| Поружница Poružnica | ||||
|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||
| Staat: | Serbien | |||
| Okrug: | Okrug Zaječar | |||
| Opština: | Sokobanja | |||
| Koordinaten: | 43° 38′ N,21° 47′ O43.63521.789722222222417Koordinaten:43° 38′ 6″ N,21° 47′ 23″ O | |||
| Höhe: | 417 m. i. J. | |||
| Einwohner: | 258(2022) | |||
| Telefonvorwahl: | (+381) 018 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | ZA | |||
| Struktur und Verwaltung | ||||
| Gemeindeart: | Dorf | |||
Poružnica (serbisches-kyrillisch: Поружница) ist ein Dorf inSerbien.
Das Dorf befindet sich in der geographischen RegionBanja, in derOpština Sokobanja, imOkrug Zaječar, im Osten von Serbien. Poružnica liegt am südlichen Rand des Banja-Beckens.
Das Dorf liegt im Tal des FlussesPoruznička Reka. Durch das nördlichste Dorfgebiet fließt der Hauptfluss der Gegend, dieSokobanjska Moravica, ohne die Siedlung zu durchqueren. Die Dorfbewohner nutzen Trinkwasser hauptsächlich aus Brunnen. Im Ort gibt es einige kleinere Quellen.
Die Häuser liegen neben dem Fluss, aber ein gewisser Teil der Häuser, steigt auf der rechten Talseite in Richtung des östlichen NachbardorfesResnik an. Der Ort liegt auf einer durchschnittlichen Höhenlage von 417 m über dem Meeresspiegel.
Am meisten beeinträchtigt die Dorfbewohner der Südwind der von denKalksteinabschnitten des Berggipfels des Leskovik weht. Der Leskovik stellt einen Gebirgszug des GebirgesOzren dar. Etwa 5 km südlich vom Dorf entfernt befindet sich der GipfelČardak. Die umliegenden Hänge des Ozren sind mit dichtenEichenwäldern bedeckt und es gibt zahlreiche Quellen.
Von Poružnica, das etwa 8,5 km, westlich der Gemeindehauptstadt gelegen ist, führt eine Landstraße, die durch das Flusstal der Poruznička Reka, verläuft, hinunter zur Hauptstraße, dieSokobanja mitKnjaževac verbindet. Eine weitere Landstraße führt über den Ort Resnik ebenfalls nach Sokobanja.
Zur östlich gelegenen Bergregion des Golak (die einen Teil der großen Gebirgskette derDevica-Ozren-Gruppe darstellt) und zum südlich gelegenen serbisch-orthodoxenKloster Lipovac führen weitere Landstraßen und Dorfwege entlang des Flusstals der Poružnička Reka.
Der bekannte SeeBovansko Jezero ist etwa 6 km westlich des Dorfes entfernt.
Das Dorf hat eine sehr langgestreckte Form und ist nicht in kleine Dorfteile unterteilt, sondern einzelne Dorfgebiete sind nach größeren Familien benannt.
Am Fluss liegen die Häuser sehr dicht beieinander, geht man auf der rechten Talseite entlang, werden die Häuser immer weniger.
Die Dorfbewohner betreiben Landwirtschaft und Viehzucht. Die Felder und Ackerflächen liegen unterhalb des Dorfes auf der LokationRavna Šuma (auf der linken Flussseite) und auf der LokationRusalija (auf der rechten Flussseite). Die Felder im Flusstal sind teilweise ertragsarm, da der Fluss Poružnička, sehr oft Hochwasser führt und sich große Mengen an Kieselsteinen und Sand auf den Feldern und Wiesen ablagern.
Die Weiden des Ortes befinden sich auf denFlurnamen: Brestansko, Kozarnica, Šiljena, Ravnjak und Ajdučka Poljana. Dort wächst auch der Dorfwald.
Das Dorf hatte 2022 eine Einwohnerzahl von 258, während es 2011 noch 299 waren, nach den letzten drei Bevölkerungsstatistiken fällt die Einwohnerzahl weiter. Die Bevölkerung stellenSerben.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1948 | 564 |
| 1953 | 568 |
| 1961 | 543 |
| 1971 | 537 |
| 1981 | 473 |
| 1991 | 424 |
| 2002 | 354 |
| 2011 | 299 |
| 2022 | 258 |
Nach den örtlichen Erzählungen wurde das Dorf früher Zlatica genannt. Einst ereignete sich ein verheerendes Hochwasser, was die Häuser begrub oder wegspülte und alles im Ort verwüstete, und von diesem Zeitpunkt an, bekam das Dorf seinen heutigen Namen.
Das Dorf entstand durch Einwanderung und die spätere Gruppierung von einzelnenWeilern. Die ersten Siedler, aus der Familie der Kitanci (die ausLapovo in derŠumadija herstammen), ließen sich zuerst auf der LokalitätSelište nieder und zogen dann an den heutigen Dorfstandort.
Von 1915 bis 1918 während desErsten Weltkrieges, gehörte Poružnica zu den Landesteilen Serbiens, die vonBulgarien besetzt wurden. 1917 erlitt der Ort großen Schaden, da sich die Dorfbewohner demToplica-Aufstand (serbischer Aufstand gegen die bulgarische undösterreichisch-ungarische Besatzung) angeschlossen hatten. Nachdem die Bulgaren den Aufstand niedergeschlagen hatten, kamen sie in das Dorf, brannten fast alle Häuser nieder und töteten einen großen Teil der Bevölkerung. Einige Familien wurden vollständig ausgelöscht.
Im Dorfzentrum stehen zwei Denkmäler nebeneinander. Das erste Denkmal wurde 1921 für die Gefallenen (serbischen Soldaten aus dem Ort) im Ersten Weltkrieg und die Opfer des (von den Bulgaren verübten) Massakers errichtet. Das 1970 erbaute zweite Denkmal ist den gefallenenjugoslawischen Partisanen aus dem Dorf gewidmet. Auch die Dorfgrundschule befindet sich im Ortskern.
Im südlichen Dorfgebiet befindet sich der Dorffriedhof.
Auf der LokalitätCrkvina im westlichen Teil des Dorfes, fanden die Dorfbewohner, Mauerreste,Lampen und Kreuze. Nach alten Erzählungen stand in der Vergangenheit an dieser Stelle, eineRužica genannte, Kirche. Zunächst hatten die Dorfbewohner diesen Ort eingezäunt.
Zu Beginn des21. Jahrhunderts wurde auf dieser Lokalität der Wiederaufbau der Kirche begonnen. Am 8. Mai 2011 wurde die neu erbauteserbisch-orthodoxeKirche Hl. Großmärtyrerin Marina, geweiht derHl.GroßmärtyrerinMarina, vom damaligenBischof derEparchie Timok,Justin, feierlich eingeweiht.