Riesenbaumratten | ||||||||||||
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![]() Berg-Riesenbaumratte (Mallomys gunung) | ||||||||||||
Systematik | ||||||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
Mallomys | ||||||||||||
Thomas, 1898 |
DieRiesenbaumratten (Mallomys) sind eineNagetiergattung aus der Gruppe derAltweltmäuse (Murinae). Diese Tiere leben aufNeuguinea.
Der wissenschaftliche Name ist aus dengriechischen Wortenmallos (Wolle) undmys (Maus) zusammengesetzt.[1]
Riesenbaumratten erreichen eine Kopfrumpflänge von 29 bis 47 Zentimeter, wozu noch ein 28 bis 44 Zentimeter langer Schwanz kommt. Das Gewicht variiert zwischen 0,9 und 2 Kilogramm. IhrFell ist ausgesprochen lang und wollig. Es ist an der Oberseite in der Regel dunkelbraun oder grau gefärbt, die Unterseite ist weiß, manchmal sind auch weiße Querstreifen am Rumpf vorhanden. Die Pfoten sind schwarz, bei dem kaum behaarten Schwanz ist die vordere Hälfte bräunlich und die Hinterhälfte weiß gefärbt. Der Kopf ist massiv gebaut, die Schnauze auffallend kurz.
Riesenbaumratten sind aufNeuguineaendemisch, sie leben hier vor allem in Gebirgswäldern. Sie halten sich vorwiegend auf Bäumen auf und errichten ihre Nester in Baumhöhlen, selten auch auf dem Erdboden. Diese Tiere ernähren sich von Pflanzenschößlingen und anderem pflanzlichen Material.
Es sind vier Artenwissenschaftlich beschrieben:
Eine weitere, bislang unbeschriebene Art lebt imArfakgebirge im westlichen Neuguinea.[2] Im Jahr 2007 wurde von einer Expedition vonConservation International eine bereits 2005 gesichtete, mögliche weitere, bislang nicht beschriebene Art in den Foja-Bergen im Osten des indonesischen Teils Neuguineas entdeckt.[3] 2009 wurde eine mögliche weitere Art im Krater des erloschenen VulkansMount Bosavi gefunden.[4]
Systematisch ist die Gattung Teil derPogonomys-Gruppe, einer vorwiegend auf Neuguinea beheimateten Radiation der Altweltmäuse. Mit denEigentlichen Ratten (Rattus) sind sie hingegen nur entfernt verwandt.
Aufgrund ihrer großen Ausmaße werden die Tiere manchmal gejagt und verzehrt und ihre Zähne als Werkzeuge verwendet. Dennoch sind drei der vier Arten noch häufig und gelten als nicht bedroht.