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Res Fischer

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Maria Theresia Fischer, zumeistRes Fischer, (8. November1896 inBerlin4. Oktober1974 inRuit auf den Fildern beiEsslingen am Neckar) war einedeutscheOpernsängerin (Mezzosopran/Alt), später auchGesangspädagogin.

Leben und Werk

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Ausbildung

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Res Fischer verbrachte ihre Jugend im schwäbischenRiedlingen. Zunächst war sie als Kunstgewerblerin tätig. Sie entwarfBatiken und „Modekleider“ und stellteTöpferarbeiten her.[1] Sie entschloss sich dann aber, ihre Stimme ausbilden zu lassen. Sie studierte Gesang an den Konservatorien von Prag, Stuttgart und Berlin, wo noch die „große“ (Zitat von Kutsch/Riemens) SopranistinLilli Lehmann ihre Lehrerin war.

Drei langjährige Engagements bildeten die Basis ihrer Karriere. Sie debütierte 1927 amStadttheater Basel, an dem sie bis 1935 blieb. Es folgten von 1935 bis 1941 sechs Spielzeiten amOpernhaus der Stadt Frankfurt am Main. Von 1941 bis 1965 war sie als Ensemblemitglied an derStaatsoper Stuttgart verpflichtet. Die Karriere von Res Fischer dauerte ungewöhnlich lange, von 1927 bis 1972.

Engagement am Stadttheater Basel

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Res Fischer konnte sich bereits in Basel ein breites Repertoire aufbauen, welches vomBarock bis in die Gegenwart reichte. Sie stellte sich in klassischenHosenrollen vor, als Orpheus und als Orlofsky, sang die dunklen Heroinen bei Verdi und Wagner (Ortrud, Azucena, Eboli und Amneris) und übernahm die Titelpartien inCarmen undPenthesilea. Daneben sang sie eine Reihe von Dienerinnen und Ammen – beispielsweise dieFigaro-Marcellina, Magdalena und Emilia, weiters den Puck inOberon und die Adelaide inArabella. Neben der stimmlichen Bravour wurde stets auch ihr darstellerisches Talent gelobt. In Basel arbeitete sie mit interessanten jungen, später berühmten Regisseuren zusammen, mitWalter Felsenstein,Herbert Graf undOskar Wälterlin.

Sie wirkte an mehreren Schweizer Ur- und Erstaufführungen mit. In der Spielzeit 1927/28 war sie die Amme in der Schweizer Erstaufführung der OperPrinzessin auf der Erbse vonErnst Toch. In der Spielzeit 1930/31 übernahm sie die Hosenrolle des Silla in der Schweizer Erstaufführung vonPalestrina. In der Spielzeit 1932/33 war sie die Donna Beatriz in der OperDame Kobold vonFelix von Weingartner. 1934 sang sie die Titelrolle in der Uraufführung der OperMarisa vonHans Haug.

Internationale Karriere

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In ihrer Frankfurter Zeit begann langsam der Wechsel von der Ensemblesängerin zur internationalen Karriere. 1938 absolvierte sie mit der Frankfurter Oper eine Balkan-Tournee, die nach Bukarest, Sofia, Belgrad und Zagreb führte. 1941 wurde sie vomTeatro Comunale inBologna eingeladen, die Erda in WagnersSiegfried zu übernehmen.

1942 gastierte sie erstmals bei denSalzburger Festspielen, als Marzelline in einer Walter-Felsenstein-Inszenierung vonFigaros Hochzeit.[2] Sie stand 1944 in derGottbegnadeten-Liste.

Nach dem Untergang des NS-Regimes folgte der internationale Durchbruch. 1946 sang sie an der Staatsoper Stuttgart die Gräfin Helfenstein in der deutschen Erstaufführung der OperMathis der Maler. 1949 übernahm sie bei den Salzburger Festspielen die Titelrolle in der Uraufführung der OperAntigonae vonCarl Orff.[3]

In der Saison 1950/51 gastierte sie amTeatro dell’Opera di Roma als Gräfin Helfenstein in der italienischen Erstaufführung der OperMathis der Maler. 1951 sang sie höchst erfolgreich Klytämnestra, Küsterin und Ortrud amTeatro Colón vonBuenos Aires.[4] 1951/52 sang sie an der Oper Rom die Klytämnestra inElektra.

Es folgten Einladungen an dasStadttheater Zürich, die MailänderScala, dieGrand Opéra in Paris, dasTeatro San Carlo in Neapel (1956), zumMaggio Musicale Fiorentino inFlorenz (1960, als alte Burya inJenůfa) sowie nach Amsterdam, Brüssel, Hamburg, London (1955, mit dem Ensemble der Staatsoper Stuttgart) und München.

Späte Karriere und Lehrtätigkeit

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1959 debütierte sie bei einem Gastspiel der Württembergischen Staatsoper Stuttgart als alte Burya inJenůfa an derWiener Staatsoper.[5] Von 1959 bis 1961 sang sie bei denBayreuther Festspielen in einer Inszenierung vonWieland Wagner die Mary imFliegenden Holländer – an der Seite vonGeorge London undLeonie Rysanek. Im August 1961 wirkte sie bei den Salzburger Festspielen in der Uraufführung der OperDas Bergwerk zu Falun vonRudolf Wagner-Régeny in der Rolle der Großmutter mit.[6] 1965 erfolgte ihre Ernennung zumEhrenmitglied der Stuttgarter Staatsoper. Ihre letzte Bühnenrolle war die Gaea inDaphne vonRichard Strauss.

Res Fischer war in den Nachkriegsjahren auch als Gesangslehrerin tätig. Zu ihren Schülern zähltenMargarethe Bence,Toni Blankenheim,Elsa Cavelti,Margrit von Syben undElisabeth Weingartner.

Rollen (Auswahl)

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Repertoire

Bizet:

Gluck:

Hindemith:

Engelbert Humperdinck:

Janáček:

  • Alte Buryja und Küsterin inJenůfa

Mozart:

Schoeck:

Johann Strauß Sohn:

Richard Strauss:

 

Strawinsky:

Tschaikowski:

Verdi:

Wagner:

Weber:

Gesamtaufnahmen (Auswahl)

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Literatur

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Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Res Fischer, Kammersängerin (Mezzosopran) i.R., Württembergisches Staatstheater, Salzburger Festspiele, 70. Geburtstag. In:Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.):Deutsches Bühnenjahrbuch 1968. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 76. Jg., Hamburg 1968, Seite 57. Rubrik: „Gedenktage und Jubiläen“: November 1966.
  2. Wolfgang A. Mozart: Le nozze di Figaro. Besetzungsliste. Spielplanarchiv derSalzburger Festspiele. Abgerufen am 30. März 2021.
  3. Carl Orff: Antigonae. Besetzungsliste. Spielplanarchiv derSalzburger Festspiele. Abgerufen am 30. März 2021.
  4. Res Fischer. Vorstellungsarchiv desTeatro Colon. Abgerufen am 30. März 2021.
  5. Res Fischer als „Die alte Buryja“ in „Jenůfa“. Besetzung. Spielplanarchiv derWiener Staatsoper. Abgerufen am 30. März 2021.
  6. Rudolf Wagner-Régeny Das Bergwerk zu Falun. Besetzung. Spielplanarchiv derSalzburger Festspiele. Abgerufen am 30. März 2021.
Personendaten
NAMEFischer, Res
ALTERNATIVNAMENFischer, Maria Theresia (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNGdeutsche Opernsängerin (Mezzosopran und Alt) und Gesangspädagogin
GEBURTSDATUM8. November 1896
GEBURTSORTBerlin
STERBEDATUM4. Oktober 1974
STERBEORTRuit auf den Fildern
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