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Robert Adam (Schriftsteller)

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Dieser Artikel behandelt den österreichischen Schriftsteller und Juristen. Zu weiteren Trägern des Namens sieheRobert Adam bzw.Robert Pollak.

Robert Adam Pollak (geboren am20. April1877 inWien; gestorben am16. Oktober1961 inBaden bei Wien) war ein österreichischer Schriftsteller – dafür verwendete er das Pseudonym „Robert Adam“ –, Übersetzer und Jurist.

Leben

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Robert Adam Pollak[1] kam als Sohn des aus Prag stammenden Sitz- und Tischmöbelfabrikanten Emil Pollak und dessen Ehefrau Sidonie, geborene May (gestorben am 7. April 1928 im 77. Lebensjahr)[2], in Wien zur Welt. Im Gymnasium war er mitIgnaz Seipel befreundet.[3] Am 29. Januar 1900 trat er aus der jüdischen Gemeinschaft aus.[4] Er heiratete am 15. November 1911 inBrünn Mimi Maria Johanna Walpurga Patzner (*Troppau 6. Oktober 1889, † 27. März 1948 Wien). Mit ihr hatte er ein gemeinsames Kind, den späteren Rechtsanwalt Viktor Franz Patzner (* Wien, 13. September 1916; † 21. Dezember 1982 ebd.).[5]

Als Jurist arbeitete er als Richter inZistersdorf, an den Bezirksgerichten Floridsdorf und Josefstadt und brachte er es bis zum Vizepräsidenten desLandesgerichtes für Zivilrechtssachen in Wien, bevor er am 15. März 1938 wegen seiner jüdischen Abstammung in Ruhestand musste. Den Krieg überlebte er in Wien als »privilegierter Jude«[6]. 1945 wurde er nochmals im Staatsdienst tätig, am 23. Februar 1949 trat er in Ruhestand.

Von seinen literarischen Arbeiten ist wenig publiziert. Bedeutsam ist seine Beschäftigung mit der arabischen Kultur, die von einer Bearbeitung einer Geschichte ausTausendundeiner Nacht (Die Geschichte des Alî ibn Bekkâr, entstanden 1904) bis zur posthum veröffentlichten Übersetzung desSchāhnāme reicht. 1931 wurde sein DramaMargot und das Jugendgericht amSchauspielhaus Frankfurt uraufgeführt, die bereits öffentlich angekündigte Aufführung amBurgtheater unterAnton Wildgans kam nicht zustande.

Als Schriftsteller wurde er vonArthur Schnitzler undKarl Kraus gefördert. Er stand im Verkehr mitAlfred Adler,Hans Kelsen undAlbert Steinrück. Sein Nachlass findet sich heute in derÖsterreichischen Nationalbibliothek.

2020 wurde dieKorrespondenz mit Schnitzler veröffentlicht.[7]

Werke (Auswahl)

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  • Robert Adam:Gedicht. In:Musenalmanach der Hochschüler Wiens, 1901.
  • Robert Adam:In aeternum. Wien: C. W. Stern 1905.
  • Robert Adam:Sprüche. In:Die Fackel, H. 246/247, 12. März 1908, S. 25–26.
  • Robert Adam:Die Geschichte des Alî ibn Bekkâr mit Schams an-Nahâr. Eine Komödie. Wien: Hugo Heller 1909.
  • Robert Adam Pollak:Ueber Rechtsprinzipien. Eine Analytische Untersuchung. In:Archiv für Rechts- und Wirtschaftsphilosophie, Jg. 13, H. 2, 1919, S. 110–135. (online).
  • Margot und das Jugendgericht, Drama, Uraufführung am 27. Mai 1931, Schauspielhaus Frankfurt.
  • Firdausi, Abu’l-Qasem:Schahname. Das Buch der Könige. 4 Bände. Herausgeber Nosratollah Rastegar, Übersetzung Robert Adam Pollak. Einleitung von Florian Schwarz. Berlin: Klaus Schwarz Verlag 2018.
  • Robert Adam:Die Dirne. (Dritte Szene aus der Szenenreihe »Der Fremde«). In:Die Bühne, Heft 303, S. 50. (Online)

Literatur

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Weblinks

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  • Briefwechsel mitArthur Schnitzler:Arthur Schnitzler – Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Hg. Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke,online
  • Briefe an Eduard Strauss aufarchive.org
  • Fotografie – gettyimages

Einzelnachweise

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  1. Die bislang weitreichendste Darstellung seines Lebens findet sich in der Einleitung von Florian Schwarz, siehe Literatur.
  2. ANNO, Neue Freie Presse, 1928-04-11, Seite 19. Abgerufen am 28. Dezember 2018. 
  3. ÖNB Cod.ser. 52.265, fol. 74/75.
  4. „Österreich, Niederösterreich, Wien, Matriken der Israelitischen Kultusgemeinde, 1784-1911“, database with images,FamilySearch (https://familysearch.org/ark:/61903/3:1:33S7-9B24-46S?cc=2028320&wc=4692-D6Y%3A344266801%2C344266802%2C344428801: 20 May 2014), Wien (alle Bezirke) > Geburtsbücher > Geburtsbuch F 1877 März-Dez. > image 18 of 109; Israelitischen Kultusgemeinde Wien (Jewish Community of Vienna) Municipal and Provincial Archives of Vienna, Austria.
  5. ÖNB Cod.ser. 52.267, Bl. 148.
  6. ÖNB Ser. 52.263, 234.
  7. Arthur Schnitzler: Korrespondenz mit Robert Adam. In: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, abgerufen am 14. Oktober 2025. 
Personendaten
NAMEAdam, Robert
ALTERNATIVNAMENPollak, Robert Adam (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNGösterreichischer Schriftsteller, Übersetzer und Jurist
GEBURTSDATUM20. April 1877
GEBURTSORTWien
STERBEDATUM16. Oktober 1961
STERBEORTBaden bei Wien
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