() |
48.20674616.393516Koordinaten:48° 12′ 24,3″ N,16° 23′ 36,7″ O