Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Pudliszki

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Adam-Mickiewicz-Denkmal. Im Hintergrund der Palast aus dem Jahr 1823.
Pudliszki
?
Pudliszki (Polen)
Pudliszki (Polen)
Pudliszki
Basisdaten
Staat:Polen

Woiwodschaft:Großpolen
Powiat:Gostyński
Gmina:Krobia
Geographische Lage:51° 46′ N,16° 56′ O51.76666666666716.933333333333Koordinaten:51° 46′ 0″ N,16° 56′ 0″ O
Einwohner:2331(2010[1])
Postleitzahl:63-842
Telefonvorwahl:(+48) 65
Kfz-Kennzeichen:PGS
Wirtschaft und Verkehr
Straße:RydzynaKrobia
Nächster int.Flughafen:Poznań-Ławica

Pudliszki [pu'dliʃci] (deutschPudlischki, 1939–45Großgarten) ist ein Dorf inPolen in derWoiwodschaft Großpolen in der GemeindeKrobia.

Geographische Lage

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Pudliszki liegt etwa fünf Kilometer westlich von der StadtKrobia am linken Ufer des kleinen FlussesPolski Rów, einem rechten Zufluss desBarycz im Großraum Leszno.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Unweit des Dorfes befinden sich Urnengräber aus derKurgankultur. In elf geöffneten Gräbern fanden sich als GrabbeigabenSicheln, Armbänder und Nadeln aus der Zeit von etwa 700 bis 400 v. Chr. sowie Spuren eines Befestigungswalls aus dem 10. Jahrhundert. In dieser Zeit siedelten Skandinavier des Geschlechts derAwdańce, später der Lelewit. Im 13. Jahrhundert wurde die Gegend Eigentum eines Klosters derZisterzienser. Ende des 14., Anfang des 15. Jahrhunderts erhielt Marcin Pudliszko das Gebiet zwischen den DörfernKokoszk undAdamów für seine Verdienste im Krieg.Später bestätigten Urkunden die Existenz eines Dorfes. So verkaufte 1688Krzysztofow Gorzeński das Dorf an Andrzej Gostyński. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbteAndrzej Wilczyński das Dorf und verpachtete es anWojciech Morawski. Wilczyński verpfändete später den Boden, und Morawski erwarb es dann. 1783 wurde der Sohn MorawskisFranciszek Morawski geboren. Dieser war später General, Adjutant vonJan Henryk Dąbrowski, Botschafter und Kriegsminister. 1823 ging Pudliszki in das Eigentum der FamilieŁubieńscy über. Deren jüngster SohnFeliks Łubieński war später Minister für Recht imHerzogtum Warschau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bauwerke

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

1823 wurde derklassizistische Palast unterJózef Łubieński wieder aufgebaut. Der Palast hatte einen Keller sowie ein bewohnbares Dachgeschoss. Während der Zeit Jósef Łubieńskis wurden unter anderem 1831Adam Mickiewicz, und 1842 sowie 1846Cyprian Kamil Norwid empfangen.Später wurde der Palast vielfach umgebaut. Gegenwärtig ist er in gutem Zustand und zum Teil bewohnt.Das Dach ist vierseitig. Die Fassade wird von einemRisalit gebildet, der durchPilaster gemäß derIonischen Ordnung geteilt wird und dreigeteilt ist.

Sport

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre wurde ein Stadion errichtet. Er wird unter anderem vom SportklubZjednoczeni genutzt.

Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das wichtigste Unternehmen istPudliszki SA. Die Geschichte der Lebensmittelproduktion in Pudliszki blickt auf eine lange Tradition zurück. So gründeteJózef Łubieński eine der erstenZuckerfabrikenGroßpolens. Der spätere EigentümerKennemann schloss die Zuckerfabrik und eröffnete eine profitträchtigereBrennerei. 1919 kaufte der LandwirtschaftsingenieurStanisław Fenrych die Fabrik. Die Nachbarn, die den inzwischen schlechten Zustand des Unternehmens kannten, sagten, dass eherBirnen auf der Weide wachsen (gruszki na wierzbie, eine polnische Redewendung, um Unmögliches auszudrücken), als dass er damit Gewinn machen könnte. Er erwiderte, dass dies dann geschehen solle, und schon zwei Jahre später konnte sein Unternehmen Profit erwirtschaften. Daher entschied Fenrych, dass er Birnen an einer grünen Weide als sein Unternehmenslogo verwendete, und so geschieht es bis heute. In den ersten Jahren fand die Produktion im Keller des Palastes statt. Bereits 1923 wurde in einer neu errichteten Fabrik mit 200 Mitarbeitern produziert. 1927 finanzierte die Fabrik die Reise zweier Professoren derPiastenuniversität Posen nach London. Diese sollten dort die Produktionstechniken von Ketchup kennenlernen. Durch Übernahme dieser Technik konnte in Pudliszki mit einer eigenen Produktion begonnen werden. In den1930er Jahren arbeiteten, trotzRezession, etwa 800 Menschen hier. Produkte wurden in die USA, nach Frankreich und Deutschland exportiert. Während desZweiten Weltkriegs unterstützen die Arbeiter der Fabrik heimlich die Insassen und Angehörigen von Lagern der Nationalsozialisten. Nach Ende des Krieges wurde der Betrieb verstaatlicht. Trotz allem wurde weiter investiert und das Unternehmen ausgebaut. 1994 wurde der Betrieb in eineAktiengesellschaft umgewandelt. 1997 erwarb dieH. J. Heinz Company die Mehrheit an der Aktiengesellschaft. Dies führte zu verstärkten Investitionen unter anderem in Umweltschutz. Das Unternehmen ist heute hauptsächlich mit der Verarbeitung von Tomaten sowie anderem Gemüse beschäftigt. Mit einer Produktion von etwa 6.100 Tonnen Tomatenmark ist das Unternehmen Marktführer Polens.

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Główny Urząd Statystyczny,Portret miejscowości statystycznych w gminie Krobia (powiat gostyński, województwo wielkopolskie) w 2010 r.Online-Abfrage
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pudliszki&oldid=251920636
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2025 Movatter.jp