Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Robert H. Jackson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Robert H. Jackson (ca. 1945)

Robert Houghwout Jackson (*13. Februar1892 imSpring Creek Township,Warren County,Pennsylvania; †9. Oktober1954 inWashington, D.C.) war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker. Er bekleidete das Amt desAttorney Generals, war Richter amObersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und für sein Land Hauptanklagevertreter bei denNürnberger Prozessen.

Herkunft und Familie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Jackson wurde als einziger Sohn des Farmers und Holzfällers William Eldred Jackson und dessen Frau Angelina Houghwout geboren. Angelina hatte niederländische Wurzeln. Jackson wuchs zusammen mit seiner Schwester inFrewsburg, New York, auf. Am 24. April 1916 heiratete er Irene Alice Gerhardt aus Kingston, zusammen hatte das Paar zwei Kinder: William Eldred Jackson II (* 19. Juli 1919; † 4. Dezember 1999) und Mary Margaret Jackson (* 11. Februar 1921; † 4. Juni 1999).

Frühe Tätigkeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulabschluss trat Jackson als Anwaltsgehilfe in eine Kanzlei inJamestown,New York ein. Seine in diesem Zusammenhang erworbenen Rechtskenntnisse vertiefte er 1911–1912 im Rahmen eines kurzen Studiums an derLaw School vonAlbany. 1912 beendete er sein Studium, ohne einen formalen Universitätsabschluss zu erhalten, da er mit 21 Jahren noch nicht das Mindestalter zum Erwerb von Studienabschlüssen hatte. Dennoch bestand er 1913 die Anwaltsprüfung und wurde als Rechtsanwalt zugelassen. Anschließend war er als Anwalt in Jamestown tätig. Seit 1934 war Jackson General Counsel beimInternal Revenue Service, der obersten Finanzbehörde auf Bundesebene. Von 1936 bis 1938 war Jackson stellvertretenderSolicitor General und machte sich in verschiedenenAntitrust-Fällen einen Namen.

Nach einer Amtszeit als Solicitor General von 1938 bis 1939 wurde er von PräsidentRoosevelt als Nachfolger vonFrank Murphy zumAttorney General ernannt. Mit der Ernennung vonHarlan Fiske Stone zum Chief Justice 1940 nahm Jackson den dadurch freigewordenen Sitz als Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ein. 1941 holte die Law School seine Gradierung nach und verlieh ihm einen Abschluss alsBachelor of Laws sowie schließlich 1951 einen Titel alsLegum Doctorehrenhalber.

Im Jahr 1943 war er federführend bei einem kontroversen Urteil (West Virginia State Board of Education v. Barnette), das eine Regelung aufhob, die einer öffentlichen Schule die Möglichkeit gab, ihre Schüler zumFahnengruß zu verpflichten und bei Zuwiderhandlung Strafen gegen diese Schüler zu verhängen. Jackson führte hierbei das Mehrheitsvotum an, das für die Rechtswidrigkeit der Regelung stimmte.

Chefankläger in Nürnberg

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Robert H. Jackson als US-Chefankläger in Nürnberg (Foto: Ray D’Addario)

Jackson wurde 1945 von seinem Amt als Richter am Obersten Gerichtshof beurlaubt, um bei der Ausarbeitung derLondoner Charta des internationalen Militärtribunals mitzuhelfen, die die rechtliche Grundlage für dieNürnberger Prozesse lieferte. Anschließend reiste Jackson nachDeutschland, wo er der Chefankläger der Vereinigten Staaten wurde. Der spätere Erfinder des Begriffs „Völkermord“, der polnische Völkermordforscher und AnwaltRaphael Lemkin, assistierte ihm dabei. Diese Rolle füllte Jackson nicht nur mit juristischen wie rhetorischem Geschick, sondern auch mit großer Hingabe aus. Nach demProzess gegen die Hauptkriegsverbrecher gab er diese Stellung jedoch auf und kehrte in die Vereinigten Staaten zurück. Sein Nachfolger wurdeThomas J. Dodd.

Tod

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Jackson starb am 9. Oktober 1954 im Alter von 62 Jahren inWashington, D.C. an einemHerzinfarkt und wurde inFrewsburg (New York) beigesetzt.

Sonstiges

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das Wirken von Robert H. Jackson im Rahmen derNürnberger Prozesse war Gegenstand des Zweiteilers „Nürnberg – Im Namen der Menschlichkeit“ (o.T.: „Nuremberg“). Jackson selbst wurde vonAlec Baldwin gespielt.

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • John J. Patrick, Richard M. Pious, Donald A. Ritchie:The Oxford Guide to the United States Government. Oxford University Press, New York 2001,ISBN 978-0-19-514273-0, S. 330 (=Jackson, Robert H.: Associate Justice, 1941–54).

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Robert H. Jackson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Randolph |Bradford |Lee |Lincoln |Breckinridge |Rodney |Pinkney |Rush |Wirt |Berrien |Taney |Butler |Grundy |Gilpin |Crittenden |Legaré |Nelson |Mason |Clifford |Toucey |Johnson |Crittenden |Cushing |Black |Stanton |Bates |Speed |Stanbery |Evarts |Hoar |Akerman |Williams |Pierrepont |Taft |Devens |MacVeagh |Brewster |A. Garland |Miller |Olney |Harmon |McKenna |Griggs |Knox |Moody |Bonaparte |Wickersham |McReynolds |Gregory |Palmer |Daugherty |Stone |Sargent |W. Mitchell |Cummings |Murphy |Jackson |Biddle |T. Clark |McGrath |McGranery |Brownell |Rogers |Kennedy |Katzenbach |R. Clark |J. Mitchell |Kleindienst |Richardson |Saxbe |Levi |Bell |Civiletti |Smith |Meese |Thornburgh |Barr |Reno |Ashcroft |Gonzales |Mukasey |Holder |Lynch |Sessions |Barr |M. Garland |Bondi

Personendaten
NAMEJackson, Robert H.
ALTERNATIVNAMENJackson, Robert Houghwout (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanischer Hauptanklagevertreter bei den Nürnberger Prozessen
GEBURTSDATUM13. Februar 1892
GEBURTSORTSpring Creek Township, Pennsylvania
STERBEDATUM9. Oktober 1954
STERBEORTWashington, D.C.
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Robert_H._Jackson&oldid=248495231
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp