Rolf Krauss

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterRolf Krauss (Begriffsklärung) aufgeführt.

Rolf Krauss (*11. November1942 inHeidelberg) ist ein deutscherÄgyptologe.

Rolf Krauss studierte zwischen 1975 und 1981 an derUniversität Heidelberg und derFreien Universität Berlin. In Berlin wurde er 1981 mit derDissertationProbleme des altägyptischen Kalenders und der Chronologie des Mittleren und Neuen Reiches in Ägyptenpromoviert. 1982 begann er als Mitarbeiter bei denStaatlichen Museen zu Berlin zu arbeiten, zunächst amÄgyptischen Museum, von 2001 bis zur Pensionierung 2007 amMuseum für Vor- und Frühgeschichte. An derUniversität Hamburg war Krauss von 1990 bis 1993 Lehrbeauftragter undhabilitierte sich dort 1993 mit einer Arbeit zum ThemaAstronomische Konzepte und Jenseitsvorstellungen in den Pyramidentexten. Danach wurde er in HamburgPrivatdozent, habilitierte sich aber 1997 an dieHumboldt-Universität zu Berlin um, wo er bis 2007 lehrte. Von 1998 bis 1999 war er Gastprofessor an derUniversität Basel.

Krauss gilt als Fachmann für die altägyptischeChronologie undAstronomie. Erstmals wurde ein größeres Publikum auf ihn aufmerksam, als er 2001 sein BuchDas Moses-Rätsel veröffentlichte, in dem erMoses mit demVizekönig von Kusch,Messui (Masesaja), gleichsetzte, der mehrere Jahre alsUsurpator inOberägypten herrschte. Während dieses Buch eher kritisch aufgenommen wurde,[1] gilt die frühere Gleichsetzung von Messui mit demPharaoAmenmesse als wahrscheinlich.

2009 bezweifelte er die Echtheit desKlappaltars von Kairo. Dieses Objekt verblieb nach der Fundteilung 1913 zwischen Ägypten und Deutschland als gleichwertiges Gegenstück zu derBüste der Nofretete in Ägypten. Krauss bezeichnete den Klappaltar als eine vonLudwig Borchardt in Auftrag gegebene Fälschung. Während der damalige Direktor desBerliner Ägyptischen Museums,Dietrich Wildung, den Fälschungs-Vorwurf zurückwies, teilteChristian E. Loeben vomMuseum August Kestner in Hannover die Auffassung von Krauss.[2] Als erster Archäologe „zerlegte“ Rolf Krauss die Büste auch in ihre geometrischen Teile und wies somit zum einen ihre unnatürliche, konstruierte Schönheit, zum anderen aber auch Arbeitsweisen der altägyptischen Bildhauer nach.[3]

Schriften (Auswahl)

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  • Das Ende der Amarnazeit. Beiträge zur Geschichte und Chronologie des Neuen Reiches (=Hildesheimer ägyptologische Beiträge. Bd. 7). Gerstenberg, Hildesheim 1978, 2. Auflage 1981,ISBN 3-8067-8036-6.
  • Sothis- und Monddaten. Studien zur astronomischen und technischen Chronologie Altägyptens (=Hildesheimer ägyptologische Beiträge. Bd. 20). Gerstenberg, Hildesheim 1985,ISBN 3-8067-8086-X.
  • 1913–1988. 75 Jahre Büste der NofretEte – Nefret-iti in Berlin. 2 Teile. In:Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz. Bd. 24, 1987,ISSN 0342-0124, S. 87–124 und Bd. 28, 1991, S. 123–157 (mit keinen Zweifeln an der Echtheit).
  • Astronomische Konzepte und Jenseitsvorstellungen in den Pyramidentexten (=Ägyptologische Abhandlungen. Bd. 59). Harrassowitz, Wiesbaden 1997,ISBN 3-447-03979-5 (Zugleich: Hamburg, Univ., Habil.-Schr.).
  • Das Moses-Rätsel. Auf den Spuren einer biblischen Erfindung. Ullstein, München 2001,ISBN 3-550-07172-8.
  • mitErik Hornung undDavid A. Warburton (Hrsg.):Ancient Egyptian Chronology (=Handbuch der Orientalistik. Sect. 1, Vol. 83). Brill Academic Publishers, Leiden u. a. 2006,ISBN 90-04-11385-1.

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Jan Assmann:Tagsüber parliert er als Ägyptologe, nachts reißt er die Bibel auf. In:Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. Februar 2002, Nr. 28, S. 52.
  2. Matthias Schulz:Krimi um die Königin. In:Der Spiegel. 22/2009 (25. April 2009), zuletzt abgerufen am 11. April 2014.
  3. Marina Rumjanzewa:Marina Rumjanzewa: Warum ist Nofretete so schön? (Memento vom 7. Oktober 2007 imInternet Archive) Auf:rumjanzewa.com von 3/2004, zuletzt abgerufen am 11. April 2014.
Personendaten
NAMEKrauss, Rolf
KURZBESCHREIBUNGdeutscher Ägyptologe
GEBURTSDATUM11. November 1942
GEBURTSORTHeidelberg
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