Petrus von Reichenau (* im8. Jahrhundert; †21. Februar786 inReichenau) war von 782 bis 786Abt desKlosters Reichenau.
Abt Petrus entstammte dem Geschlecht derAgilolfinger. Er war zunächst Mönch im Kloster Reichenau, bevor er im betagten Alter zum Abt gewählt wurde.
Nachdem seit 736 dieKonstanzer BischöfeArnefrid,Sidonius undJohannes zugleich als Äbte das Kloster Reichenau in Personalunion verwalteten, begann mit Petrus’ Abbatiat die Loslösung der Abtei Reichenau vomBistum Konstanz. Diese wiedergewonnene Selbstständigkeit konnte nicht zuletzt deshalb erfolgreich durchgesetzt werden, weilGerold, der Bruder der KöniginHildegard und ein enger Vertrauter und Ratgeber seines SchwagersKarls des Großen, ein Wohltäter und Stifter des Inselklosters war und ihm zahlreiche Schenkungen machte.[1][2]
Über Petrus’ Amtsführung als Abt ist nur wenig bekannt. Dem Bericht vonGallus Öhem, dem Chronist des Klosters Reichenau zufolge, war Petrus sehr gelehrt und bemühte sich um die Vermehrung der Buchbestände derKlosterbibliothek. So brachte er von einer Reise nach Italien eine kostbare Bibelhandschrift in sein Heimatkloster.[1]
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Johannes | Abt von Reichenau 782–786 | Waldo |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Petrus von Reichenau |
| KURZBESCHREIBUNG | Abt des Klosters Reichenau (782–786) |
| GEBURTSDATUM | 8. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 21. Februar 786 |
| STERBEORT | Reichenau |