Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterRoma (Begriffsklärung) aufgeführt.
Musikgruppe beim Internationalen Tag der Roma, Toledo, 2021
Roma ist ein Oberbegriff für Bevölkerungsgruppen, denen die SpracheRomanes gemeinsam ist.
Die Roma stammen mutmaßlich vomindischen Subkontinent und leben seit mindestens 700 Jahren inEuropa. Sie teilen sich in Gruppen auf, die sich durch Sprache, Kultur und Geschichte unterscheiden und gehören in ihren jeweiligen Heimatländern zu den Minderheiten. In ihrer Gesamtheit bilden sie jedoch die größteethnische Minderheit Europas.[1]
Flagge der Roma, 1933 geschaffen und vom ersten Weltromakongress 1971 angenommen
DieDeklination des Romanes Wortes „Rom“ lautet wie folgt: „Rom“ (Einzahl, männlich), „Roma“ (Mehrzahl, männlich), „Romni“ (Einzahl, weiblich), „Romnja“ (Mehrzahl, weiblich).
Roma ist dieEigenbezeichnung der Minderheit in der SpracheRomanes.[3] Historisch belegt sindrom undromni im deutschenSprachraum 1726 imWaldheimer Lexikon derrothwelschen und der zigeunerischen Sprache mit der Übersetzung „Manns-Person“ und „Frau“.[4] In einer Schrift über „Zigeuner“ aus Preußisch-Litauen von 1793 wird „Rom oder Romma in der mehrern Zahl; Rom in der einfachen.“ als Eigenbezeichnung genannt.[5] Das Romani-Projekt der Universität Graz meint Roma hätten die EigenbezeichnungRoma aus Indien mitgebracht.[6] DieInternational Roma Union empfiehlt die Bezeichnung „Roma“ (englisch „Romani“) seit 1971 für alle Menschen mit Roma-Herkunft.[7] Auch derRoma National Congress[8] und dieEuropäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz verwenden diesenOberbegriff.[9]
Mit dem Wortpaar „Sinti und Roma“ sind die in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Norditalien und Südosteuropa[10] beheimateten Angehörigen dieser Volksgruppen gemeint. In Österreich bildenSinti eine kleine Minderheit innerhalb der Gesamtminderheit, weshalb sie dort an zweiter Stelle genannt werden.[11] Auch der Begriff „Romvölker“ ist ein Oberbegriff.[12]
Die EigenbezeichnungKale leitet sich von „kalo“ ab, dem Romanes-Wort für „dunkel, schwarz“. Sie wird für albanischeAschkali, finnischeKaale, iberischeCalé oder walisischeKaale (Welsh Kale/Volsenenge Kale) verwendet.[13] Die Durchsetzung von Eigenbezeichnungen wieRoma,Aschkali,Beasch,Burgenland-Roma,Lalleri,Kalderasch,Lovara,Manouches,Sinti undXoraxane[6] im allgemeinen Sprachgebrauch geht auf die Bürgerrechtsbewegung seit den 1970er-Jahren zurück.[2]
Roma bezeichnen Nichtroma meist mit dem AusdruckGadzo für Männer undGadzi für Frauen,[14] wobei es unterschiedlicheSchreibweisen gibt, beispielsweiseGadje. Der Begriff bedeutet „Bauer“[15] und hat oft eine negative Konnotation. Im archaischen Sinti-Romanes sind „raklo“ und „rakli“ Bezeichnungen für „Junge“ und „Mädchen“ der Mehrheitsgesellschaft. Im walisischen Romanes beschränkt sich die Bezeichnung zumeist auf die Landbevölkerung mit niedrigerem sozialen Status und wird im Sinne von „Knecht“ oder „Magd“ gebraucht. In den südosteuropäischen Sprachvarietäten können „rakló“ bzw. „rakli“ auch „Sohn“, „Tochter“, „Liebster“ oder „Jungfrau“ bedeuten.[16]
Die Linguistik rechnet die vor allem mündlich weitergegebene Sprache Romanes oder Romani zu den neuindischen Sprachen innerhalb der indoarischen Sprachengruppe. Romanes ist keine Amtssprache, obwohl sie nach zurückhaltender Schätzung von weit mehr als 3,5 Millionen Menschen gesprochen wird.[17] Das Romanes stand während der Migration unter starkem Einfluss der Kontaktsprachen und entwickelte alsPara-Romani ca. 60Dialekte.
Aus dem 16. Jahrhundert sind Wortlisten und einzelne Sätze überliefert. 1782 publizierteJohann Christian Christoph RüdigerSprache und Herkunft der Zigeuner aus Indien.[18] Seit dem 19. Jahrhundert wird in der englischsprachigen wissenschaftlichen Literatur der Terminus „Romani“ verwendet, der wie „Romanes“ den diskriminierenden Begriff „Zigeunersprache“ ablöst. Seit den 1970er Jahren bemühen sich vor allem intellektuelle Roma um die Emanzipation und Verschriftlichung ihrer Sprache.[19]
Der Wortschatz undSyntax des Romanes wird von der jeweiligen Umgebungsgesellschaft beeinflusst. Ins Deutsche übernommen sind Lehnwörter wie „Bock“ (im Sinne von „auf etwas Bock haben“) als Entlehnung vonbok für „Hunger“[20]; „Kaff“ als Entlehnung vongab odergaw für „Dorf“[21]; „Kohle“ (im Sinne von „Geld“) als Entlehnung vonkalo für „schwarz“ über das Rotwelsche „abgebrannt sein“, „schwarz sein“[22]; „Kaschemme“ als Entlehnung vonkatčima für „Wirtshaus“[23]; „Schund“ als Entlehnung vonskunt für „Schmutz“, „Dreck“,[24]; „Zaster“ als Entlehnung vonsáster für „Eisen“.[25] Die Rekonstruktion derMigrationsbewegungen der Roma durch Erfassung derLehnwörter ist nur bedingt möglich.
Die regionalspezifischen Sinti-Dialekte[26] des Romanes bzw. vereinheitlichend „das deutsche Romanes“[27] werden auch alsSintikanes(sintengheri tschib) bezeichnet.
Sprachwissenschaftliche Untersuchungen seit dem 18. Jahrhundert weisen darauf hin, dass die Vorfahren der europäischen Roma ausZentralindien stammen, von dort nach Nordwesten auswanderten und sich dort länger aufhielten.[28] Genetische Studien aus dem Jahr 2012 bestätigen Nordindien als Herkunftsregion.[28]
Herkunft, Zeitpunkt und Gründe der Abwanderung sind jedoch umstritten. Zu den Kulturen der Vorfahren fehlen gesicherte Belege.[29] Lebendige Verbindungen zu den Herkunftsregionen bestehen seit Jahrhunderten nicht mehr. Versuche, die Roma-Herkunft mit einzelnen indischen Gruppen wie Dom,[28] Jat, Zott oder Luri zu verbinden, sind nicht überzeugend. Die frühe Geschichte der Roma bleibt hypothetisch und lückenhaft.[30] Viele Fragen können Linguisten nicht abschließend klären.[31] Da die Vorfahren der Roma durch verschiedene Regionen mit unterschiedlichen Kulturen wanderten und dort Minderheiten waren, ist ihre Geschichte nicht einheitlich, und bisher wenig erforscht.
Vermutlich leben die Roma spätestens seit dem 14. Jahrhundert in Südosteuropa, nachdem sie Kleinasien durchquerten.[32] Der Wortschatz der Roma enthält keine arabischen Wörter, was gegen eine zweite Migrationsroute über arabischsprachige Gebiete spricht.[33][34]
In der etwa 700-jährigen Geschichte der Roma in Europa war diese häufig der Versklavung, Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt.
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Roma in den DonaufürstentümernMoldau undWalachei alsSklaven gehalten und wie eine Handelsware verkauft oder getauscht. Durch Gesetze wurden 1855/56 etwa 250.000 Roma in eine mittellose Freiheit entlassen. Ihre Besitzer erhielten 4 bis 10 Goldstücke als Entschädigung für den Verlust. Für Neugeborene und Kranke wurde keine Entschädigung gezahlt.[35][36]
In einigen südosteuropäischen Ländern waren Roma in den vergangenen zwei Jahrzehnten mitunter offener Verfolgung ausgesetzt. So wurden während desKosovo-Krieges ganze Siedlungen von Roma,Aschkali undBalkan-Ägyptern (diese beiden sind ebenfalls der Romaethnie zuzuordnen) von Angehörigen der albanischen Mehrheitsbevölkerung geplündert und niedergebrannt und die Bewohner vertrieben.[37] AusBosnien wurden im Zuge „ethnischer Säuberungen“, die alle Ethnien betrafen, die meisten Roma vertrieben. Viele wurden während des Bürgerkriegs Opfer tödlicher Übergriffe.[38]
Bis heute wird von europäischen Politikern über Ausschluss undAbschiebung von Roma diskutiert. Gemeint sind in aller Regel Roma aus Osteuropa, vornehmlich aus Bulgarien, Rumänien, Serbien und Nordmazedonien. Weit über die Grenzen der jeweiligen Länder hinaus wurden derartige Erscheinungen im westlichen Europa aus der Schweiz, Italien, Österreich und Frankreich bekannt.[39]
Gesellschaftlicher Benachteiligung und einer erheblichenUnterdrückung bis hin zu offener Verfolgung unterliegen die osteuropäischen Roma auch in ihren Heimatländern, in denen antiziganistische Haltungen in der Mehrheitsbevölkerung weit verbreitet sind.[40][41]
In Deutschland lebten 1999 ungefähr 70.000 Roma mit deutscher Staatsbürgerschaft.[42] Die Zahl der Roma mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht aus dem ehemaligen Jugoslawien wurden 1998 auf 40.000 und 50.000 geschätzt.[43][44] Die Zahlen sind mit Unsicherheit behaftet,[45] da sie durch Flüchtlingsströme schwanken und es Schwierigkeiten bei der Datenerhebung gibt. So darf beispielsweise nicht nach der ethnischen Herkunft gefragt werden. Außerdem sind viele Roma assimiliert.[46]
Der Roma-Bevölkerungsanteil ist seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stark gewachsen, insbesondere in Rumänien, Ungarn und der Slowakei.[47][48] In der folgenden Tabelle wurde Europa unterteilt nachNordeuropa,Westeuropa,Mitteleuropa (mitSüdosteuropa undOsteuropa) undSüdeuropa. Dabei wurde der Großgliederung Europas nach dem Vorschlag desStändigen Ausschuss für geographische Namen gefolgt.LautStatista-Portal wurde 2025 die Anzahl der Roma in einzelnen europäischen Ländern wie folgt geschätzt:
In denNachfolgestaaten der Sowjetunion leben schätzungsweise folgende Zahlen an Roma: über 400.000 in derUkraine, um 250.000 inRussland, um 7.000 inBelarus (Zensus 2009) und um 25.000 inMoldau.
Die Schätzungen zur weltweiten Roma-Bevölkerung reichen von zwei bis zwölf Millionen.[55][56] Zuverlässige Angaben zum Bevölkerungsanteil – sei es regional, sei es europaweit oder universal – sind somit ebenfalls in aller Regel schwer möglich.
DieRudari sind eine Untergruppe der Roma.[57][58][59] Es gibt eine Vielfalt von Roma-Kulturen, die von den jeweiligen Migrationserfahrungen geprägt sind.[60] Wichtige Kategorien der Selbstbeschreibung sind historische Berufsgruppen (Kalderasch (Kupferschmied),Lovara (Pferdehändler)), die Sprache (z. B. Türkisch in Südosteuropa), dieReligionszugehörigkeit (z. B. Moslem in christlichem Umfeld:Xoraxane) oder geografische Herkunftszuschreibungen wieÄgypter oderSinti Extraixaria fürösterreichische Sinti.
Die spanische BezeichnungGitano (vonspanischegiptano‚Ägypter‘)[61] für die iberischen, insbesondere südspanischen Roma, deren Vorfahren seit ihrem ersten dokumentierten Auftreten im Jahre 1425 in das Gebiet des heutigen Spaniens einwanderten, wird von den Gitanos auch als Eigenbezeichnung verwendet wird.[62]
Traditionell basiert der Zusammenhalt der Roma-Gemeinschaft auf großfamiliären verwandtschaftlichen Beziehungen,[65] wie bei den Gruppen „Sinti, Roma, Lalleri, Lowara oder Manusch“.[66] Ob diese Strukturen heute noch in ähnlicher Form bestehen, ist unklar.
Migration ist eine allgemeine Erscheinung in der Geschichte vieler Bevölkerungsgruppen und kein besonderes Merkmal der Roma.[67] Die meisten Roma in Europa, besonders in Osteuropa und Spanien, leben seit vielen Generationen sesshaft, etwa in der Slowakei[68] oder im Burgenland.[69] Nur ein kleiner Teil, vor allem in West- und Mitteleuropa, lebt teils nomadisch oder mit temporärer Abwesenheit vom Wohnort.[70] Bereits 1893 zeigten Zählungen in Ungarn und der Slowakei nur 3,3 % „Wanderzigeuner“ ohne festen Wohnsitz.[71] Ähnliche Zahlen gab es in den 1960er und 1970er Jahren.[72] Der Anteil traditionell reisender Roma nimmt weiter ab. Heute schätzt man, dass höchstens fünf Prozent der Roma weltweit saisonal oder dauerhaft migrieren.[56]
Seit den 1960er Jahren migrieren viele Roma aus Süd- und Südosteuropa als Arbeitsmigranten nach West-, Mittel- und Nordeuropa. Diese Migration blieb unauffällig, da sie als Staatsangehörige ihrer Länder auftraten.[73] Nach dem Systemumbruch in den 1990er Jahren flohen zahlreiche Roma wegenArbeitslosigkeit, Armut und Krieg alsBürgerkriegsflüchtlinge undArbeitsmigranten nach Europa.
Noch zu Beginn der 1980er Jahre bezeichnete der EthnologeRüdiger Vossen die lose strukturiertekumpania als romatypischen wirtschaftlichen, sozialen und auch politischen Zusammenschluss „mit gruppenbezogener wirtschaftlicher und moralischer Kontrollfunktion“.[74] Inwieweit diese Aussage heute noch zutreffend ist, muss offenbleiben. Das weithin anerkannte Informationsangebot der Seiterombase der Universität Graz reduziert die Bedeutung dieser Organisationsform inzwischen auf die Teilgruppe der Kalderasch und betont den Aspekt der Vielfalt. Die Ethnologin Katrin Reemtsma spricht diekumpania gar nicht an und verweist auf den allgemeinen Wandel der Erwerbsstrukturen, der auch im Falle der Kalderasch die Aufgabe des traditionellen, oft noch ambulant ausgeübten Schmiedehandwerks und den Wechsel in ortsfest ausgeübte andere Berufe zur Folge gehabt habe.[75] Die bereits seit dem 12. Jahrhundert im Kosovo ortsfest lebenden Roma gründeten lautrombase bereits früh anerkannte Gewerbevereinigungen, vergleichbar mit den mittel- und westeuropäischen Handwerkszünften. Dabei hebt die Seite die Bedeutung der Arlije-Roma für die wirtschaftliche und soziale Selbstorganisation hervor.[76]
Nur wenige Roma, welcher Teilgruppe auch immer, üben als Marktbeschicker, Schausteller, Artist, Zirkusfachkraft oder -unternehmer usw. einen Reiseberuf aus.[77] Diese Eigenschaft teilen sie jeweils mit einer Mehrheit von Menschen anderer „ethnischer“ Zuschreibung, wie sie meist aus der Mehrheitsbevölkerung kommen. Im einen wie im anderen Fall schließt das in aller Regel einen ortsfesten Lebensmittelpunkt nicht aus, sondern ein.
In vielen Staaten Europas, zum Beispiel in Bulgarien oder Serbien, gehören die Roma zu den am stärksten von Marginalisierung betroffenen Bevölkerungsgruppen. Ihre soziale Lage ist oftmals von Armut, einem zumeist niedrigen Ausbildungs- und Erwerbsniveau sowie sozialer Stigmatisierung geprägt. Diese Lebenssituation trifft besonders die Roma-Frauen, die sowohl unter sozialer Perspektivlosigkeit als auch unter patriarchalen Familienstrukturen zu leiden haben.
Für muslimische Roma istChitan, die religiöse Beschneidung der männlichen Vorhaut, äußerst wichtig, um die rituelle ReinheitTahāra für das Gebet und dieHaddsch zu gewährleisten. Ein unbeschnittener Mann gilt als unrein[80].
Die Religionszugehörigkeit von Roma korrespondiert in hohem Maße mit der umgebenden Mehrheitsreligion. Dementsprechend gehören sie imeuropäischen Südosten vielfach den Muslimen oder Orthodoxen an, inMitteleuropa den Katholiken und Protestanten; auch gibt es Sinti und Roma überall in der Welt, die Mitglieder von Freikirchen sind.[81]
DieKalderasch gelten in Europa überwiegend als christlich-orthodox.[75] In den USA bekennen sie sich aber auch zur römisch-katholischen Glaubensrichtung. Die Mehrheit deutscher Sinti istkatholisch, wenige sindevangelisch oder gehören einer Freikirche an, zum Beispiel derPfingstbewegung.[75]Xoraxane-Roma, die in derTürkei,Albanien sowie den vormals osmanischen Teilen derBalkanhalbinsel leben, sind Muslime und praktizieren eine eher liberale Form desIslam, besonders denSufismus, auch gehören etliche denBektaschi an.[82]
1967 gründete sich dasInternationale Zigeunerkomitee. 1971, beim ersten Weltromakongress in London, wurde der BegriffRoma verabschiedet, eine Flagge, die HymneGelem, Gelem und derInternationale Tag der Roma am 8. April eingeführt.
1978 wurde auf dem zweiten World Romani Congress (WRC) in Genf dieInternational Romani Union (IRU) als Dachverband regionaler und nationaler Interessenvertretungen gegründet.[83] Seit 1979 ist die IRU als nichtstaatliche Organisation (NGO) Mitglied im Wirtschafts- und Sozialrat derVereinten Nationen und hat beratenden Status in derUNESCO. Seit 1986 ist sie Mitglied von UNICEF. Ehrenpräsident der IRU war in der Gründungsphase der bekannte SchauspielerYul Brynner. Er spielte in den 1970er Jahren eine aktive Rolle bei den Bestrebungen der Roma, sich international zusammenzuschließen und internationale Anerkennung zu finden.[83] Eine zweite internationale Vereinigung ist der Roma National Congress (RNC).[84]
In Europa gibt es seit 2005 dasEuropean Roma and Travellers Forum (ERTF)[85], dessen Sprecher beide Zusammenschlüsse repräsentieren. Es ist durch ein Partnerschaftsabkommen mit demEuroparat verbunden. Es setzt sich nicht nur für Roma, sondern zugleich für Nichtromagruppen wiePavee oderJenische in ähnlichen sozialen, ökonomischen und bildungsmäßigen Problemlagen ein.
1972 wurde in Heidelberg der Sinto Anton Lehmann von einem Polizisten erschossen, es kam zu einer Demonstration zahlreicher Sinti, und es konstituierte sich daraufhin der Verband deutscher Sinti. 1982 schlossen sich dessen Landes- und Ortsverbände zum DachverbandZentralrat deutscher Sinti und Roma mit Sitz in Heidelberg zusammen. Er ist die staatlich anerkannte Spitzenvertretung der Roma deutscher Staatsbürgerschaft und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Jugend, Frauen und Familie finanziert. Seine Landesverbände werden als Projekte der Landesministerien gefördert. Sein langjähriger Vorsitzender warRomani Rose.
DieRom und Cinti Union, deren bekanntester VertreterRudko Kawczynski war, dieRoma-Union-Frankfurt undBundes Roma Verband[86] vertreten Roma, die in den letzten Jahrzehnten in die Bundesrepublik migriert sind, und setzen sich für deren Bleibe- und Asylrechte ein. Weitere regionale Zusammenschlüsse mit sozialem Schwerpunkt sind dieSinti Allianz Deutschland, Roma Union Grenzland (Aachen),Rom e. V., der Förderverein Roma und die Roma-Union e. V. (Essen).[87] Das feministischeRomaniphen Archiv in Berlin setzt sich für Romnja und Sintezze ein. Es versteht sich als progressive Vereinigung und akademisches Zentrum der Sinti und Roma in Deutschland. Unter der Leitung von Isidora Randjelovic wurden 2020 großflächige Studien zur Verbreitung von Rassismus gegen Sinti und Roma sowie zu Ressourcen zu dessen Bekämpfung durchgeführt.[88] Mitglieder des vom Archiv geleitetenIniRromnja-Netzwerks sind unter anderem die Wissenschaftlerin Hajdi Barz und der niedersächsische Jugend-Landesvorsitzende der Grünen, Nino Novakovic. Sie veröffentlichten 2020 die erste akademische Schrift zu Empowerment und Powersharing von Sinti und Roma.[89]
Seit Ende der 1990er Jahre sind in Deutschland vier nationale Minderheiten anerkannt: Dänen, Friesen, Sorben sowie die deutschen Sinti und Roma. Dies erfolgte nach der Ratifizierung desRahmenübereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten und 1998 dieEuropäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen (1998). Der Minderheitenschutz gilt nur für Sinti und Roma deutscher Staatsangehörigkeit und ist nach dem Abstammungsprinzip auf die „Alteingesessenen“ beschränkt.[90] Roma deutscher Staatsangehörigkeit mit Herkunft aus Südosteuropa oder Spanien sind davon ausgeschlossen.
2012 erkannte Schleswig-Holstein als erstes Bundesland neben Dänen und Friesen auch die deutschen Sinti und Roma als Minderheit in Artikel 5 der Landesverfassung an.[91] 2013 unterzeichneten der Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Baden-Württemberg und Ministerpräsident Winfried Kretschmann einen Staatsvertrag zur Stärkung der Kooperation und des Dialogs mit der Minderheit.[92][93][94]
Mahnmal in Ravensburg zum Gedenken an deportierte SintiMahnmal am Paradeplatz in Würzburg mit Inschrift auf RomanesDenkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin
Die Erinnerungskultur in Deutschland ist stark durch denVölkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus geprägt, der in der Gesellschaft jedoch weniger bekannt als die Verfolgung anderer Gruppen. Ende der 1970er Jahre führten verschiedene Initiativen von Roma zu Veränderungen: 1979 fand imKZ Bergen-Belsen die erste internationale Gedenkkundgebung von Roma statt, 1980 folgte ein Hungerstreik imKZ Dachau[95]. 1989 besetzten Roma das Gelände des ehemaligenKonzentrationslager Neuengamme aus Protest gegen drohende Abschiebungen und 1993 organisierten südwestdeutsche Roma zurKZ-Gedenkstätte Dachau.[96]
DasDokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg eröffnete in den 1990er Jahren die erste Dauerausstellung zum „nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma“. Eine Wanderausstellung wurde bundesweit gezeigt.
Am 15. Juli 1989[99] wurde in Oberwart der erste Roma-Verein Österreichs gegründet. 1999 entstand dort auch eine Roma-Volkshochschule als Teil der BurgenländischenVolkshochschulen.[100] 1995 ermordete der RechtsextremistFranz Fuchs inOberwart vier Roma.
In Österreich sind seit 1993 neben Kroaten, Slowaken, Slowenen, Ungarn und Tschechen auch die Roma als nationale Minderheit im Sinne des Volksgruppengesetzes anerkannt.[53][101] Die lokale SprachvarietätRoman istanerkannte Minderheitensprache mit Recht auf Schulunterricht, gewisse Verwendung der Sprache bei Amtsgängen und Vertretung in den öffentlich-rechtlichen Medien.[102] Die Volksgruppe bezeichnet sich selbst alsösterreichische Roma oderRoma und Sinti.[103]
Dieser Schutzautochthoner Minderheiten mit eigener Muttersprache und Volkstum betrifft nur dieBurgenland-Roma,Sinti undLovara, die schon lange vor Gründung der Republik, auf dem Gebiet des heutigen Österreichs leben (ungarisch-burgenländische Roma seit dem 15. Jahrhundert, meist tschechische und süddeutsche Sinti und slowakische Lovara im späten 19. Jahrhundert).[53][104] Von den etwa 8.000 Roma, die in den 1930er Jahren im Burgenland registriert waren, überlebten nur einige hundert den NS-Genozid.[53]
Daneben gibt es auch in den 1960ern alsGastarbeiter, teils aber auch nach Fall des eisernen Vorhangs ab den 1990ern als Flüchtlinge oder illegal[104] zugewanderteKalderaš und Gurbet (Serbien)[105] sowieArlije (Nordmazedonien)[106] und auch Angehörige anderer Gruppen, die nicht unter diesen Schutz fallen.[53][104][107] Die letzte Zählung der Statistik Austria 2001 erfasste 6273 Roman Sprechende, davon 4348 österreichische Staatsbürger.[104] Es besteht keine Verpflichtung, die Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe nachzuweisen (§ 1(3) Volksgruppengesetz). Insgesamt schätzt man die Zahl aller Roma in Österreich auf etwa 40.000[104] (25.000–50.000).[53] Damit stellt die anerkannte Minderheit nur einen kleinen Teil der Roma in Österreich.
Die österreichischen Roma sind heute durchwegs sesshaft integriert. Für die wenigen Fahrenden gibt es zwei offizielle betreute Durchreiseplätze (Braunau und Linz),[104][109] weitere sind wegen derEU-Strategie zur Einbeziehung der Roma bis 2020 in Überlegung.[110]
In Wien gibt es seit 2001 im GemeindebezirkFloridsdorf einen Romaplatz[111] und einen Sintiweg.[112]
In densüdosteuropäischen Ländern und denVisegrád-StaatenPolen,Tschechien,Slowakei undUngarn lebt die große Mehrheit der europäischen Roma-Bevölkerung. In der sozialistischen Phase eröffneten sich in einigen Ländern für Roma eine Reihe von individuellen Möglichkeiten der Qualifizierung und des sozialen Aufstiegs. Es entwickelten sich „Roma-Eliten mit hoher Qualifikation, wie sie in Westeuropa nicht zu finden sind.“[113]
In Rumänien waren die Roma unterNicolae Ceaușescu jedoch denselben Restriktionen unterworfen wie die übrige rumänische Bevölkerung, so etwa demVerbot der Abtreibung und dem Zwang, vier Kinder zu bekommen, was viele bereits in der sozialistischen Zeit in Analphabetismus und Elend trieb. Auch die ethnische Diskriminierung der Roma nahm unter Ceaușescu zu.[114] Seither verschlechterte sich die Lebenssituation der südosteuropäischen Roma auch durch die politischen und sozioökonomischen Auflösungs- und Neuformierungsprozesse der 1990er Jahre und durch die damit einhergehenden, durch Ethnisierung und neue Nationalismen ausgelösten Konflikte und Verdrängungen.[115] In Rumänien ereigneten sich zwischen 1990 und 1995 mehr als 30 Fälle vonLynchjustiz gegen Roma.[47]
Bis zu denJugoslawienkriegen waren die Roma in Jugoslawien relativ gut integriert und hatten vergleichsweise gute Bildungschancen. Viele erreichten höhere Schulabschlüsse, einige sogar einen Hochschulabschluss. Heute ist die Minderheit jedoch wieder auf den vorsozialistischen Stand der Bildungsdiskriminierung zurückgefallen. Im Zuge derKonflikte unter den Nachfolgestaaten Jugoslawiens waren Roma häufig Ziel kollektiver Angriffe durch Angehörige der Mehrheitsbevölkerung. Ihre Wohnstätten wurden zerstört und geplündert, mit dem Ziel, sie zu vertreiben. Ein Beispiel ist die 1999 von albanischen Nationalisten geplünderte und niedergebrannte Romska Mahala inMitrovica (Kosovo), die von rund 5000 Roma,Aschkali undBalkan-Ägyptern bewohnt war.[116] Viele südosteuropäische Roma flohen vor diesen Angriffen nach West- und Mitteleuropa oder Nordamerika.[117]
Allgemein führten die Privatisierung der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion, Massenentlassungen und die Entstehung eines unregulierten Arbeitsmarktes zu hoher Arbeitslosigkeit und allgemeiner Verarmung und Verelendung der Roma. Die Entlassungen auf dem Land und in kleineren Orten verstärkten zudem die Landflucht in die ohnehin übervölkerten und schlecht ausgestatteten Roma-Viertel („Mahala“) der großen Städte. Die Mahala in Südosteuropa haben Ghetto-Charakter. So gelten die Schulen in den bulgarischen Romavierteln beispielsweise als „in höchstem Maße vernachlässigt“. DerAnalphabetismus unter jungen Roma nimmt rapide zu.[118] Die aus der Arbeitswelt Ausgeschlossenen versuchen, ihrer Verelendung vor allem mit Noterwerb zu entrinnen: Sie betreiben kleinen Handel, sammeln und verarbeiten Reste und nehmen Gelegenheitstätigkeiten an. Damit gehen drastisch sinkende Bildungschancen sowie ein erhöhtes Risiko, alkohol- oder drogenabhängig zu werden, einher. Vergleichbare Lebensbedingungen bestehen in südafrikanischen oder südamerikanischen Elendsvierteln. Die Kriminalitätsgefahr sei in den südosteuropäischen Roma-Quartieren jedoch niedriger, bemerkt der SüdosteuropaexperteNorbert Mappes-Niediek. „In den großen Vierteln der Roma, inShuto Orizari inSkopje, Ferentari inBukarest,Stolipinowo inPlowdiw oder Fakulteta inSofia, kann sich jeder Besucher frei und unbehelligt bewegen.“[119]
Die verbreitete Vorstellung einer minderheitstypischen Delinquenz lässt sich durch Zahlen nicht belegen. Europäische Kriminalitätsstatistik differenzieren nicht nach „Volksgruppen“, Nationalitäten oder Primärsprachen. „Dass Verbrechen und die Zugehörigkeit zu einer Minderheit nichts miteinander zu tun haben, gehört zu den Standardannahmen moderner polizeilicher Ermittlungsarbeit.“ Ethnic Profiling ist zudem meist verpönt oder verboten. Es gibt daher keine verlässlichen Zahlen. Aussagen zu diesem Thema unterliegen einer typischen statistischen Verzerrung, demSurvivorship Bias, und sind schwer zu interpretieren. Zum anderen müssten solche Zahlen mit denen von Gruppen unter ähnlichen sozialen Bedingungen verglichen werden, die es aber in ganz Europa sonst nicht gibt.[120]
Mozes F. Heinschink, Ursula Hemetek (Hrsg.):Roma. Das unbekannte Volk. Schicksal und Kultur. Böhlau, Wien 1994,ISBN 978-3-205-98149-7.
Kurt Holl (Hrsg.):Die vergessenen Europäer. Kunst der Roma. Roma in der Kunst. Ein Projekt des ROM e. V. Köln in Kooperation mit dem Kölnischen Stadtmuseum. Verlag des Rom e. V., Köln 2008,ISBN 978-3-9803118-8-5. (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, 12. Mai 2008 bis 3. Januar 2009).
Yaron Matras:The Romani Gypsies. Harvard University Press, Cambridge 2014,ISBN 0-674-36838-X.
Katrin Reemtsma:Sinti und Roma. Geschichte, Kultur, Gegenwart (=Beck’sche Reihe; 1155). C. H. Beck, München 1996,ISBN 3-406-39255-5.
Herbert Uerlings, Iulia-Karin Patrut (Hrsg.):„Zigeuner“ und Nation. Repräsentation – Inklusion – Exklusion (= Inklusion/Exklusion. Studien zu Fremdheit und Armut von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 8). Frankfurt am Main [u. a.] 2008,ISBN 978-3-631-57996-1.
Rüdiger Vossen:Zigeuner. Roma, Sinti, Gitanos, Gypsies. Zwischen Verfolgung und Romantisierung. Ullstein, Frankfurt am Main 1983,ISBN 3-548-34135-7 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung imMuseum für Völkerkunde Hamburg).
Speziell zur Zeitgeschichte
Herbert Heuß, Arnold Roßberg (Hrsg.):Schonung für die Mörder? Die justizielle Behandlung der NS-Völkermordverbrechen und ihre Bedeutung für die Gesellschafts und die Rechtskultur in Deutschland (= Zentralrat Deutscher Sinti und Roma-Schriftenreihe; 9). Heidelberg 2015.
Norbert Mappes-Niediek:Arme Roma, böse Zigeuner. Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt. Links, Berlin 2012,ISBN 978-3-86153-684-0.
Michael Zimmermann:Rassenutopie und Genozid. Die nationalsozialistische „Lösung der Zigeunerfrage“ (=Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Band 33). Christians, Hamburg 1996,ISBN 3-7672-1270-6.
Michael Zimmermann (Hrsg.):Zwischen Erziehung und Vernichtung. Zigeunerpolitik und Zigeunerforschung im Europa des 20. Jahrhunderts. Franz Steiner, Stuttgart 2007,ISBN 978-3-515-08917-3.
Speziell zu Deutschland
Hajdi Barz, Asiye Kaya, Gilda Horvath, Dotschy Reinhardt, Riham Abed-Ali:Studie zum Empowerment von Sinti*ze und Rom*nja. Mittweida 2020.
Oliver von Mengersen (Hrsg.):Sinti und Roma. Eine deutsche Minderheit zwischen Anpassung und Ausgrenzung (=Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1573). Bonn 2015,ISBN 978-3-8389-0573-0.
Susan Tebbutt (Hrsg.):Sinti und Roma in der deutschsprachigen Gesellschaft und Literatur (=Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte. Band 72). Peter Lang, Frankfurt 2001,ISBN 3-631-35349-9.
Speziell zu Österreich
Dieter W. Halwachs.Roma and Romani in Austria. In:Romani Studies 5/15/2 (2005), S. 145–173.
Speziell zum Osmanischen Reich
Kai Merten:Untereinander, nicht nebeneinander: Das Zusammenleben religiöser und kultureller Gruppen im Osmanischen Reich des 19. Jahrhunderts.Band6 von Marburger religionsgeschichtliche Beiträge. LIT Verlag, Münster 2014,ISBN 978-3-643-12359-6, 9. Die Roma („Zigeuner“) im Osmanischen Reich,S.265–279 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑Yaron Matras:Die Sprache der Roma. Ein historischer Umriss. In: Yaron Matras, Hans Winterberg, Michael Zimmermann (Hrsg.):Sinti, Roma, Gypsies. Sprache – Geschichte – Gegenwart. Berlin 2003, S. 231–261, hier: S. 232 f.
↑Friedrich Kluge:Rotwelsch. Quellen und Wortschatz der Gaunersprache und der verwandten Geheimsprachen. Straßburg 1901 (ND 1987), Romni: S. 187, Rom: S. 188,Digitalisat
↑Johann Erich Biester:Ueber die Zigeuner; besonders im Königreich Preußen. In:Berlinische Monatsschrift. Band 21, 1793, S. 108–165 und 360–393, hier: S. 364 ff.
↑Gadscho bei: Siegmund A. Wolf, Großes Wörterbuch der Zigeunersprache, Hamburg 1993, S. 89.
↑Bernhard Helzle-Drehwald:Der Gitanismo im spanischen Argot. Droz, Genf 2004,ISBN 2-600-00911-6, S. 240–243.
↑Alle Angaben, soweit im Einzelfall nicht anders angegeben nach: Yaron Matras:Die Sprache der Roma. Ein historischer Umriss. In: ders., Hans Winterberg, Michael Zimmermann (Hrsg.):Sinti, Roma, Gypsies: Sprache – Geschichte – Gegenwart. Berlin 2003, S. 231–261.
↑Alle Angaben in diesem Abschnitt mit Ausnahme der zuletzt belegten bei: Yaron Matras:Die Sprache der Roma. Ein historischer Umriss. In: Yaron Matras, Hans Winterberg, Michael Zimmermann (Hrsg.):Sinti, Roma, Gypsies. Sprache – Geschichte – Gegenwart. Berlin 2003, S. 231–261, hier: S. 231–235.
↑Yaron Matras:Die Sprache der Roma. Ein historischer Umriss. In: Yaron Matras, Hans Winterberg, Michael Zimmermann (Hrsg.):Sinti, Roma, Gypsies. Sprache – Geschichte – Gegenwart. Berlin 2003, S. 231–261, hier: S. 231–235, 260.
↑Siegmund A. Wolf:Großes Wörterbuch der Zigeunersprache (romani tšiw). Hamburg 1993, S. 62.
↑Siegmund A. Wolf: Großes Wörterbuch der Zigeunersprache (romani tšiw). Hamburg 1993, S. 89.
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↑Siegmund A. Wolf:Großes Wörterbuch der Zigeunersprache (romani tšiw). S. 133.
↑Siegmund A. Wolf:Großes Wörterbuch der Zigeunersprache (romani tšiw). S. 202.
↑Yaron Matra:Die Sprache der Roma. Ein historischer Umriss. In: Yaron Matras, Hans Winterberg, Michael Zimmermann:Sinti, Roma, Gypsies: Sprache, Geschichte, Gegenwart. Berlin 2003, S. 231–261, hier: S. 259.
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↑abcYaron Matras, Die Sprache der Roma. Ein historischer Umriss, in: ders./Hans Winterberg/Michael Zimmermann (Hrsg.), Sinti, Roma, Gypsies. Sprache – Geschichte – Gegenwart, Berlin 2003, S. 231–261, hier: S. 233 f.
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↑Herbert Heuß, Civil Society, Desegregation, Antiziganismus, in: Herbert Uerlings/Iulia-Karin Patrut (Hrsg.):„Zigeuner“ und Nation. Repräsentation – Inklusion – Exklusion, Frankfurt am Main [u. a.] 2008, S. 469–481, hier S. 473.
↑Angaben und Zitat nach: Norbert Mappes-Niediek, Arme Roma, böse Zigeuner. Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt, Berlin 2012, 2. Aufl., S. 78.
↑Norbert Mappes-Niediek, *Arme Roma, böse Zigeuner. Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt*, Berlin 2012, 2. Aufl., S. 76 f.