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Beziehungsorientierung

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DieBeziehungsorientierung (engl. relational view) ist eineTheorie desStrategischen Managements.

Relational View istkomplementär zumResource-based View und unterscheidet sich im Wesentlichen durch den Netzwerk-Fokus.

RV sieht die Ressourceneinbettung in Unternehmungsbeziehungen als die wesentliche Quelle und Barriere vonWettbewerbsvorteilen. Im Zentrum steht die Analyse von dauerhaften Wettbewerbsvorteilen, die originär in unternehmungsübergreifenden Beziehungen entstehen und fest darin eingebettet sind.

Analog zum Resource-based View unterscheidet der RV vier Quellen desWettbewerbs:

  • BeziehungspezifischeRessourcen
  • Interorganisationale Routinen für den Austausch und die Kombination vonWissen
  • Komplementäre Ressourcen undKompetenzen
  • Effektive institutionelle Rahmenordnung der Netzwerksteuerung und -kontrolle

sowie vier Barrieren der Imitation:

  • Wechselseitige Verknüpfung voninterorganisationalenRessourcen (Quelle: beziehungsspezifische Ressourcen,knowledge sharing routines)
  • Knappheit an Partnern (Quelle: komplementäre Ressourcen,first mover advantages)
  • Mangelnde Teilbarkeit von Ressourcen (Trennung von beziehungsspezifischen Ressourcen unmöglich)
  • Institutionelle Rahmenbedingungen

Strategische Ressourcen in RV führen zur Erzielung von relationalenRenten, die fest in den Netzwerkzusammenhang eingebettet sind. Dazu muss die Unternehmung die strategischen Vorteile der einzelnen Netzwerkunternehmungen und des Netzwerks im Visier haben.

Relationale Renten basieren nicht nur auf interorganisationalen Ressourcen von einzelnen Partnern, sondern auch auf Ressourcen, die ausschließlich in derNetzwerkstruktur verankert sind. Relationale Renten sind Attribut des ganzen Netzwerkes und keiner einzelnen (Partner-)Unternehmung.

Seit einiger Zeit wird Beziehungsorientierung im Unternehmenskontext auch als Ansatz der Organisationsentwicklung besprochen.[1]

Literatur

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  • J. H. Dyer, H. Singh:The relational view: Cooperative strategy and sources of interorganizational competitive advantage. In:Academy of Management Review. Band 23, Nr. 4, 1998, S. 660–679.
  • D. Lavie:The competitive advantage of interconnected firms: An extension of the resource-based view. In:Academy of Management Review. Band 31, Nr. 3, 2006, S. 638–658.

Einzelnachweise

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  1. Michael Korpiun:Beziehungsorientierung als Handlungsperspektive der Persönlichkeits-, Team- und Organisationsentwicklung. In:ZTA Zeitschrift für Transaktionsanalyse.Nr. 2, 3. Juli 2023,ISSN 1869-7712,S. 155–172,doi:10.3262/ZTA2302155 (beltz.de [abgerufen am 9. September 2024]). 
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