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Reichenbach im Vogtland

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WappenDeutschlandkarte
Reichenbach im Vogtland
Deutschlandkarte, Position der Stadt Reichenbach im Vogtland hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:50° 37′ N,12° 18′ O50.62083333333312.303055555556380Koordinaten:50° 37′ N,12° 18′ O
Bundesland:Sachsen
Landkreis:Vogtlandkreis
Verwaltungs­gemeinschaft:Reichenbach im Vogtland
Höhe:380 m ü. NHN
Fläche:34,47 km²
Einwohner:19.797 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:574 Einwohner je km²
Postleitzahlen:08468,
08491(Jägerhaus),
08499(Mylau, Obermylau)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl:03765
Kfz-Kennzeichen:V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel:14 5 23 340
LOCODE:DE RIV
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
08468 Reichenbach im Vogtland
Website:www.reichenbach-vogtland.de
Oberbürgermeister:Henry Ruß (Die Linke)
Lage der Stadt Reichenbach im Vogtland im Vogtlandkreis
Karte
Karte

Reichenbach im Vogtland (vogtländischReignbach) ist eineGroße Kreisstadt mit 19.797 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) imsächsischenVogtlandkreis.

Geographie

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Geographische Lage

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Die Stadt liegt inSüdwestsachsen, etwa 18 km vonPlauen und 19 km vonZwickau entfernt. Der Ort auf rund 380 m liegt im sächsischen Teil desVogtlandes. Durch den heutigen Stadtteil Mylau, der früher eine eigene Stadt war, fließt dieGöltzsch. Die vergleichbar große StadtGreiz, im thüringischen Vogtland gelegen, befindet sich nur rund 5 km nordwestlich.

Nachbargemeinden

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Nachbargemeinden Reichenbachs
ThüringenStadt Greiz imLandkreis GreizThüringenGemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf imLandkreis GreizGemeinde Neumark imVogtlandkreis
Stadt Netzschkau imVogtlandkreisKompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtGemeinde Heinsdorfergrund imVogtlandkreis
Gemeinde Limbach imVogtlandkreisStadt Lengenfeld imVogtlandkreis

Stadtgliederung

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Zu Reichenbach gehören die OrtsteileBrunn,Cunsdorf,Friesen,Mylau,Obermylau,Oberreichenbach,Rotschau undSchneidenbach. Seit dem Jahr 2000 besteht dieVerwaltungsgemeinschaft Reichenbach im Vogtland, der Reichenbach undHeinsdorfergrund angehören.

Geschichte

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Hohes und spätes Mittelalter

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Stadtkirche St. Peter und Paul

Die Ursprünge der Stadt liegen vermutlich in einer slawischen Ansiedlung am Raumbach. Im Jahre 1085 soll derNaumburger BischofGünther I. von Wettin im Zuge deutscher Besiedelung eine hölzerne Kirche geweiht haben.[2][3] Diese wurde um 1100 in Stein ausgeführt, bald darauf jedoch von einfallenden heidnischenSlawen zerstört und um 1140 wieder aufgebaut. Nachweislich ließen sich Anfang des 12. Jahrhunderts auchfränkische Siedler nieder. Um 1180 erfolgte schließlich die großräumige Besiedlung des nördlichenVogtlandes durch Deutsche. Der Ort entwickelte sich im Tal nahe derBurg Mylau in verkehrsgünstiger und sicherer Lage schnell zu einer aufstrebenden Kleinstadt. Im Jahre 1224 ist in Reichenbach ein Herrensitz erwähnt, der einstVorwerk der Burg Mylau war. Er unterstand ab 1270 denVögten von Plauen.

Der Name, damals noch Richenbach, vermutlich nach den wasserreichen Bächen im Gebiet der heutigen Altstadt benannt, ist urkundlich erstmals 1212 belegt, die jedoch ältere Siedlung erhielt schon um 1240 Stadtrecht und wird in einer Urkunde von 1271 als „civitatis richenbach“, alsobefestigte Kleinstadt mit Verteidigungs-, Handels- und Selbstverwaltungsrechten, erwähnt.

Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch am Sebastian-Bach-Platz in größerem Umfang sichtbar, an die ehemaligen Stadttore erinnert unter anderem der Straßenname Mylauer Tor zwischen Markt und Roßplatz, dem ehemaligen Viehmarkt. Der Standort des Oberen Tores ist durch die Nachbildung einerkursächsischen Postmeilensäule aus dem Jahre 1724 markiert. Der genaue Verlauf der einstigen Stadtmauer ist anhand eines historischen Stadtmodells imNeuberinmuseum erkennbar. Erstaunlich ist hierbei die Lage derStadtkirche St. Peter und Paul, deren älteste Teile im Turmfuß ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert stammen, außerhalb der Befestigung, was auf wahrscheinlich hölzerne Vorgängerbauten oberhalb der fränkischen Siedlung – also zwischen Altstadt und ummauerter Stadt – hinweist.

Reichenbach wurde 1336 von den Böhmen erobert und im Jahr 1367 durch HeinrichReuß,Vogt von Plauen, dem deutschen Kaiser und böhmischen KönigKarl IV. mit den umliegenden Dörfern verkauft. Im Jahr 1422 erfolgte die Verpfändung der Stadt an dieWettiner. Reichenbach wurde im Frühjahr 1430 samt Kirche vonHussiten völlig zerstört. Aufgrund seiner günstigen Lage wurde es wieder aufgebaut und entwickelte sich zu einer regional bedeutsamen Handwerker- und Händlersiedlung. Im 15. Jahrhundert kam Reichenbach an die Herren vonMetzsch, welche den Umbau der damaligen Burg zum Wohnschloss vornahmen. Die urkundliche Nennung des Herrensitzes alsRittergut ist für 1577 belegt. Die Familie von Metzsch saß über die Jahrhunderte auf Reichenbach und musste zwei Brände ihres Schlosses in Kauf nehmen.

Frühe Neuzeit

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Nach demDreißigjährigen Krieg etablierte sich dieTuchmacherei und brachte Wohlstand in die Stadt. Nach vorangegangenen Stadtbränden bemühte man sich auch um größere Feuersicherheit, allerdings vorerst ohne Erfolg. 1681 brannten 135 Wohnhäuser nieder. 1690 erließ der Rat eine Feuerlöschordnung. Zu jener Zeit waren um die 300 Tuchmacher in der Stadt tätig, bis 1720 waren es etwa 500. Am 17. August 1720 ereignete sich ein weiterer Stadtbrand, bei dem etwa 500 der 700 Wohnhäuser vernichtet wurden. Die weitgehende Zerstörung des Ortes führte zu einem wirtschaftlichen Niedergang, da viele Handwerker den Ort verließen und sich andernorts eine neue Existenz aufbauten.[4] Nachdem 1773 das Schloss teilweise wieder aufgebaut worden war, erforderte der Brand von 1833 einen kompletten Neubau. 1856 übernahm die Stadt Reichenbach das Herrenhaus und eröffnete darin 1875 ein Museum.

An die als bedeutende Poststraße genutzte alteFrankenstraße im Verlauf der heutigenB 173 („Hofer Chaussee“) erinnert neben derkursächsischen Distanzsäule im Zentrum auch die noch zum Teil erhaltene kursächsische Ganzmeilensäule am Gasthaus Schwarze Katze in Oberreichenbach.

19. und frühes 20. Jahrhundert

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Ansicht um 1860
Ansicht um 1900

Reichenbach kam im 16. Jahrhundert mit derHerrschaft Mylau an daskursächsische bzw. spätereköniglich-sächsischeAmt Plauen, dem der Ort bis 1856 unterstand.[5] 1856 wurde Reichenbach Sitz desGerichtsamts Reichenbach. 1875 wurde die Stadt derAmtshauptmannschaft Plauen angegliedert.[6]

1833 wurde das historische Rathaus in der Mitte des Marktplatzes als markantestes Gebäude bei einem erneuten Stadtbrand zusammen mit Wohnquartieren und einem ganzen Scheunenviertel vernichtet. 1846 beschleunigte die Eröffnung des erstenReichenbacher Bahnhofs als vorläufige Endstation derBahnstrecke Leipzig–Hof(Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn) die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Von der Eisenbahn gingen in den folgenden Jahren mit Streckenerweiterungen und Neubauten in RichtungNürnberg und in die Orte des Umlandes immer wieder Impulse für Industrieansiedlungen aus. So eröffnete 1895 dieBahnstrecke Reichenbach–Göltzschtalbrücke und 1902 dieRollbockbahn. Streckenabschnitte der längst verschwundenenNebenbahnen sind noch heute im Reichenbacher Stadtbild erkennbar.

Die Industriebetriebe lockten zahlreiche neue Bewohner in die Stadt, die hauptsächlich in denKammgarn- undStreichgarnspinnereien oder Webereien Arbeit fanden. Zu einer exportorientierten, international bekannten Firma entwickelte sich zum Beispiel die 1883 gegründete Woll- und SeidenwebereiSchultz & Donner. Zudem siedelten sich metallverarbeitende Betriebe an und im frühen 20. Jahrhundert folgte unter anderem diePapierherstellung und -verarbeitung.

August Horch setzte seinen Innovations- und Unternehmergeist von 1902 bis 1904 ebenfalls in Reichenbach in die Tat um und baute mit demHorch Tonneau das erste sächsischeAutomobil. Im Jahre 1903 stellte er das erste deutsche Auto mit einem Vierzylindermotor vor, dasModell 3 mit einem Hubraum von 2382 cm³ und einer Leistung von 22 PS (16 kW).

Das StädtischeElektrizitätswerk mitÜberlandzentrale machte Reichenbach 1909 zu einer modernen Stadt. Der 1926 nach einem Entwurf von StadtbaumeisterRudolf Ladewig errichteteWasserturm sicherte den gestiegenen Wasserbedarf der Stadt. Im selben Jahr wurde der Grundstein für den ebenfalls von Ladewig geplanten und 1928 vollendeten Neubau derHöheren Textilfachschule gelegt, die heute ein Standort derWestsächsischen Hochschule ist.

1924 wurde Reichenbach bezirksfrei.

Am 28. Juni 1925 wurde erstmals eine Bergprüfungsfahrt des ADAC an der Strecke Reichenbach-Schwarze-Tafel-Mühlwand durchgeführt. Diese „Mühlwander Bergrennen“ wurden von 1921 bis 1981 vomAlaunwerk zur „Schwarzen Tafel“ durchgeführt. Im Jahr 2004 lebte diese Tradition mit historischen Rennwagen und Motorrädern wieder auf.

Mit der Landung des LuftschiffsLZ 127 „Graf Zeppelin“ in Brunn am 28. September 1930 erlebte die Region ein Spektakel, dem über 130.000 begeisterte Zuschauer beiwohnten.[7]

Zeit des Nationalsozialismus

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Auch Reichenbach wurde von den Gewalttaten desNationalsozialismus nicht verschont, die hier mit der Gründung derNSDAP-Ortsgruppe im August 1923 ihren Anfang nahmen. Direkt nach derMachtübernahme Hitlers 1933 setzten Durchsuchungen von Parteiheimen, Häusern und Wohnungen ein, die in der Besetzung des Volkshauses (heutiges Stadthaus am Markt) und dem Hissen vonHakenkreuz- undSS-Fahne ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Ab März 1933 setzten Verhaftungen unliebsamer Personen, wie etwa SPD- und KPD-Funktionären, sowie Abgeordneter und Oberbürgermeister Dr. Karl Kühn ein. Unter den Verhafteten war auch der aus Chemnitz stammende ReichstagsabgeordneteAlbert Janka (KPD), der mit weiteren Gefangenen im damaligen „Volkshaus“ gefoltert wurde und die Torturen nicht überlebte. Überlebende der dortigen Verhöre wurden später in dasKZ Sachsenburg überführt.[8]

Die kleine jüdische Gemeinde Reichenbachs verzeichnete zur Volkszählung am 16. Juni 1933 noch 19 Mitglieder, die in den folgenden Jahren schrittweise deportiert wurden. Bis zum 31. Dezember 1940 verblieben noch vier Reichenbacher Juden.[9]

Während desZweiten Weltkriegs wurden im Zuge von Metallsammlungen private Eisenzäune, vier Denkmäler, vier Kirchenglocken, Inventar des Heimatmuseums und Einrichtungsgegenstände (Waschbecken) aus den Reihen der Friseurinnung für die Rüstungsindustrie geopfert.[10]

Nach 186 Fliegeralarmen in den Vorjahren wurde am 21. März 1945 Reichenbach erstmals direkt angegriffen. Bei demamerikanischenBombenangriff durch 34B-17 Bomber wurden 161 Menschen getötet, 73 Gebäude komplett zerstört und 675 beschädigt.[11] Die damalige Albertschule, heute Friedensschule, wurde zu dieser Zeit alsLazarett genutzt; derSchutzbunker davor sollte die Bewohner vor derartigen Angriffen schützen.

Der Bahnhof wurde nur leicht beschädigt, und es ging nur die Bebauung im heutigen „Park des Friedens“ und entlang der Bahnhofstraße verloren. Die bedeutendsten Bombenopfer waren der „Kaiserhof“ an der Stelle des heutigen Neuberinhauses, Gasthof und Hotel „Goldenes Lamm“ an der Stelle der heutigenSparkasse am Postplatz und die Großdruckerei Carl Werner.

Am 17. April 1945 wurde die Stadt Reichenbach, nachdem sie von OberbürgermeisterOtto Schreiber auf Drängen des Feuerwehr-Unterführers Hermann Thoß[12] entgegen den Befehlen kampflos übergeben worden war, von US-amerikanischen Truppen besetzt, die wiederum am 1. Juli 1945 von derSowjetarmee abgelöst wurden. Die kampflose Übergabe der Stadt an die US-Amerikaner ersparte Reichenbach ein Inferno dreier Bombenangriffe.

1945 bis 1989

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Aufgrund der Lage in derSowjetischen Besatzungszone gehörte Reichenbach ab 1949 zur neu gegründetenDDR und wurde Kreisstadt des 55.000 Einwohner zählenden neuenKreises Reichenbach im Bezirk Chemnitz (1953 inBezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), nachdem es seine Bezirksfreiheit verloren und kurzzeitig demKreis Plauen-Land angehört hatte. Bekannt war Reichenbach durch die zahlreichen Kalender und Ansichtskarten vom VerlagBild und Heimat.

Ab 1989

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Reichenbach blieb weiterhin Kreisstadt des nun sächsischen Landkreises Reichenbach, verlor jedoch nach derDeutschen Wiedervereinigung neben vielen Arbeitsplätzen zahlreiche Einwohner. 1995 wurde die Stadt Teil desVogtlandkreises und war somit nicht mehr Kreisstadt, behielt jedoch zahlreiche Stellen des neuen Landratsamtes und erhielt den TitelGroße Kreisstadt. Am 1. Mai 2003 wurde die Stadt vonReichenbach/Vogtl. inReichenbach im Vogtland umbenannt.[13] Vom 7. bis 9. September 2007 fand in Reichenbach derTag der Sachsen statt.

Die Stadt profitiert von ihrer Lage an derA 72 zwischen denOberzentrenPlauen undZwickau und der Nachbarschaft zurthüringischenKreisstadtGreiz. Sie selbst ist alsMittelzentrum in der langfristigen Raumordnung verankert, sodass mittlerweile zahlreiche neue Arbeitsplätze in denIndustrie- undGewerbegebieten entstanden sind. Das Stadtbild ist von sanierten Gründerzeitbauten und Wohngebieten verschiedener Art geprägt und verlor vor allem im Rahmen der 5. sächsischenLandesgartenschau (1. Mai – 18. Oktober 2009) und vonStadtumbauprogrammen die einst charakteristische Dichte von historischen, aber wenig ansehnlichen Industriebauten.[14]

Gleichwohl wurden und werden auch vergleichsweise historisch wertvolle Gebäude in der Innenstadt abgerissen und Überkapazitäten in den DDR-Großwohnsiedlungen am Stadtrand abgebaut. Insbesondere in der Innenstadt versucht die Stadtverwaltung mit Grünflächengestaltung und Schaffung von Parkmöglichkeiten auf den entstandenen Brachflächen die Attraktivität zu steigern.[15] In einigen Bereichen (Am Graben, Kirchgasse, Johannisgasse, Obere und Untere Dunkelgasse) ist das für eine Altstadt typische Stadtgefüge durch Abrisse erheblich beeinträchtigt.

Eingemeindungen

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Oberreichenbach wurde am 1. Januar 1908 eingemeindet. Cunsdorf folgte am 1. April 1924.[16] Brunn und Friesen wurden am 1. März 1994 eingegliedert[17], Rotschau am 1. Januar 1996.[18] Schneidenbach kam am 1. Januar 1999 hinzu.[19]

Zum 1. Januar 2016 fusionierten Mylau (mit dem am 1. Januar 1996 eingemeindeten Obermylau) und Reichenbach im Vogtland zur neuen Stadt Reichenbach im Vogtland.[20]

Einwohnerentwicklung

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Entwicklung der Einwohnerzahl(ab 1960 31. Dezember):

Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsentwicklung

1834 bis 1925

  • 1834:05.165
  • 1869: 10.200
  • 1871: 12.942
  • 1875: 14.620
  • 1880: 16.509
  • 1885: 18.320
  • 1890: 21.496
  • 1910: 29.685
  • 1925: 30.862

1933 bis 1984

  • 1933: 32.276
  • 1939: 31.681
  • 1946: 34.708  a
  • 1950: 32.320 b
  • 1960: 29.598
  • 1964: 29.535
  • 1971: 28.545
  • 1981: 25.458
  • 1984: 25.033

1990 bis 2004

  • 1990: 25.036
  • 1995: 24.762
  • 1997: 23.949
  • 1999: 23.831
  • 2000: 23.469
  • 2001: 23.096
  • 2002: 22.923
  • 2003: 22.729
  • 2004: 22.371

2005 bis 2014

  • 2005: 22.082
  • 2007: 21.210
  • 2008: 20.746
  • 2009: 20.449
  • 2010: 20.146
  • 2011: 19.836
  • 2012: 19.087
  • 2013: 18.879
  • 2014: 18.743

2015 bis 2022

  • 2015: 18.680
  • 2016: 21.112 c
  • 2017: 20.882
  • 2018: 20.625
  • 2022: 20.108
  • 2023: 19.974 d
  • 2024: 19.797

Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

a 
Volkszählungsergebnis vom 29. Oktober
b 
Volkszählungsergebnis vom 31. August
c 
inkl.Mylau, (Stand zum 31. Dezember 2015: 2.520 Einwohner), fusioniert mit Reichenbach im Vogtland zum 1. Januar 2016
d 
Revidierte Zahl gemäß dem Zensus 2022
Park der Generationen, ehemaliges Landes-Gartenschau-Gelände

Politik

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Stadtratswahl 2024
Wahlbeteiligung: 60,5 % (2019: 55,0 %)
 %
30
20
10
0
28,0 %
13,9 %
13,8 %
12,2 %
7,8 %
7,2 %
7,1 %
4,6 %
3,3 %
2,1 %
BI-RM
GVR
FWRC
BITex
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
+12,1 %p
−5,4 %p
+5,4 %p
+1,9 %p
+7,8 %p
−2,5 %p
−7,7 %p
−5,0 %p
−2,6 %p
−4,1 %p
BI-RM
GVR
FWRC
BITex
Rathaus (2008)

Stadtrat

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Stadtrat ab 2024
        
Insgesamt 26 Sitze

BI-RM, GVR und BITex bilden eine Fraktion.[21]

Die Wahlbeteiligung stieg von 55,2 % auf 60,5 % an.

Aufgrund derFusionsvereinbarung mit der NachbargemeindeMylau zum 1. Januar 2016 waren im Stadtrat die Wählervereinigungen GVM (Gewerbeverein Mylau) und IV FFW (Interessenvereinigung Feuerwehr Mylau) vertreten, die jedoch nicht mehr zur Wahl antraten. Die BIM (Bürgerinitiative Mylau) formierte sich zur Bürgerinitiative Reichenbach-Mylau (BI-RM) um und stellte neben den bisherigen Stadträten auch Reichenbacher Bürger auf. Keiner der zuvor im Gemeinderat von Mylau vertretenen Stadträte schaffte die Wiederwahl in den Reichenbacher Stadtrat.

Basierend auf den Ergebnissen derStadtratswahl am 9. Juni 2024 verteilen sich die Sitze des Stadtrates nun folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:[22]

  • AfD: 7 Sitze
  • CDU: 4 Sitze
  • Gewerbeverein Reichenbach e. V. „Gemeinsam für Reichenbach“ (GVR): 3 Sitze
  • Bürgerinitiative Mylau-Reichenbach (BI-RM): 3 Sitze
  • Freie Wähler Reichenbach (FWRC): 2 Sitze
  • LINKE: 2 Sitze
  • FDP: 2 Sitze
  • Bürgerinitiative BITex (BITex): 1 Sitz
  • SPD: 1 Sitz
  • GRÜNE: 1 Sitz
letzte Stadtratswahlen
Wahlvorschlag2024[23]2019[24]2014[25]
Sitzein %Sitzein %Sitzein %
AfD728,0115,8
CDU413,9619,3832,7
Bürgerinitiative Reichenbach-Mylau313,828,4
Gewerbeverein Reichenbach e. V: „Gemeinsam für Reichenbach“312,2310,3210,2
Freie Wähler Reichenbach27,8
FDP27,239,715,5
Linke27,1414,8419,8
Bürgerinitiative BITex14,629,6416,3
SPD13,315,9210,1
Grüne12,116,215,4
Wahlbeteiligung60,5 %55,0 %42,2 %

Bürgermeister

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Bei der Wahl am 26. März 2023 wurde derLinkenpolitiker Henry Ruß mit 48,3 % der Stimmen zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Der Amtsinhaber Raphael Kürzinger kam dagegen nur auf 38,1 %.[26] Die Amtsübergabe erfolgte am 8. Mai 2023.[27]

Sein Vorgänger im Amt des Oberbürgermeisters war seit dem 9. Mai 2016 Raphael Kürzinger (CDU).[28]Bei der Wahl für den neuen Oberbürgermeister am 17. April 2016 setzte er sich im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit (55,49 %) gegen drei Mitbewerber durch (Wahlbeteiligung: 40,5 % ↓).[29][30]

Dessen Vorgänger im Amt des Oberbürgermeisters der Großen Kreisstadt war seit 1. August 2001 Dieter Kießling (CDU). Er führte die Amtsgeschäfte vom 1. Januar 2016 durch den Zusammenschluss mit Mylau alsAmtsverweser.

letzte Bürgermeisterwahlen
WahlBürgermeisterVorschlagWahlergebnis (in %)
2023Henry RußLinke48,3
2016Raphael KürzingerCDU55,5
2008Dieter Kießling80,9
200158,9

Wappen

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Wappen von Reichenbach im Vogtland
Wappen von Reichenbach im Vogtland
Blasonierung: „InBlau einegoldeneMauer mit zweirotbedachten goldenenTürmen, jeder mit einem großen und zwei kleinen Fenstern, derrechts mit goldenem Knopf, derlinks mit goldenerFahne; zwischen den Türmen goldennimbiert und gekleidet der heiligePetrus mitsilbernem Gesicht und silbernen Händen, in der Rechten einen goldenenSchlüssel und in der Linken einBuch mit rotemEinband und silbernemBuchblock haltend.“

1753 tauchte das erste Mal das Stadtwappen auf einemGesangbuch auf.

Städtepartnerschaften

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Reichenbach im Vogtland unterhält folgende Städtepartnerschaften:[31]

Zusätzlich dazu bestehen freundschaftliche Beziehungen, ohne vertragliche Regelung, zum Ortsteil Reichenbach der Gemeinde

Der Ortsteil Rotschau unterhält eine Städtepartnerschaft zur Gemeinde

Weiterhin pflegt der OrtsteilMylau Städtepartnerschaften mit:

Reichenbach (und bis zur Eingemeindung auch Mylau) ist Mitglied imStädteverbund Nordöstliches Vogtland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Hauptartikel:Liste der Kulturdenkmale in Reichenbach im Vogtland

Neuberin-Museum

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Neuberinhaus (Theater- und Konzerthaus)

Das Neuberin-Museum zum Leben und Werk der BühnenreformerinFriederike Caroline Neuber wird durch den Kulturraum Vogtland-Zwickau als regional bedeutsame Einrichtung gefördert. Zu den Ausstellungen gehören die Theatergeschichte des 18. Jahrhunderts, die Stadtgeschichte und Sonderausstellungen.

Musik

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DieVogtland Philharmonie Greiz Reichenbach hat ihren Sitz im 1946 bis 1949 errichteten Neuberinhaus.

Bauwerke

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Göltzschtalbrücke

Sehenswert ist der 1926 im Stil desNeuen Bauens errichtete Wasserturm, der auch eineAussichtsplattform hat.[32]

Die PfarrkircheSt. Peter und Paul beherbergt eineSilbermann-Orgel von 1725. Der älteste Teil der Kirche ist derromanische Turmstumpf mit quadratischem Grundriss aus dem 12. Jahrhundert, auf dem 1780 ein achteckigerbarocker Aufbau errichtet wurde. Weitere Kirchen sind die evangelischeTrinitatis-Kirche und die katholische Kirche St. Marien. DieBurg Mylau im Reichenbacher StadtteilMylau ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen in Sachsen und steht seit 1980 unterDenkmalschutz.

Vier Kilometer westlich des Stadtzentrums, zwischen dem StadtteilMylau und der NachbarstadtNetzschkau, befindet sich dieGöltzschtalbrücke, die größteZiegelmauerwerk-Brücke der Welt.

Gedenkstätten

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Naturdenkmäler

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Stalaktiten ausDiadochit im Besucherbergwerk Alaunwerk Mühlwand

In Mühlwand befindet sich dieTropfsteingrotteAlaunwerk Mühlwand, ein ehemaligesAlaunschieferbergwerk im Tal derGöltzsch, welches farbenprächtigeSinter aufweist. Etwa einhundert Meter weiter göltzschabwärts, in Richtung Rotschau, liegt das geologische DenkmalLiegende Falte.

Siehe auch:Liste der Naturdenkmale in Reichenbach im Vogtland

Regelmäßige Veranstaltungen

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  • Frühlingsmarkt mit Saisoneröffnung im Park der Generationen (am 1. Mai)
  • Musikschul-Sommerfest (jährlich im Juni)
  • „Reichenbacher Orgelsommer“ (jährlich von Juni bis September)
  • „Musik im Park“ (jährlich Anfang Juli)
  • Reichenbacher Bürgerfest (jährlich am 3. Oktober)
  • ReichenbacherWeihnachtsmarkt (am 4. Advent)

Alljährlich Anfang April findet ein (Prog-)Rockfestival im Neuberinhaus statt, das ArtRock Festival zieht Besucher aus ganz Europa an.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Verkehr

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Straßenverkehr

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Bahnhof

Die Stadt hat eine Anschlussstelle an der AutobahnA 72. Die Bundesstraßen94 und173 führen durch das Stadtgebiet.

Bahnverkehr

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ReichenbachsOberer Bahnhof liegt an derBahnstrecke Leipzig–Hof, die Teil derSachsen-Franken-Magistrale ist. Bis zur Elektrifizierung des Abschnitts Reichenbach–Hof (2013) war er der südwestliche Endpunkt des elektrischen Streckennetzes in Sachsen. Nördlich von Reichenbach befindet sich beiWerdau dasBogendreieck Werdau mit Abzweigungen nach Norden in Richtung Werdau,Gößnitz undLeipzig und nach Osten in RichtungZwickau undChemnitz.

Im benachbartenNeumark (Vogtland) hat dieVogtlandbahn ihr Wartungs- und Reparaturzentrum. Seit Juni 2001 war Reichenbach eine Station imICE-Streckennetz derDeutschen Bahn. Da die ICE-Strecke Nürnberg-Dresden damals wie gegenwärtig nicht durchgängig elektrifiziert ist, kam mit der Deutschen Bahn AG der dieselbetriebeneICE TD zum Einsatz, der auf der kurvenreichen Strecke durch dieNeigetechnik Fahrzeitgewinne einbrachte. Nach häufigen Pannen wurde er bereits im Dezember 2002 von übergangsweise eingesetzten lokbespannten IC-Zügen bzw. in IC-Farben umlackierten Triebwagen derBaureihe 612 alsIntercitys abgelöst. Mit diesen Triebwagen betrieb dieDB Regio ab Dezember 2006 auch den Regionalexpress unter der MarkeFranken-Sachsen-Express. Mit der Fertigstellung der Elektrifizierung kamen zunächst Doppelstockwendezüge zum Einsatz, die mittlerweile von den neuen Triebwagen desElektronetz Mittelsachsen abgelöst wurden.

Zurzeit halten in Reichenbach sowohl der Regionalexpress RE3 Dresden–Chemnitz–Zwickau–Reichenbach–Plauen–Hof (Betreiber:Bayerische Oberlandbahn unter der MarkeMitteldeutsche Regiobahn) als auch die Regionalbahn RB2 Zwickau Zentrum(–Werdau)–Reichenbach–Plauen–Adorf(–Cheb) (Betreiber:Die Länderbahn unter der MarkeVogtlandbahn) im Stundentakt.

Reichenbach liegt imVerkehrsverbund Vogtland.

Busverkehr

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Vier Busse treffen sich am Postplatz in Reichenbach zum Rendezvous
Rendezvous-System am Postplatz
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Reichenbach wird imvertaktetenÖPNV desVerkehrsverbunds Vogtland von zahlreichen Buslinien bedient. Taktgeber für das Bussystem ist dabei der zentraleRendezvous-Knoten am Postplatz, welcher im Februar 2022 eingerichtet wurde. Dort verkehren die Linien 80, 82 und 85, die zusammenhalbstündliche (am Wochenende stündliche) Verbindungen in 4 Richtungen bieten:

Die am Rendezvous teilnehmenden Linien sind als Stadt-Umland-Linien ausgeführt, verkehren also über die Stadt hinaus in die angrenzenden Gemeinden. Beispielsweise verkehrt die Linie 80 ab Netzschkau abwechselnd als Linie 83 nach Treuen und als Linie 84 nach Elsterberg, wodurch auch diese Linien indirekt am Rendezvous teilnehmen.

Neben dem Postplatz fungiert weiterhin noch derObere Bahnhof als Umsteigepunkt im Busnetz, hauptsächlich für die weiteren Regionallinien.

Liste der Buslinien
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Folgende Buslinien verkehren zum Stand 13. Februar 2022 in der Stadt Reichenbach:

LinieEndpunkteVerlaufVerkehrsunternehmenAnmerkung
10+FalkensteinReichenbachAuerbach –RodewischLengenfeldPlauener OmnibusbetriebPlusBus
80+NetzschkauHauptmannsgrünMylauReichenbach – KrankenhausPlauener OmnibusbetriebPlusBus, Teilnahme am Rendezvous
81+ReichenbachGreizFriesenSchönfeldPersonen- und Reiseverkehr GreizPlusBus
82Rotschau ↔Reuth/NeumarkReichenbach – Siedlung – Brunn/SchönbachPlauener OmnibusbetriebStadtBus, Teilnahme am Rendezvous
83Reichenbach ↔ TreuenNetzschkau –LimbachHartmannsgrünPlauener OmnibusbetriebTaktBus, Teilnahme am Rendezvous über Linie 80
84ReichenbachElsterbergNetzschkau –ReimersgrünCoschützPlauener OmnibusbetriebTaktBus, Teilnahme am Rendezvous über Linie 80
85Netzschkau ↔ OberreichenbachMylau –Reichenbach – KrankenhausPlauener OmnibusbetriebStadtBus, Teilnahme am Rendezvous
86Mylau ↔ NetzschkauLambzigFoschenrodaPlauener OmnibusbetriebRufBus
89Mylau ↔WaldkirchenReichenbach – Schneidenbach – LengenfeldPlauener OmnibusbetriebTaktBus
181Reichenbach ↔ ZwickauNeumark –LichtentanneRegionalverkehr Westsachsen

Ansässige Unternehmen

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EhemaligerSchlachthof

Zwischen dem bebauten Stadtgebiet und der A 72 befinden sich ein Gewerbegebiet und zwei zusammenhängende Industriegebiete, welche die Stadt gemeinsam mit der Gemeinde Heinsdorfergrund ausgewiesen hat. Ein weiteres Gewerbegebiet mit einigen Industriebetrieben befindet sich an der B 173 (Zwickauer Straße) am nordöstlichen Stadtrand.

Vorherrschende Branchen sind Druck- und Papierverarbeitung, Einzelhandel,Maschinenbau/Metallverarbeitung, Textilindustrie undTourismus.

Das privat betriebeneParacelsus-Klinikum Reichenbach ist mit 185 Betten ein Krankenhaus der Regelversorgung, am 1. Oktober 2022 wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet.[33] Ende März 2023 schloss das Klinikum, der Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin in Halle, Thomas Frese, erwarb die Kassenarztsitze der Paracelsus Sachsen MVZ GmbH und startete die neue „Praxisnah MVZ GmbH“ in Räumen des Klinikums.[34][35]

Das EisenbahnverkehrsunternehmenIntEgro Verkehr hat seinen Sitz in der Stadt.

Medien

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Lokale Medien aus/für Reichenbach im Vogtland sind:

Bis zum 31. Dezember 2015 existierte mit demVogtland Regional Fernsehen (VRF) ein über Kabel empfangbarer Regionalfernsehsender.[36] Nach dessen Insolvenz sendet seit 1. Februar 2017TV Westsachsen tagesaktuelle Beiträge aus der Region.[37]

In Reichenbach betreibt dieDeutsche Telekom AG auf einemFernmeldeturm aus Beton einenRundfunksender fürUKW unter anderem fürVogtland Radio. Der Sender Reichenbach/Vogtland ist nicht zu verwechseln mit demMittelwellensender Reichenbach inReichenbach/O.L., über den das Programm vonMDR Info auf 1188kHz abgestrahlt wurde.

Bildung

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Hochschule

Textilschule in Reichenbach

DieWestsächsische Hochschule Zwickau betreibt in Reichenbach den Fachbereich Textil- und Ledertechnik mit den dazugehörigen Studiengängen Textil- und Ledertechnik (Diplom mit verschiedenen Vertiefungsrichtungen)

Öffentliche Schulen

Die Stadt verfügt über einGymnasium (Goethe-Gymnasium mit den Standorten Ackermannstrasse und Friedensschule), eineOberschule (Weinholdschule) und dreiGrundschulen (Dittesschule, Friederike-Caroline-Neuber-Schule und Weinholdschule).Darüber hinaus verfügen die angrenzenden Städte und Gemeinden über weitere Grund- und Oberschulen, die auch von Reichenbacher Schülern besucht werden.In Reichenbach befindet sich außerdem eineFörderschule für körperlich und geistig Behinderte.

Privatschule

Die städtischen Allgemeinbildungsangebote werden von der HANSA-Handelsschule (Fachoberschule) ergänzt.

Berufliche Bildung

Neben dem vomVogtlandkreis betriebenenBeruflichen Schulzentrum für Technik existieren weitere Stätten der beruflichen Bildung, wie zum Beispiel dasBildungswerk der Sächsischen Wirtschaft (bsw) oder dieFortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW).

Außerschulische Bildung

DieVolkshochschule des Vogtlandkreises bietet an ihrem Reichenbacher Standort zahlreiche Kurse an, die vor allem dem Erwerb von Sprachkenntnissen dienen. Darüber hinaus offerieren zahlreiche Kulturvereine und dieMusikschule Vogtland umfangreiche Freizeit-Bildungsangebote.

Bibliotheken

Die städtische Jürgen-Fuchs-Bibliothek hat ein Angebot anBelletristik, Kinder- und Sachliteratur. Sie befindet sich auf zwei Etagen im historischen Rathaus am Markt und wurde nach einem der großen Söhne der Stadt benannt.

Außerdem verfügt das Goethe-Gymnasium über eine Schulbibliothek mit umfangreicher Lehr- und Sachbuchsammlung im Schulteil Goetheschule sowie die Fachgruppe Textil- und Ledertechnik der Westsächsischen Hochschule über eine Zweigbibliothek der Hochschulbibliothek Zwickau am Standort in der Reichenbacher Klinkhardtstraße hinter dem historischen Hochschulgebäude.

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger

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  • 1849: Robert Wilke (1804–1889), Baumeister derGöltzschtalbrücke
  • Wilhelm Usbeck (1807–1883), Kirchenvorstand, Kassierer der Sparkasse und Träger desAlbrechts-Ordens
  • Johann Carl Friedrich Jacob (1805–1877), Schulrektor
  • 1895:Otto von Bismarck (1815–1898), erster deutscher Reichskanzler
  • 1899: Carl Heinrich Müller (1828–1900), Reichenbacher Unternehmer (Tuchmacher)
  • 1903: Hugo Klinkhardt (1842–1906), 28 Jahre Bürgermeister der Stadt
  • 1911: Leonie Sarfert (1831–1913), Unternehmerin und Gründerin derKleinkinderbewahranstalt
  • 1925:Otto Eduard Schmidt (1855–1945), Pädagoge und Schriftsteller
  • 1926: Wilhelm Polster (1847–1929), Oberbürgermeister
  • 1932: Philipp Wagner (1867–1946), Bürgermeister und Heimatforscher
  • 1982:Kurt Schwabe (1905–1983), Chemiker, Pionier der elektrochemischen Sensorik, Hochschullehrer und Rektor der Technischen Universität Dresden
  • 1982:Heinrich Dathe (1910–1991), Direktor desTierparks Berlin
  • 1984: Gretchen Knoch (1909–2005), Antifaschistin
  • 1987:Wolfgang Mattheuer (1927–2004),Maler,Grafiker undBildhauer
  • 2004:Otto Paetz (1914–2006), Maler und Grafiker
  • 2009: Hans-Günter Ehlert (* 1941), Chefarzt des Kreiskrankenhauses
  • 2010: Adolf Förster (1919–2023), Eislauftrainer (EhrenbürgerMylaus)
  • 2010:Josef Wetzl (1930–2016), Maler und Grafiker (EhrenbürgerMylaus)
  • 2013: Gotthold Lange (* 1932), evang.-luth. Pfarrer i. R. (EhrenbürgerMylaus)[38]

2024: Peter Tillack[39]

1933 wurden auchAdolf Hitler undMartin Mutschmann zu Ehrenbürgern ernannt, jedoch nach Kriegsende aus der offiziellen Liste gestrichen.

BisherigeMylauer Ehrenbürger werden im Zuge der Städtefusion seit 2016 als Ehrenbürger der Stadt Reichenbach im Vogtland behandelt.

Söhne und Töchter der Stadt

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Karl August Böttiger etwa 1812

Bis 1800

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1801–1850

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1851–1900

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1901–1950

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Ab 1951

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Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

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Literatur

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  • Elisabeth Dressel:Familienbuch Reichenbach, Vogtl. mit Oberreichenbach und Schneidenbach, Unterheinsdorf, Klein-Weißensand und Cunsdorf (Landkreis Vogtlandkreis, Sachsen) 1530–1630 (=Mitteldeutsche Ortsfamilienbücher der AMF. Bd. 67;DeutscheOrtssippenbücher. Bd. 00.653). AMF, Leipzig 2012 (als Manuskript gedr.).
  • Gero Fehlhauer:Mit derReichsbahn über dieZonengrenze. EK, Freiburg 2009,ISBN 978-3-88255-728-2.
  • Sandra Gerbert:Die frühe Industrialisierung in den vogtländischen Städten Reichenbach, Mylau und Netzschkau. in:Sächsische Heimatblätter 66(2020)2, S. 106–112
  • Alfred Harendt:Bomber über Reichenbach. In:Die Stunde Null. Tatsachenberichte über Erlebnisse aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Hrsg. von Ursula Höntsch. Verlag der Nation, Berlin 1966.
  • Johann Balthasar Olischer:Entwurff einer Chronica der alten Voigtländischen Stadt Reichenbach. Friedrich Lankischens Erben, Leipzig 1729 (Digitalisat).
  • Richard Steche:Reichenbach. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 11. Heft:Amtshauptmannschaft Plauen. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 69.
  • Reichenbach im Vogtland (Hrsg.):Zur Geschichte der Stadt REICHENBACH im Vogtland Eigenverlag, Reichenbach 2012,ISBN 978-3-932626-32-6.

Weblinks

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Commons: Reichenbach im Vogtland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Reichenbach in der Topographia Superioris Saxoniae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
Wikisource: Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Reichenbach im Vogtland – Quellen und Volltexte
Wikisource: Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Friesen – Quellen und Volltexte
Wikisource: Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Brunn – Quellen und Volltexte
Wikisource: Reichenbach im Voigtland und dessen Umgebung in industrieller Hinsicht – Quellen und Volltexte
Wikivoyage: Reichenbach im Vogtland – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Bevölkerung der Gemeinden Sachsens am 31. Dezember 2024 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 15. Mai 2022 (Gebietsstand 01.01.2024). Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 4. Juli 2025.  (Hilfe dazu).
  2. K. F. Collmann:Reußische Geschichte. Erich Schlemm, Greiz 1892, S. 7.
  3. Ernst Devrient:DasBistum Naumburg. DieDiözese (=Germania Sacra. N. F., Bd. 35). Bd. 2. Walter de Gruyter, Berlin / New York 1998,ISBN 3-11-015570-2, S. 750.
  4. Curt Röder (Hrsg.):Vogtländisches Jahrbuch. 11. Jahrgang. Plauen 1994, S. 175–176.
  5. Karlheinz Blaschke,Uwe Ulrich Jäschke:Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009,ISBN 978-3-937386-14-0; S. 76 f.
  6. Die Amtshauptmannschaft Plauen im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. November 2024; abgerufen am 24. Juli 2025. 
  7. Stadtverwaltung Reichenbach im Vogtland (Hrsg.):Zur Geschichte der Stadt REICHENBACH im Vogtland, 2012, S. 56 f.
  8. Stadtverwaltung Reichenbach im Vogtland (Hrsg.):Zur Geschichte der Stadt REICHENBACH im Vogtland, 2012, S. 58–60.
  9. Stadtverwaltung Reichenbach im Vogtland (Hrsg.):Zur Geschichte der Stadt REICHENBACH im Vogtland, 2012, S. 60, 65.
  10. Stadtverwaltung Reichenbach im Vogtland (Hrsg.):Zur Geschichte der Stadt REICHENBACH im Vogtland, 2012, S. 64–66.
  11. Textauszug ausReichenbach im Vogtland der Stadt Reichenbach vom Senioren Computer Club Reichenbach.
  12. Alfred Harendt:Bomber über Reichenbach. In:Die Stunde Null. Tatsachenberichte über Erlebnisse aus den letzten Tagen des 2. Weltkrieges. Hrsg. von Ursula Höntsch. Verlag der Nation, Berlin 1966, S. 28.
  13. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen:Reichenbach im Vogtland im Regionalregister Sachsen
  14. Präsentation zur Umgestaltung des Industrieareals für die Landesgartenschau 2009 (Memento vom 3. Dezember 2013 imInternet Archive) (PDF; 2,7 MB), abgerufen am 25. April 2016.
  15. Stadtumbau Reichenbach im Vogtland. (Memento vom 14. März 2016 imInternet Archive) 54. Tagung des Deutsch-Österreichischen URBAN-Netzwerkes. Flächen im Wandel – Umnutzung innerstädtischer Areale. Reichenbach im Vogtland. Vom Industriestandort zum Park der Generationen (2008);Microsoft PowerPoint. In: deutscher-verband.org (PDF; 12,7 MB), abgerufen am 25. April 2016.
  16. Reichenbach imHistorischen Ortsverzeichnis von Sachsen.
  17. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern. Hrsg. vomStatistischen Bundesamt. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995,ISBN 3-8246-0321-7.
  18. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996.
  19. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999.
  20. Genehmigung der Vereinigung der Städte Reichenbach im Vogtland und Mylau zur neuen Stadt Reichenbach im Vogtland vom 30. November 2015, abgerufen am 1. Januar 2016.
  21. https://www.freiepresse.de/vogtland/reichenbach/reichenbach-trio-bildet-gemeinsame-stadtratsfraktion-artikel13427909
  22. Wahlergebnis der Gemeinderatswahl 2019.
  23. Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Wahlergebnisse - Wahlen - sachsen.de. Abgerufen am 13. Oktober 2024. 
  24. Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Wahlergebnisse - Wahlen - sachsen.de. Abgerufen am 13. Oktober 2024. 
  25. Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Wahlergebnisse - Wahlen - sachsen.de. Abgerufen am 13. Oktober 2024. 
  26. Artikel zur Oberbürgermeisterwahl 2023 auf Zeit Online. 26. März 2023, abgerufen am 29. März 2023. 
  27. Henry Ruß tritt Amt als neuer Oberbürgermeister von Reichenbach an | Freie Presse - Reichenbach. Abgerufen am 17. Mai 2023. 
  28. Neuer OB sagt dem Notstand bei Hausärzten den Kampf an. In: freiepresse.de. Chemnitzer Verlag und Druck, abgerufen am 12. Mai 2016. 
  29. Amtliches (vorläufiges) Wahlergebnis. In:reichenbach-vogtland.de. Abgerufen am 25. April 2016. –Wahlinformation der Stadt Reichenbach. In:reichenbach-vogtland.de. Abgerufen am 25. April 2016.
  30. Ulrich Riedel:Wahlsieger Kürzinger: Der neue OB reicht allen die Hand. Kein zweiter Urnengang. Der CDU-Bewerber eroberte das Rathaus auf Anhieb. Enttäuschend ist die Wahlbeteiligung undWahlergebnisse Reichenbach. In:Freie Presse. 18. April 2016, abgerufen am 25. April 2016.
  31. Partnerstädte – Reichenbach im Vogtland Website der Stadt Reichenbach im Vogtland. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  32. Wasserturm Reichenbach (Memento vom 23. Dezember 2015 imInternet Archive) auf der Website desTourismusverbandes Vogtland e. V.
  33. Wie geht es im Vogtland mit der Paracelsus-Klinik weiter?Freie Presse vom 19. November 2022
  34. Reichenbach: Medizinisches Versorgungszentrum gestartetMDR vom 25. Oktober 2023
  35. Porträt Prof. Dr. Thomas FreseMartin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Porträts
  36. Sende-Aus für das Vogtland Regional Fernsehen. Flurfunk Dresden vom 8. Januar 2016. Abgerufen am 25. Januar 2018.
  37. Sendestart – Regionalfernsehen wieder im Vogtland In: freiepresse.de. Chemnitzer Verlag und Druck vom 1. Februar 2017. Abgerufen am 25. Januar 2018.
  38. Petra Steps: Gotthold Lange ist neuer Ehrenbürger von Mylau. In: Freie Presse. 17. Dezember 2013.
  39. [1]
  40. Metrisches Buch. Abgerufen am 26. Februar 2024 (Zeile 3). 
  41. Hans Sauer:Ernst Ahnert, ein bedeutender Repräsentant der Stenografiebewegung und seine frühen Jahre in Zwickau, in:Cygnea. Schriftenreihe des Stadtarchivs Zwickau, Nr. 14 (2016), S. 45–55.
  42. Lebenslauf von August Horch. Abgerufen am 6. Juli 2020. 
  43. Organe der SLM – Medienrat (Memento vom 1. Mai 2016 imInternet Archive). In: www.slm-online.de, abgerufen am 6. April 2016.
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