Die Region Cajamarca erstreckt sich über eine Fläche von 33.317 km². Im Süden der Region Cajamarca herrschen dieHochanden vor, im Norden gehen sie über in tropisch-heißen Regenwald. Die Regionshauptstadt liegt auf etwa 2700 Meternü. d. M. Die Jahresdurchschnittstemperatur in der Regionshauptstadt beträgt rund 14 °C. Die Regenzeit dauert normalerweise von Dezember bis März. Die wichtigsten Flüsse sindRío Marañón,Río Chotano undRío Huancabamba.Die höchsten Gipfel sind derCoimolache mit4010 m, zwischen Hualgayoc und San Miguel, und derCumbe mit3850 m, bei Cajamarca.
„Cuarto del Rescate“ – das Zimmer, in dem Inka Atahualpa gefangen gehalten wurde und das mit Gold und Silber angefüllt wurde.
Wahrscheinlich wurden die ältesten Keramiken, welche in Peru hergestellt wurden, von der Cajamarca-Kultur produziert und stammen damit aus dieser Region.
Nach der Eroberung durch das Wari-Volk wurde Cajamarca zu einem wichtigen Verwaltungszentrum. Auch dieInka machten Cajamarca zu einer regionalen Hauptstadt.
Im Jahre 1532 wurde derInka-HerrscherAtahualpa auf der Plaza vonCajamarca von dem SpanierFrancisco Pizarro und seiner Armeegefangen genommen. Atahualpa bot als Lösegeld an, ein Zimmer mit Gold und zwei benachbarte mit Silber zu füllen. Pizarro ging darauf ein, ließ ihn dann aber trotz Zahlung hinrichten.
In den 1970er-Jahren entstanden in Cajamarca die ersten Bürgerwehren, sogenannterondas campesinas, als Reaktion auf die Untätigkeit des peruanischen Staates gegen Viehdiebstahl. Dierondas campesinas übernehmen heutzutage in der ländlichen Bevölkerung verschiedene Aufgaben, etwa auch die einer Paralleljustiz, und sind in weiten Teilen Perus verbreitet.[1]
Neben einigen wichtigen Straßenanbindungen nach Westen und Osten besitzt Cajamarca auch einen Flughafen, denFlughafen Cajamarca, der regelmäßig von Lima angeflogen wird. Es gibt auch regelmäßige Flüge von Cajamarca nachTalara in derRegion Piura. Ein weiterer Flughafen ist derFlughafen Jaén naheJaén de Bracamoros.
José Dammert Bellido:Procesos por supersticiones en la provincia de Cajamarca en la segunda mitad del siglo XVIII. In:Allpanchis. Revista del Instituto de Pastoral Andina,ISSN0252-8835, Jg. 16 (1984), Themenheft 23:Propuestas. Historia y Religión, S. 179–200.
Arbeitskreis „Information aus Südamerika“:„Wir machen unsere Geschichte selbst!“ Bauernkämpfe in Cajamarca. Agrarliteraturvertrieb, Stuttgart 1976.
Alexander von Humboldt:Das Hochland von Cajamarca. In: Leo Deuel (Hg.):Kulturen vor Kolumbus. Das Abenteuer Archäologie in Lateinamerika. Ein historischer Überblick mit Originalberichten. C.H. Beck, München, 2., durchgesehene Aufl. 1979,ISBN 3-406-05989-9, S. 19–25.
Carlos Frías:Hacia una nueva propuesta tecnológica: el rol de la manufactura y las ciudades en el desarrollo de zonas rurales como Cajamarca. In:Allpanchis. Revista del Instituto de Pastoral Andina,ISSN0252-8835, Jg. 26 (1994), Themenheft 43/44:El Futuro de los Andes, S. 185–208.
Rolando Estela Díaz:Las Devociones a los Santos en Cajamarca, Perú. Lumen Vitae, Brüssel 1996.