Republic Records ist ein US-amerikanischesPlattenlabel mit Sitz inNew York City, das seit 2000 zurUniversal Music Group gehört. Es wurde 1994 von den Brüdern Monte und Avery Lipman alsIndependent-Label gegründet. 2006 erfolgte eine Umbenennung inUniversal Republic Records, die im Jahr 2012 wieder rückgängig gemacht wurde.
Das Unternehmen zählt in denVereinigten Staaten und darüber hinaus zu den erfolgreichsten Labels des 21. Jahrhunderts und wurde von der MusikzeitschriftBillboard seit 2011 insgesamt neunmal alsLabel of the Year ausgezeichnet.[1][2][3]
In der Anfangsphase vertriebRepublic Records die Musik vonRockbands wie derBloodhound Gang undChumbawamba. Nachdem sich deren Platten großer Beliebtheit erfreuten und sie schnell erste Erfolge verbuchen konnten, folgte ein offizieller Vertragsabschluss – zunächst über einige Jahre – mit derUniversal Music Group (UMG). Die Gründerbrüder Monte und Avery Lipman erhielten daraufhin hohe, geschäftsführende Positionen in beiden Unternehmen.[4] Schließlich schloss man sich 2006 zuUniversal Republic Records zusammen; nach der Aufspaltung und erneuten Umbenennung im Jahr 2012 verblieb man weiterhin als Major-Sublabel innerhalb der UMG. Gleichzeitig orientierte sich Republic Records noch stärker in RichtungPopulärmusik und schloss hoch dotierte Verträge mit Künstlern ab, die dieMusikcharts der2010er Jahre insbesondere in derwestlichen Welt später weitgehend dominieren sollten, darunterAriana Grande,Post Malone,Taylor Swift,Drake,Nicki Minaj undThe Weeknd.[1][5] In der Folge wurde das Label über diesen Zeitraum insgesamt achtmal von der amerikanischen MusikzeitschriftBillboard alsLabel of the Year ausgezeichnet, zuletzt 2021.[1][2]
2017 wurde die Gründung der FilmproduktionsfirmaFederal Films bekanntgegeben. Das Tochterunternehmen ist insbesondere für die Verfilmung vonKonzertmitschnitten undTourneedokumentationen verantwortlich.[6] Mit dem KonzertdokumentarfilmChasing Happiness über dieJonas Brothers erschien im Juni 2019 die erste Produktion exklusiv aufAmazon Prime Video.[7]
Heute vertritt das Label Künstler vieler verschiedenerMusikgenres, nicht zuletzt, da es in der Vergangenheit mehrmalsJoint Ventures mit anderen Labels, besonders Independent-Labels, einging. So gehören beispielsweiseLil WaynesYoung Money Entertainment und dasHip-Hop-LabelCash Money Records zu Republic Records.[8][9] Unter Vertrag stehen oder standen zuletzt außerdem u. a.:
Das Unternehmen engagiert sich im Rahmen desRepublic Records Action Committee gegen Rassismus.[10] So verzichtet man seit Juni 2020 auf die Bezeichnung „Urban“ zur Beschreibung von Musik schwarzer Interpreten der GenresContemporary R&B,Hip-Hop undSoul.[11] Gleichzeitig wurden andere Labels aufgefordert, den Begriff in Zukunft ebenfalls zu vermeiden. Es sei ein „antiquierter Ausdruck“, der für „veraltete Strukturen aus der Vergangenheit“ steht.[12]