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Radioimmuntherapie

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DieRadioimmuntherapie ist eine neuartige Methode derKrebstherapie. Sie kombiniert die Wirksamkeit derStrahlentherapie mit der Selektivität derImmuntherapeutika (Radionuklidtherapie). In der Radioimmuntherapie finden konjugierteRadiopharmaka Anwendung, die aus einemAntikörper und einemRadioisotop bestehen und somit eine Form desDrug Targetings darstellen.

Anders als dieChemotherapie, die unspezifisch alle sich in Teilung befindendenZellen schädigt – so z. B. auch die Bildungszellen der Haare oder dieSchleimhautzellen von Mund, Magen und Darm –, geht die Radioimmuntherapie weitgehend selektiv gegen eine ausgewählte, spezifische Zellart vor.

Dazu ist es notwendig, eine Oberflächenstruktur zu finden, die nur auf dieser Zellart vorkommt. Anschließend muss für genau diese Struktur ein monoklonalerAntikörper hergestellt werden. Für das niedrig maligneNon-Hodgkin-Lymphom, eine Form desLymphdrüsenkrebs, bei der eineB-Zelle entartet ist, ist dies mit der CD20-Struktur gelungen. An diesen monoklonalen Antikörper wird jetzt einRadioisotop angekoppelt. Dies geschieht mithilfe eines zwischengeschaltetenMoleküls, das beide Komponenten verbindet.

Auf diese Weise hat man eine Therapieform geschaffen, die aufgrund des Antikörpers zielgerichtet und selektiv die gewünschte Zellart überall im Körper aufspürt und gleichzeitig in der Lage ist, diese Zellen im Körperinneren, direkt am Zielort zu bestrahlen. Dadurch erhalten dieTumorzellen eine hoheStrahlendosis, umliegendes, gesundes Gewebe wird aber weitgehend geschont.

Durch den sogenanntenKreuzfeuereffekt werden auch für den Antikörper schlecht zugängliche Tumorzellen, wie z. B. Lymphomzellansammlungen in denLymphknoten, durch die Strahlung erfasst und vernichtet. Durch die unmittelbare Nähe derStrahlenquelle zu den Zielzellen benötigt man im Vergleich zur externenStrahlentherapie eine geringere Strahlungsintensität, was zu einer viel besseren Verträglichkeit führt.

Beispiele

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Ibritumomab-Tiuxetan wird in der Radioimmuntherapie verschiedener malignerB-Zell-Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) angewendet. Es ist ein Konjugat aus einem monoklonalen Antikörper, der gegen dasCD20-Antigen an der Oberfläche von B-Lymphozyten gerichtet ist, und demChelatorTiuxetan (einDTPA-Derivat), der beispielsweise dasradioaktive IsotopYttrium-90 komplexieren kann.

Mit131Iod markiertesTositumomab, einmuriner monoklonaler Antikörper, ist zu Therapie vonNon-Hodgkin-Lymphomen zugelassen.[1]

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. R. M. Sharkey und D. M. Goldenberg:Perspectives on cancer therapy with radiolabeled monoclonal antibodies. In:J Nucl Med 46, 2005, S. 115S–127S.PMID 15653660 (Review).
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