
Pulverschnee ist trockener Schnee, der sich nicht zusammenballen lässt und auch unter Druck nicht zusammenklebt. Er hat einen vergleichsweise hohen Anteil an Luft: seineDichte liegt unter 60 kg/m³.

Aufgrund von Vergleichen anhand international gültigerKlassifizierungssysteme wurde festgestellt, dass Schneeflocken, die vomHimmel fallen, sich in diesem Zustand kaum voneinander unterscheiden. Wenn es schneit, ist der Schnee noch etwas wärmer, wodurch sich die Schneeflocken gut ausbilden können. Zwischen 3000 und 4000 Metern Höhe ist die Luft jedoch kalt, der Schnee kühlt gleich wieder ab und gefriert. Bei größerenHöhenlage bleibt der Schnee auch extrem trocken und wird deshalb nicht so leicht klebrig. Pulverschnee findet man daher am häufigsten in Gebirgslagen, in denAlpen am ehesten auf Gletschern, die auf einer Höhe von über 2500 Metern liegen.
In den europäischen Alpen bestimmt derAtlantik das Klima. Von ihm stammt dieFeuchtigkeit und dieLuft wird meist nur mäßig feucht-kalt, aber selten richtig kalt. Auch in den Alpen kann es Pulverschnee geben, wenn die Tiefs nicht gerade vom Atlantik kommen.
Pulverkristalle können sich durch Wind oder steigende Temperatur miteinander verhaken, wodurch er gebunden wird. Dies erhöht die Gefahr fürLawinen.[1]

Champagne Powder bezeichnet einen besonders weichen und trockenen Pulverschnee, der als ideal zumSkifahren gilt. Der Begriff stammt aus denSkigebieten in den schneereichen Höhenlagen der inneren Täler der nordamerikanischenRocky Mountains,[2] (vonColorado überBritish Columbia bisAlaska), wo solche Schneebedingungen besonders häufig zu finden sind.
Die in Nordamerika regelmäßig vorkommenden arktischenHochs mit nach Süden ziehender Kaltluft bewirken den Pulverschnee der Rocky Mountains. Während „normaler“ Pulverschnee um 10 Prozent oder mehr Feuchtigkeit aufweist, hat „Champagne Powder“ nur 6 bis 8 Prozent.[3]
DieSteamboat Ski and Resort Corporation inSteamboat Springs (Colorado) ließ sich im Jahr 2010 „Champagne Powder“ als Marke für Beherbungsdienstleistungen beimUnited States Patent and Trademark Office eintragen. Die in der Folge versandtenAbmahnungen gingen nicht nur an andere Skigebiete,[4] sondern auch an Nachrichtenportale und Zeitungen.[5]