BarkPetschili imÄrmelkanal | ||||||||||||||||||||
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Kapt. Alex Teschner an Bord derPera, 1901
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DiePetschili war eine Stahl-Viermastbark der ReedereiF. Laeisz ausHamburg. Sie lief 1903 vom Stapel und wurde 1919 durch einen Sturm am Ankerplatz inValparaíso zerstört.
DiePetschili, benannt nach der damals gleichnamigen Bucht und Provinz inChina (bis 1928 Petschili,chin. 北直隸 (Běizhílì) = Nord-Zhili), war eine typische Laeisz-Viermastbark, ein gut gelungenes Schiff, stark gebaut und schnell gegen die Stürme des Südatlantiks für die Reisen umKap Hoorn. Aus Stahl alsDreiinselschiff nach bereits bewährten Plänen (siehePlacilla) als erste beiBlohm & Voss gefertigte Viermastbark wurde sie seit 1903 in derSalpeterfahrt eingesetzt. Sie hatte wie die im selben Jahr beiTecklenborg gebautePangani kein direktes Schwesterschiff. Unter KapitänCarl M. Prützmann machte sie drei sogenannte Rundreisen nach Chile und zurück nach Europa, stets unter 87 Tagen die Hin- bzw. Rückfahrt. Seine schnellste Fahrt brachte das Schiff unter Kapitän Prützmann 1905 in 59 Tagen vomEnglischen Kanal nachTalcahuano inChile. Laeisz wollte nicht auf seine Erfahrungen verzichten und schickte ihn erneut zu Blohm & Voss zurück, um den Bau derPamir zu überwachen, deren Kommando er bis 1908 übernahm. Weitere neun Rundreisen führten diePetschili unter Kapitän A. Teschner an die Salpeterküste. Ihre 13. Fahrt (ab Hamburg 1. Mai 1914) endete im Juli 1914 in Valparaíso, da derErste Weltkrieg inzwischen ausgebrochen war. Der Großsegler wurde interniert und lag die nächsten fünf Jahre im Hafen von Valparaíso vor Anker. Am 12. Juli 1919 brach über die Region einer der gefürchteten schweren Nordstürme (Norder, span.el nortazo – chilenischer Nordsturm) herein, der einigen Seglern wie Dampfern zum Verhängnis wurde, zum Teil mit Verlusten an Menschenleben. Nach Brechen beider Ankerketten wurde die große Viermastbark, da ohne gesetzte Segel manövrierunfähig, zwischen Fort Pudeto und dem Valparaísoer Vorort El Baron auf den Strand geworfen und ging total verloren. Bis auf den Besanmaststumpf unterhalb der Besan-Pardunen wurde die große Bark völlig entmastet und erlitt irreparable Schäden am Unterwasserschiff (Kielbruch) infolge der harten Strandung auf felsigem Grund.33°02'22" S 71°36'20" W-33.039444444444-71.605555555556Koordinaten:33° 2′ 22″ S,71° 36′ 20″ W Die verbliebene Restbesatzung konnte ohne Verlust an Menschenleben gerettet werden. DiePetschili war einer der wenigen Totalverluste der Vier- und Fünfmastrahschiffe der Reederei Laeisz (neben derPreußen (1910),Pitlochry (1913) undPangani (1913, 30 Tote), die alle im Seegebiet desÄrmelkanals verloren gingen).