


Rückleuchten sind der Teil derFahrzeugbeleuchtung, die an der hinteren Grenzkontur eines Fahrzeuges zu finden und nach hinten gerichtet sind.
Angefangen bei einemFahrrad-Rücklicht bis hin zu Multifunktions-Leuchteneinheiten an PKWs, Transportern und LKWs sind Rückleuchten sehr vielfältig.
Klassisch zu finden sind Rückleuchten als Leuchteneinheiten, die in der Regel in einerKunststoff-Baueinheit mehrere Funktionen vereinen, die durch einzelneGlühlampen in unterschiedlichenLampensockeln realisiert sind.
In früheren Jahrzehnten wurde das Auswechseln defekter Rückleuchten oft durch Abnehmen der Verbundkunststoffscheibe anRändelschrauben ermöglicht. Seit den 1980er Jahren werden die Rücklichter zunehmend so gebaut, dass man eine Glühlampe ohne Werkzeug vom Fahrzeuginnenraum aus wechseln kann.
Funktionen bei Kraftfahrzeugen sind:
Die Lichtstärken (inCandela) aus verschiedenen Betrachtungswinkeln werden durch den Gesetzgeber festgelegt (z. B. in derECE- oderSAE-Norm).
Während bereits ab Mitte der 1990er JahreLeuchtdioden als dritte Bremsleuchte oberhalb oder hinter der Heckscheibe Verwendung fanden, dauerte es bis Anfang der 2000er Jahre bis erstmals LEDs in der Rückleuchte mit eingesetzt wurden. Vorteile der LED-Leuchten sind eine sehr hohe Lebensdauer, die theoretisch ein Fahrzeugleben beträgt, und die wesentlich geringere Energieaufnahme. Problematisch ist die Verwendung von LEDs, wenn mehrere Funktionen (meist Rück- und Bremslicht) mit demselben Leuchtmittel realisiert werden und dafür eine – in Glühlampenausführung unproblematische – langsamePulsweitenmodulation benutzt wird, um die geforderten unterschiedlichen Helligkeiten zu erzeugen. Während Glühlampen durch die Trägheit des Glühfadens eine praktisch kontinuierliche Lichtabgabe haben, leuchten LEDs nur während der Einschaltphase. Das führt bei schnellen Augenbewegungen (Mikrosakkaden) dazu, dass die Rücklichter nebeneinander auf der Netzhaut abgebildet und nicht mehr immer als ein Objekt wahrgenommen werden (Perlschnureffekt). Die Wahrnehmung dieses Effekts und die damit verbundene Ablenkung vom Verkehrsgeschehen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich (ähnlichRegenbogeneffekt).[1] Das Problem wäre einfach durch höhere Pulsfrequenzen lösbar, was aber aufwendigere (= teurere)EMV-Maßnahmen nach sich zieht.Verstärkt wird dieser Effekt, wenn die einzelnen LEDs hohe und ungleichmäßigeLeuchtdichten haben.
Rückleuchten sind Zukaufteile. Hersteller solcher Einheiten sind vor allem Unternehmen wie
Die Automobilhersteller erarbeiten zusammen mit den Lieferanten eine funktionsfähige Leuchte, die den Gesetzesanforderungen entspricht und den Designwünschen des Fahrzeugherstellers angepasst ist.