Der Schlepper war mit einer 400 PS starken Dreifach-Expansions-Dampfmaschine ausgerüstet. Der Kessel hatte rund 135 m² Heizfläche und wurde anfänglich mit Kohle befeuert. 1935 wurde er auf Ölfeuerung umgebaut. Der Kohlevorrat betrug 40 Tonnen und die Besatzung bestand aus Schiffsführer, Matrose, Maschinist und Heizer.
Die ersten Jahre war der Schlepper wahrscheinlich auf den mitteldeutschen Kanälen und derElbe eingesetzt. 1935 wurde das Schiff imRheinschiffsregisterMannheim eingetragen und ist seit diesem Datum auf dem Rhein im Einsatz. Auf der Strecke zwischenSankt Goar undBingen am Rhein leistet er unter anderem Vorspanndienste für zu schwach motorisierte Motorschiffe und Hilfe bei Havarien. Nach 1958 kaufte das UnternehmenA.Schweers & H.Klochhaus ausMülheim an der Ruhr das Schiff für Schleppdienste zwischenRotterdam und demRuhrgebiet und ließ es zum Dieselschlepper mit einem 1000 PSDeutz-Dieselmotor umbauen. Von 1979 bis 1996 war das Schiff im Besitz derReederei Josef Schwarz KG in Sankt Goar und versah den Vorspanndienst auf der Gebirgsstrecke. Danach übernahm das UnternehmenFendel und Fendel ausNiederheimbach den Schlepper. 2005 wurde einVolvo-Penta-Dieselmotor mit 1600 PS, der allerdings auf 1200 PS gedrosselt ist, eingebaut. DiePilot ist heute bei der Loh-Schifffahrts GmbH im Einsatz und inTrechtingshausen beheimatet.[1]