Ponte Capriasca
Ponte Capriasca | |
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Staat: | Schweiz![]() |
Kanton: | Kanton Tessin![]() |
Bezirk: | Bezirk Luganow |
Kreis: | Kreis Capriasca |
BFS-Nr.: | 5212i1f3f4 |
Postleitzahl: | 6946 |
Koordinaten: | 716876 / 10217746.0618.949447Koordinaten:46° 3′ 40″ N,8° 56′ 56″ O; CH1903: 716876 / 102177 |
Höhe: | 447 m ü. M. |
Höhenbereich: | 341–2227m ü. M.[1] |
Fläche: | 6,17 km²[2] |
Einwohner: | 1926(31. Dezember 2023)[3] |
Einwohnerdichte: | 312 Einw. pro km² |
Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 16,4 % (31. Dezember 2023)[4] |
Gemeindepräsident: | Pietro Lisdero |
Website: | www.pontecapriasca.ch |
![]() Ponte Capriasca. Historisches Luftbild vonWerner Friedli (1964) | |
Lage der Gemeinde | |
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Ponte Capriasca ist eine politische Gemeinde imKreis Capriasca, imBezirk Lugano des KantonsTessin in der Schweiz.
Geographie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Ponte Capriasca liegt auf 447 m ü. M. einige Kilometer nördlich vonLugano. Die Nachbargemeinden sind im NordenBellinzona (Exklave im Val di Serdena) undMonteceneri, im OstenCapriasca, im SüdenOriglio und im WestenTorricella-Taverne.
Berühmt ist der Ort für seine Kirche, die dem Heiligen Ambrogio gewidmet ist. Diese Kirche hat ein Gemälde des letztenAbendmahls Jesu (Cenacolo) oderUltima Cena.
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1335 unter dem damaligen NamenPonte, dannPonte de Creviasca 1484. Das Dorf stellte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts demHerzog von Mailand 37 Soldaten und Kriegsmaterial. Schon unter den Herzogen und während der Schweizerischen Herrschaft bildete es eine selbständige Gemeinde mit eigenen Satzungen und Privilegien, die schon 1443 erwähnt sind und von den souveränen Kantonen noch 1648 bestätigt wurden, mit völlig unabhängiger Verwaltung und mit ziviler Gerichtsbarkeit bis zum Streitwerte von 10 Dukaten. Ebenso war Ponte nur den souveränen Kantonen steuerpflichtig (392 Lire im Jahr).
1478 hatte die Gemeinde unter dem Einmarsch der Schweizer zu leiden und wurde 1500 von denGhibellinen vonLugano verwüstet; am 14. April des gleichen Jahres besetzten und zerstörten die Guelfen von Ponte und Sonvico die ghibellinischen Häuser von Lugano.[5]
Mit der GemeindeOriglio waren Fusionsbestrebungen am Laufen, als neuer Gemeindename wurdePonte Origlio beantragt. Das Projekt wurde im Dezember 2013 nach ablehnenden Abstimmungen in den Gemeinden fallengelassen. Ponte Capriasca bildet aber nach wie vor eine eigenständigeBürgergemeinde.[6]
Bevölkerung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Bevölkerungsentwicklung | ||||||||||||
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Jahr | 1574[7] | 1638[7] | 1850[7] | 1900[7] | 1950[7] | 1970[7] | 1980[7] | 1990 | 2000[7] | 2005 | 2010[7] | 2020[7] |
Einwohner | 164 | 131 | 252 | 213 | 194 | 353 | 768 | 1174 | 1478 | 1625 | 1650 | 1866 |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Pfarrkirche Sant’Ambrogio mitAbendmahl des Malers Giovanni Pietro Rizzoli (zugeschrieben); es ist eine vorzügliche Kopie des berühmten gleichnamigen Gemäldes desLeonardo da Vinci, dessen Original sich im Refektorium der Kirche Santa Maria delle Grazie inMailand befindet, restauriert 1951 und 1989/1992[8][9][10][11] und Kirchhof
- Pfarrhaus mit FreskoSacra Famiglia[9]
- Oratorium San Rocco[9]
- Altes Gemeindehaus[9]
- Wohnhaus mit WandbildMadonna mit Heiligen Rocco und Sebastiano[9]
- Wohnhaus mit FreskoMadonna mit Kind[9]
- Wohnhaus mit Portal[9]
- Wohnhaus mit Barock-Balkon[9]
- Schalenstein[9]
Sport
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Football Club Origlio-Ponte Capriasca[12]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Vanessa Giannò: Ponte Capriasca. In:Historisches Lexikon der Schweiz. 28. Juli 2023.
- Virgilio Gilardoni:Ponte Capriasca.Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 478–479.
- Simona Martinoli u. a.:Ponte Capriasca.Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 372–373.
- Johann Rudolf Rahn:Ponte Capriasca. In:I monumenti artistici del medio evo nel Cantone Ticino. Tipo-Litografia di Carlo Salvioni, Bellinzona 1894, S. 250–252.
- Celestino Trezzini:Ponte Capriasca. In:Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5,Pictet – Resti., Attinger, Neuenburg 1929, S. 464, 465 (Digitalisat).
- Luigi G. Xerri:Sant’Ambrogio. La chiesa del cenacolo. Fontana Print S. A., Pregassona 1988
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Ponte Capriasca auf der Plattform ETHorama
- Amt für Statistik des Kantons Tessin: Ponte Capriasca (italienisch)
- Ponte Capriasca: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin
- Ponte Capriasca auf elexikon.ch
- 1. April 1527 in Lugano Giovannina «de Oliva» aus Ponte Capriasca, Tochter des Tamino, Witwe des Antonio Girardi di Breni aus Pura verkaufte am Battista genannt Menicato, Sohn des Antonio Acorsini aus Ponte Tresa, Wohner im Caslano (italienisch) auf ti.ch/archivio-pergamene (abgerufen am 22. Januar 2017).
- Luigi G. Xerri:Sant’Ambrogio. La chiesa del cenacolo.
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Generalisierte Grenzen 2024.Bei späteren Gemeindefusionen Höhenbereich aufgrund Stand 1. Januar 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024.
- ↑Generalisierte Grenzen 2024.Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024.
- ↑Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2023.Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024
- ↑Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2023.Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024
- ↑Celestino Trezzini:Ponte Capriasca. In:Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, S. 464, 465 (PDFDigitalisat), abgerufen am 20. März 2021.
- ↑Dettaglio - SEL (DI) - Repubblica e Cantone Ticino. Abgerufen am 1. September 2024.
- ↑abcdefghijVanessa Giannò: Ponte Capriasca. In:Historisches Lexikon der Schweiz. 28. Juli 2023.
- ↑Pfarrkirche Sant’Ambrogio auf api3.geo.admin.ch/rest
- ↑abcdefghiSimona Martinoli u. a.:Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg.Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007,ISBN 978-88-7713-482-0, S. 372–373.
- ↑Pfarrkirche Sant’Ambrogio auf portal.dnb.de (abgerufen am: 22. Juni 2016.)
- ↑Pfarrkirche Sant’Ambrogio (mit Fotos) auf ti.ch/dt/dstm/sst/ubc
- ↑Football Club Origlio-Ponte Capriasca