Prosselsheim

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WappenDeutschlandkarte
Prosselsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Prosselsheim hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:49° 52′ N,10° 8′ O49.86194444444410.129722222222269Koordinaten:49° 52′ N,10° 8′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Unterfranken
Landkreis:Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft:Estenfeld
Höhe:269 m ü. NHN
Fläche:20,03 km2
Einwohner:1144 (31. Dez. 2023)[1]
Bevölkerungsdichte:57 Einwohner je km2
Postleitzahl:97279
Vorwahl:09386
Kfz-Kennzeichen:, OCH
Gemeindeschlüssel:09 6 79 174
Gemeindegliederung:4Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amtskellerei 6
97279 Prosselsheim
Website:www.prosselsheim.de
Bürgermeisterin:Birgit Börger (CSU)
Lage der Gemeinde Prosselsheim im Landkreis Würzburg
Karte
Karte

Prosselsheim ist eineGemeinde imunterfränkischenLandkreis Würzburg und ein Mitglied derVerwaltungsgemeinschaft Estenfeld.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

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Geographische Lage

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Prosselsheim liegt in der Region Würzburg östlich desMains auf der fruchtbarenGäuhochfläche desMaindreiecks und rund 16 Kilometer nordöstlich von Würzburg. Die beiden Gemeindeteile Prosselsheim und Püssensheim liegen im Tal desDettelbachs, der dem Main zustrebt.

Gemeindegliederung

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Die Gemeinde hat vierGemeindeteile (in Klammern derSiedlungstyp):[2][3]

Es gibt dieGemarkungen Prosselsheim, Püssensheim und Seligenstadt.

Geschichte

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Bis zur Gemeindegründung

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Siedlungsspuren gibt es schon von denLinearbandkeramikern (4500 v. Chr.) aus derJungsteinzeit. Prosselsheim wurde im Jahr 752 erstmals urkundlich erwähnt.[4] Das ehemaligeOberamt desHochstiftes Würzburg, zu dem es seit 903 gehörte, war ab 1500 Teil desFränkischen Reichskreises. Als am 13. Oktober 1631 Soldaten des SchwedenkönigsGustav II. Adolf die umUnterpleichfeld gelegenen Dörfer plünderten, flohen die Einwohner von Prosselsheim nachDettelbach.[5] Vom 1. bis 7. September 1796 fand bei Prosselsheim ein Scharmützel zwischen österreichischen und französischen Truppen statt, bei dem die französischen Kräfte sechs Beobachtungsballons einsetzten, die allesamt abgeschossen wurden.[6] Das Oberamt Prosselsheim wurde nach derSäkularisation 1803 zugunstenBayerns 1805 ErzherzogFerdinand III. von Toskana zur Bildung desGroßherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen

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Prosselsheim gehörte zumLandkreis Kitzingen.[7] Am 1. Juli 1971 wurde die Gemeinde Püssensheim eingegliedert.[8] Im Zuge derKreisgebietsreform kam die Gemeinde am 1. Juli 1972 zum Landkreis Würzburg.

Einwohnerentwicklung

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  • 1961: 1193 Einwohner
  • 1970: 1130 Einwohner
  • 1987:0989 Einwohner
  • 1991: 1068 Einwohner
  • 1995: 1122 Einwohner
  • 2000: 1189 Einwohner
  • 2005: 1193 Einwohner
  • 2010: 1188 Einwohner
  • 2015: 1182 Einwohner

Im Jahre 2006 gab es bei 1218 Einwohnern 21 Geburten. Damit war die Geburtenrate mit über 17,2 Geburten pro 1000 Einwohner (nachLohkirchen) die zweithöchste in Bayern.

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1006 auf 1180 um 174 Einwohner bzw. um 17,3 %. 2006 hatte die Gemeinde 1218 Einwohner.Quelle: BayLfStat

Politik

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Bürgermeisterin

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Ehrenamtliche Bürgermeisterin ist seit 1. Mai 2014 Birgit Börger (CSU). Sie wurde am 15. März 2020 bei einer Wahlbeteiligung von 69,5 % mit 91,0 % der Stimmen wieder gewählt.[9] Die weiteren Bürgermeister sind seit Mai 2020 Rainer Landauer und Bernhard Friedrich.[10]

Ihre Amtsvorgänger waren:

  • Norbert Eberth (* 1938, Bürgermeister 1996–2014)
  • Helmut Eichelbrönner (1934–2021, Bürgermeister 1978–1996)

Gemeinderat

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Bei derGemeinderatswahl am 15. März 2020 ergab sich folgende Sitzverteilung:[11]

Von 928 Wahlberechtigten haben 645 ihre Stimme abgegeben (Wahlbeteiligung 69,5 %).

Wappen

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DieBeschreibung des 1969 eingeführten Gemeindewappens lautet: „In Silber ein schräg liegendes rotes Messer, darunter rechts ein blaues Schildchen mit silbernem Schrägbalken, der mit drei blauen Ringen belegt ist.“

Sehenswürdigkeiten

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Siehe auch:Liste der Baudenkmäler in Prosselsheim

Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

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Im Jahr 2017 erzielte die Gemeinde insgesamt 948.000 Euro Steuereinnahmen. Davon war 151.000 Euro Netto-Gewerbesteuereinnahmen und 659.000 Euro Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

2017 gab es in der Gemeinde 29 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 522 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 493 Personen größer als die der Einpendler. 8 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 21 landwirtschaftliche Betriebe.

In Seligenstadt existiert das vomJuliusspital Würzburg betriebene größte Gut Bayerns mit ca. 600 Hektar Fläche. Eine Zweigstelle derRaiffeisenbank Volkacher Mainschleife - Wiesentheid besteht im Ort, woFriedrich Wilhelm Raiffeisen bereits 1880[12] die unterfränkischen Bauern über die Vorteile von Genossenschaften und die Gründungsmöglichkeit von Darlehenskassenvereinen informiert hatte.

Verkehr

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Prosselsheim liegt am Schnittpunkt derStaatsstraßen 2260 und2270. DerBahnhof Seligenstadt (bei Würzburg) liegt an derBahnstrecke Bamberg–Rottendorf, der Bahnhof Prosselsheim an einer Nebenbahn, derMainschleifenbahn.Der letzte reguläre Halt eines Bundesbahnzuges erfolgte am 28. September 1968.[13] Bis 1991 erfolgte nur noch Güterverkehr und gelegentliche Durchfahrten von Sonderzügen. Seit 2008 betreibt die Mainschleifenbahn wieder einen touristischen Sonderverkehr, wobei im Bahnhof Prosselsheim der Betriebshof untergebracht ist.

Freizeit und Sport

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Wichtigster Verein ist der Turn- und Sportverein Prosselsheim e. V mit über 500 Mitgliedern und vielfältigen sportlichen (Fußball, Tischtennis, Gymnastik, Breitensport) und gesellschaftlichen Angeboten. Daneben gibt es noch einen TSV Seligenstadt, zwei Feuerwehrvereine in Prosselsheim und Püssensheim sowie einen Musikverein Püssensheim.

Bildung

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2018 gab es folgende Einrichtungen:

  • 1 Kindertageseinrichtung mit 47 Plätzen und 42 Kindern

Persönlichkeiten

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In Prosselsheim geboren

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Persönlichkeiten, die im Ort gewirkt haben

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  • Leonhard Blass, Landwirt und Abgeordneter im bayerischen Landtag
  • Eulogius Böhler (1861–1943), Kirchenmaler und Restaurator, fertigte 1912 das Deckengemälde „Martyrium des hl. Bartholomäus“ in der örtlichen Pfarrkirche an

Literatur

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Weblinks

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Commons: Prosselsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern, Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2023; Basis Zensus 2022 (Hilfe dazu)
  2. Gemeinde Prosselsheim in der Ortsdatenbank derBayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. Juli 2020.
  3. Gemeinde Prosselsheim,Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile imBayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 4. Dezember 2021.
  4. Wagner, Heinrich:Die Zehnschenkung Pippins für Würzburg (751/2), in:1250 Jahre Bistum Würzburg, Seite 35–38, Würzburg 1992.
  5. Christine Demel:Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 161.
  6. Reiner Wels:Viel Neues und Überraschendes beim dritten Treffen zum Kulturweg. In:Main-Post (Ausgabe Würzburg-Land) Nr. 238, 15. Oktober 2022, S. 29 ([1]).
  7. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983,ISBN 3-406-09669-7,S. 498. 
  9. Bürgermeisterwahl 2020, abgerufen am 12. Juli 2020
  10. Mitglieder des Gemeinderates, abgerufen am 12. Juli 2020.
  11. Bekanntmachung des Ergebnisses der Gemeinderatswahl 2020 PDF, abgerufen am 12. Juli 2020.
  12. Christine Demel u. a.:Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 565.
  13. Förderverein Mainschleiufenbahn e. V./Georg Wolfgang Schramm:Rund um die Mainschleifenbahn, Eigenverlag Volkach 2008, S. 21ff.
  14. Heiner Dikreiter:Kunst und Künstler in Mainfranken. Ein Beitrag zum mainfränkischen Kunstschaffen im 19. und 20. Jahrhundert (=Mainfränkische Hefte 18). Volkach 1954. S. 21 f.

Städte:Aub |Eibelstadt |Ochsenfurt |Röttingen

Märkte:Bütthard |Eisenheim |Frickenhausen am Main |Gelchsheim |Giebelstadt |Helmstadt |Höchberg |Neubrunn |Randersacker |Reichenberg |Remlingen |Rimpar |Sommerhausen |Winterhausen |Zell am Main

Gemeinden:Altertheim |Bergtheim |Bieberehren |Eisingen |Erlabrunn |Estenfeld |Gaukönigshofen |Gerbrunn |Geroldshausen |Greußenheim |Güntersleben |Hausen bei Würzburg |Hettstadt |Holzkirchen |Kirchheim |Kist |Kleinrinderfeld |Kürnach |Leinach |Margetshöchheim |Oberpleichfeld |Prosselsheim |Riedenheim |Rottendorf |Sonderhofen |Tauberrettersheim |Theilheim |Thüngersheim |Uettingen |Unterpleichfeld |Veitshöchheim |Waldbrunn |Waldbüttelbrunn

Gemeindefreie Gebiete:Gramschatzer Wald |Guttenberger Wald |Irtenberger Wald

Gemeindeteile der GemeindeProsselsheim
Normdaten (Geografikum):GND:4315545-5(lobid,OGND,AKS) |VIAF:245795328
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