Reichskrieg
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EinReichskrieg war ein Krieg, den dasHeilige Römische Reich als Ganzes gegen einen Gegner führte. Der Gegner konnte einer derReichsstände oder ein Gegner außerhalb des Reiches sein. Der Reichskrieg wurde vomKaiser ausgerufen. Spätestens seit demDreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde es üblich, dass die Kriegserklärung auch durch denReichstag bestätigt wurde.[1] Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 und der Bildung desDeutschen Bundes (1815) wurden Kriege mehrerer deutscher Staaten bzw. Länder gegen andere Parteien alsBundesfeldzug bezeichnet (z. B.Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848–1851),Deutscher Krieg (1866)).
Einzelne Reichskriege
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Reichskrieg (1311–1312)
- Belagerung von Neuss, 1474/1475 Reichskrieg gegen Burgund
- Türkenkrieg (1663/1664)
- Großer Türkenkrieg (1683–1699)
- Französisch-Holländischer Krieg (1672–1678)
- Pfälzischer Erbfolgekrieg (1688–1697)
- Spanischer Erbfolgekrieg (1701–1714)
- Polnischer Erbfolgekrieg (1733–1738)
- Siebenjähriger Krieg, 1757 Reichskrieg gegen Preußen
- Erster Koalitionskrieg (1793–1797)
- Zweiter Koalitionskrieg (1799–1802)
Siehe auch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Christoph Kampmann:Europa und das Reich im Dreissigjährigen Krieg. Geschichte eines europäischen Konflikts. Kohlhammer, Stuttgart 2008,ISBN 978-3-17-018550-0, S. 173 ff.,Online.