Printzheim liegt imPays de Hanau, das in etwa dem Gebiet der ehemaligenGrafschaft Hanau-Lichtenberg entspricht, zwischenGottesheim im Süden und dem WeilerRiedheim, der zuBouxwiller gehört, im Norden, 10 Kilometer nordöstlich vonSaverne und 30 Kilometer nordwestlich vonStraßburg, östlich derVogesen.[2] Der Schnurgraben fließt durch das Gemeindegebiet.[3]
GrafPhilipp IV. von Hanau-Lichtenberg (1514–1590) führte nach seinem Regierungsantritt 1538 dieReformation in seiner Grafschaft konsequent durch, die nunlutherisch wurde.
Mit derReunionspolitik Frankreichs unter KönigLudwig XIV. kam das Amt Buchsweiler unter französische Oberhoheit. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen,Johann Reinhard III. 1736, fiel das Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Buchsweiler – an den Sohn seiner einzigen Tochter,Charlotte, LandgrafLudwig (IX.) vonHessen-Darmstadt.
Mit dem durch dieFranzösische Revolution begonnenen Umbruch wurde Prinzheim französisch. Es erhielt 1793 den Status einer Gemeinde (alsPrinzheim) und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung (unter dem heutigen Namen).[7] Im November 1793 während desersten Koalitionskriegs besiegte die französische Revolutionsarmee bei Printzheim dieösterreichischen Truppen. Der Schnurgraben fließt durch das Gemeindegebiet.[8] Von 1871 bis 1919 gehörte die Gemeinde zuDeutschland.[7]
Dieevangelisch-lutherische Kirche von Printzheim wurde im 13. oder 14. Jahrhundert erbaut. Aus dieser Zeit ist nur der Glockenturm erhalten, in dessenChor 2004 mittelalterlicheFresken entdeckt und im folgenden Jahr restauriert wurden.[10] Die Kirche wird seit 1545 fürevangelische Gottesdienste genutzt. DasKirchenschiff wurde 1738 vergrößert, 1873 dem Turm eine Etage hinzugefügt. 1890 wurde das alte Kirchenschiff zerstört und ein neues erbaut.[11]
Das Bild der Gemeinde ist durch Weiden, Äcker und Weinberge geprägt. Wichtige Erwerbszweige der Printzheimois sindWeinbau, die Zucht von Hausschweinen und Hausrindern. Es gibt eine landwirtschaftliche Genossenschaft. Der Schnurgraben fließt durch das Gemeindegebiet.[12]
Fritz Eyer:Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts. In:Schriften derErwin-von-Steinbach-Stiftung. 2. Auflage.Band10. Pfaehler, Bad Neustadt an der Saale 1985,ISBN 3-922923-31-3 (268 Seiten, Im Text unverändert, um eine Einführung erweiterter Nachdruck der Ausgabe Strassburg, Rhenus-Verlag, 1938).
Alfred Matt:Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.
Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999,ISBN 2-84234-055-8, S. 1127–1129.