Ploidiegrad
DerPloidiegrad gibt beiEukaryoten die Anzahl derChromosomensätze in einemZellkern an. Eine Zelle kann einen Chromosomensatz enthalten, dann wird sie alshaploid (1n) bezeichnet. Viele Organismen, auch der Mensch, haben hauptsächlichKörperzellen mit zwei Chromosomensätzen, sie sind diploid (2n). Jedoch gibt es auch Lebewesen, die den Ploidiegrad 3n (triploid), 4n (tetraploid), 6n (hexaploid) oder noch höhere Grade haben (siehePolyploidie).
Ploidiegrad bei der geschlechtlichen Fortpflanzung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Bei dergeschlechtlichen Fortpflanzung gibt es einen periodischen Wechsel zwischen einer haploiden Phase und einer diploiden Phase, denKernphasenwechsel. Bei der Bildung von haploiden Zellen aus diploiden, derMeiose oder Reifeteilung, wird die Anzahl der Chromosomen halbiert. Bei derBefruchtung passiert das Umgekehrte, hier verschmelzen zwei haploide Zellen zu einer diploiden. Dadurch haben Nachkommen andere Gene als ihre beiden Elternorganismen, denn sie erhalten von beiden je einen Chromosomensatz.
Außer der Meiose und der Befruchtung gibt es auch noch dieMitose, eine Zellkernteilung, bei der zwei identische Tochterzellkerne entstehen. Bei der Mitose ändert sich also der Ploidiegrad nicht. Die Mitose ist diejenige Zellteilung, die einem mehrzelligen Organismus Wachstum ermöglicht.
Bei derungeschlechtlichen Vermehrung entstehen Nachkommen ohnegenetische Rekombination und nicht ausGeschlechtszellen. Sie haben die identischen Gene wie ihr Elternorganismus, vonMutationen abgesehen. Nur wenige Eukaryoten verzichten ganz auf geschlechtliche Fortpflanzung, da diese die Neuentstehung von möglicherweise vorteilhaften Genkombinationen ermöglicht und dadurch der Art Überlebensvorteile bietet.
Die meistenWirbeltiere haben in den Körperzellen zwei vollständige Chromosomensätze und somit einen Ploidiegrad von 2n (diploid). Der Ploidiegrad einer Wirbeltier-Keimzelle, also derEizellen undSpermien, ist 1, also haploid (1n).
Beim Menschen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Beim Menschen besteht der einfache Chromosomensatz aus 23 verschiedenenChromosomen, nämlich einem Geschlechtschromosom (Gonosom, beim Menschen dasX-Chromosom oder dasY-Chromosom) und 22 anderen Chromosomen, denAutosomen. In einer Körperzelle sind in der Regel zwei Chromosomensätze vorhanden. Jedoch können bestimmte Körperzellen mit hoherTranskriptionsrate höhere Ploidiegrade haben, zum BeispielLeberzellen oderMegakaryozyten.
Zu jedem der 22 Chromosomen sowie zum Geschlechtschromosom einer Frau (ein Mann hat normalerweise jeweils ein Geschlechtschromosom X und Y) gibt es einhomologes Chromosom. Da der Chromosomensatz zweimal vorhanden ist, ist der Ploidiegrad 2, d. h. der Mensch istdiploid.