DasPortable Operating System Interface (POSIX [ˈpɒzɪks]) ist eine gemeinsam vomIEEE und derOpen Group fürUnix entwickeltestandardisierteProgrammierschnittstelle, welche dieSchnittstelle zwischenAnwendungssoftware undBetriebssystem darstellt. Der Standard trägt die BezeichnungIEEE 1003, die entsprechende internationaleNorm die BezeichnungISO/IEC 9945.
Eine alternative Bezeichnung lautet(The Open Group Technical Standard) Base Specifications. POSIX bildet die Grundlage derSingle UNIX Specification.[1]
Der heutige Standard ist eine Weiterentwicklung aus einem Projekt von 1985.[2] Der BegriffPOSIX wurde vonRichard Stallman vorgeschlagen und kommt der Bitte des IEEE nach einem einprägsamen Namen nach;[3] er löste die Bezeichnung IEEE-IX ab.
Die meistenunixartigen Systeme halten sich weitgehend an die POSIX-Standards.
Die Spezifikation der Benutzer- und Software-Schnittstelle des Betriebssystems ist in vier Teile gegliedert, die zusammen den Standard IEEE Std 1003.1-2024 bilden:
- Basis-Definitionen
- Eine Liste der im Standard benutzten Konventionen, Definitionen und Konzepte.
- System-Schnittstelle
- Die C-Systemaufrufe und dazugehörige Header-Dateien.
- Kommandozeileninterpreter und Hilfsprogramme
- Eine Liste der Hilfsprogramme und derKommandozeileninterpreter.
- Erklärungen
- Erläuterungen über den Standard.
Weitere Hilfsprogramme wieawk,vi oderecho sind ebenfalls Teil des POSIX-Standards. Die C-Funktionen stellen unter anderem Ein- bzw. Ausgabe (fürDateien,Terminals undNetzwerkdienste) zur Verfügung und stellen Kontrolle über Prozesse sowie die Benutzer- und Gruppenverwaltung her.
Betriebssysteme können vollständig oder teilweise POSIX-kompatibel sein – dies hängt davon ab, ob sie die POSIX-Standards gänzlich oder nur teilweise umsetzen. Die (meist minimalen) Abweichungen vom Standard sind heutzutage primär eine bewusste Entscheidung zugunsten anderer Kompatibilität und weniger ein Mangel an Umsetzbarkeit. POSIX-konforme Betriebssysteme werden von der Open-Group mit dem Unix-Zeichen versehen.[4]
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gute Belege einfügst.Folgende Betriebssysteme sind zum gesamten Standard vollständig kompatibel und somit POSIX-konform:
Diese Betriebssysteme sind größtenteils kompatibel, aber nicht gänzlich konform zu den Standards:
Diese Betriebssysteme sind gewöhnlich nicht POSIX-kompatibel, es können aber Kompatibilitätserweiterungen eingesetzt werden. POSIX-Unterstützung wird in der Regel mittels Übersetzungsbibliotheken oder einerZwischenschicht „über“ demKernel umgesetzt. Volle POSIX-Konformität ist meist nicht gegeben.
- ↑https://publications.opengroup.org/standards/unix/t101
- ↑Miklos G. Zilahi-Szabo:Kleines Lexikon der Informatik. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2018,ISBN 978-3-486-78616-3,S. 393.
- ↑POSIX.1 FAQ (englisch) – Frequently Asked Questions zu POSIX® 1003.1 (Version 1.12) beiThe Open Group; vom 2. Februar 2006
- ↑Christoph Prevezanos:Computer-Lexikon 2012. Pearson Deutschland GmbH, 2011,ISBN 978-3-8272-4728-5,S. 682.
- ↑abcJohannes Ahrends:Oracle 11g - Release 2 für den DBA: produktive Umgebungen effizient konfigurieren, optimieren und verwalten. Pearson Deutschland GmbH, 2011,ISBN 978-3-8273-2680-5,S. 89 (google.com [abgerufen am 14. Oktober 2022]).
- ↑Zur POSIX-Konformität von BSD/OS (Memento vom 14. Juli 2011 imInternet Archive)
- ↑Zur POSIX-Konformität von FreeBSD
- ↑Erläuterung von Microsoft zu SFU. Abgerufen am 2. Januar 2011.
- ↑Pthreads-w32: Open Source POSIX Threads for Win32
- ↑APE – The ANSI/POSIX Environment. plan9.bell-labs.com, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Mai 2008; abgerufen am 21. Juli 2009 (englisch).