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QuickTime

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QuickTime

Quicktime-Logo
Basisdaten

EntwicklerApple
Aktuelle Version10.4 (OS X ≥ 10.6),
7.7 (Mac OS X ≤ 10.5),
7.7.9 (Windows)
(Format invalid)
BetriebssystemmacOS,Windows Vista oder Windows 7
Programmier­spracheC
KategorieMultimedia-Architektur
Lizenzproprietär
deutschsprachigja
Quicktime-Website

QuickTime [ˈkwɪkˌtaɪm] ist eineMultimedia-Softwarearchitektur desUS-amerikanischen UnternehmensApple. Sie steht für dasBetriebssystemmacOS zur Verfügung und besteht im Kern aus drei Elementen: demFramework, demAPI und demDateiformat. Basisanwendungen, die auf diese Architektur aufbauen, sind zum Beispiel derQuickTime Player, derQuickTime Broadcaster oder derQuickTime Streaming Server desselben Unternehmens.

QuickTime wird vom Verständnis her irrtümlicherweise zumeist auf denQuickTime Player reduziert. Jedoch arbeitet es als zugrundeliegende Softwarearchitektur in zahlreichen Applikationen wie zum BeispielAdobe Premiere,AppleLogic,Optibase Media 100,iTunes,Final Cut Pro oder in denVideoschnittprogrammen des US-amerikanischen HerstellersAvid Technology.

MitMac OS X Lion wurde das zugrunde liegende Framework, QTKit, zugunsten von AV Foundation ausgetauscht[1] und ab macOS 10.15 aus dem Betriebssystem gänzlich entfernt.[2]

Die Entwicklung der Version fürWindows wurde 2016 eingestellt.[3]

Funktionen

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Die QuickTime-Architektur ermöglicht es, einen kompletten Produktionsprozess (Capturing & Import, Synchronisation, Compositing & Effekte, Kompression & Export, Auslieferung und Wiedergabe) vom Anfang bis zum Ende auf einer einzigen Medienplattform durchzuführen. Dazu verfügt QuickTime über ein umfangreiches Repertoire an Manipulations- und Interaktionsmöglichkeiten mit einer Vielzahl unterschiedlichster Medientypen (Audio,Video,Animation,Text,Grafik,3D,VR,SMIL,Hyperlinks,Streams,Skins, uvm. und bis Version 6.5 auchMIDI-Bearbeitung). Damit ist QuickTime in der Lage, im Hintergrund Programme auszuführen oder Webseiten zu öffnen.

QuickTime eignet sich auch als Umgebung für die Verarbeitung und Wiedergabe vonMPEG-4-Dateien und -Inhalten, da dieser ISO-Standard in QuickTime integriert wurde, aber auch Teile von QuickTime (wie z. B. dasDateiformat) in den MPEG-4-Standard übernommen wurden. Zudem existieren diverse Techniken (SMIL, HTML,Java,JavaScript etc.), mit denen ein QuickTime-Film mit (interaktiver) Steuerung ausgestattet werden kann.

QuickTime ist geeignet, Video- und Audiodateien über Webseiten zu verbreiten, da es über Komprimierungs- undStreaming-Eigenschaften verfügt. Für das Streaming gibt es denQuickTime Streaming Server und die kostenloseOpen-Source-Variante Darwin Streaming Server für Windows, Linux und Solaris. BeideStreaming-Server unterstützen sowohl QuickTime- als auch MPEG-4-Inhalte.

Das QuickTime-Framework kann neben dem QuickTime-Videoformat diverse andere Mediendateien wie z. B. (AVI,FLC,DV,MPEG,MP3 u. v. m.) verarbeiten und ist durch sein PlugIn-System um beliebige Medienarten und -Dateien (z. B. auchWMV,WMA,Ogg[4] etc.) erweiterbar. QuickTime kann auch sogenannteQuickTime-VR-Panoramen darstellen. Das ist eine von Apple entwickelte Technik, die es ermöglicht, einen dreidimensionalen Raum zu simulieren und zu verknüpfen.

Derzeit gibt es QuickTime für Windows nicht in einer 64-Bit-Version. Die vorhandene 32-Bit-Version lässt sich zwar auf 64-Bit-Versionen von Windows installieren, kann aber dort nicht von 64-Bit-Applikationen verwendet werden, da 64-Bit-Programme durchgängig mit 64-Bit arbeiten und somit keine 32-Bit-QuickTime-DLL aufrufen können. Professionelle 64-Bit-Programme, wie z. B.3ds Max,Softimage XSI undMaya, müssen aktuell auf QuickTime-Import und -Export unter 64-Bit-Windows verzichten. Bis v2.1.2 lief QuickTime unter Windows 3.11 / NT 3.51. Die letzte unter Windows 98/Me lauffähige Version ist 6.5.2, Windows 2000 wird bis v7.1.6 unterstützt.

Mit QuickTime X, das Apple auf derWWDC 2009 vorgestellte und mitMac OS X Snow Leopard am 28. August 2009 veröffentlichte, wurde das Interface des Players stark verändert und dem Betriebssystem angepasst. Außerdem wurde die Unterstützung von modernerenCodecs verbessert. Integriert wurde nun auch ein direkter Export nachYouTube undMobileMe sowie eine Bildschirmaufnahmefunktion. Es gibt nun keine Pro-Version mehr, trotzdem kann man die aktuelle Version von Quicktime 7 Pro zusätzlich installieren.

Containerformat

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DasContainerformat derMultimedia-Architektur QuickTime von Apple trägt üblicherweise die Dateiendung.mov oder.qt. Ebenfalls gebräuchlich – in Abhängigkeit von den Funktionen – sind noch die Endungen.qtvr,.qti und.qtif. Die Speicherung erfolgt in sowohl sequenziell als auch hierarchisch organisierten Dateneinheiten, den sogenanntenAtomen. Es kann daher neben chronologischen Informationen und Spurdaten auch strukturelle und hierarchische Informationen und Zusammenhänge speichern. Durch einen speziellenSynchronisations-Layer eignet es sich zudem für das Streaming.

In der professionellen Film- undPostproduktion ist es aufgrund oben genannter Eigenschaften das übliche Format für den Austausch von Mediendaten (Video, Audio, Untertitel, Timecodes, Kapitelmarken u. a.).

Es dient auch als Basis für dasISO-standardisierte MPEG-4-DateiformatMP4.

Geschichte

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QuickTime 1.0 wurde am 25. Juni 1990 veröffentlicht, anfangs nur für die Macintosh-Plattform. Die neue Architektur bildete für Apple die Grundlage weiterer Multimediaanwendungen. In einer Größe von 156 × 116 Pixel konnten digitale Videos ohne zusätzliche externeHardware abgespielt werden. Die Bildrate betrug damals ungefähr 10 Bilder pro Sekunde. Das galt als erheblicher Fortschritt, zumal damals viele Apple-Anwender noch mitmonochromenBildschirmen arbeiteten.

Mittels QuickTime konnten auf der damals sich verbreitendenCD-ROM auch multimediale und plattformübergreifende Videoinhalte veröffentlicht werden.

Bis zur dritten Version wurde QuickTime auch fürIRIX (SGI) undSolaris (Sun Microsystems) entwickelt, danach jedoch eingestellt. Seither wurde von Mitgliedern derOpen-Source-Gemeinschaft verschiedene Versuche (QuickTime 4 Linux,[5] OpenQuicktime,[6] OpenQTJ[7] etc.) unternommen, das QuickTime-Framework auch aufLinux zu portieren.

DieInternationale Organisation für Normung entschied sich 1998, im Rahmen ihrer Suche nach einem flexiblen und offenen Dateiformat als Basis für das Dateiformat von MPEG-4, für dasQuickTime-Format.

iTunes bis Version 10.4 nutzt unter Windows QuickTime, so dass dessen Verbreitung anstieg.[8] UntermacOS ist QuickTime Bestandteil des Betriebssystems.

Evolution des QuickTime-Logos

  • Logo der Version 1
    Logo der Version 1
  • Logo der Versionen 2–3
    Logo der Versionen 2–3
  • Logo der Version 4
    Logo der Version 4
  • Aktuelles Logo der Version 10 für Mac OS X
    Aktuelles Logo der Version 10 für Mac OS X

Unterstützte Formate und Codecs

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Da QuickTime nahezu beliebig erweiterbar ist, werden grundsätzlich alle Dateiformate unterstützt. Es müssen nur die jeweils nötigen Komponenten in dieses Framework eingebunden sein. Standardmäßig werden folgende mit diesem geliefert:

VideocodecsVideodateiformateAudiocodecsAudiodateiformateGrafikformate
  • Animation
  • Apple BMP
  • Apple Pixlet Video
  • Apple ProRes 422
  • Avid DNxHD
  • Avid DNxHR
  • 8-Bit Uncompressed 4:2:2
  • 10-Bit Uncompressed 4:2:2
  • Cinepak
  • Component Video
  • DV, DVC
  • DV NTSC und PAL
  • DVCPRO HD 720p60
  • DVCPRO HD 1080i60
  • DVCPRO NTSC und PAL
  • DVCPRO50 NTSC
  • DVCPRO50 PAL
  • Graphics
  • H.261
  • H.262 (PlugIn)
  • H.263
  • H.264 (= MP4/AVC; MP4/Part 10; ITU H.26L)
  • H.265/HEVC (seit macOS 10.13)
  • JPEG 2000
  • Microsoft OLE
  • Microsoft Video 1
  • Motion JPEG A und B
  • MPEG-4 (Xvid[9])
  • Photo JPEG
  • Planar RGB
  • Sorenson Video
  • Sorenson Video 2
  • Sorenson Video 3
  • TGA
  • TIFF
  • Video
  • WMV (PlugIn)
  • AutoDesk FLC
  • ISOMPEG-1
  • ISOMPEG-2 (PlugIn)
  • ISOMPEG-4
  • Kaydara FBX (PlugIn)
  • MicrosoftAVI
  • MicrosoftWMV (PlugIn)
  • Motion Data AMC
  • On2 VP3 (PlugIn)
  • PanasonicDVCPro
  • QuickTime Movie (MOV)
  • ShockwaveFlash
  • SonyDVCAM
  • Sony VDU
  • Streambox ACT (PlugIn)

QuickTime als professionelle Produktionsplattform

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QuickTime dient unter Mac OS X als systemweite Plattform für die Multimediaproduktion. Besonders deutlich wird das bei den ProgrammenAVID Media Composer,Final Cut Pro,DVD Studio Pro undApple Motion, die alle auf QuickTime basieren. Auch Multimedia-Autorensysteme und Audio-/Videoprogramme (Mac und Windows) verwenden teilweise (wie z. B.Adobe Director, Adobe GoLive, Premiere, AfterEffects) oder ausschließlich (wie Tribeworks iShell, LiveStage Pro) die QuickTime-Technologie.

QuickTime Pro

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QuickTime Pro war eine kostenpflichtige Erweiterung vonApple, welche den QuickTime-Player mit Aufzeichnungs- und erweiterten Editier-, Ausgabe- und Wiedergabefunktionen versieht. In der neuesten Version, QuickTime X, gibt es nur noch eine kostenlose Version mit weit weniger Auswahlmöglichkeit an exportierbarenDateiformaten. Das ältere QuickTime 7 und das Pro-Upgrade ist zwar weiterhin nutzbar, mitmacOS Catalina (2019, 10.15) jedoch nicht mehr kompatibel.

Siehe auch

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Literatur

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Weblinks

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Commons: QuickTime – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Technical Note TN2300: Transitioning QTKit Code to AV Foundation. Abgerufen am 28. Oktober 2025. 
  2. Ben Schwan: macOS 10.15: Dashboard weg, Aperture gekillt, Carbon und QuickTime tot. In:Heise online. 2. Mai 2019. Abgerufen am 2. Mai 2019.
  3. Safari-Browserverlauf - gelöscht, aber noch da. In: sueddeutsche.de. 10. Februar 2017, abgerufen am 11. März 2018. 
  4. Download der QuickTime Components derXiph.Org Foundation für die Ogg-Vorbis und Ogg-Theora Formate
  5. Wayback Machine. Archiviert vom Original am 8. August 2019; abgerufen am 28. Oktober 2025. 
  6. Nicholas Humfrey: OpenQuicktime - a new Quicktime Library. Archiviert vom Original am 3. März 2016; abgerufen am 28. Oktober 2025. 
  7. net.java.dev.openqtj.studio. Abgerufen am 28. Oktober 2025. 
  8. Seth Rosenblatt, Stefan Beiersmann: iTunes 10.5 bringt Unterstützung für iCloud und iOS 5. In: zdnet.de. 12. Oktober 2011, abgerufen am 6. März 2024. 
  9. Christoph Naegeli:XviD QuickTime Component (Memento vom 30. März 2008 imInternet Archive), 2008-0331-0530 (2007), ETH Zürich, pass.

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